Bemerkenswert

Bahnhof Sutthausen, Die Zukunft tragen. Deutsch-niederländischer Skulpturen-Weg vom Bahnhof Sutthausen zur Gedenkstätte Augustaschacht

Wanderparkplatz Bahnhof Sutthausen (fürs Navi: Osnabrück, Am Sutthauser Bahnhof 5)

Themenrundweg „Die Zukunft tragen. Deutsch-niederländischer Skulpturen-Weg vom Bahnhof Sutthausen zur Gedenkstätte Augustaschacht“ (ca. 8 km)

Dieser Themenweg versucht mithilfe von Kunst, Literatur und Landschaft die Erinnerung an den nationalsozialistischen Terror wachzuhalten und als Grundlage für eine gemeinsame und friedliche Zukunft zu nutzen. Zwischen dem Bahnhof Sutthausen und der Gedenkstätte Augustaschacht stehen an sechs Stationen Zitate von Erich Maria Remarque in Kombination mit Skulpturen der niederländischen Widerstandskämpferin und Künstlerin Truus Menger und des ortsansässigen Künstlers Volker Johannes Trieb.

Eigentlich müsste man hier auf die einzelnen Kunstobjekte und die pädagogische Arbeit an der Gedenkstätte Augustaschacht eingehen. Dafür ist hier aber nicht der richtige Ort. Aber man kann im Netz einen Flyer herunterladen, der erste Informationen gibt und auch eine Karte des Themenwegs „Die Zukunft tragen“ enthält. Deswegen folgen hier nur eine kurze Wegbeschreibung (und die GPS-Daten)GPSies - Die Zukunft tragen. Deutsch-niederländischer Skulpturen-Weg vom Bahnhof Sutthausen zur Gedenstätte Augustaschacht:

Vom Bahnhof Sutthausen aus überquert man die Hermann-Ehlers-Straße und spaziert dann durch die Riesenallee. Zwei metallene Riesen erinnern an die Sandsteinstatuen, die von hier aus in den Osnabrücker Schlossgarten umgezogen sind und der Allee ihren Namen gegeben haben. Heute sind es eher die Baumriesen, die beeindrucken.

Man kommt zum Gut Sutthausen, heute das Marienheim mit der Berufsfachschule. Hier gibt es viel anzuschauen, z. B. die von der Düte gespeisten Gräben und Teiche mit ihren Seerosen, den Bauerngarten, die Schlosskapelle oder im Rahmen dieses Themenweges besonders interessant: der Skulpturengarten.

Bauerngarten 20170611_102018
Im schönen Bauerngarten hinter der Berufsfachschule im Marienheim (Gut Sutthausen)

Irgendwann nimmt man den (etwas versteckten) Seitenausgang zur Von-Korff-Allee, benannt nach der ehemaligen Besitzerfamilie des Gutes. Über die Straße Westruper Esch gelangt man in die Mühlenstraße, die schon zu Hasbergen gehört und zur Holzhauser Straße führt. Die überquert man mit einem Links-Rechts-Schwenker und geht in das Sträßchen Zur Hüggelschlucht. Der folgt man bis zur Gedenkstätte Augustaschacht. Dazu muss man an der Weggabelung die rechte Variante nehmen. Hat man sich am Augustaschacht satt gesehen, geht man zurück bis zu dieser Weggabelung, biegt rechts ab, überquert den Wilkenbach und steigt dann den Boberg hinauf. Das Sträßchen Am Boberg führt aber nicht über den Gipfel, sondern beibt nördlich davon und vom Friedhof und führt uns wieder zur Holzhauser Straße. Mittlerweile sind wir auch schon im Georgsmarienhütter Stadtteil Holzhausen.

Wir folgen der Hauptstraße bis zum Kreisel, gehen dort kurz nach links in die Sutthauser Straße und gelangen dann über Im Dütetal zurück zum Bahnhof Sutthausen. Nicht alle Skulpturen, die man unterwegs sieht, sind in den Weg „Die Zukunft tragen“ integriert, es gibt weitere zu entdecken. Am Ende des Weges erwarten den Wanderer kurz hinter Volker-Johannes Triebs Atelier das Café-Restaurant Wilde Triebe im ehemaligen Sutthauser Bahnhof.


Advertisements

Detmold, Tourist-Information, „Auf Hermanns Spuren“

Startpunkt: Detmold, Tourist-Information (Marktplatz 5)

Rundwanderweg „Auf Hermanns Spuren“ (ca. 21 km, ca. 5½ Std. Gehzeit)

Die Hermannhöhen veröffentlichen u.a. ein Heftchen mit dem Titel „Wanderbare Wege…“, was in Abständen überarbeitet und neu herausgegeben wird. In der 2005er Ausgabe fiel mir der Tourentipp 9 „Auf Hermanns Spuren“ ins Auge, der auf ca. 12 Kilometern von Detmold nach Pivitsheide führt. Ich habe ihn für mich etwas abgeändert und einen Rundweg von ca. 21 Kilometern daraus gemacht. In der aktuellen, auch sehr lohnenswerten Ausgabe des Heftchens, das es kostenlos z. B. bei der Detmolder Touristen-Information gibt, ist die Tour nicht mehr enthalten. Hier aber sind die GPS-Daten:GPSies - Detmold, Tourist-Information, Auf Hermanns Spuren

In Detmolds Innenstadt gibt es kaum günstige Parkplätze. Wenn man aber den Rundweg geht, ist ja eigentlich egal, wo man startet. In der Google-Karte unten sehen Sie diverse geeignete Wanderparkplätze. „Auf Hermanns Spuren“ heißt die Runde, weil sie am bekannten Wahrzeichen des Teutoburger Waldes, dem Hermannsdenkmal, vorbeikommt. Ansonsten ist von dem Cheruskerfürsten nichts zu sehen. In erster Linie handelt es sich um eine Runde um den Detmolder Stadtteil Hiddesen.

Vom Detmolder Marktplatz mit der Tourist-Information im Rathaus inmitten der historischen Altstadt aus lohnt sich immer ein Weg durch die Parkanlagen und um das Residenzschloss im Stil der Weserrenaissance. Wenn man sich aber genug umgesehen hat, geht es über die Lange Straße und die Allee südlich aus der Stadt hinaus. Auf Höhe des sogenannten Neuen Palais, heute Hauptsitz der Musikhochschule Detmold, kann man über den Friedrichstaler Kanal wechseln. Die Neustadt mit dem Palaisgarten ist einen eigenen Besuch wert, genau wie das Freilichtmuseum, das wir jetzt auf dem Wanderweg A1 teilweise umrunden. Auf der Rückseite des Museums verlassen wir den Wald und gehen in Richtung Heiligenkirchen. Über die Straßen Am Büchenberg und Friedrich-Pieper-Straße gehen wir hinunter zur Paderborner Straße. Die überqueren wir und kommen so an die Berlebecke. Als Knochenbach, der den Friedrichstaler Kanal speist, haben wir das Flüschen schon am Südrand von Detmold gesehen. Von der Berlebecke hier unten beginnt schon der sachte Aufstieg auf die Grotenburg.

Die Berlebecke bei Heiligenkirchen 20180205_104057.jpg
Die Berlebecke bei Heiligenkirchen

Über freies Feld erreichen wir den Schling, eine Heiligenkirchener Siedlung, die wir auf der Einsteinstraße durchqueren. Über den Sprengerweg erreichen wir den gleichnamigen Hof am Ortsrand. Zuvor passieren wir noch die große Anlage des Heimatvereins Heiligenkirchen mit Grill und toller Aussicht. Dann geht es hinein in den Buchenwald am Südosthang der Grotenburg, ein recht naturnaher Wald, der als Naturschutzgebiet geschützt wird. Am Wanderparkplatz Grotenburg erreichen wir die Denkmalstraße, der wir bis oben folgen. Zu den Anlagen am Hermannsdenkmal siehe bei der Beschreibung der Hermann-Heidental-Route A2.

Wir verlassen das Areal am Denkmal nach Norden. Den üblichen steilen Abstieg zur Heidentalstraße kann man nicht mehr benutzen, da sich hier jetzt eine Downhill-Strecke für die Mountainbiker befindet. Es gibt aber eine Möglichkeit, die Strecke zu umgehen. Man kommt hinunter zum Kaiser-Wilhelm-Weg und weiter zum Talgrund des Heidentals. Hier fließt der Heidenbach, den man überquert. Auf dem Hermannsweg (in diesem Blog ist es die neunte Etappe) gelangt man zur Birkenweghütte, wo man eine Rast machen kann. An der Schutzhütte geht es nach links, immer weiter auf dem Hermannsweg. So gelangt man zum Krebsteich und dann zum Donoper Teich.

Donoper Teich 20180205_132635.jpg
Still ruht der See, hier der Donoper Teich

Während der Hermannsweg, der sich ja am Kamm des Teutoburger Waldes orientiert, hier links abbiegt, gehen wir geradaus weiter am Hasselbach entlang, ein sehr schönes Wegstück, das zum Hasselbachstausee führt.

Hinter der Teichanlage beginnt das geschlossene Siedlungsgebiet Detmolds und der Wald hört auf. Dementsprechend ändert sich die Charakteristik unseres Wanderwegs „Auf Hermanns Spuren“. Mit der Plantagenallee überqueren wir dementsprechend eine wichtige Zufahrtstraße für die Innenstadt. Wir gehen auf der Schwarzenbrinker Straße noch ein Stück nach Norden und biegen dann am Freibad Schwarzenbrink in die Freibadstraße ein. Die verläuft einen Kilometer schnurgerade nach Osten. Am Ende gehen wir ein paar Schritte nach rechts, nur gut 25 Meter, denn hinter dem Trafohäuschen versteckt (!) führt der Weg weiter nach Osten. Am Ende des Fußwegs machen wir einen Links-Rechts-Schwenker und gelangen zur Adolf-Meier-Straße. Noch ein Links-Rechts-Schwenker und wir sind wieder auf dem Plantagenweg, der L936.

Wir folgen der Hauptstraße Richtung Detmold durch das „Zentrum“ von Heidenoldendorf und biegen danach rechts ein in den Kleinen Bergweg. Über Am Vietberg kommen wir zum Krummen Bergweg. Schon vor dem kleinen Wäldchen kann man links abbiegen, so dass man die Siedlung oberhalb der Bielefelder Straße durchwandert. Über den Brunsweg und die Felix-Fechenbach-Straße gelangt man zur Hans-Hinrichs-Straße, der Landesstraße 828. Die führt uns zum zentralen Schubertplatz. Jetzt sind es nur noch ein paar hundert Meter durch die Innenstadt, bis wir wieder am Ausgangspunkt, dem Marktplatz sind.

Jetzt hat man sich wirklich eine Stärkung verdient und hier in der Fußgängerzone gibt es selbstverständlich auch viel Gelegenheit dazu.

Haus des Gastes Bad Holzhausen / Sportplatz, K2

Wanderparkplatz Haus des Gastes Bad Holzhausen / Sportplatz (fürs Navi: Preußisch Oldendorf, Heddinghauser Str. 10)

Rundwanderweg K2 (ca. 6,3 km, ca. 1½ Std.)

Die kleine Stadt Preußisch Oldendorf am Wiehengebirge besteht aus zehn Stadtteilen, davon zählt die meisten Einwohner Bad Holzhausen. Normalerweise würde man von einem Dorf sprechen, Holzhausen ist aber ein Heilbad mit diversen Kureinrichtungen, Kliniken, Altenheimen usw. Seit 2007 nennt sich dieser Stadtteil deswegen Bad Holzhausen.

Der Rundweg K2 ist ein ehemaliger Kurwanderweg, heute längt vergessen und nirgendwo markiert, allerdings auf den in allen Teilen Preußisch Oldendorfs stehenden GPSies - Haus des Gastes Bad Holzhausen / Sportplatz, K2Wanderkarten eingetragen. Auf alle Fälle sollte man die GPS-Daten dabeihaben:

Wir starten auf dem großen Wanderparkplatz Haus des Gastes Bad Holzhausen / Sportplatz in der Nähe des Kurparks und gehen zunächst unter der Eisenbahnbrücke hindurch die Heddinghauser Straße entlang. Sie führt uns am Landhaus Röscher vorbei auch durch die Ortschaft Heddinghausen, die schon 1843 nach Holzhausen eingemeindet wurde. Sehr bald biegen wir links in die Dorfstraße und dann rechts in den Deelsbrink. Das asphaltierte Sträßchen endet zwar bald, aber wir können auf einem Wiesenweg geradeaus weiter über das freie Feld spazieren. An einem als Naturdenkmal gekennzeichneten, allein stehenden Baum geht es genauso vorbei wie an mehreren Apfelbaumplantagen. Das beste ist aber die Aussicht in die Ebene nach Norden. Zur Rechten sehen wir den Glösinghauser Berg, der auch noch zu Bad Holzhausen gehört.

Blick hinüber nach Blasheim

Wir überqueren mit K2 die Rumenstraße und gehen noch immer geradaus weiter, bis es an dem nächsten Sträßchen nicht mehr weiter geht. Hier gehen wir auf der Straße Hasumke bergab, jetzt schon auf dem Gebiet des Lübbecker Ortsteils Obermehnen. Schon nach wenigen Metern biegen wir wieder links in den Feldweg ein und genießen dabei die Ausblicke ins Tal, z. B. hinunter nach Blasheim. Vor der Obstbaumplantage führt uns ein Weg rechts hinunter zur Obermehner Straße. Hier gehen wir ein paar Meter zurück nach Osten, denn das parkähnliche Gelände passieren wir an seiner östlichen Seite. So gelangen wir zur Straße Auf dem Brunnen, auf der wir wieder westlich nach Holzhausen gehen können. Wir können aber eine kleine Erweiterungsrunde durch den Park und um das Gelände der Reha-Klinik Holsing Vital drehen. Über die Brunnenallee gelangen wir danach an das untere Ende der Rumenstraße und gehen ein bisschen auf ihr bergan.

Den Sonnenweg, den wir dann nach Westen ablaufen, nennt man hier auch Kurpromenade. Gut, im hinteren Teil fahren keine Autos, aber ansonsten hat der Weg direkt an den Gleisen und gegenüber vom kleinen Bahnhof Holzhausen-Heddinghausen wenig von dem, an das man bei dem Wort Kurpromenade denkt. Am Ende geht es gegenüber vom Landhotel Annelie mit dem Restaurant Alte Schule über die Bahn und durch die Neustadtstraße Richtung Kurpark.

Das ehemalige Herrenhaus des Gutes Holzhausen

Man kann nun direkt zum Parkplatz Haus des Gastes Bad Holzhausen / Sportplatz gehen, aber auch rechts am Kurpark-Café vorbei zur Guts-Wassermühle Hudenbeck und dann am schönen Haus des Gastes vorbei durch den kleinen Kurpark. Das HdG befindet sich im ehemaligen Herrenhaus des Gutes Holzhausen, zu dem auch die komplett restaurierte bzw. neu aufgebaute Fachwerk-Wassermühle an der Großen Aue gehörte. „Klein, aber fein“ ist wohl die richtige Bezeichnung für das gesamte Ensemble.

Ein paar Einkehrmöglichkeiten sind im Text genannt, aber es ist klar, dass es in einem Heilbad mehr gibt.

Wellingholzhausen, Am Beutling, X25 Schau-ins-Land-Weg, Etappe „Wellingholzhausen – Borgholzhausen“

Wanderparkplatz Am Beutling (fürs Navi: nahe Melle, Beutlingsallee 41)

Streckenweg X25 Schau-ins-Land-Weg, Etappe „Wellingholzhausen – Borgholzhausen“ (ca. 9 km, ca. 2¼ Std.)

Der Hermannsweg über den Kamm des Teutoburger Waldes ist sicherlich einer der schönsten Wanderwege, der auf und ab viel durch Wald führt, aber auch immer wieder schöne Ausblicke in die vorgelagerten Ebenen bietet. Noch mehr freie Sicht bietet der x25, wegen eben dieser Ausblicke auch Schau-ins-Land-Weg genannt. Er ist somit eine Alternative für den westlichen Teil des Hermannswegs und führt weiter unten am Hang von Bevergern nach Bielefeld. Ungefähr in der Mitte befindet sich Wellingholzhausens Beutlingsberg, an den sich westlich wie östlich besonders schöne Etappen anschließen. Hier wird die Etappe von Wellingholzhausen ins benachbarte Borgholzhausen vorgestellt.

Vom Wanderparkplatz Am Beutling aus geht es am Gasthaus Bredenstein vorbei direkt recht steil hinauf auf den Wellingholzhausener Hausberg mit seinem bekannten Aussichtsturm. Oben gibt es auch einige Rastmöglichkeiten, die der Heimat- und Verschönerungsverein Wellingholzhausen in Schuss hält, aber wir sind ja gerade erst losgegangen. Nördlich des Beutlings geht es wieder hinunter und am Hof Altemöller vorbei zur Hasestraße. Dort sehen wir Altemöllers Wegkreuz, eine besonders schöne und gepflegte Anlage. Wir überqueren hier die Hasestraße und gehen gegenüber in den Wald. So kommen wir zum Brandhorstweg, den wir ebenfalls nur kreuzen.

Jetzt aber ist es mit der Wegfindung etwas schwieriger – denn eigentlich gibt es keinen Weg. Anfangs sieht man noch häufiger das weiße X25 auf GPSies - Wellingholzhausen, Am Beutling, X25 Schau-ins-Land-Weg, Etappe Wellingholzhausen - Borgholzhausenschwarzem Grund, dann wird die Beschilderung aber auch dünner. Orientieren Sie sich am besten an den GPS-Daten:

Wo ist der Weg?

Eigentlich geht es aber auch im Wald nur geradeaus. Es tut sich ein kleines Bachtal auf, auf dessen rechter (westlicher) Seite man sich halten sollte. So kann man nämlich am Ende die Brücke nutzen, um den folgenden tiefen Bacheinschnitt zu überqueren. Danach kommt man aus dem Wald heraus und geht durch die Felder, den kleinen Kerßenbrocker Berg zur Rechten liegen lassend. Dabei kann man einen schönen Blick auf die Höfe in Kerßenbrock genießen. Wir überqueren den Twisselbach und kommen zum Steinbach. Dieser fließt mit mehreren Armen im Gegensatz zur bekannten Hase nach Osten ab und definiert hier die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Ein Schild macht darauf aufmerksam, dass man sich hier nahe des nördlichsten Punktes des fast 1000 km² großen Kreises Gütersloh befindet.

Man überquert die Grenze zweimal, ist also wieder im niedersächsischen Landkreis Osnabrück, wenn man stetig den Neuenkirchener Berg hinaufspaziert. Auf guten Wegen geht es durch schönen Mischwald, vorbei an überwachsenen Industrieruinen. In einer Einsattelung bildet sich nach Regenfällen einer schöner See. Bald erreicht man – jetzt schon in der Borgholzhausener Bauernschaft Holland – die Wellingholzhauser Str.Kurz vorher sieht man zum ersten Mal die markante, zweithöchste Erhebung des Kreises Gütersloh, die Große Egge in Halle.

Blick zur Großen Egge in Halle mit dem Richtfunkturm

Allerdings gehen wir nur um die Hausecke und biegen gleich wieder in den Hengbergweg ein. Dieses kleine, asphaltierte Sträßchen bietet wunderschöne Ausblicke in alle Richtungen und führt uns direkt nach Borgholzhausen. Wir erreichen nämlich die Hauptstraße, die Bielefelder Straße, der wir nach rechts folgen, wenn wir das Ortszentrum mit den Wanderparkplätzen Schulstr. / Rathaus Borgholzhausen oder Borgholzhausen, die evangelische Kirche oder die verschiedenen Einkehrmöglichkeiten aufsuchen möchten (hier gibt es nicht nur Lebkuchen). Ansonsten führt der Schau-ins-Land-Weg weiter nach Werther.

Eventuell bietet es sich auch an, diese Etappe des X25 anders herum abzuwandern und dann im Gasthaus Am Beutling in Wellingholzhausen einzukehren.

Hankenberge, Nr. 2

Wanderparkplatz Hankenberge (auch WP Waldchaussee / B68 genannt, fürs Navi: nahe Hilter, Osnabrücker Str. 39a)

Rundwanderweg Nr. 2 (ca. 7,8 km, 2 Std.)

Hankenberge ist ein Ortsteil von Hilter am Teutoburger Wald, liegt aber nördlich des Teutoburger Waldes. Von der Osnabrücker Straße, der ehemaligen B68, zweigt gegenüber dem Eppendorfer Weg die Waldchaussee ab. Hier liegt auch der Wanderparkplatz Hankenberge.

GPSies - Hankenberge, Nr. 2Auf der Wanderkarte am Parkplatz sind für den Wanderweg Nr. 2 vier Kilometer als Länge angegeben. Das kann sich aber nur auf die eigentliche Runde von Nr. 2 beziehen oder auf Hin- und Rückweg zu dieser Runde, jedenfalls nicht auf beides zusammen. Der Weg folgt zunächst der asphaltierten Waldchaussee, die bis zum Wanderparkplatz Am Freden in Bad Iburg führt. Natürlich hat so ein geteertes Sträßchen im Wald viele Vorteile, z. B. für Radfahrer, Kinderwagenschieber, Bollerwagenzieher und so weiter – für den Wanderer ist es etwas eintönig. Allerdings entschädigt der schöne Mischwald drumherum. Die deutliche Anhöhe im Süden (zur Linken) ist der Spannbrink, über den Hermannsweg und Ahornweg verlaufen.

Jeder, wie er’s mag: Waldchaussee mit Asphalt …

Nach knapp einem Kilometer erreicht man eine Wegekreuzung, es geht aber geradeaus weiter. Nach einem weiteren Kilometer beginnt die eigentliche Runde von Nr. 2. Wir gehen aber immer noch auf der Waldchaussee weiter, und zwar bis zum Georgsplatz. Das ist ein größerer Rastplatz im Wald mit einer Schutzhütte. Der Name erinnert an den blinden König Georg V. von Hannover.

Mittlerweile ist man schon auf Iburger Gemeindegebiet und auch schon im Fredenwald. Südlich des Georgsplatzes machen (Warn-)Schilder auf den Naturwald im Großen Freden aufmerksam. Über diesen zentralen Punkt läuft auch der Bad Iburger Runderwanderweg 6, einer der beliebtesten Rundwege im Osnabrücker Land und auf diesem Wander-Blog.

Wir aber biegen hier am Georgsplatz nach Norden ab und verlassen so die Waldchaussee. Bei der bald folgenden Weggabelung nehmen wir die rechte Variante und gehen so auf natürlichem Waldboden den Hohnsberg hinauf, der bei Geologen bekannt ist. Dabei kann man an einer Lichtung zurück- und hinüberschauen zum Großen Freden.

… oder schmaler Waldweg auf sandigem Boden: Heidepflanzen am Hohnsberg.

Oben gehen wir an dem Haus auf der Lichtung vorbei zurück nach Osten. Hier laufen wir ein kurzes Stück auf dem Ahornweg, der aber bald nach Norden Richtung Zeppelinstein abbiegt. Wir gehen geradeaus weiter und umrunden bald auf schmalem Pfad an einem kleinen Abhang einen Bergsporn. Hier fallen die Heidepflanzen auf. So kommen wir zum Jahnholzplatz oder Karussellplatz. Auch hier steht eine Schutzhütte.

Wir nehmen einen guten Forstweg, der im spitzen Winkel zurückführt. Bevor wir wieder die Waldchaussee erreichen, macht uns ein Hinweisschild auf die Dütequellen in dieser Gegend aufmerksam. Davon gibt es mehrere, eine hier südlich des Weges Nr. 2. Unter dem Weg hindurch fließt das Wasser nach Norden ab. Die Quellen sprudeln aber nicht alle zu allen Zeiten. Manchmal hört man auch nur das Geplätscher unter der Laubschicht.

Schließlich erreicht man wieder die Waldchaussee und geht nach ca. zwei Kilometer zum Parkplatz zurück, wie man gekommen ist. Wenn man sich bei den Quellen etwas umschaut, benötigt man für den Weg gut und gerne zwei Stunden. Der Weg führt komplett durch Waldgebiet und es gibt unterwegs keine Einkehrmöglichkeit. Nahe der Waldchaussee an der Osnabrücker Straße steht aber das Gasthaus Ellerweg.

Hanstedt I, Auferstehungsweg

Startpunkt Hanstedt I (fürs Navi: Hanstedt, Wriedeler Str. 7)

Auferstehungsweg (ca. 4,5 km, ca. 1 Std. reine Gehzeit in eine Richtung)

Hanstedt I bildet mit Allenbostel, Bode, Brauel, Eitzen II, Oechtringen, Oetzfelde, Teendorf und Velgen die Gemeinde Hanstedt in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf im Landkreis Uelze. Die römische I unterscheidet es von Hanstedt II, heute einem Ortsteil der Stadt Uelzen.

Das kleine Heidedorf Hanstedt hat ein paar kleine, aber feine touristische Höhepunkte anzubieten. Da gibt es die St. Georgskirche, das Missionarische Zentrum und als interessante Besonderheit für diesen Wanderblog den Auferstehungsweg. Dieser ist einer der drei „Wege der Besinnung“ um Ebstorf herum. Die anderen heißen Schöpfungsweg und Inspirationsweg und einen Flyer kann man sich beim Missionarischen Zentrum herunterladen oder abholen. So kann man sich auch gleich über dieses „Tagungshaus mit Herz“ informieren, denn es bietet sich auch als Übernachtungs- oder Einkehrmöglichkeit für Wandergruppen an.

Der Auferstehungsweg zeigt an 13 Stationen kurze Texte und Bilder von Werner Steinbrecher, mit denen man über die Osterbotschaft nachdenken kann. Man kann natürlich auch einfach nur spazieren gehen und sich an den Schönheiten von Gottes Schöpfung erfreuen.

In der Hanstedter St. Georgskirche

Der Weg beginnt an der Südseite der kleinen, schönen, ca. 1000-jährigen Feldsteinkirche St. Georg. Da die Kirche in der Regel geöffnet ist, sollte man unbedingt hineinschauen: Das Kirchenschiff entstand um 980, wie man an der Decke lesen kann. Während das mächtige Feldsteinmauerwerk ebenfalls sehr alt sein wird, wurde der Turm im 19. Jahrhundert ersetzt. Im gotischen Innenraum bezaubern das Gewölbe des Chorraums, besonders aber der Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert. Das beste aber ist, dass diese Kirche nicht nur ein historisches  Baudenkmal darstellt, sondern von der Kirchengemeinde Hanstedt I und der Hausgemeinde des Missionarischen Zentrums aktiv genutzt und täglich mit Leben gefüllt wird.

GPSies - Hanstedt I, AuferstehungswegDer ausgeschilderte „Mini-Pilgerweg“ führt von der Kirche über die Eitzer Straße zum Hanstedter Friedhof. Von dort geht es über die Oetzfelder Straße zur Siedlung Johannisberg. An einer Rastgelegenheit geht es rechts ab und kurz danach wieder links zum Wasserwerk. Hier endet zunächst der Asphalt und es geht über Feld-, Wald- und Wiesenwege weiter durch den Ebstorfer Forst. An zwei Teichen erreicht man oberhalb von Tatendorf den Waldrand und schaut ins Tal der Schwienau.

Den Campingplatz am Waldbad und das Schwimmbadareal umgeht der Auferstehungsweg südlich und schon ist am Domänenpark der Ortsrand von Ebstorf erreicht. Dort liegt auch schon das schöne und wegen seiner mittelalterlichen Weltkarte weithin berühmte Kloster, das man unbedingt besichtigen sollte, bevor man sich auf den Rückweg macht oder abholen lässt. Eine Beschreibung des Klosters Ebstorf würde den Rahmen auf WandererMartin aber sprengen. Für den Rückweg bietet sich übrigens der ähnlich ausgearbeitete, etwas längere Inspirationsweg an.