Bemerkenswert

Am Weberhaus, Naturerlebnispfad Zwickenbachtal

Bakum, Wanderparkplatz Am Weberhaus (fürs Navi: Melle, Weberhaus 40)

Rundweg Naturerlebnispfad Zwickenbachtal (ca. 3,5 km, ca. ¾ Std. Gehzeit)

outdooractive indexKlein aber fein: Der Zwickenbach führt das Wasser der Meller Berge südwestlich zur Else. Dabei schlängelt er sich mit vielen Windungen in seinem kleinen Kerbtal durch Laub- und Nadelwald. Das naturnahe Gebiet wird durch den Naturerlebnispfad Zwickenbachtal erschlossen, der in einer Zusammenarbeit des Gymnasiums Melle, des Verschönerungs- und Verkehrsvereins Melle-Mitte und des Naturparks TERRA.Vita entstand. Dieser Zusammenarbeit verdankt der Wanderer unter anderem eine hervoragende Kennzeichnung mit einer blauen, geschlängelten Linie, die den Zwickenbach darstellt, mehrere Informationstafeln zu Flora, Fauna und Geologie, Publikationen zum Thema und vor allem viele kleine Brücken, die helfen, ständig die Bachseite zu wechseln oder feuchte Stellen zu überbrücken.

Vom großen Wanderparkplatz Am Weberhaus in Melle-Bakum geht man auf dem Sträßchen noch ca. 250 m südwärts, bis man an eine Wiese kommt, in deren Mitte man schon den Zwickenbach laufen sieht. An dieser Wiese biegt man nach links in den TERRA.track ein und geht noch ein bisschen am Waldrand entlang. Aber schon nach ca. 100 Metern kommt man richtig in den Wald und an den Bach.

Jetzt ist die Wegführung ganz einfach, denn man bleibt immer ganz nah an dem kleinen Mittelgebirgsflüsschen, mal links, mal rechts davon. Es geht auch beständig sachte auf und ab, und zwar immer auf einem schönen, schmalen, sehr naturbelassenen Pfad.

04/18
April im Zwickenbachtal: Der Sauerklee zeigt sich.

Vier Informationstafeln unterrichten den Spaziergänger unterwegs über die Besonderheiten des Gebietes. Die letzte davon steht an einer zentralen Stelle der Meller Berge, der sogenannten Wolfsbank. Hier endet der den Bachlauf begleitende Teil des Naturerlebnispfads und der Zwickenbach teilt sich in zwei Quellarme auf. Der Wanderweg geht etwas höher und etwas entfernt vom Zwickenbach wieder zurück zum Wanderparkplatz Am Weberhaus.

Nach welcher Zeit man dort wiederankommt, hängt sehr davon ab, wieviel Zeit man sich am Bach lässt, um ins klare Wasser zu schauen, die Informationen aufzunehmen und so weiter. Alleine das Gehen benötigt ca. eine Dreiviertelstunde. Dass man danach noch gut im „neuen“ Weberhaus einkehren kann, versteht sich von selbst.

Auf dem TERRA.track Naturerlebnispfad Zwickenbachtal verläuft auch ein Sieben-Steine-Lehrpfad, der sich an besonders Wissbegierige wendet. Die nummerierten Steine, die Ihnen unterwegs auffallen, gehören dazu. Informationsmaterial und Tipps für einen Spaziergang im Zwickenbachtal finden Sie auf den Seiten des Natur- und Geoparks.


Bemerkenswert

Alt-Georgsmarienhütte, Am Zuckerhut, A2

Wanderparkplatz Am Zuckerhut (fürs Navi: Georgsmarienhütte, Am Zuckerhut 3)

Rundwanderweg A2 (ca. 4,2 km)

Das schöne Waldgebiet im Dreieck zwischen Georgsmarienhütte, Hagen und Bad Iburg nennt man Iburger Wald. Es ist natürlich ein Ausläufer des Teutoburger Waldes. Hier gibt es viele gut gekennzeichnete Wanderwege auf gut ausgebauten Waldwegen. Dazu gehört auch der Georgsmarienhütter Rundwanderweg A2, eine angenehme Runde, die fast komplett innerhalb des Waldes verläuft, nur mäßige Steigungen aufweist und in einer guten Stunde zu schaffen ist.

Man startet ganz im Süden Alt-GMHüttes, Am Zuckerhut. Vom Wanderparkplatz aus geht es zunächst südlich in den Wald und gleich wieder rechts nach Westen. So geht man nahe des Siedlungsbereiches bergauf auf den Gipfel des Baumannknollens zu. In der laubfreien Zeit hat man immer wieder die Möglichkeit auf gute Aussichten nach Norden über die Stadt. Bald aber entfernt sich der Weg vom Waldrand und kurz vor dem Gipfel biegt man wieder nach links ab.

Nun führt der Weg in weiten Schwingungen nach Süden. Er bleibt dabei zunächst ziemlich genau auf der Grenze zwischen Georgsmarienhütte und Hagen, bis er kurz vor der Gegend Achter de Welt ganz auf Hagener Gebiet gerät. Am Wanderparkplatz Achter de Welt tritt man auch aus dem Wald heraus auf die gleichnamige Lichtung. Vorher kann man noch eine Menge großgewachsene Ilex-Büsche im Mischwald sehen.

Ilex achter de Welt
Ilex achter de Welt

Man spaziert noch etwas weiter, also am Parkplatz vorbei, bis auf der linken Wegseite wieder die Bewaldung beginnt. Dann nimmt man den Fußweg, der am Waldrand entlang links zurückführt. Vorsicht: Ausgerechnet hier fehlt die Kennzeichnung mit der 2.

Aus dem Fußweg wird schon bald wieder ein breiter Forstweg im Wald. Der führt uns an dem Kreuzungs- und Rastpunkt Mathildenruh vorbei wieder zurück nach Norden, meistens talwärts, bis wir ein einsam auf einer Lichtung gelegenes Wohnhaus erreichen. Vor dem können wir den asphaltierten Weg nehmen, um wieder berghoch zur Straße Am Zuckerhut zu kommen.


Schöne Aussicht Riesenbeck, Teutoschleife Waldauenweg

Wanderparkplatz Schöne Aussicht Riesenbeck (fürs Navi: Hörstel, Am Teutohang 125)

Teutoschleife Waldauenweg mit Abstecher zu Thalmanns Waldwohnzimmer (ca. 6,7 km; ca. 1¾ Std.)

Der Waldauenweg gehört zum Wegeprojekt Teutoschleifen im Tecklenburger Land. Die Teutoschleifen sind allesamt zertifizierte Premiumwanderwege und man kann sich darauf verlassen, dass einem eine wirklich schöne Wanderung bevorsteht.

Der Name des Wegs macht deutlich, dass es hier feuchte Wiesen im Wald gibt, Niederungen, in denen Grund- und Oberflächenwasser die Natur prägt. An Anfang aber muss man zunächst den steilen Südwesthang des Teutoburger Waldes ersteigen. Aber hierfür gibt es ja die „Himmelsleiter“, eine Treppe mit 256 Stufen, die hinauf zur „Schönen Aussicht“ führt. Die burgturmähnliche Kanzel bietet einen hervorragenden Blick über Riesenbeck und das sich dahinter öffnende Münsterland.

Nachdem man die Aussicht genug genossen hat, geht man in den Wald hinein. Auf dem Teuto-Hauptkamm geht es dann nach Südosten, und zwar auf dem Hermannsweg. Man verlässt ihn aber schon bald und spaziert auf verschlungenen, schmalen Pfaden zu beeindruckenden Felsen, in denen man herumklettern kann. Nicht so gewaltig wie die Dörenther Klippen etwas weiter östlich – aber immerhin!

Felsformationen am Wegesrand

Dahinter geht es wieder hinunter bis an den Waldrand. Hier biegen wir links ab und spazieren wieder auf den Lager Berg, wo wir bald die Rastmöglichkeiten Am Schinkenstein erreichen.

Durch den Wald erreichen wir schließlich die große Lichtung Im Lindbrook mit kleinem Teich daneben. Hinter der Wiese rauschen die Autos auf der A30 vorbei, so dass wir hier auf eine Rast verzichtet haben. Beim Weitergehen in südlicher Richtung erreichen wir bald eine weitere große Lichtung, die aber dieses Mal durch ihre schönen Feuchtwiesen auffällt. Ein kleiner Bach begleitet den Weg.

Am Waldauenweg

Am südlichen Ende dieser Waldaue biegen wir nach rechts ab und am nächsten Rechtsschwenker müssen wir etwas aufpassen. Hier kommt von links ein etwas größerer Waldweg an, Am Steinbruch. An dieser Stelle verlassen wir nämlich die Teutoschleife Waldauenweg und biegen in diesen Weg nach links ein. Die GPS-Daten sind hier hilfreich, ansonsten ist der Waldauenweg wie alle Premiumwege hervorragend ausgeschildert.

Ziel der Aktion ist in gut 100 Meter Entfernung Thalmanns Waldwohnzimmer, ein liebevoll gestalteter Picknickplatz im Wald. Vielen Dank für das Engagement!

Bei Thalmanns Waldwohnzimmer

Nach einer schönen Rast geht es wieder zurück zur Teutoschleife, denn unser Weg dreht tatsächlich noch eine Schleife über einen Teil des Bergeshöveder Bergs. Hier treffen wir dann auf die dritte große Weidefläche im Wald. Kurz danach erreichen wir eine große Wegespinne im Wald mit einer Station des Gravenhorster Prozessionsweges und einer Informations- und Wanderkarte, denn hier kreuzen wir auch wieder den Hermannsweg.

Nun spaziert man gemütlich über den Riesenbecker Berg zurück zur Hangkante, wo noch einmal eine schöne Rastgelegenheit mit Aussicht ins Münsterland wartet. Danach geht es recht steil über den Franzosenweg hinunter zur Straße Am Teutohang, wo auch der Wanderparkplatz Schöne Aussicht Riesenbeck liegt. Auch der schöne Riesenbecker Rundweg Nr. 9 führt hier entlang.

Es gibt unterwegs keine Einkehrmöglichkeit, aber sehr viele schöne Rastgelegenheiten. Deswegen ist auch die Wegdauer schwer einzuschätzen. Die reine Gehzeit wird ca. 1¾ Stunden betragen.

Wellingholzhausen, Schützenstraße / Lieth, Zu den Hasequellen

Wanderparkplatz Schützenstraße / Lieth (fürs Navi: Melle, Schützenstraße 81)

Rundwanderweg „Zu den Hasequellen“ (ca. 9,2 km; ca. 2½ Std.)

Dieser Rundweg zieht eine sehr schöne Runde zu den Hasequellen zwischen Wellingholzhausen und Dissen. Dabei macht er drei unterschiedliche große Schleifen. All die hiesigen Besonderheiten des nordwestlichen Teutohangs liegen am Wegesrand.

Vom Parkplatz am oberen Ende der Schützenstraße geht es hinunter zur Hase, die hier die Grenze zwischen Melle und Dissen darstellt. Man kann wählen: Nimmt man Brücke oder die Furt? Hinter dem Flüsschen biegt man nach links ab und spaziert auf einer schönen Forststraße. Zur Rechten befindet sich die Amtswiede, wie dieser Waldteil heißt, links plätschert die junge Hase, die wir bald wieder mittels einer Furt oder einem kleinen Brückchen überqueren. Jetzt sind es nur noch ein paar Meter zur Schwarzen Welle (= Almaquelle) mit den Rastgelegenheiten. Hinter der Quelle biegen wir nach Süden ab und beginnen mit dem Aufsteig, bis wir am oberen Waldrand ankommen. Hier nehmen wir den Weg, der hinunter zum Blauen See führt. Herrlich im Wald gelegen bietet er auch einige Rastgelegenheiten. Hier muss man eigentlich eine kleine Pause machen.

Der erste Blick auf den Blauen See, wenn man von Süden kommt.

Danach nehmen wir den Weg, der gegenüber der Schutzhütte im Wald ansteigt. So gelangen wir zur Großen Rehquelle. Hier befindet sich der Knotenpunkt dieser Tour. Wir biegen links ab und steigen durch die Schwarze Dehne hinauf. Im oberen Bereich dieses Taleinschnitts gibt es einige erdgeschichtliche Informationstafeln, denn hier kommt auch der Lehrpfad Karl Kalktropfen vorbei.

Oben angekommen biegen wir rechts ab. Es geht wieder hinunter und man hört schon bald die Rechenbergstraße L94. Dahinter liegt der große Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen. Wir müssen über diesen Parkplatz gehen, denn am hinteren Ende geht an der „Sitzgruppe“ einen Weg ab zu den Kalksinterterrassen. Die kann man jetzt nicht mit den berühmten in Pamukkale vergleichen, aber das Entstehungsprinzip ist ähnlich. Einige Informationstafeln helfen beim Verstehen und ein Holzpfad mit mehreren Plattformen verhindert, dass man den zerbrechlichen Gebilden zu nahe kommt. Der Pfad dreht die kleinste Schleife unserer Runde und führt wieder zum Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen zurück.

Holzsteg an den Kalksinterterrassen

Jetzt gehen wir noch zur Kleinen Rehquelle. Das Naturdenkmal liegt unterhalb der Landesstraße, die wir im Anschluss überqueren müssen. So kommen wir wieder zu unserem Knotenpunkt an der Großen Rehquelle. All die Quellen und Bäche hier geben ihr Wasser in die Hase ab, weswegen ich diesen Weg „Zu den Hasequellen“ genannt habe.

Wir spazieren über schön geschwungene Forstwege durch das Waldstück Hinterm Rechenberge hinunter zum Startpunkt Kronensee Wellingholzhausen. Hier biegen wir scharf rechts ab und können nun wieder an der mäandernden Hase entlang nach Osten wandern. Hinter dem Flüsschen sieht man die Ferienhäuser am Kronensee. Hinter den Häuschen kann man auch den Weg verlassen und links in einen schmalen Pfad einbiegen, der einem zu einem der besten Restaurants weit und breit führt, der Waldschänke. Ein wunderschöner Biergarten bietet sich auch für eine Wanderpause an. Der Abstecher dauert ca. zehn Minuten.

Ansonsten folgt man weiter der Hase und erreicht bald wieder die Furt vom Anfang der Tour. Knapp oberhalb findet man den Wanderparkplatz Schützenstraße / Lieth.

Der Weg ist nicht ausgeschildert, sondern folgt verschiedenen lokalen und überregionalen Wanderwegen. Man sollte also die GPS-Daten bei sich haben. Wanderkollege Ingmar Bojes beschreibt in seinem schön gemachten Wanderführer zum Teutoburger Wald eine ganz ähnliche Runde vom Parkplatz an der Rechenbergstraße aus (Erfrischungstour 20). Über dieses Buch kommt man auch an genaue GPS-Daten und weitere Informationen:

Harlinghausen, Schwarzer Brink, A5

Wanderparkplatz Schwarzer Brink (fürs Navi: nahe Preußisch Oldendorf, Bergstr. 64)

Rundwanderweg A5 (ca. 7,3 km; ca. 1¾ Std.)

Dieser Rundweg A5 dreht eine schöne Runde durch die Egge, einer dem Wiehengebirge vorgelagerten Hügelkette. Der Schwarze Brink ist dort eine der höchsten Erhebungen. Der größte Teil der Egge liegt wie auch der Wanderparkplatz Schwarzer Brink in Nordrhein-Westfalen. A5 verläuft aber in dem kleineren niedersächsischen Teil des schönen Höhenzugs.

Von Wanderparkplatz aus geht es nämlich über die Bergstraße nach Westen. Die Straße ist dabei die Grenze zwischen den Bundesländern. Bald erreicht man eine große Lichtung, auf der der eigentliche Rundweg beginnt.

outdooractive indexWir gehen weiter geradeaus und folgen der Nordvariante des Wittekindwegs. Der sehr gut gekennzeichnet Weg steigt langsam an. Durch den Wald gibt es Ausblicke nach Nordosten nach Dahlinghausen. Bald erreicht man die neue Hartmann-Hütte.  Gegenüber auf der anderen Wegseite befindet sich der unspektakuläre „Hauptgipfel“ des Schwarzen Brinks mit ungefähr 213 Metern Höhe.

Kurz hinter der Schutzhütte nehmen wir den Abzweig nach links. Es geht nun hinunter zum Waldrand. Wenn man aus dem Waldstück Osterberg heraustritt, eröffnet sich ein schöner Blick über die Häuser von Barkhausen über das Huntetal zum Wiehengebirge. Schaut man an den Bergen entlang nach Westen, sieht man über die Dörfer Linne und Hüsede bis Bad Essen. Auf einem Findling steht die Bezeichnung dieser Aussichtsmöglichkeit: „Up’n-Haune“. Offiziell heißt der Weg „Am Osterberg“.

Blick vom Waldrand über Barkhausen zum Wiehengebirge

Mit einem Links-rechts-Schwenk geht es hinunter zum Bad Essener Wanderparkplatz Barkhausen-Fliegerquelle im Glanetal. Hier könnte man natürlich auch starten, aber unser Rundweg A5 ist nicht auf der Wanderkarte eingezeichnet, denn er gehört ja zu den Preußisch Oldendorfer Wegen.

Vom Parkplatz geht es nun auf gut ausgebautem Forstweg wie hinauf und zurück zu unserem Ausgangspunkt. Dabei passiert man zunächst einige idyllisch gelegene Teiche und schließlich die Fliegerquelle mit der dazugehörigen Schutzhütte. Direkt an der Quelle gibt es eine Rastgelegenheit, die aber durch großflächige Rodungsarbeiten sehr an Reiz verloren hat. Von hier aus geht es noch einmal bergauf durch den schönen Wald und dann auf der Lichtung rechts, bis man die Bergstraße mit dem Wanderparkplatz Schwarzer Brink erreicht.

A5 ist eine reine „Waldrunde“, es gibt unterwegs zwar einige Schutzhütten und Rast-, aber keine Einkehrmöglichkeiten. Dafür kann man am Parkplatz zum Abschluss noch den Wiehenturm erklimmen (siehe Beitragsbild oben).

Mardorf, Alte Moorhütte, Erlebnisweg Totes Moor

Startpunkt Alte Moorhütte (fürs Navi: Neustadt a. Rbge., Alte Moorhütte)

Erlebnisweg Totes Moor, Hin- und Rückweg (ca. 10,5 km; ca. 2¼ Std. plus Pause)

Das Tote Moor ist ein großes Moorgebiet im Osten des Steinhuder Meeres. Es ist mindestens ebenso groß wie der See. Große Teile stehen unter Naturschutz, auf anderen Flächen des Hochmoors wird immer noch abgetorft. Das Tote Moor liegt im Naturpark Steinhuder Meer.

Der Naturpark hat auch den Erlebnisweg Totes Moor angelegt und kürzlich erneuert. Sein Nordende befindet sich in der Nordost-Ecke des Steinhuder Meers, von den Parkplätzen an der Alten Moorhütte ca. 500 Meter entfernt. Natürlich zieht es den Wanderer zuerst an die Wasserfläche, mehrere Stege ermöglichen dann auch schöne Ausblicke über den See.

Der Moorweg beginnt an der Wanderkarte Erlebnisweg Totes Meer Nord. Sie steht nahe der Mündung des Hochmoorgrabens in den See. Auf hölzernen Wegen und mit vielen Informationstafeln zu Flora und Fauna im Übergang von See und Moor beginnt man den Ausflug in eine entrückte Landschaft. Auf dem Vogeldamm geht es nach Süden durch das Steinhuder Moor, wobei man sich immer weiter vom Wasser entfernt. Es gibt viele Aussichtsplattformen und Rastgelegenheiten und oft lehrreiche Info-Tafeln. Immer wieder öffnet sich der Blick ins Moor.

Moorsteg mit Infos zum Hochmoor

Vor dem Düvels Moor biegt der Weg rechts ab und trifft auf den Großenheidorner Damm. Beim Verlassen des Moorwaldes sieht man einen hölzernen Steg nach rechts abbiegen. Er folgt einem alten Torfkanal und führt zum Großenheidorner Turm. Vor dort aus hat man wiederum eine hervorragende Aussicht über das Steinhuder Meer und die morastigen Uferzonen – also ein toller Ort für eine Rast.

Ausblick vom Großenheidorner Turm, zurück zum Startpunkt

Von hier aus geht es dann auch auf demselben Weg wieder zurück zur Alten Moorhütte. Leider sind die Wege für Fußgänger und Radfahrer nicht getrennt. Ab einer bestimmten Besucherdichte ist das für beide Gruppen nicht mehr angenehm. Insgesamt aber ist es eine tolle Strecke, die man (nach Corona) mit einem Besuch der Alten Moorhütte ausklingen lassen kann.

Kletterpoth / Zum Heidhof, Rundweg „Durch die Kirchheller Heide“

Wanderparklatz Kletterpoth / Zum Heidhof (fürs Navi: Bottrop, Dinslakener Str. / Flugplatzstraße)

Rundweg „Durch die Kirchheller Heide“ (ca. 17,2 km; ca. 4¼ plus Pausen)

Die Kirchheller Heide ist ein großes Waldgebiet im Grenzgebiet von Dinslaken und Bottrop-Kirchhellen. Sie ist bekannt für ihre vielen Bäche und Seen und ein beliebtes Naherholungsgebiet im Norden des Ruhrgebiets. Dementsprechend gibt es hier viele gekennzeichnete regionale und überregionale Wanderwege.

Die Idee zu diesem Rundwanderweg „Durch die Kirchheller Heide“ stammt aus Roland Fölls Rother-Wanderführer „Niederrhein“ (siehe unten). Dort findet man alle wichtigen Informationen, so dass ich mich hier kurzfassen kann. Die Runde hat es auch in den Rother Jubiläums-Wanderführer mit 100 Touren-Highlights in Deutschland geschafft, und das zu Recht, denn es ist eine wirklich außergewöhnlich schöne und abwechslungsreiche Wanderung.

Während Föll seine Runde aber in der Dinslakener Schlägerheide beginnt, starten wir an dem Wanderparkplatz Kletterpoth / Zum Heidhof im Kirchhellener Ortsteil Holthausen. Von dort geht es über den Heidhofsee zum Waldkompetenzzentrum Heidhof, einem großen Freizeitzentrum. Hier steht auch die Wanderkarte Zum Heidhof. Dahinter nehmen wir den Birkenweg, der uns auf gut zweieinhalb Kilometern schnurgerade durch den Wald in den Dinslaker Ortsteil Sträterei führt. An Piwy’s BarBQ biegen wir nach Süden ab und gehen zum Rotbach. Auf naturbelassenen Waldwegen folgen wir dem Verlauf des mäandierenden Flüsschens – ein herrlich urtümliches Stück Weg.

Am Rotbach in der Kirchheller Heide

So erreicht man schließlich das Freizeitzentrum Grafenmühle mit seinen vielen Einkehrmöglichkeiten. Dann geht es am Westufer des malerischen Heidesees, einer ehemaligen Kiesgrube, entlang wieder nach Norden. Schon bald erreicht man den Pfingstsee, ein weiteres Highlight. Dieser Senkungssee am Elsbach hat mit seinen moorigen Ufern eine ganz eigene Atmospäre zu bieten.

Der Pfingstsee mit seinen moorartigen Uferzonen

Über den See führt der Weg wieder zum Heidhof, ab wo man wieder zurückgeht, wie man gekommen ist.

Alle wichtigen Informationen, Bilder und eine Karte findet man hier: