Bemerkenswert

Cres, Beli, Eco trail 1

Wanderparkplatz Beli

Rundwanderweg Eco trail 1 (ca. 8 km, ca. 3 Std.)

Cres ist unter den großen Urlaubsinseln im Kvarner die ruhige und natürliche, nicht so lebhaft wie Krk oder Mali Losinj, sondern eher beschaulich und dünn besiedelt. Und besonders einsam ist es im ruhigen Nordwesten, der Tramuntana, obwohl hier die schon in der Antike bekannte und wichtige Stadt Beli liegt und die Umgebung eine uralte Kulturlandschaft ist, wie verschiedene Relikte belegen. Heute hat Beli weniger als 50 Einwohner, die es mit der Abgeschiedenheit aufnehmen, und einige Wanderwege, Eco Trails genannt. Berühmt ist die Gegend für die Kolonie von Gänsegeiern, deren Mitglieder man manchmal schon auf der Anreise majestätisch im Aufwind kreisen sehen kann.

Da sich der kleine Ort auf einen Bergkegel drängt, muss man die Fahrzeuge auf dem gebührenfreien Parkplatz an der Zufahrtstraße abstellen. Die Wanderkarte hängt an der Gostionica Beli (Adresse: Beli 6) zwischen Parkplatz und Ort, an der Ecke, wo es hinunter zu Hafen und Strand geht.

Von der Wanderkarte aus geht es zunächst zum Eko-Centar CaputInsulae Beli, wie das kleine, aber sehr schmucke Museum genannt wird. Die Homepage bietet tolle Bilder. Man sollte nach der Rundwanderung hier unbedingt noch einmal hineinschauen. Es gibt drei Aspekte, die Natur von Cres, die Kultur und Traditionen auf Cres, besonders der Tramuntana, und dann natürlich die berühmte Schutzstation für die Gänsegeier. Hier werden z. B. kranke oder verletzte Tiere gepflegt und wieder in die Freiheit entlassen.  Um die Tiere zu schützen, sind sie aber vor den Besuchern abgeschirmt und man kann sie nur per Videoübertragung beobachten.

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Blick zurück nach Beli über der Kvarner Bucht

Hinter der kleinen Siedlung am Besucherzentrum geht es rechts ab und recht kräftig bergan nach Norden. Beim Aufsteigen hat man immer wieder schöne Ausblicke zurück nach Beli oder nach Osten, tief unten das azurblaue Mittelmeer. Nach einem guten Kilometer zweigt der Eco trail 1 rechtwinklig nach Westen ab. Man sollte aber vorher das quadratische Steinlybyrinth besuchen, das in der Nähe auf einer völlig ebenen Fläche kunstvoll angelegt wurde.

Zurück auf dem Weg wandert man mit nunmehr geringerer Steigung nach Westen. Dabei sieht man die ersten Skulpturen am Wegesrand. Viele weitere werden folgen. Man wandert auf teilweise uralten Pfaden und trifft schließlich im Wald auf eine größere Wegespinne. Hier biegen wir nach Süden ab.

Aus dem Pfad wird bald ein breiterer Waldweg, der sogar von Fahrzeugen befahren werden kann. Immer wieder trifft man auf große Lichtungen, aufgeräumte Weideflächen, die den Wanderer daran erinnern, dass in früheren Zeiten in dieser heute so menschenleeren Gegend Bauern lebten und arbeiteten, Schafe hüteten, Obst ernteten, Holz schlugen, auf die Jagd gingen oder Stein brachen.

Skulptur und Natur 20180816_132259
Skulptur und Natur

Nach einer dieser eingefriedeten Flächen geht es links ab, man verlässt hier, am höchsten Punkt der Runde, den Hauptweg nach Osten. Der Weg führt direkt duch ein aufgegebenes Dorf, von dessen Gehöften nur noch Ruinen übrig sind. Jemand hat auch hier labyrinthartige Steinkunstwerke angelegt, aber dieses Mal nicht quadratisch, sondern kreisrund. Wunderschön fügen sie sich in die Landschaft ein.

Bald sieht man in der Ferne Beli liegen, das Ziel hoch über dem Meer, aber weit unter uns, auf das man nun zugeht, in der Regel recht steil bergab. Man überquert die Zufahrtstraße zum Städtchen, denn auf der anderen Seite kann man der alten Römerstraße folgen. An einer Höhle vorbei kommt man zur Römerbrücke vor dem letzten Einschnitt vor Beli. Die einzige echt antike Brücke in der Kvarner Bucht ist eine kleine Berühmtheit.

Nun muss man sich nur noch den Anstieg zum Ort hochkämpfen, den man genau an der kleinen und einzigen Gastwirtschaft erreicht – wie praktisch. Nachdem man sich gestärkt hat, sollte man aber unbedingt noch eine Runde durch den Ort drehen und bei den Gänsegeiern vorbeischauen.


Bemerkenswert

San Dorligo della Valle, Bagnoli Superiore, Durch das Val Rosandra zur slowenischen Grenze

Startpunkt Bagnoli Superiore (fürs Navi: San Dorligo della Valle, Località Bagnoli della Rosandra)

Durch das Val Rosandra zur slowenischen Grenze (ca. 5, 2 km)

Ein Reiseführer sollte nicht nur viel Wissenswertes vermitteln, sondern auch oder sogar vor allem Begeisterung für die bereiste Region. Wenn er dann noch Tipps für Wanderfreunde bereithält, gibt es meist nichts auszusetzen. So ist das bei Eberhard Fohrers Reisehandbuch zur italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. Aus dem angehängten Wanderführer stammt diese Rundtour durch das Tal der Rosandra zur slowenischen Grenze und zurück.

Die Wanderung beginnt in Bagnioli Superiore, dem höher gelegenen Teil von Bagnioli della Rosandra. Allerdings ist hier nur wenig Parkraum, so dass es sein kann, dass man wieder ein Stück hinunter Richtung Provinzstraße SP11 fahren muss, bis man einen Parkplatz findet. Auch ist der Einstieg in den Wanderweg nicht ganz leicht zu finden. Man muss sich in Bagnioli Superiore immer rechts halten.

Schon kurz nach den Häusern der Siedlung kommen die ersten Wasserbecken, in denen man baden oder zumindest die Füße kühlen kann, ein herrliches Sommervergnügen. Ganz in der Nähe sind im Gestrüpp auch Reste des römischen Aquädukts, das das antike Triest versorgte, zu finden.

Im Triestiner Karst

Wir bleiben südlich des Flüsschens und steigen nun in dem Tal beständig bergauf. Der Wald tritt zurück und man kann schön erkennen, wie stark das Rosandra-Tal in den wunderschönen Triestiner Karst hineingeschnitten ist. Wenn der Fluss Wasser führt, kann man auch den Rosandra-Wasserfall am Talschluss sehen, aber im Sommer ist die Wasserführung naturgemäß oft äußerst spärlich.

Nach einer kraftraubenden Stunde durch die Einsamkeit – meist bergauf und meist ohne Schatten – überquert man die Rosandra und ist dann überrascht, plötzlich den Weiler Botazzo (slowenisch Botač) vor sich zu sehen. Es sind zwar nur ganz wenige Häuser, aber es gibt eine kleine Trattoria, in der man gekühlte Getränke bekommen kann, z. B. gibt es in diesem slowenischsprachigen Dörfchen in Italien tschechisches Bier. Was für ein unerwarteter Luxus so weit ab vom Schuss. Direkt hinter dem Dorf liegt die Grenze zu Slowenien. Ein Schlagbaum und ein kleines Häuschen machen dies deutlich. Ein Wanderweg, der Sentiero dell’amici (Freundschaftsweg), führt über die Grenze zum nächsten Ort in Slowenien, Beka, keine drei Kilometer entfernt.

Blick nach Triest

Nachdem man sich erholt hat, wandert man auf der nördlichen Talseite zurück. Aussichtspunkte ermöglichen eine tolle Fernsicht bis nach Triest und weit über das Mittelmeer. Nach ungefähr einer halben Stunde auf einem Aspaltsträßchen biegt nach links ein breiter Schotterweg ab, in den wir einbiegen müssen. Er führt uns durch zwei Tunnel. Danach müssen wir am nächsten Abzweig wieder die linke Variante nehmen. Es geht immer weiter hinunter bis nach Bagniole Superiore. Nach dem Kreuzen eines breiten Querwegs ist es noch ungefähr ein halber Kilometer bis zum Refugio Mario Premuda. Hier kann man einkehren. Interessant: Diese Einkehrmöglichkeit ist die am tiefsten gelegene Hütte des Italienischen Alpenvereins.

Man kann aber auch noch einmal zu den Wasserbecken der Rosandra gehen und ein bisschen im Flüsschen planschen, das ist auch sehr erholsam.

Bemerkenswert

Vrbnik, Treskavac, Auf dem Weg zum Veli Vrh

Vrbnik, Startpunkt Treskavac-Passhöhe

Auf dem Weg zum Veli Vrh, ca. 8 Kilometer

Der Veli Vrh ist einer der höheren Berge und Hügel der karstigen Insel Krk. Der Weg dorthin bietet nur wenig vor der Sonne schützenden Wald, dafür aber viele tolle Aussichten. Er ist spärlich durch rot-weiße Markierungen gekennzeichnet.

Die Passhöhe Treskavac liegt an der D102, ca. 6 Kilometer vor Draga Bašćanska auf ca. 320 Meter Höhe. Hier gibt es einen Parkplatz für die Wanderer, an dem nur dieser eine Weg ins Hinterland beginnt. Der asphaltierte Untergrund hört bald auf und man wandert auf der relativ naturbelassenen oder geschotterten Fahrstraße bergauf. Der Weg verläuft mal im mal am lichten Wald mit der typischen Mittelmeervegetation. Man passiert diverse Steinmauern und auch Viehgittertore, die man hinter sich natürlich wieder schließen muss. Man sieht auch bald die ersten Schafe und Ziegen, die sich relativ frei bewegen und in der Macchia gut verstecken können.

Ca. eine halbe Stunde oder zwei Kilometer nach dem Start kann man nach links abbiegen. Am Ende dieses Sträßchens angekommen befindet sich eine Steinmauer, und hinter der plötzlich und unerwartet ein wirklich fantastischer Aussichtspunkt. Eine Bank lädt zum Genießen ein. Man kann das ganze Tal des Flüsschens Suha Ričina oder Vela Rika übersehen, das sich wie eine Schere zum Meer hin öffnet. Am Ende des Tals liegt Baška mit dem berühmten Strand, weswegen man auch vom Baškatal spricht.

Blick über das Baškatal

Wenn man sich satt gesehen hat (was lange dauern kann), geht man wieder zum Hauptweg zurück, biegt aber nicht in ihn nach rechts ein, sondern geht weiter geradeaus etwas bergab. Der Pfad führt zwischen einem landwirtschaftlichen Anwesen und einer großen Steinmauer hindurch. Hinter der Mauer biegt man nach links ab und beginnt dann den Aufstieg auf den Veli Vrh. Nachdem man den baum- und strauchlosen Gipfel (ca. 540 m) erreicht hat, geht man geradeaus weiter, also im Süden des Hügels hinunter, um sich dann an der nächsten Steinmauer nach Osten und schließlich wieder nach Norden zu wenden. Über die Ostflanke des Veli Vrh erreicht man so wieder den Weg, auf dem man gekommen ist und auf dem man bis zum Startpunkt Treskavac zurückspaziert.

Teilweise ist der Weg auf dem trockenen Untergrund nur schwer zu erkennen, so dass man sich am besten die folgende Karte verwendet.


Der Weg wird auf mehreren Flyern, die man auf Krk findet, vorgestellt; einen kann man sogar hier herunterladen: www.turm-krk.de

Auch in diesem Foto-Wanderführer von Christian Walter, den ich bei Amazon gefunden habe, gibt es eine ganz ähnliche Beschreibung und außerdem sehr schöne Fotos:

Auch empfehlenswert:

Oberstaufen-Steibis, Zu den Buchenegger Wasserfällen

Wanderparkplatz Steibis (fürs Navi: Oberstaufen, Am Hößl 10)

Rundwanderweg Zu den Buchenegger Wasserfällen (ca. 7,1 km; ca. 2 Std. plus Pausen und Einkehr)

Diese entspannte Wanderrunde startet am großen, zentralen Parkplatz im Ortsteil Steibis in der Oberstaufener Gemarkung Aach im Allgäu. Hier befindet sich auch die Bushaltestelle „Steibis, Parkplatz“. Die Rundtour führt zu den bekanntesten Wasserfällen der Region, zu den schönen Buchenegger Wasserfällen, die von der Weißach gespeist werden. Die Wasserfälle sind nicht nur für die wunderschöne Natur, sondern auch für das „Gumpenjucken“ bekannt, für das gefährliche Springen in die tiefen Wasserlöcher. In erster Linie bleibt die Gegend um die Wasserfälle aber ein schönes Wandergebiet.

Vom Parkplatz Steibis spazieren wir ein paar Meter die Straße Am Hößl hinunter Richtung Dorf, um hinter dem Gasthaus St. Ull’r wieder scharf links einzubiegen und bergauf zu laufen. So erreichen wir den Golfplatz Steibis und überqueren ihn auch teilweise. Dabei folgen wir dem Stegenbach, bis wir auf das Sträßchen Am Giebel treffen. Der Asphalt endet und bald geht es in den Wald hinein.

Es werden immer mehr Spaziergänger und Wanderer, was schon anzeigt, dass es nicht mehr weit ist bis zu den Buchenegger Wasserfällen. Hier kann man sich längere Zeit umsehen. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist natürlich der sogenannte Große Wasserfall. Überall ist reger Betrieb.

Der sogenannte Große Wasserfall

Für den Rückweg sollte man die Variante über die Alpe Neugreuth nehmen. Die bietet sich zum Einkehren wegen der lecken, regionalen Speisen und Getränke an, die man bei schönen Wetter auf der Terrasse einnehmen kann, und auch wegen der idyllischen Lage.

Nach der Einkehr geht es aussichtsreich durch Wiesen und Wald hinunter zum Stegenbach, den wir wieder überqueren. Weiter geht es über den Christl-Cranz-Weg. Die Benennung erinnert an die Skirennfahrerin Christl Cranz, eine der erfolgreichesten Wintersportlerinnen aller Zeiten, wohl auch eine der erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen überhaupt. Sie lebte von 1947 bis zu ihrem Tod 2004 in Steibis.

Nun ist es nicht mehr weit, bis man auf dem Sträßchen Aachrain die ersten Häuser des Pfarrdorfs Steibis erreicht. Schließlich kommt man auch zur Hauptstraße mit der Bergkäserei Steibis und dem Steibinger Dorfladen und kurz darauf zum Wanderparkplatz Steibis.

 

Oberstaufen-Steibis, Bergstation Hochgratbahn, Hochgrat-Panorama-Rundweg und Staufnerhaus

Startpunkt Bergstation Hochgratbahn (fürs Navi: Talstation Hochgratbahn, Oberstaufen, Lanzenbach 5)

Hochgrat-Panorama-Rundweg und Staufnerhaus (ca. 5,6 km; ca. 2¼ Stunden plus Pausen; ca. 400 Höhenmeter ↑↓)

Von der Bergstation Hochgratbahn geht es auf einem schmalen Steig am Grat entlang zum Gipfel des Hochgrat. Zur Linken öffnet sich das herrliche Panorama, dass dem Wanderweg seinen Namen gegeben hat. Der enge Pfad ist stellenweise durch ein Stahlseil zur Kante hin gesichert. Es gibt auch einen breiteren Wanderweg, der etwas tiefer liegt. Auf beiden Wegen ist eine Menge Betrieb.

Über den Farngrat ist es weniger als ein Kilometer bis zum 1833 Meter hohen Gipfel des Hausbergs von Oberstaufen. Der Hochgrat ist der höchste Berg der Nagelfluhkette mit einem beeindruckenden Rundumblick. Hinter dem Gipfel geht es weiter am Grat entlang hinunter in die Brunnenauscharte. Dabei gibt es immer wieder tolle Ausblicke bis weit ins Westallgäu – wenn nicht Wolken über die Nordwand heraufziehen.

Jeder genießt die Aussicht zwischen Hochgrat-Gipfel und Brunnenau-Scharte.

In der Brunnenauscharte geht es rechts ab, also in südlicher Richtung hinunter. Nahe der Gütlealpe erreichen wir den tiefsten Punkt der Tour. Das heißt, dass danach wieder ein kräftiger Anstieg folgt. Über die Alpe Obergelchenwang und durch die Weidegründe erreicht man den oben angesprochenen unteren Weg zum Hochgratgipfel und darüber dann die Bergstation Hochgratbahn. Hier kann man im Bergrestaurant einkehren.

Empfehlenswert ist es aber auch, weiter zum urgemütlichen Staufner-Haus zu gehen, das schon 1907 bis 1909 hier oben erbaut wurde. Die Aussicht von der Terrasse ist fantastisch und dazu noch die gute Hüttenkost … Es sind nur ein paar hundert Meter, die man hinunter und dann wieder hinauf läuft.

Ausblick vom Staufnerhaus ins Allgäu

Weitere aktuelle Informationen gibt es hier: Hochgrat.de

Oberstdorf, Bergstation Höfatsblick der Nebelhornbahn, Zum Seealpsee

Startpunkt Bergstation Höfatsblick der Nebelhornbahn (fürs Navi: Talstation Oberstdorf, Nebelhornstr. 67)

Zum Seealpsee und zurück (ca. 5,8 km; ca. 2¼ Std. Gehzeit; ca. 370 Höhenmeter ↑↓)

Der Seealpsee ist ein wunderschöner Hochgebirgssee über Oberstdorf. Man kann ihn mit der Nebelhornbahn und einer kleinen Wanderung erreichen. Dazu muss man die Nebelhornbahn an der Station Höfatsblick verlassen. Das ist die zweite Station der Bahn, sie liegt auf 1932 Meter Höhe. Die erste Sektion endet an der Station Seealpe auf 1280 Metern.

Direkt an der Seilbahn-Station befindet sich das Edmund-Probst-Haus, eine Übernachtungsmöglichkeit des DAV. An der Bergstation des Skiliftes Sonngehrenbahn und der Gaißalpe vorbei kommt man auf den Wanderweg.

Der Weg 4, auch Höfatsweg genannt, führt zunächst auf den Zeigersattel (ca. 1920 m). Normalerweise hat man hier eine grandiose Aussicht auf den Hauptkamm der Allgäuer Alpen, die Höfats usw., aber das Nebelhorn macht seinem Namen auch oft alle Ehre, so dass die Sicht eingeschränkt ist.

Vom Zeigersattel geht es nun über den Weg 4a hinunter zum faszinierenden Seealpsee, den man des Öfteren im Blick hat. Dabei durchquert man die Weidegründe der Hinteren Seealpe, oft auch im Hochsommer noch mit kleineren Schneefeldern, und passiert schließlich auch diese Alpe. Ein Bilderbuchpanorama mit dem grünschimmernden See ist ständiger Wegbegleiter.

Die Hintere Seealpe vor dem Seealpsee. Über die Seewände zieht der Nebel herauf.

Nun ist es nicht mehr weit, bis man das Seeufer erreicht. Jetzt erst wird deutlich, wie groß der See ist. Nachdem man sich unten am Wasser genug umgesehen hat, geht man auf demselben Weg wieder zurück. Man sollte auch einen Blick für die vielfältige Pflanzenwelt der feuchten Bergwiesen haben.

Alles da!
Wiesen, Blumen, Berge und der Seealpsee

Die Hintere Seealpe bietet sich als Einkehrmöglichkeit beim Aufstieg an. Hinter dem Zeigersattel nehmen wir diesmal nicht den Weg am Edmund-Probst-Haus vorbei, sondern machen noch einen Schlenker am Skilift Koblatbahn vorbei und erreichen die Bergstation Höfatsblick der Nebelhornbahn von Norden. Hier gibt es noch das Nebelhorn Marktrestaurant und die Panoramabar Gemsnest.

Wenn man das entsprechende Ticket hat, kann man auch noch hoch zum Nebelhorn-Gipfel fahren und dort eine Panoramatour drehen, bzw. den bekannten 400-Gipfel-Blick genießen.

Hankenberge / Waldchaussee, Nr. 1

WP Hankenberge / Waldchaussee (fürs Navi: nahe Hilter, Osnabrücker Str. 39)

Rundwanderweg Nr. 1 (ca. 4,8 km ab Parkplatz an der Osnabrücker Str.; ca. 1 Std.)

Hier gibt es mal wieder einen Vorschlag für eine ganz kleine Runde im Hügelland des westlichen Teutoburger Waldes, und zwar im Hilteraner Ortsteil Hankenberge. Die Waldchaussee führt dort in ost-westlicher Richtung von der Osnabrücker Straße, der ehemaligen Bundesstraße 68, nach Bad Iburg. Da sie durchgehen asphaltiert und für Autos gesperrt ist, ist sie besonders bei Radfahrern sehr beliebt.

Aber auch für Spaziergänge ist die Waldchaussee ein schönes Sträßchen, das kurz hinter der Osnabrücker Straße vom freien Feld in den Wald hineinführt. Hier liegt dann der eigentliche Wanderparkplatz Hankenberge / Waldchaussee. Manchmal ist die Kunststraße, so der ehemalige deutsche Ausdruck für Chaussee, auch wegen Reparatur- oder Forstarbeiten gesperrt, dann kann man einen Ausweichparkplatz direkt an der ehemaligen Bundesstraße nehmen, was den Weg um einen guten Kilometer verlängert.

Oberhalb der Waldchaussee geht es durch schönen Buchenwald zurück.

Ab dem Wanderparkplatz wird der Weg Nr. 1 von einem schönen, mittelalten Buchenwald begleitet. An einer größeren Kreuzung biegen wir links ab und spazieren nun auf einer gut ausgebauten Forstraße etwas den südlichen Hang des Spannbrink hinauf. Auf halber Höhe knickt der Weg wieder nach Osten, so dass er parallel oberhalb der Waldchaussee zurückführt. Folgerichtig müssen wir noch ein drittes Mal links abbiegen, verlassen den Spannbrinkweg und erreichen dann wieder die Asphaltstraße. Nun geht man auf dem Hinweg wieder zurück.

In Sichtweite des Parkplatzes gibt es an der Osnabrücker Straße als Einkehrmöglichkeit das Alte Gasthaus Ellerweg.

Grünenbach, Argentobelbrücke, Wandererlebnis Eistobel, Tour 17

Wanderparkpatz Argentobelbrücke (fürs Navi: Grünenbach, Hauptstr. 85)

Wandererlebnis Eistobel, Tour 17 = Westallgäuer Wasserweg 17 (ca. 5,4 km; ca. 1¾ Std. plus Pausen; ca. 123 Höhenmeter ↓↑)

Die Obere Argen ist ein Zufluss der Argen, die bei Langenargen in den Bodensee mündet. Der Eistobel ist ein schluchtartiger Talabschnitt dieser Oberen Argen und ein Naturschutzgebiet.

In der Nähe der Argentobelbrücke, auch Eistobelbrücke genannt, befinden sich der Parkplatz und der Eingangs- und Infopavillon für die Schlucht. Man muss erst einmal recht steil hinunter zum Fluss. Unten am Wasser angekommen sieht man ca. 50 Meter über sich die gewaltige Bogenbrücke.

Dann geht der Weg einfach am Wasser entlang, immer flussaufwärts. Dabei kann man die Besonderheiten des Eistobels bewundern. Das sind natürlich vor allem die Wasserfälle, die sich kaskadenartig aneinanderreihen, und die Engstellen wie der „Zwinger“, wo das Wasser sich den Weg über viele Felsen bahnt und mehrere Gumpen und Strudellöcher gebildet hat. An seeartig verbreiterten Stellen wird das durchs Tal donnernde Wasser auch mal ruhiger, an einigen Stellen kann man auch gut kneippen. Teilweise wird die Schlucht von steilen und hohen Felswänden eingerahmt, die das Nagelfluh- und Mergelgestein gut erkennen lassen. Die verschiedenen Gesteinsarten der Vorlandmolasse machen das Gebiet geologisch besonders interessant.

Eine der vielen Kaskaden im Eistobel. Am rechten Bildrand ein Stück Nagelfluhgestein.

Im Süden wird die Obere Argen zur Energiegewinnung und Wasserstandsregulierung zu einem kleinen Stausee aufgestaut. Hier drehen wir um und begeben uns auf den selben Wegen und Stegen auf den Rückweg.

Am Stausee im Eistobel steht das Mergelgestein an.

Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich an der Brücke als Einkehrmöglichkeit der Gasthof Argentobelbrücke.

Wir haben den Tipp zum Eistobel aus diesem Marco Polo-Reiseführer zum Allgäu.