Bardüttingdorf Warmenau, A2

Wanderparkplatz Bardüttingdorf Warmenau (fürs Navi: Melle, Bielefelder Str. 73, hinter dem Grenzfluss Warmenau ist dann der WP)
A2 (ca. 6,5 km; ca. 1¾ Std.)

Der Wanderweg A2 dreht eine wunderschöne, sehr abwechslungs- und aussichtsreiche Runde im Spenger Ortsteil Bardüttingdorf. Immer wieder erfreut die bunte, beruhigende Landschaft des Ravensberger Landes.

GPSies - Bardüttingdorf Warmenau, A2Vom Wanderparkplatz an der Warmenau-Brücke aus geht man zunächst den Hügel hoch. Der Weg wird mehr und mehr von der Wiese zurückerobert. Man sollte sich ab und zu umdrehen, um die Aussicht zu genießen. Oben angekommen wendet man sich schon vor den Häusern nach links, ab durch den Wald, wieder über eine Wiese und zur und über die Düttingdorfer Str.

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Wiesen, Wald und Wolken

Über die Krullmannstraße und den Königsbrücker Weg durchquert man die Siedlung Hengstenberg. Wieder auf der Düttingdorfer Straße folgt man ihr bis zur Einmündung der Baringdorfer Straße.Dort muss man links hineingehen und dann gleich wieder rechts und weiter über den Heinrich-Weber-Weg zum Sportplatz, jetzt auch Westerlandstadion genannt, den man auf der Westseite umrundet, so dass man nach Düttingdorf gelangt mit der Schule und der Feuerwehr. Man ist über den alten Esch gegangen, den sich die ansässigen Bauern teilten. A2 führt uns zwischen Feuerwehrhaus und den Schulhof hindurch. Bei der kleinen Schule handelt es sich um den Standort Wallenbrück-Bardüttingdorf der Grundschule Spenge-Land.

Unterhalb der Schule an der Straße Kreuzfeld befindet sich der Wanderparkplatz Bardüttingdorf Schule. Wir gehen durch den verwunschen Pfad hinter dem Parkplatz und am Ende rechts, um wieder auf die Düttingdorfer Straße zu kommen. Die überqueren Sie und dann führt ein kleiner Pfad zwischen den Hainteichen hindurch zurück. Eine Informationstafel an einer Rastgelegenheit erläutert die Funktion der Teiche bei der Flachsverarbeitung. Im Ravensberger Land spielte die Flachs- und Leinenproduktion und -verarbeitung immer eine wichtige Rolle. Um aus dem Flachs das Leinen zu gewinnen, waren viele Schritte notwendig. Unter anderem wurde der Flachs kurz nach dem Ernten ins Wasser gelegt, damit er anfängt zu verrotten. Die Hainteiche sind also ehemalige Röteteiche. Heute gefallen die flachen Gewässer durch viele naturnahe, schöne  Anblicke und als Rückzugsort für diverse Amphibien.

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An den Bardüttingdorfer Hainteichen, ehemaligen Rötekuhlen

Hinter den Teichen geht es nach links und zum Küstersdieck, so heißt das Tal bzw. der daraus gestaltete Siek. Unser schmaler Pfad führt durch einen schönen Buchenhochwald, unten fließt ein Bach der Warmenau entgegen. Am südlichen Ende des Waldstücks steht ein Schutzhütte, die Krümpelhütte des Heimatvereins Bardüttingdorf, in der man eine kleine Rast einlegen kann. Nach weiteren Metern durch den Wald, über offensichtlich von Menschenhand – eventuell als Landwehren – angelegte Wälle, über diverse Bäche im Siek und am Waldrand entlang kommt man schließlich zur Warmenau, die die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen markiert. Schon im 13. Jahrhundert trafen hier die Grafschaft Ravensburg und das Hochstift Osnabrück aufeinander.

Im weiteren Verlauf von A2 besonders interessant ist das Naturschutzgebiet Turenbusch östlich der Warmenau mit vielen Gewässern, Erlenauwäldern und feuchten Wiesen (und Erläuterungstafeln). Es soll der einzige Ort im Kreis Herford sein, an dem noch der Laubfrosch vorkommt.

An der Warmenau entlang (gleichzeitig Wanderweg X8 von Werther nach Bad Oeynhausen) kommt man wieder zum Wanderparkplatz Bardüttingdorf Warmenau. Man sieht hinter dem Mühlteich schon das Restaurant „Zum kühlen Grunde“, das schon wieder zur Stadt Melle gehört und nicht mehr zu Spenge. Da es so viel zu sehen gibt, sollte man schon 1 3/4 Stunden für den Rundweg A2 einplanen.

Auf der Seite des Heimatvereins Bardüttingdorf, der diesen Wanderweg pflegt, kann man auch eine „Aktuelle Wanderkarte“ herunterladen.

Auch interessant für „historische Wanderer“.

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