Dörenthe, Ibbenbüren Dörenther Klippen / an der B 219, Hermannsweg, Etappe „Dörenther Klippen – Lengerich“

Wanderparkplatz Ibbenbüren Dörenther Klippen / an der B 219

Hermannsweg, Etappe „Dörenther Klippen – Lengerich“ (ca. 19,1 km; ca. 5 Std.)

Für diesen Wanderweg sollte man den Wanderführer von Horst Gerbaulet zum westlichen Teil des Hermannsweg nutzen (siehe unter Literatur), denn er deckt sich mit dessen dritter und vierter Etappe. Der Weg lässt sich dementsprechend in zwei Hälften einteilen. Zur Mittagspause is(s)t man in Tecklenburg. Aber auch den Teil bis Tecklenburg kann man noch einmal gut unterteilen: Der erste Teil ist eigentlich ein Weg über die Dörenther Klippen, die zweite Hälfte ab Brochterbeck (dort Frühstückspause?) orientiert sich auf Tecklenburg zu.

GPSies - Dörenthe, Ibbenbüren Dörenther Klippen / an der B 219, HermannswegVom Wanderparkplatz Ibbenbüren Dörenther Klippen / an der B 219 geht man ein kurzes Stück an der Bundesstraße entlang Richtung Ibbenbüren, aber gleich an der Bruder-Klaus-Kapelle biegt man nach Osten in den Wald und kommt zum Campingplatz „Dörenther Klippen“. Hier gibt es auch den Wanderparkplatz Ibbenbüren Am Campingplatz Dörenther Klippen. Wenn man den Weg andersherum abmarschiert, kann man sich auch gut in der zugehörigen Gaststätte, einem schwäbischen Gasthof,  stärken.

Ansonsten kommen jetzt die weit über die Grenzen bekannten Sandstein-Felsformationen mit dem „Hockenden Weib“, dem „Dreikaiserstuhl“ u. a. Immer wieder bieten sich schöne Aussichten, z. B. nach Norden zum Klotenberg und ins Bocketal, einem Quertal des Teutoburger Waldes. Folgt man dem wie immer gut gekennzeichneten Wanderweg, steigt man nach den Dörenther Klippen nach Brochterbeck ab. Wo der Hermannsweg über die Gleise der traditionsreichen Teutoburger-Wald-Eisenbahn führt, findet sich am Ringhotel Teutoburger Wald auch der Wanderparkplatz Alter Bhf. Brochterbeck. Die alte, schön gestalteten, aber schon recht verwitterten Wanderkarte gibt es dort leider nicht mehr. Hier beginnen auch weitere, schöne Brochterbecker Wanderwege.

Hohlweg zum Blücherfelsen hinauf
Hohlweg zum Blücherfelsen hinauf

Nun geht es durch einen alten Hohlweg recht steil bergauf zum Blücherfelsen (Aussicht!). Der Felsen ist nach dem preußischen Generalfeldmarschall Blücher, bekannt als „Marschall Vorwärts“, benannt, der nämlich ab 1803 Militärgouverneur in Westfalen war. Ob er wirklich, wie man sich erzählt, hier oben gesessen und die Aussicht genossen hat?

Auf dem Kamm geht es weiter. Sehr bald kommt man an die Waldkapelle „Maria Wegweiserin“, erbaut 1934-35. Sie ist Beleg dafür, dass die Schönstatt-Bewegung auch nach Westfalen gekommen ist.

Weiter auf dem Hermannsweg gibt es bald Ausblicke nach Norden bis zum Kraftwerk Ibbenbüren und weiter. Nach einigen Kilometern trifft man schon auf die Tecklenburger Wanderwege mit Waldlehrpfad und dann ist es nicht mehr weit bis zum Bismarckturm. Von dem aus hat man bestimmt auch eine tolle Aussicht, aber immer wenn ich vorbeikam, war er geschlossen.

Man geht nun noch ein kurzes Stück zum Wanderparkplatz Münsterlandblick (fantastische Aussicht, wie der Name schon sagt). Hier ist ein guter Rast-, Wechsel- oder Abholpunkt. Man kann aber auch gut an der Jugendherberge vorbei durch die Tecklenburger Altstadt zum zentral gelegenen Wanderparkplatz Altstadt gehen. Dass es hier einige Einkehrmöglichkeiten gibt, versteht sich von selbst. Den sonst immer perfekt gekennzeichneten Hermannsweg kann man hier leicht verlieren, was aber in der schönen Altstadt auch nicht schlimm ist. An jeder Ecke gibt es Schönes und Interessantes zu sehen. Tecklenburg ist ein Tourismus-Highlight, anscheinend auch für unsere niederländischen Nachbarn, wenn man so auf die Autokennzeichen sieht und auf die Sprache hört.

07/15
In Tecklenburg

Bis hierhin ist man ca. 10 Kilometer gelaufen; drei Stunden wird man wegen der vielen Aussichtspunkte gebraucht haben.

Wenn man gut zu Fuß ist, sollte man noch ein Stück Weg dranhängen, in 9 Kilometern ist man in Lengerich an der Raststation „Westfälischer Frieden 1648“.

Verlassen Sie Tecklenburg nordöstlich über die Pagenstraße und biegen Sie dann rechts in die Grafenstraße ein. Dieser folgen Sie ca. einen Kilometer, über den Brandenberg (195 m) mit dem Wanderparkplatz Grafenstraße / Am Fernmeldeturm. Ab dem Alten Postweg steigt der Weg wieder langsam an auf die Margaretenegge. Dieses schöne Waldstück wird von der Autobahn A 1 durchschnitten, die man auf der sehr hohen Hermannsbrücke überquert. Der Kontrast zwischen der Einsamkeit hier oben und dem rauschenden Verkehr unten ist interessant.

Über den Leedener Berg geht es runter zum Stift Leeden. Am Wanderparkplatz Leeden (Stift) überquert man die Hauptstraße nach Lengerich. Für die schöne, historische Anlage mit Stiftskirche und Stiftshaus sollte man sich etwas Zeit einplanen. Leeden ist heute ein Stadtteil von Tecklenburg. Hier gibt es verschiedene Einkehrmöglichkeiten. Über das Stiftsgelände kommt man zum Wanderparkplatz Leeden Dorfplatz. Hier gibt es einen Rastplatz, ein Kneippbecken und anderes mehr.

Hinter dem Ort geht es über Fangberg (122 m) und Klausberg (116 m) wieder auf die Südseite des Teutoburger Waldes. Über asphaltierte, aber ruhige Straßen kommt der Wanderer über die Elsebieke, die in den Leedener Mühlenbach mündet, und über die Gemeindegrenze nach Lengerich. Gleich hinter der Grenze, noch vor der Bahnlinie, befindet sich die Raststation „Westfälischer Friede 1648“ an der Talstraße.


Hier kann man die Tour beenden oder man geht weiter durch den Schollbruch. Für mich war das dann aber die nächste Etappe.

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