Stieghorst, Eisgrund, Bielefelder Lämmerweg, Teilstrecke 2 „Eisgrund – B68 – Eisgrund“

Wanderparkplatz Eisgrund

Lämmerweg, Teilstrecke 2 „Eisgrund – B 68 – Eisgrund“

Der Wanderparkplatz Eisgrund liegt in der alten Bauernschaft Lämershagen direkt an der Lämershagener Straße, dort, wo die Hochspannungsleitungen der Straße am nächsten kommen. Straße und Stromtrasse zwängen sich hier durch das Tal zwischen Hellegrundsberg im Westen und Eisgrundsberg im Osten. Und auch der Bielefelder Lämmerweg zieht hier durch.

Der Lämmerweg ist ein Folgeprodukt des Bielefelder Schafbeweidungsprojekts, in dessen Rahmen die Schafe und Ziegen der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mehrfach im Jahr vom Teutoburger Wald in die Senne wandern. Die Tiere verhindern durch ihren Verbiss die Verbuschung bzw. Verwaldung und halten die Landschaft unter der Stromleitung offen. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz, denn auf den erhaltenen oder entstehenden Magerrasen und Heiden können sich Tiere und Pflanzen halten, die auf diese speziellen Kulturlandschaften angewiesen sind. Mit dem Lämmerweg können diese Errungenschaften den interessierten Spaziergängern nahegebracht werden.

Dazu gehört auch, dass es zu dem Wanderweg einen schön gemachten, dicken und informativen Wanderführer gibt, den man sich entweder hier anschauen und ausdrucken kann, oder – viel besser – kostenlos beim Bezirksamt Senne (Windelsbleicher Str. 242) oder anderswo in Buchform abholen kann. Da ich jedem Naturfreund empfehle, sich dieses Buch zu organisieren, kann ich mich hier auf WandererMartin natürlich auch ganz kurz halten.

Der Bielefelder Lämmerweg führt insgesamt auf ca. 22 Kilometern von Ubbedissen zum Landschaftspflegehof Ramsbrock. Die Gestalter vom Naturschutzzentrum Senne haben den Weg in fünf Teilabschnitte unterteilt, die jeweils mit Rückwanderrouten versehen sind, so dass auch fünf schöne 9/11Rundwanderwege entstanden sind. Während die Hauptroute durchgängig durch weiße „Wanderschafe“ auf schwarzem Grund gekennzeichnet ist, haben die einzelnen Rückwege eine bestimmte, jeweils andere Farbe. 9/11Grün  ist die Farbe von Teilstrecke zwei, wie sie auch auf den Wanderkarten an den Wanderparkplätzen zu erkennen ist. Man muss schon sagen, dass die Aufbereitung des Lämmerweges mit allem drum und dran sehr gut gelungen ist.

Das Teilstück 2 vom Eisgrund zum Mitfahrerparkplatz auf der Brücke über die B 68 und wieder zurück ist die kürzeste der fünf Teilstrecken: Hinweg 3,1 km, Rückweg 4,5 km, Rundweg 7,6 km. Mit ein paar Metern rechts und links können es schnell auch mehr werden.

Wer mit dem Naturerlebnis zugleich Ruhe und Einsamkeit verbindet, ist hier falsch, das muss man so deutlich sagen. Im Behrendsgrund begegneten mir nicht nur Frauchen mit Hunden und Müttern mit Kinderwagen, natürlich auch Walker und Jogger und Mountainbikefahrer, aber auch Reiter, Jungen mit ihren ferngesteuerten, benzinmotorgetriebenen Modellautos und sogar – obwohl streng verboten – Motocross-Motorräder. Der Sandboden scheint eben nicht nur für Eidechsen verlockend zu sein. Dementsprechend laut ist es hier auch, besonders auch durch die Autobahn A 2 in direkter Nachbarschaft und die B68. Und eine Schönheit ist die vorbeiziehende LKW-Karawane genauso wenig wie die doppelte Hochspannungsleitung. Aber man ist ja auch in einer Großstadt.

9/11
Auf der Haart

Teilstrecke 2 führt durch das Naturschutzgebiet Behrendsgrund mit der Freifläche Auf der Haart. Von dort geht es durch den Wald zur Rückseite des ehemaligen Schießstands Rifle Range, schon ganz in der Nähe des Wanderparkplatz B68 / Mitfahrerparkplatz auf der Brücke. Hier beginnt die Rückwanderroute, die durch den Reiterweg und dann an der alten Landwehr entlang zum Senner Hellweg führt. Auf diesem geht es über die Osningstraße durch die Siedlung Buschkamp-Nolkenfeld, am Rolf-Wagner-Haus vorbei wieder berghoch in den von Kiefern dominierten Mischwald. Hier oben kann man dann auf welligen Wegen auch so etwas wie Ruhe finden. Man gelangt zum Wanderparkplatz Am Togdrang / Buschkamp, an dem man wieder die Osningstraße überquert. Dann geht es über die alte Deponie Senne wieder zur Haart und zurück zum Wanderparkplatz Eisgrund.

GPS-Daten bei AllTrails!

9/11
Blick auf die Hügelkette des Teutoburger Waldes vom Reiterweg

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: