Wellingholzhausen, Ortsmitte, Ahornweg, Route 4 „Wellingholzhausen – Hankenberge – Bad Iburg“

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Wanderparkplatz Wellingholzhausen, Ortsmitte

Ahornweg, Route 4 „Wellingholzhausen – Hankenberge – Bad Iburg“

Nach dem Hermannsweg ist der Ahornweg bestimmt einer der bekanntesten Wanderwege im Bereich des Teutoburger Waldes. Auf ca. 100 Kilometern durchkreuzt er den Süden des Osnabrücker Landes zwischen Georgsmarienhütte und Bad Laer, Hagen und Wellingholzhausen. Er ist zwar ein Mehr-Tages-Wanderweg, aber kein Streckenweg, da er zwei Schleifen bildet, die sich in Form einer Acht in Bad Iburg treffen. Dementsprechend ist die dortige Tourist-Information der richtige Ansprechpartner für alle Fragen und Materialien rund um den Ahornweg. Der Wanderweg wird aber auch über den Tourismusverband Osnabrücker Land beworben.

Sowohl für die kleinere, nördliche Runde als auch für die südliche, große Schleife werden jeweils drei Teilstrecken vorgeschlagen. Die Aufteilung ist wie folgt:

Kleine Schleife: Route 1 „Bad Iburg – Urberg – Borgberg – Hagen a.T.W.“; Route 2 „Hagen – Siedlung Schöpper-Ehrenbrink (Georgsmarienhütte) – Lammersbrink – Dörenberg / B 51; Route 3 „Dörenberg / B 51 – MusenbergLimberg – Bad Iburg“.

Große Schleife: Route 4 „Bad Iburg – Hankenberge – Wellingholzhausen“; Route 5 „Wellingholzhausen – Hilter – Bad Rothenfelde“; Route 6 „Bad Rothenfelde – Bad Laer – Bad Iburg“.

Die drei Etappen der großen Schleife sind jeweils ca. 20 Kilometer lang. Dieser Eintrag beschreibt Route 4, und zwar westwärts, also von Welling nach Iburg. Während die anderen beiden langen Routen jeweils einen städtischen Rastpunkt in der Mitte haben (Hilter bzw. Bad Laer), führt die Route 4 nur durch schöne, abwechslungsreiche Landschaft.

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Sankt Bartholomäus in Wellingholzhausen

In Wellingholzhausen sollte man sich die das Ortsbild bestimmende St.-Bartholomäus-Kirche ansehen, wegen ihrer stattlichen Erscheinung auch als Grönenberger Dom bekannt. Durch die Uhlandstraße, vorbei an der Schule, den Kindergärten und den Sportanlagen des WTV verlässt man das geschlossene Ortsbild. Immer geradeaus gehend trifft man auf die Vessendorfer Straße, der man folgt, bis man die Hase überquert. Direkt hinter dem Flüsschen, das südlich des Dorfes entspringt, biegt der Ahornweg auf einen Feldweg nach links ab. Nun liegt hinter Buschwerk versteckt linker Hand der Hasesee. Wir wandern aber durch die freie Flur geradeaus weiter zum „Hintereingang“ von Böhnen Mühle in Orthöfen, einer noch immer funktionierenden Wassermühle. Daran vorbei kommen wir oben auf dem Wakebrink an. Es lohnt sich, immer mal wieder zurückzuschauen, wie der Wellinger Kirchturm immer kleiner wird. Nach einigen Metern beginnt der Johannisweg, der teilweise durch schönen Buchenwald bergan führt und auch viele schöne Ausblicke ermöglicht. Am Ende trifft man auf die Johannislaube, eine schöne Rastgelegenheit inmitten der Natur.

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Auf dem Johannisweg im prächtigen Oktober 2011

Danach zieht sich der Ahornweg durch eine hügelige und waldreiche Gegend, beinahe über den Hohnangel, mit 262 Metern die höchste Erhebung auf Hilteraner Gebiet, und verlässt durch die Flachsdehne in Hilter-Hankenberge den Wald. Man kommt zum Hilter Pass, durch den sich Bahnlinie, Autobahn und Bundesstraße drängen. All das muss man über- oder unterqueren, bevor man zum Spannbrink aufsteigt. Hier oben steht auch die Spannbrinkhütte, bei der man sich eine Rast gönnen kann, denn hier hat man mit 257 Metern den höchsten Punkt dieser Route 4 des Ahornwegs erreicht. Nach einiger Zeit auf dem schmalen Kamm des Teutoburger Waldes steigt man zum südlichen Waldrand hin etwas ab. Dadurch hat man immer wieder schöne Ausblicke, z. B. auf den südlich vorgelagerten Kleinen Berg und den Blomberg. Wo man aus dem Wald heraustretend den Höferweg erreicht, ist man auf Bad Iburger Gebiet angekommen. Bei der Freedenhütte auf Höhe der Bauernschaft Sentrup beginnt man, den Großen Freeden zu passieren, danach kommt man zum Kleinen Freeden, an dessen Westende der Wanderparkplatz Am Freeden mit Kneippbecken und Rastmöglichkeiten und einer Schutzhütte, die wie in Sentrup Freedenhütte heißt, lockt. Hier nun kommt man in das geschlossene Siedlungsgebiet der Stadt Bad Iburg, sieht auch bald das immer wieder eindrucksvolle Schloss. Bald kommt man zum Rathaus mit dem Bischof-Benno-Standbild davor. Besonders an Feiertagen ist hier natürlich immer eine Menge los.

Weite Teile dieser Route decken sich mit der hier beschriebenen Etappe des Hermannswegs zwischen Bad Iburg und dem Hilter Pass. Manchmal kann man über den Hermannsweg die Ahornweg-Route etwas abkürzen, z. B. nach der Johannislaube, wo der Hermmansweg weiter nördlich über den Hülsberg verläuft. Aber das sind auch nur ein paar hundert Meter.

Besonders zu empfehlen ist es, noch ca. sechs Kilometer weiter über die Landesgrenze zum Malepartus in Lienen zu wandern. So kann man sich unterwegs nicht nur an der Landschaft, sondern auch auf die zünftige bayerische Verpflegung freuen. Von Iburg zum Malepartus verläuft der Weg natürlich ebenfalls über den Hermannsweg.

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