Dornberg, Peter auf’m Berge, Hermannsweg, Etappe „Peter auf’m Berge – Sparrenburg“

Wanderparkplatz Peter auf’m Berge

Hermannsweg, Etappe „Peter auf’m Berge – Sparrenburg“

Mit dieser Etappe erreicht der Hermannsweg das Zentrum der Großstadt Bielefeld. Trotzdem kann man hier auf dem Kamm des Teutoburger Waldes naturnah spazieren gehen. Ausgesprochen ruhig ist es nicht, aber dafür abwechslungsreich. Man wandert durch die vier Stadtbezirke Dornberg, Brackwede, Gadderbaum und Mitte.

Vom traditionsreichen Ausflugslokal Peter auf’m Berge mit großem (kostenpflichtigem) Parkplatz geht es über den Kammweg den Sennberg hinauf und weiter zur Hünenburg, wo man nach gut eineinhalb Kilometern ankommt. Die Hünenburg ist auch ein traditioneller Ausflugspunkt für die Bielefelder, die natürlich von der anderen Seite kommen. Heute kann man nur mit Mühe erkennen, dass es sich bei diesem Ort einmal um eine alte germanische Wallburg handelte. Ins Auge fallen vielmehr der Stumpf des alten Fernmeldeturms und der neue Fernsehturm mit 165 Metern Höhe. Aus den Resten des alten Fernmeldeturms hat man ein kleines Ausflugs-Café und Museum gemacht. Außerdem kann man die Aussichtsplattform auf ca. 40 m Höhe für einen schönen Rundumblick nutzen.

Hinter der Hünenburg geht es leicht bergab weiter zum Jostberg und schließlich zum Kahlen Berg. Abgesehen von den Kiefernbeständen der Senne befindet man sich hier in den größten zusammenhängenden Waldgebieten der Stadt Bielefeld bzw. des Bielefelder Stadtwalds. Hier handelt es sich um besonders schönen und schützenwerten Buchenwald, so dass hier auch die Naturschutzgebiete Jostberg, Blömkeberg und Kahler Berg zusammentreffen.

Der Kahle Berg wird allerdings nicht mehr überquert, vor dem Anstieg biegt der Hermannsweg links, d. h. nördlich ab, um den Heimat-Tierpark Olderdissen zu durchqueren. Da der Tiergarten zum Wald hin offen ist und auch noch immer keinen Eintritt kostet, ist das völlig unproblematisch. Es ist natürlich eine besondere Freude beim Wandern gleichzeitig einen Zoobesuch zu absolvieren. Als Wanderer muss man sich aber darüber im Klaren sein, dass der Tiergarten (zu Recht) die Ausflugsadresse für Familien mit Kindern in Bielefeld ist, so dass sich an Feiertagen mit schönem Wetter hier richtige Heerscharen durch den Wald schieben.

Nachdem man sich genug umgesehen hat und eventuell noch im Meierhof Olderdissen gestärkt hat, verlässt man den Tierpark, überquert die Dornberger Straße und kommt am Bauernhausmuseum vorbei zum Johannisberg. Von hier aus geht es steil bergab in den Bielefelder Pass hinein, den traditionsreichen Durchbruch durch den Teutoburger Wald, ohne den es die Stadt hier wohl nicht gäbe. Dabei ergeben sich schöne Blicke auf die Bielefelder Altstadt und die den Pass-Durchgang dominierende Sparrenburg.

Bevor man dort ankommt, gilt es aber, den Ostwestfalen-Damm (B 61), kurz Ossi genannt, und die parallele Bahnlinie zu unterqueren. Durch die parkähnlichen Anlagen hinter der Kunsthalle und an der Lutter entlang geht man zur Kreuzstraße. Diese viel befahrene Straße (B 66) überquert man an einer Ampel und dann heißt es, noch einmal kräftig bergauf zu spazieren, bis man oben an der Sparrenburg, dem Bielefelder Wahrzeichen, ankommt. Vom Burghof kann man noch einmal schön zurückschauen auf den Weg, den man gekommen ist, auf die Marienkirche und Spiegels Hof und weitere Sehenswürdigkeiten Bielefelds.

Über all diese Bielefelder Sehenswürdigkeiten könnte man natürlich viel schreiben, aber das Lesen ersetzt sowieso nicht das Hingehen. Um den Text nicht zu lang werden zu lassen, habe ich viele Links gesetzt. Etwas genauere Angaben und einige Bilder und natürlich Karten kann man auch im „Erlebnisführer Hermannsweg“ nachlesen, siehe in diesem Blog auf der Literatur-Seite.

Wenn man – wie ich – von Rheine kommt, hat man bis hier, an dem traditionellen Mittelpunkt des Hermannsweges ca. 111 Kilometer unter die Wanderschuhe genommen. Vom Wanderparkplatz Peter auf’m Berge bis zum Wanderparkplatz an der Sparrenburg sind es ungefähr 7 Kilometer, Zeitangaben sind aber wegen der vielen Sachen zum Angucken sowohl in Olderdissen als auch in Bielefeld nicht zu machen.

Hier geht es zur nächsten Etappe.

Und bis nach Leopoldstal ist es nicht mehr weit …

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