Dorfplatz Bippen, Sültemühlen-Weg

Wanderparkplatz Dorfplatz Bippen (fürs Navi: Hauptstraße 5)

Rundwanderweg Sültemühlen-Weg (ca. 16,9 km)

Bippen ist Mitglied der Samtgemeinde Fürstenau im Norden des Osnabrücker Landes. Am Wappen erkennt man, was typisch für diese Gemeinde ist: viel Wald (Eichenlaub, grüner Grund), viel Wasser (blauer Grund) und viele Großsteingräber. Der Sültemühlenweg zeigt genau diese Charakteristika der kleinen Gemeinde. Er dreht eine – mit ein paar Schritten nach rechts und links – gut 17 Kilometer lange Runde um den Bippener Ortsteil Dalum und die Sültemühle, berührt dabei das berühmte Waldgebiet der Maiburg und die leichte Erhebung der Ankumer Höhe.

Für den Sültemühlen-Weg gilt der grüne Pfeil, blau steht für den Queckenberg-Weg und gelb für den Hartlager Weg.

Der Wanderweg beginnt zentral am Dorfplatz in Bippen und führt dann zunächst zur Georgskirche, einer der ältesten Kirchen des Osnabrücker Nordkreises, der man stellenweise noch ihre romanische Vergangenheit ansieht. Nachdem man sich genug umgeschaut hat, geht man unter der Bahn- bzw. Draisinentrasse hindurch durch die Straße Zur Glockenkuhle. Allerdings nehmen wir schon den nächsten Fußweg rechts ab, um zum Parkplatz des Bippener Freibads zu kommen. Der Sültemühlenweg führt dann hinter dem Bad entlang und biegt dann zur Dalumer Straße ab, die wir überqueren.

Damit geht es in den Wald und das bedeutet, dass man gut auf die grünen Pfeile achten muss, die den Sültemühlen-Weg kennzeichnen. Es ist nur ein kleiner, gewundener Pfad, der über den Koopers-Berg genannten Hügel führt. Dahinter trifft man auf den Leikenweg, der zwischen Campingplatz / Ferienpark und Riege-Berg hindurchführt. Bei der nächsten Möglichkeit biegt man links ab, so dass man auf das Forsthaus Maiburg zugeht, das man aber nur von hinten sieht. Hier ist man jetzt im Naturschutzgebiet Maiburg angekommen, in dem man aber auch nur für ein paar Meter bleibt, nämlich bis man mit einer Brücke die Diekbäke überquert. Dieses kleine Flüsschen, das hier die Maiburg begrenzt, verläuft in einer flachen Waldschlucht, die Helle genannt wird. Über eine Treppenanlage kommen wir wieder hinaus.

Wir bleiben auf dem Pfad. Ein Schild weist auf die Möglichkeit hin, einen Abstecher zum Phaolenstein zu machen, ca. 200 Meter. Das ist ein Kult- oder Opferstein, der wie die Hünengräber belegt, dass der Raum Bippen schon einige tausend Jahre vor Christus besiedelt war.

Nun kommen wir wieder auf den schon bekannten, gut ausgebauten, im Vergleich zu den Waldpfaden allerdings langweiligen Leikenweg. Das Interessanteste ist ein Schwarzspecht hoch oben an einem der hölzernen Strommasten. Recht groß und vor allem erstaunlich unbeweglich sitzt er da, so dass dem Wanderer bald dämmert, dass es sich hier nur um eine Specht-Attrappe handelt, die die echten Spechtvögel fernhalten soll.

Eine ganz andere Attraktion wartet im Süden des Weilers Dalum an der gleichnamigen Straße, nämlich das jungsteinzeitliche Großsteingrab Dalum. Natürlich ist es zusammengefallen oder zerstört, aber für ein Grab dieses Alters, ca. 5000 Jahre alt, ist es noch relativ vollständig und gut erhalten. Die Megalithkultur hat noch ungewöhnlich viele weitere Zeugnisse im Umfeld dieses Wanderweges hinterlassen, die Beschreibungen würden hier aber zu weit führen.

Das Dalumer Großsteingrab. Die erhaltenen Decksteine sind gut zu erkennen.

Wir gehen auf dem Sträßchen noch ein Stück nach Süden und biegen dann an der nächsten T-Kreuzung rechts ab, wieder in den einsamen Wald hinein. Man merkt kaum, dass man hier durch den Höhenzug der Ankumer Höhe, manche sprechen auch von den Bippener Bergen, geht, denn die Hügel sind sanft und die Steigungen kaum zu spüren.

Nachdem man die Kreisstraße 117, die Dalumer Straße, überquert hat, kommt man in das Gebiet der Sültemühle. Der Komplex des Sültehofes besteht oder bestand aus mehreren Wasser-Mühlenanlagen, z. B. Ölmühle oder Sägemühle. Das Restaurant Sültemühle an der restaurierten Ölmühle ist leider nicht mehr in Betrieb, denn eine Verschnaufpause würde jetzt eigentlich ganz gut tun. Das denkt vielleicht auch mancher der Draisinenfahrer, der in der Nähe vorbeikommt.

Auch wir Wanderer folgen jetzt der Gleisanlage Richtung Norden, bis wir in die Gemarkung Lulle kommen. Dort überqueren wir wieder die kleine Diekbäke. Nun drehen wir noch eine Runde nördlich um den Habichtsberg, der zwar nur 82 m hoch, aber da von Wiesen umgeben doch gut auszumachen ist. Vom Theilweg biegen wir links in die Sunderhausstraße ein, die uns zum Wanderparkplatz Dalumer Straße führt.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis in die Dorfmitte, denn schon vor der Siedlung biegen wir nach links ein, so dass wir durch den Erlenbruchwald hinter den Häusern wieder zum Freibad kommen. Jetzt sind es nur noch ein paar bekannte Schritte zum Dorfplatz.

Wenn man sich unterwegs ein wenig umschaut, wird man vier Stunden für den Weg benötigen, Pausen nicht mit eingerechnet. Direkt am Weg gibt es aber auch keine Einkehrmöglichkeiten, dazu muss man sich in Bippen umsehen oder auch nach Fürstenau fahren.

Weitere Informationen und einen gpx-Download gibt es beim Heimatverein Bippen.

Unter dem Titel „Der Maiburger Wald“ findet man die Runde auch mit einer guten Karte usw.  in diesem Wanderführer von Petra Holecek und Ulli Vogel zum Osnabrücker Land.

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