Martell (Südtirol), Hintermartell, Erlebnis Plimaschlucht

Wanderparkplatz Hintermartell (fürs Navi: Martell, Hintermartell 200)

Rundwanderweg „Erlebnis Plimaschlucht“ (ca. 5,6 km, 270 Höhenmeter ↑↓)

Im Sommer 2017 wurde der Rundwanderweg an der Plima neu eröffnet. Vier neu erreichtete Aussichtspunkte ermöglichen einen guten Zugang zu den Naturschönheiten in der Schlucht. Der Weg führt dann noch weiter zu dem alten Staudamm oberhalb des Martelltals und über die Zufallhütte wieder hinunter.

Wir beginnen am Wanderparkplatz Hintermartell bei den Gasthöfen Enzian und Schönblick. Ein kleiner Teich stimmt schon bald auf die Schönheit der Landschaft ein. Etwas weiter talaufwärts erreicht man schon den ersten „Erlebnispunkt“, genannt Kelle in der Klamm. Eine Stahlkonstruktion hängt über dem Fluss, so dass man vom Aussichtspunkt in die Schlucht hinunterschauen kann. Als Nächstes erreicht man dann die sogenannte Panoramasichel. Die Namen der Aussichtsbauwerke sind tatsächlich sehr kreativ. Das nächste Bauwerk wird Aussichtskanzel genannt. Mit etwas Fantasie erkennt man auch eine Kelle, eine Sichel und eine Kanzel. Es geht aber immer um die Aussicht in die Schlucht und die durch sie talwärts schießende Plima. Auch das ehemalige Luxus-Hotel Paradiso, heute eine Ruine, prägt den Blick über die Landschaft wie der dahinter liegende Zufritt-Stausee.

Die Plima in ihrer Schlucht an der Hängebrücke

Das vierte und letzte der neuen Bauwerke ist eine Hängebrücke. In deren Nähe kann man die Gischt des Gebirgsflusses am besten spüren. Ein YouTube-Video informiert über die Herstellung der einzelnen Bauwerke. Über die Brücke kommt man zur Zufallhütte, wo man schon mal eine kleine Pause machen kann, denn einige Höhenmeter hat man schon in den Beinen.

Die Zufallhütte über der Plimaschlucht

Der schönere Teil des Wanderwegs (wenn auch ohne künstliche, neue, spektakuläre Aussichtspunkte) kommt aber jetzt erst noch. Man spaziert zurück und wieder über die Brücke bis zum nächsten Abzweig nach rechts oben. So erreicht man den Wanderweg 40 und über den dann durch eine wunderschöne Landschaft mit immer wieder tollen Aussichten die alte Schutzmauer. Sie wird kurz „der Bau“ genannt. Informationstafeln erklären Geschichte und Funktion des Bauwerks, das das Martelltal vor Überschwemmungen schützen sollte. Zu diesen war es mehrfach gekommen, da das hinter dem Zufallgletscher gestaute Wasser im Sommer plötzlich durchbrach. Die Staumauer erfüllte ihren Zweck seit dem Ende des 19. Jh.

„Der Bau“ dient heute als Wanderweg mit grandioser Aussicht.

Heute hat der Gletscher sich soweit zurückgezogen, dass die Gefahr gebannt ist. Die Große Mauer am Talende dient so heute als Wanderweg von der einen auf die andere Talseite, der auch wir folgen. Das große Unglück im Martelltal aus dem Jahre 1987 spielte sich weiter unten unterhalb des Zufrittsees ab und ist eine ander Geschichte.

Wir gehen nun über einen schönen Weg hinunter und erreichen zum zweiten Mal die Zufallhütte. Natürlich machen wir auch wieder eine Pause. Über den gut ausgebauten Versorgungsweg der Hütte gelangen wir hinunter zu den Parkplätzen in Hintermartell.

Wer lieber die klassische Tour geht, also von der Zufallhütte weiter zur Marteller Hütte und wieder zurück, findet eine Wegbeschreibung in diesem Wanderführer:

 

Hier die GPS-Daten zum Plima-Erlebnis-Pfad: GPSies - Martell (Südtirol), Hintermartell, Erlebnis Plimaschlucht

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