Wellingholzhausen (Kirche / Haus des Gastes), Von Wellingholzhausen auf die Steinegge und zurück

Wanderparkplatz Wellingholzhausen (Kirche / Haus des Gastes) (fürs Navi: Melle, Am Ring 18)

Rundwanderweg „Von Wellingholzhausen zur Steinegge und zurück“ (ca. 14,9 km; ca. 4 Std. plus Pausen)

Diese Wanderung ist für WandererMartin eine der schönsten Runden im hügeligen südlichen Osnabrücker Land. Sie kombiniert unter anderem Teile von Ahornweg, Schau-ins-Land-Weg und Ems-Hase-Hunte-Else-Weg und führt von Wellingholzhausen zum Postturm auf dem Kamm des Teutoburger Waldes bei Dissen. Sie führt durch dichten Wald und an schönen Quellen vorbei. Dazu kommen die Plätze, die eine hervorragende Aussicht über den Osnabrücker Südkreis garantieren. Insgesamt also wirklich eine hervorragende Wandertour.

GPSies - Wellingholzhausen (Kirche / Haus des Gastes), Von Wellingholzhausen auf die Steinegge und zurückMan beginnt im schönen Wellingholzhausen am sogenannten Grönenberger Dom, St. Bartholomäus, parken kann man gut am Haus des Gastes. An der Bushaltestelle ist auch eine Stadtteilkarte, auf der man sich einen groben Überblick verschaffen kann.

Über die Eichendorffstraße hinter dem HdG gelangt man zur Beutlingsallee und zum gut ausgeschilderten Ahornweg. Unser Hinweg folgt diesem Fernwanderweg komplett bis zum Dissener Aussichtsturm. Zunächst geht es aus dem Ort hinaus zum Beutling, dem Wahrzeichen des Dorfes. Oben angekommen kann man von dieser ersten kräftigen Steigung des Wegs auf dem Aussichtsturm verschnaufen. Der Beutlingsturm bietet eine schöne Sicht in alle Richtungen, bei sehr guten Sichtverhältnissen z. B. über das Bielefelder Kesselbrink-Hochhaus bis zum Hermannsdenkmal in Detmold.

Wellingholzhausen vom Beutlingsturm

Südlich des Beutlings geht es nun hinunter ins wunderschöne Puschkental. Über die gleichnamige Straße kommt zum Wanderparkplatz, der ebenfalls Puschkental heißt. Am Waldrand biegt man rechts ein und wandert so hinunter zur Schwarzen Welle oder Almaquelle. An dieser ergiebigsten der Hasequellen gibt es schöne Rastmöglichkeiten im dunklen Wald. Man folgt dann dem Quellbach ein paar Meter. Schließlich hilft ein kleines Brückchen trockenen Fußes über das Wasser zu kommen. Hier haben wir die tiefste Stelle des Hinwegs erreicht, denn jetzt beginnt der lange Aufstieg auf den Hauptkamm des Teutoburger Waldes. Das hört sich dramatischer an, als es ist.

Zunächst erreicht man den idyllischen Blauen See (der meist – wenn er überhaupt Wasser hat – grün ist). Auch er wird von einer Quelle gespeist, deren Wasser bald in die Hase fließt. Auch hier gibt es eine Schutzhütte. Schon wenige Meter hinter dem Blauen See verlassen wir mir mit dem Ahornweg den Hauptweg und bewegen uns kontinuierlich auf den Kamm zu. Um so höher wir kommen, um so prächtiger wird der Wald. Am Scholleggenweg steht eine Wanderkarte, die uns die Gegend erläutert.

Am Zaun der Postanlage entlang erreichen wir schließlich die Steinegge, über die natürlich der Hermannsweg führt. Man kann sich erst etwas auf den neuen Rastanlagen ausruhen, aber dann sollte man unbedingt den Aussichtsturm besteigen. Eine Wendeltreppe führt außen am Turm in die Höhe – eine tolle Idee. Unter einem liegen das grüne Band des Teutos und die vorgelagerten Ebenen und Ortschaften.

Blick vom Postturm auf der Steinegge über den Teuto-Kamm zum Windrad auf dem Borgholzhausener Hollandskopf

Nun machen wir uns auf den Rückweg. Kurz unterhalb des Turms verlassen wir den Ahornweg und wechseln nach rechts auf den Ems-Hase-Hunte-Else-Weg, ausgezeichnet mit einem weißen Punkt. Den größten Teil verlaufen Ahornweg und der „Vier-Flüsse-Weg“ südlich von Wellingholzhausen auf derselben Trasse, nur hier nördlich der Steinegge teilen sie sich auf. Die Ems-Hase-Hunte-Else-Variante ist kürzer und deswegen steiler. Auch so kommen wir wieder zum Blauen See.

Hier wechseln wir dann auf den Wellingholzhauser Rundweg A7. Er führt durch den schönen Baumgarten weiter hinunter. Kurz vor der Landesstraße erreichen wir den Startpunkt Kronensee Wellingholzhausen, wo wir scharf rechts abbiegen. Von nun an folgen wir  dem Schau-ins-Land-Weg X25. Dafür verlassen wir die Fortstraße und folgen einem wunderschönen Fußweg durch den Wald und über die Hase, die heute wieder am Kronensee vorbeigeführt wird. Mit Überschreiten des Haseflüssleins gelangen wir auch wieder von Dissen-Nolle nach Melle-Wellingholzhausen. Der X25 umrundet quasi den Kronensee mit seiner kleinen Ferienhaussiedlung und beginnt dann in der Nähe der Einkehrmöglichkeit Waldschänke (Besuch sehr lohnenswert!) wieder hinaufzusteigen auf den Bietendorfer Berg.

Im Gegenlicht: Blick von der Schützenstraße zurück nach Süden zum Dissener Aussichtsturm

So kommt man zur Schützenstraße, die natürlich so heißt, weil man mit ihr zum Wellinger Schützenhaus gelangt und weiter zu St. Bartholomäuskirche im Dorfmittelpunkt. In der Nähe sind selbstverständlich weitere Einkehrmöglichkeiten wie das Gasthaus Schrage oder das griechische Restaurant Hellas, beide mit Möglichkeiten zum Draußensitzen, wie das Wanderer so schätzen. Auf jeden Fall hat man sich eine Pause verdient, um diese wunderschöne Tour im Nordhang des Teutoburger Waldes ausklingen zu lassen und die vielen Eindrücke zu sortieren.

Mit nur wenig anderer Streckenführung wird die Tour auch im Rother Wanderführer „Teutoburger Wald“ beschrieben und auch als TopTour besonders hervorgehoben:

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