Schaumburg, Rundweg mit Schaumburg und Paschenburg (RI6 / RI7)

Wanderparkplatz Schaumburg (fürs Navi: Rinteln, Burgstraße 1)

Rundweg mit Schaumburg und Paschenburg (RI6 / RI7), (ca. 12,3 km; ca. 3¾ Std. inkl. Pausen)

Die geschichtsträchtige Schaumburg gehört heute zu Rinteln, ist aber immer noch namensgebend für den Landkreis Schaumburg und das Schaumburger Land. Sie steht auf dem Nesselberg im Weserbergland südlich des Kamms inmitten eines prächtigen Waldgebietes. Noch heute gehört sie dem hochadeligen Haus Schaumburg-Lippe.

Am Wanderparkplatz Schaumburg beginnt unser Wanderweg, der eine Kombination der regionalen Rundwege RI6 und RI7 ist. RI steht für Rinteln.

Wir beginnen mit der ersten Hälfte des RI6, der auch Springsteine-Route heißt, denn er dreht quasi eine Runde um diese Felsformation. Dazu gehen wir auf der Burgstraße nach Nordwesten. Schon hier gibt es Aussichtspunkte wie Kiesows Eck, die Ausblicke in das Wesertal, die unter uns liegende Ortschaft Rosenthal oder zurück zur Schaumburg ermöglichen. Kurz vor der Passhöhe verlassen wir das Sträßchen nach links und biegen in den Wald ein. Dieser gut zu gehende Weg, auch Südweg genannt, führt durch den Hang der Ostendorfer Egge auf die Springsteine zu, genauer auf die Unterseite der Klippen.

Nachdem man diese passiert hat, erreicht man den Wanderparkplatz Springsteine, der mit Schutzhütte am Deckberger Pass liegt. Hier ist man der Autobahn wieder so nah, dass man sie „gut“ hören und sogar sehen kann. Der Wanderparkplatz ist sozusagen der Wendepunkt, denn die Springsteine-Route RI6 führt ab hier auf dem Weserbergland-Weg zurück nach Osten. Da er dazu den Kamm des Wesergebirges nutzt, mus man zunächst recht steil aufsteigen. Oberhalb der Springsteine führt der Weg hinauf zum Oberberg.

Im Wald auf den zerklüfteten Springsteinen am Kammweg

Aber die Plackerei lohnt sich. Vor allem im April bietet sich links und rechts des Kammweg eine fantastische Blütenpracht. Unzählige Frühblüher nutzen die Sonnenstrahlen, bevor das Blätterdach der Buchen sich schließt: Veilchen, Lerchensporn, Buschwindröschen, Hahnenfuß, Bärlauch, Sternmiere, Schlüsselblume usw.

Schließlich erreicht man eine Treppenanlage, die den Wanderer wieder hinunter zu dem kleinen Pass der Burgstraße führt, vor dem man auf dem Hinweg links abgebogen ist. Dieser Pass wird auch Pionierpass genannt, denn er wurde von Mindener Pionieren unter Major Füßlein 1923 in den Felsen gesprengt.

Jetzt bleiben wir mit RI6 auf dem Weserberglandweg XW und spazieren weiter zur Paschenburg. Die Blütenfülle lässt auch auf dieser Seite keineswegs nach, eher ist das Gegenteil der Fall.

Frühblüher am Kamm, hier Lerchensporn und Hahnenfuß

Die Paschenburg steht auf der höchsten Erhebung des Weserberglandes. Im Süden befindet sich das Wesertal vor dem Lippischen Bergland, im Norden das Bückeburger Auetal. Dementsprechend ist die Aussicht von hier oben beeindruckend. Die Paschenburg beherbergt heute ein Restaurant, ist aber 1842 als Försterei im Stil eines Jagdschlosses gebaut worden. Hier oben gibt es auch den Wanderparkplatz Paschenburg.

Ab hier können wir uns an der Markierung RI7 orientieren. Das ist die Schloss-Schaumburg-Route und der folgen wir schon seit dem Pionierpass. Von der Paschenburg geht es über den Möncheberg nach Osten. Dabei ist unser Wanderweg immer schmaler und natürlicher geworden, bis nur noch ein kleiner Pfad übriggeblieben ist. Schließlich geht es über eine Treppe und viele Kehren hinunter zur Ortschaft Rohdental. Dabei haben wir einen schönen Blick auf Amelungs- und Baumgartenberg weiter östlich.

Rohdental gehört schon zur Stadt Hessisch Oldendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont. Unser Rundwanderweg berührt die nördliche Ecke der Siedlung, wo es auch eine schöne Rastgelegenheit mit Blick über das Wesertal gibt .

RI7 führt uns nun auf einer gut ausgebauten Forststraße im Wald nach Westen. Hier ist es mit der Blütenvielfalt nicht so weit her, der Wald lässt wohl hier am Hang weniger Sonne durch als auf dem Kamm. Dafür sind die Flächen übervoll mit Bärlauch bestanden und es ist wesentlich ruhiger. Schließlich erreicht man die Schaumburg, die man besichtigen sollte, so weit das möglich ist.

Das Torhaus der Schaumburg von innen und darüber die Paschenburg

Durch den Torturm erreicht man die Vorburg und darüber die Hauptburg. Dort gibt oder gab es (als ich vor Ort war, geschlossen) die Schlossgaststätte, vor allem aber eine vortreffliche Aussicht, die vielleicht sogar der Burg den Namen gegeben hat (ehem. Schauenburg). Beim Verlassen der Burg erkennt man erst richtig die Schönheit des Amtshauses im Torhaus. Weit darüber sieht man auch die Paschenburg. Auf dem Vorplatz der Höhenburg und damit direkt am Wanderparkplatz Schaumburg befindet sich das Hotel-Restaurant Zum Schaumburger Ritter im ehemaligen Burgkrug.

outdooractive indexDer Wanderwege sind hervorragend beschildert. Sie werden durch das Touristikzentrum Westliches Weserbergland betreut. Ich habe den Weg als Nummer 26 in diesem Wanderführer von Chris Bergmann gefunden. Dort gibt es viele weitere Informationen und noch 39 andere Touren.

 

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