Münsterlandblick, Teutoschleife „Tecklenburger Bergpfad“ mit Erweiterungen in Brochterbeck und Tecklenburg

Wanderparkplatz Münsterlandblick (fürs Navi: nahe Am Weingarten 25)

Teutoschleife „Tecklenburger Bergpfad“ mit Erweiterungen (ca. 13,7 km; ca. 4¾ Std. inkl. Pausen)

Das Projekt Teutoschleifen hat aus dem Tecklenburger Land eine Premium-Wanderregion gemacht. Neben Spazierwanderwegen und einem Stadtwanderweg gibt es mittlerweile acht Premium-Rundwanderwege. Einer davon, und zwar der mit der höchsten Punktzahl (71), ist der Tecklenburger Bergpfad. Und es stimmt: Es handelt sich um einen außergewöhnlich schönen, abwechslungsreichen und naturnahen Wanderweg mit allen Annehmlichkeiten, die bei einem Premium-Wanderweg dazugehören.

outdooractive indexMan kann den sehr gut beschilderten Rundweg in beide Richtungen laufen und an mehreren Stellen einsteigen. Wir starten am auch an Feiertagen kostenpflichtigen WP Münsterlandblick. Über den steilen Südhang des Teutoburger Waldes hat man hier schon einen beeindruckenden Blick in die Weite des flachen Münsterlandes.

Aber dann geht es endlich los: Über die Hauptstraße Am Weingarten geht es zunächst westwärts zum Bismarckturm am Hotel Bismarckhöhe und auch an einem großen Wanderparkplatz (ebenfalls kostenpflichtig). Dort geht es über den Tannenweg auf den Hermannsweg. Es ist die Etappe, die von den Dörenther Klippen kommt und weiter bis Lengerich führt und auch schon bei WandererMartin beschrieben wird.

Zwischen Trockenmauern folgen wir dem H-Weg auf dem schmalen Hauptkamm des Teutoburger Waldes, aber schon an der nächsten Abzweigung biegen wir rechts ab. Von hier an folgen wir einem Waldlehrpfad, der über verschiedene, auch exotische Baumarten aufklärt. Plötzlich erscheint im Wald zur Linken etwas Unerwartetes: die Goldene Treppe. 116 Stufen führen hinauf, der Blattgoldstreifen ergibt aus jedem Blickwinkel andere Wirkungen.

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Die Goldene Treppe inmitten des Waldes

Unser Tecklenburger Bergpfad führt aber am Fußende der Treppe weiter nach Nordwesten -sehr urtümlich und naturnah und längst nicht so gut besucht wie der „Hermann“ weiter oben – bis er schließlich wieder auf den Kammweg trifft. Ein „Rastpilz“ markiert das Zusammentreffen der Wege im Schatten des Waldes. Einige Meter weiter erreicht man die Holthauser Waldkapelle „Maria Wegweiserin“, siehe dazu auch bei diesem Beitrag: Alter Bhf. Brochterbeck, A1 „Auf dem Hermannsweg zum Blücherfelsen“.

Die Teutoschleife macht noch einen kleinen Schlenker über den nördlichen Waldrand, von wo man einen imposanten Ausblick auf das Ibbenbürener Kraftwerk auf dem Schafberg gewinnt, dann erreicht sie den Blücherfelsen. Die Aussicht ist wegen der Höhe der umstehenden Bäume sehr eingeschränkt, aber ein geeigneter Rastpunkt ist der Felsen allemal. (Auch zum Blücherfelsen siehe den verlinkten Beitrag oben.)

Vom Blücherfelsen geht es hinunter zum Alten Bhf. Brochterbeck am Ringhotel Teutoburger Wald. Wir überqueren die Straße Im Bocketal und biegen rechts für ein paar Meter in die Dorfstraße ein. Sofort nehmen wir den Wiesenweg zur Linken, der uns ein Stück am Dorf vorbeiführt. Hier verlassen wir den offiziellen Tecklenburger Bergpfad zu unserer Wegerweiterung durch Brochterbeck. Wir verlassen den Wiesenweg nach rechts und gehen über Wallenweg und Dorfstraße Richtung Dorfplatz Brochterbeck und erreichen so das Historische Gasthaus Franz, eine geeignete Einkehrmöglichkeit mit Biergarten nahe Dorfteich und Wassermühle.

Ausblick am ehemaligen Kalksteinbruch

Hinter der Gaststätte geht es wieder hoch in den Wald und zurück zum Tecklenburger Bergpfad. Eine Unterquerung führt uns wieder auf die andere Seite der Umgehungsstraße. Eine Treppenanlage hilft, einige Höhenmeter zu gewinnen und den Aussichtspunkt Münsterlandblick (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Wanderparkplatz) zu erreichen. Über die Abbruchkante eines ehemaligen Steinbruchs blicken wir weit in die Parklandschaft des Münsterlandes. Unser Weg bleibt nun eine Zeit lang an dieser Abbruchkante, was immer wieder tolle Ausblicke eröffnet, einmal auch über das türkisfarbene Wasser eines vollgelaufenen Kalksteinbruchs.

Danach geht es südlich hinunter an den Fuß des Hangs. Unten biegen wir links ab und folgen dem Blühstreifen in Richtung Tecklenburg. Manchmal sieht man das alte Städtchen schon oben auf dem Kamm liegen und man ahnt schon, welche Höhenmeter noch bevorstehen. Da kommt die „Bergpfadrast“ zur Linken ganz recht, um noch einmal zu verschnaufen und die Aussicht zu genießen.

Die reine Idylle im Tecklenburger Land

Schließlich aber beginnt der Aufstieg, zunächst noch ganz sacht und vorbei an einem öffentlich zugänglichen (natürlich etwas verstimmten) Klavier im Wald, der sogenannten Waldmusik. Über einen herrlichen Waldpfad geht es hinauf zum Rolandsgrab, einer Felsenhöhle, die sich angeblich der holländische Kaufmann Roland als Grab reservierte. Aber dort ist man noch längst nicht oben. Weiter geht es über den Hexenpfad steil hinauf Richtung Kamm. Manchmal helfen ein paar Treppenstufen. Schließlich erreicht man das Sträßchen Felsenstiege und dann ist man oben an der Straße Am Weingarten.

Man könnte nun rechts zum Münsterlandblick zurückgehen, aber da man schon einmal im schönen Tecklenburg ist, sollte man die Straße überqueren und über die Brochterbecker Straße und die Schloßstraße zum Markt gehen, dem Ortsmittelpunkt von Tecklenburg, wo sich auch die Touristeninformation befindet. Natürlich gibt es hier auch Informationsmaterial zu den Teutoschleifen oder den Hermannshöhen. Auch Ingmar Bojes schwärmt in seinem Wanderführer zu den „Wanderungen für die Seele“ im Teutoburger Wald vom Tecklenburger Bergpfad. Dort gibt es weitere Informationen (siehe unten).

Hier im Städtchen gibt es viele Einkehrmöglichkeit vom Biergarten über Restaurants bis zu Eisdiele und Pommes-Bude. Am Markt befindet sich das bekannte Café Rabbel. Über Krummacherstraße und Meesenhof mit dem WP Bergstadt Tecklenburg erreicht man wieder Am Weingarten und den WP Münsterlandblick.


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