Marktschellenberg, Gasthaus Kugelmühle, Almbachklamm und Wallfahrtskirche Ettenberg

Parkplatz Gasthaus Kugelmühle (fürs Navi: Marktschellenberg, Kugelmühlweg 18)

Rundwanderweg Almbachklamm und Wallfahrtskirche Ettenberg (ca. 5,6 km, ca. 670 Höhenmeter ↑↓, ca. 2¾ Std.)

Die Almbachklamm befindet sich zwischen Marktschellenberg und Berchtesgaden. Hier hat sich der Almbach seinen Weg zur Berchtesgadener Ache gesucht und dabei tief ins Gestein eingeschnitten. Bis in die 1960er Jahre hinein wurden der Almbach und seine Klamm noch für die Holztrift verwendet. Heute ist die schmale Klamm durch Treppen und Stege hervorragend für die Touristen erschlossen. Zum touristischen Angebot des Berchtesgadener Landes gehören auch diese Videos über die Almbachklamm und die Kugelmühle:

Unsere Rundtour beginnt am Gasthaus Kugelmühle. Der Gasthof trägt seinen Namen zu Recht, denn hier befindet sich die letzte noch funktionsfähige Kugelmühle, in der die Marmorbrocken zu Kugeln der verschiedensten Größen gemahlen werden. Als Antriebsenergie wird das Wasser des Almbachs genutzt.

outdooractive indexKurz hinter dem Gasthaus befindet sich der Einlass in die Schlucht, wo das Eintrittsgeld genommen wird. Nun geht es leicht ansteigend durch die abwechslungsreiche Klamm. Der Pfad wird schnell schmaler, wechselt hin und wieder von der einen Seite auf die andere des Bachs und besteht bald überwiegend aus Treppen, Brücken, Steigen und Stegen. Sogar einen Tunnel gibt es. Der erste Weg wurde 1894 durch Kompanien des Ingolstädter Pionierbatallions angelegt. Die Wucht des Schmelzwassers führte aber immer wieder zu Zerstörungen und Neuanlagen.

Auch heute noch donnert Wasser aufsehenerregend durch die Klamm, bildet Teiche und Gumpen, umspült Felsen und Wände. Als Spaziergänger ist man aber so hoch über den Fluten, dass man allerhöchstens ein paar Spritzer abbekommt.

Niedriger Wasserstand in der am unteren Ende noch recht breiten Klamm

Unterwegs informieren Tafeln über die Anlage und Geschichte der Klamm, über das Gestein, über Flora und Fauna und immer wieder über die Holztrift.

Gut 1,5 Kilometer nach dem Kassenhäuschen erreicht man einen Abzweig nach rechts. Hier beginnt der weg hinauf nach Ettenberg. Man sollte aber zunächst noch ein paar Meter weitergehen, denn dann erreicht man bald den Sulzer Wasserfall. Hier stürzt der Sulzbach die Südflanke des Untersbergs hinunter und mündet in der Klamm in den Almbach. Hier gibt es auch Rastgelegenheiten.

Wenn man sich an des Kaskaden des Wasserfalls satt gesehen hat, geht man wieder zurück zum Abzweig. Es sei denn, man möchte noch weiter in die Klamm hineinwandern, z. B. bis zur Theresienklause, einem Wehr mit dem man den nötigen wasserschwall für die Trift erzeugen konnte. Am Abzweig nahe am Sulzbachfall beginnt nun der recht steile Anstieg zum Weiler Ettenberg. Viele Treppen erleichtern aber den Aufstieg. Der Weg führt komplett durch Wald und ist deswegen auch im Sommer schön schattig.

Wallfahrtskirche Ettenberg vor dem Untersberg

Oben angekommen tritt man aus dem Wald auf das Ettenberger Hochplateau und sieht zuerst die schöne Rokoko-Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung. Allerdings ist die Geschichte Ettenbergs wesentlich älter als die der Kirche, denn Vorder- und hinterettenberg gehören schon zu den Berchtesgadener Urgnotschaften des 14. Jahrhunderts.

Nach dem kräftigen Anstieg nimmt man besonders erfreut zur Kenntnis, dass sich direkt neben der Kirche der Mesnerwirt befindet. Hier hat man sich eine Rast verdient. Lage und Aussicht auf Untersberg, Göll und Hochkalter sind beeindruckend.

Hinunter geht es über den Hammerstielweg. Zunächst noch auf dem Plateau an einer Hecke entlang, geht es bald steil durch die Hammerstielwand hinab. Bald sieht man weit unter sich die Kugelmühle. Aber auch dieser Weg ist an den kritischen Stellen durch Geländer gesichert und durch Treppenstufen vereinfacht.

Unten angekommen hat man noch direkt am Parkplatz die Möglichkeit, die Füße im eiskalten Wasser des Almbachs zu erfrischen. Man kann sich natürlich auch einfach auf die Treppenstufen setzen und dem sprudelnden Wasser zuschauen und zuhören. Oder man besucht zum Abschluss das Gasthaus Kugelmühle.

Genauere Informationen findet man in diesem Jubiläums-Wanderführer aus dem Rother-Verlag (der Text ist eine Kopie aus dem Rother-Wanderführer „Berchtesgadener Alpen“):

 

 

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