Oberstaufen-Steibis, Bergstation Imbergbahn, Premiumwanderweg Alpenfreiheit mit Abstecher zum Falken

Startpunkt Bergstation Imbergbahn (fürs Navi: Talstation Imbergbahn, Oberstaufen-Steibis, In der Au 19)

Zweitägige Rundwanderung auf dem Premiumwanderweg „Alpenfreiheit“ mit Abstecher zum Falken (ca. 20,1 km, ca. 6¾ Std. Gehzeit, ca. 900 Höhenmeter ↑↓)

Dieser herrliche Premiumwanderweg Alpenfreiheit im Oberallgäu dreht eine Runde im Naturpark Nagelfluhkette. Man durchwandert das größte geschlossene Alpgebiet Bayerns. Alpe ist hier der Begriff für die Alm mit ihren Bergweiden und unendlich vielen Rindviechern und ihren Glocken. Sportliche Wanderer sollten die Tour auch problemlos an einem Tag in der zur Verfügung stehenden Zeit schaffen, also zwischen erster und letzter Gondel der Imbergbahn. Verteilt man die Tour aber auf zwei Tage mit Übernachtung in der Falkenhütte wird eine echte Genusstour daraus.

Von der trubeligen Bergstation geht es hinunter in das Gebiet der Bergmoos-Alpen. Wir passieren die Obere Bergmoos-Alpe und es wird sehr schnell ruhiger. Hinter der Remmeleck-Alpe (mit Einkehrmöglichkeit) biegen wir nach rechts ab. In südlicher Richtung geht es weiter bergab, bis man den Lanzenbach erreicht, der nicht viel weiter im Osten in die Weißach mündet.

Man kann den Lanzenbach sicher auf einer stählernen Brücke überqueren. Mehr Spaß macht es natürlich, die Stahlseile zu benutzen und zum anderen Ufer zu balancieren – mit viel Gepäck eine schöne Gleichgewichtsübung.

Alles liebevoll hergerichtet auf der Oberstiegalpe

Da der Lanzenbach hier auf ca. 1000 Meter die tiefste Stelle der Tour markiert, geht es von nun an fast nur noch bergauf. Man durchquert das Gebiet der Stieg-Alpen. Zunächst passiert man die Mittlere Stieg-Alpe, dann dreht der Weg eine Schleife hinauf zur Oberen Stieg-Alpe. Man hat jetzt ungefähr vier Kilometer zurückgelegt und sollte die Chance nutzen, in diesem liebevoll geführten Berggasthof einzukehren. Hier schmeckt alles so lecker, dass man sich viel Zeit lassen kann.

Schließlich verlässt man die Alpe in südwestlicher Richtung  und erreicht hinter der Weide einen lichten Wald aus alten und sehr alten Bergahornen. Die gewaltigen und bizarren Gestalten scheinen sich hier am oberen Ende der Laubwaldzone sehr wohl zu fühlen.

Mehrere gewaltige Bergahorne säumen den Wanderweg

Hinter dem Wäldchen markiert der nächste Weidezaun den Wechsel zur Schneeloch-Alpe. Direkt an diesem Zaun verlassen wir den gut ausgeschildeten Premiumwanderweg Alpenfreiheit und nehmen die Stufen hinauf zur Falkenhütte. Der Weg ist richtig steil, aber es lohnt sich, denn oben erreicht man eine große Hütte mit hervorragender Küche und schönem Gastraum. Die Aussicht reicht bis zum Bodensee und über der Hütte trohnt der Falken auf der deutsch-österreichischen Grenze. Um die Hütte herum lebt eine große Rinderherde, die das Idyll komplettiert. Die Falkenhütte bietet sich also förmlich als Übernachtungsmöglichkeit an.

Am nächsten Morgen empfiehlt sich ein Aufstieg auf den Falken. Auf- und Abstieg sind relativ einfach und von oben hat man einen prächtigen Rundblick in alle Richtungen. Da man in einer Stunde zurück ist, kann man das schon vor dem Frühstück machen.

Der Rückweg zur Imbergbahn führt zunächst über die Zufahrtstraße der Falkenhütte Richtung Hörmoossee. Wir biegen aber vor dem See und Michaels Kräuter-Alp links ab, umrunden den See, der leicht versteckt in einer Senke liegt, mit etwas Abstand auf seiner Südseite. So gelangen wir zu den Häderich-Alpen und über die Grenze nach Österreich. Direkt dahinter befindet sich das große Almhotel Hochhäderich.

Hinter dem großen Parkplatz für den Skizirkus biegt ein Pfad rechts ab durch ein sehr schönes, moorartiges Gelände. Am Ende erreicht man das nette Alpstüble Moos, das man unbedingt noch einmal als Einkehrmöglichkeit nutzen sollte. Dahinter beginnt der Aufstieg auf der nördlichen Seiten des Lanzenbachtals.

Blick vom Kojen über das Lanzenbachtal zur Hochgratkette. Auch die Falkenhütte ist ganz hinten in der Mitte zu erkennen.

Man erklimmt den Kojen-Schichtkamm, das ist der nördlichste der drei Allgäuer Nagelfluh-Schichtkämme. Am Kojenstein hat man den Grat erreicht und kann weit über Oberstaufen in das Vorland bis zum Bodensee schauen. Auf der anderen Seite liegt hinter dem Lanzental die Hochgratkette mit den Falkenköpfen, unter denen man heute aufgebrochen ist.

Der hervorragend ausgeschilderte Wanderweg Alpenfreiheit bleibt nun fast bis zum Ende auf dem Kamm, der meist dicht bewaldet ist. Aber es gibt auch immer wieder Aussichten ins Lanzenbachtal. Man passiert das Steinerne Tor, einen alten Durchbruch durch den Grat, an dem das Nagelfluhgestein schön zutage tritt. Kurz dahinter wechselt man von Vorarlberg wieder nach Bayern und vom Kojen auf die Fluh, dem Hauptberg dieser Kette. Auch hier oben ist noch viel vom Bergwald übrig, der an den Hängen größtenteils für die Alpen gerodet wurde.

In der Einsattelung zwischen Fluh und Imberg erreichen wir nach einem recht steilen Abstieg unseren gestrigen Startpunkt, die Bergstation Imbergbahn. Sowohl an der Berg-, als auch an der Talstation gibt es Einkehrmöglichkeiten.

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