Fischbeker Heide, Heidschnuckenweg, Fischbek – Büsenbachtal

Wanderparkplatz Fischbecker Heide (füs Navi: Hamburg, Scharlbarg 41)

Zweitägige Streckenwanderung auf dem Heidschnuckenweg von Fischbek zum Büsenbachtal (ca. 40,2 km; ca. 10 Std. plus Übernachtung und Pausen)

Der Heidschnuckenweg ist ein Fernwanderweg, der die Lüneburger Heide von Nord nach Süd durchquert. Er startet noch auf Hamburger Gebiet und endet in Celle. Insgesamt ist der Weg ca. 223 Kilometer lang, besonders reizvoll natürlich zur Zeit der Heideblüte im August und im September. Benannt ist er nach der ortstypischen Schafrasse, deren Herden man tatsächlich auf dem Weg begegnen kann.

Am Wanderparkplatz Fischbeker Heide liegt ein kleiner Findling und hier startet der Weg für die Wanderer, die nicht schon an einem der S-Bahnhöfe im Stadtteil Neugraben-Fischbek gestartet sind. Wir starten hier einen zweitägigen Wochenendtrip in der Nordheide.

Und der Heidschnuckenweg beginnt gleich mit einem landschaftlichen Höhepunkt, der Fischbeker Heide. Die große, offene und wunderschöne Heidefläche ist bergiger, als man denkt. Auf Sandboden geht es beständig in Schlangenlinien auf und ab, schließlich liegt hier auch Hamburgs höchste Erhebung, der Hasselbrack. So hat man auch häufig weite Ausblicke in die verschiedenen Richtungen, z. B. am Segelflugplatz Fischbek.

Auf dem Heidschnuckenweg durch die Fischbeker Heide

Hinter dem Fluggelände überquert man im dichten Wald die Landesgrenze nach Niedersachsen und erreicht die Siedlung Tempelberg , die schon zu Neu Wulmstorf gehört. An einer Lichtung im Waldstück Doppelheide etwas weiter südlich kann man gut rasten. Danach geht es wieder in den Wald, bis man zum Karlstein kommt, benannt nach Kaiser Karl d. Großen, der hier gegen die Sachsen gekämpft haben soll. Der gewaltige Granitfindling liegt auf einer kleinen Anhöhe im Staatsforst Rosengarten.

Nach Überquerung der Rosengartenstraße erreicht man den Wanderparkplatz Langenrehm mit einer kleinen Rastgelegenheit. Dahinter kommt man schließlich aus dem Buchenwald heraus und man erblickt voraus den Fernmeldeturm Rosengarten. Das Dorf Langenrehm ist aber in erster Linie für seine Museumsstellmacherei bekannt, in der sich auch das Café Peters befindet, benannt nach der Stellmacherfamilie. Achtung: nur sonntags geöffnet!

Im Dreieck der Ortschaften Emsen, Nenndorf und Dibbersen überquert man dann die Autobahnen A261 und A1. Hinter der A1 ist man schon in Buchholz-Dibbersen. Hier kann man im Landhotel Frommann den Tag ausklingen lassen und übernachten. Auf dem Weg dorthin sieht man eine schöne alte Windmühle.

Gut ausgeschlafen geht es dann am nächsten Tag erst einmal wieder zum Heidschnuckenweg. Schnell ist man im Buchholzer Ortsteil Steinbeck an der B75. Über die Straßen Eichholz und Heimgartenstraße erreicht man  Stadtwald und Stadtpark mit dem Mausoleum Schmidt, über Parkstraße, Friedhofstraße und Neue Straße erreicht man den zentral gelegenen Bahnhof Buchholz (Nordheide).

Hinter dem Bahnhof geht es erst einmal zum schönen Stadtteich, den man quasi umrundet. An den Bahngleisen entlang verlässt man das Siedlungsgebiet der größten Stadt des Landkreises Harburg. Schließlich entfernt sich das H des Heidschnuckenwegs aber doch von der Bahntrasse und biegt ab in einen richtig malerischen Wald. Der Weg führt auf schmalen Pfaden hinauf zum Höllenberg, einer eher kleinen Anhöhe. Beim Abstieg durchwandert man dann auf einem engen Patt das lauschige Höllental.

Man kommt aus dem Wald heraus und sieht vor sich die große Heidefläche am Brunsberg. Wegen der perfekten Rundumsicht sollte man hier unbedingt eine Pause einlegen. Der 129 Meter hohe Brunsberg ist umgeben von einem Naturschutzgebiet, das von einer großen Heidschnuckenherde beweidet wird.

Da sind sie endlich: die Heidschnucken am Brunsberg

Wenn man vom Brunsberg hinunterkommt, geht es noch einmal in den Wald, den Staatsforst Langeloh. Man überquert die Kreisstraße 72. Schon erreicht man die nächste große Heidefläche am Pferdekopf, auch hier gibt es schöne Aussichten. Dieses Mal sind viele Teiche und Wasserläche in der Heide. Von dem kleinen Hügel geht es dann hinunter ins Büsenbachtal.

Im malerischen Büsenbachtal

Bevor man am Haltepunkt Büsenbachtal in den Zug steigt, sollte man das Café Schafstall aufsuchen, denn eine Stärkung hat man sich jetzt unbedingt verdient. Das restaurierte, reetgedeckte Haus mit seinem großen Garten bietet sich dafür an. Der Bahnhof ist nur ein paar Meter entfernt.

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