Bad Laer, Am Blomberg, Kurterrainweg K3

Wanderparkplatz Am Blomberg (fürs Navi: Bad Laer, Auf dem Blomberg 2)

Rundwanderweg K3 (ca. 2 km; ca. 1/2 Std.)

Hier wird eine ganz kurze Runde vorgestellt, einmal kurz frische Waldluft einatmen. Dazu kann man den Rundweg K3 der Kurterrainweg in Bad Laer am Blomberg nutzen. Der Blomberg ist die westliche, also Laerer Seite des dem Teutoburger Wald vorgelagerten Kleinen Berges. Deswegen wird er auch Laerer Berg genannt.

Der GPSies - Bad Laer, Am Blomberg, Kurterrainweg K3Wanderweg K3 führt vom Parkplatz am Restaurant Maris Mare zum Waldrand. Dabei kommt man schon an den ersten Stationen des Gesundheitspfad „Rückenfit“ oder des Erlebnispfades „Kleiner Berg“ vorbei. Zur Linken befindet sich ein Wasserbehälter des Wasserwerks Bad Laer und ein Gedenkstein erinnert an den britischen Kampfjet-Piloten Bruce Cogram, der bei einem Zusammenstoß mit einem Starfighter vom deutschen Marinefliegergeschwader 2 tödlich verunglückte. Nahebei biegen wir mit dem Wanderweg X5 (Bad Iburg – Dissen) links in den Wald ein. Der schöne Pfad windet sich verschlungen durch den Wald. Informationstafel des Waldlehrpfades machen auf Naturphänomene am Wegesrand aufmerksam. Man scheint hier durch ehemals intensiv genutzten Wald zu gehen, denn die vielen ausgeschlagenen Baumstümpfe links und rechts sind Folgen der ehemaligen Niederwaldwirtschaft.

Der wieder durchgeschossene Niederwald im Nebel des Blombergs

Schon an der nächsten Abzweigung nach gut einem Kilometer biegen wie wieder nach Süden (also nach rechts) ab und kommen so auf den Hauptweg zurück, der uns schnurgerade zum Ausgangspunkt Am Blomberg zurückführt.

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Halle (Westf.), Apothekerstraße, A1 Geschichtspfad rund um die Kaffeemühle

Wanderparkplatz Apothekerstraße (fürs Navi: Apothekerstr. 27)

Rundwanderweg A1 Geschichtspfad rund um die Kaffeemühle (ca. 2,1 km, ca. ¾ Std.)

Oberhalb von Halle, am Hang des Teutoburger Waldes, befindet sich der Haller Stadtwald. Der wird durch mehrere Wanderwege erschlossen, unter anderem durch den „Geschichtspfad Kaffeemühle“ auf der Trasse des Rundwegs A1. Der Name macht schon deutlich, dass es um den Aussichtspavillon Kaffeemühle herum viele historische Hinterlassenschaften zu erkunden gibt. Aber auch der prächtige Buchenwald hier ist als schon solcher eine Augenweise, deckt er sich doch größtenteils mit dem ehemaligen Landschaftspark der Familie Hagedorn.

GPSies - Halle (Westf.), Apothekerstraße, A1 Geschichtspfad rund um die KaffeemühleVon der Hinweistafel am oberen Ende der Apothekerstraße spaziert man den Bergkamp hinauf und gelangt am Waldrand zu einem schönen Fachwerkhaus, das auch den Anfang des Hagedornschen Landschaftspark aus dem Jahre 1800 markiert. Das Naturschutzgebiet Knüll / Storkenberg, in dem wir uns auf diesem Rundweg aufhalten, beginnt hier ebenfalls.

Man biegt am Waldsaum nach links ab und überquert den Schützenberg. Auch die Schneise unterhalb der Kaffeemühle wird gequert, so dass man dahinter wieder in den Wald kommt. Mit den sogenannten Apothekergräbern erreicht man die ersten der privaten Waldbegräbnisstätten, die für Halle so typisch sind und wohl nur hier in einer derartigen Häufung vorkommen. Etwas schaurig grüßen die Grabsteine aus dem Wald.

Apothekergräber 20181118_144238
Die sogenannten Apothekergräber am südlichen Waldrand

An Relikten der ehemaligen Ponyreitbahn angekommen geht man wieder zurück nach Südosten und sieht zur Linken zwischen den Bäumen das Grabmal der Friederike Louise Delius. So kommt man direkt zum Hagedorn-Denkmal aus dem Jahr 1802.

Nun geht es hinauf zum bereits angesprochenen Lustpavillon, der tatsächlich etwas wie eine Kaffeemühle aussieht. Von oben hat man eine schöne Aussicht über die Stadt Halle (Westf.) und weit darüber hinaus. Dahinter erhebt sich der Haller Hausberg Knüll (253 m). Auch Hermanns- und Genießerweg führen hier entlang.

Blick vom hagedorn-Denkmal 20181118_144715
Blick vom Hagedorn-Denkmal über den Schützenberg und Halle

Am ehemaligen Weinkeller der Hagedorns und der Absturzstelle eines britischen Bombers von 1943 vorbei geht es wieder hinunter zur Gedenkstelle für Walther von der Vogelweide und zum ehemaligen Gärtnerhaus des Landschaftsparks.

Durch eine kleine Obstbaumallee geht es hinüber zum Kisker-Friedhof, wieder eines der Familienbegräbnisse, die sich die vornehmen Haller Familien hier im Wald angelegt haben. Nun hat man bald die Storkenstraße erreicht, die uns wieder zurück zur Apothekerstraße führt.

Unterwegs erläutern Lesepulte die einzelnen Stationen des Geschichtspfades. Im Internet kann man sich auf den Seiten der Haller ZeitRäume über die Geschichtspfade und allgemein die Stadtgeschichte informieren. Außerdem gibt es bei der Stadt Halle einen Flyer speziell zum Geschichtspfad rund um die Kaffeemühle.


JH Silberborn, Lebensraumroute Mecklenbruch, kleine Runde

Wanderparkplatz JH Silberborn (fürs Navi: Holzminden, Schießhäuser Str. 4)

Rundwanderweg Lebensraumroute Mecklenbruch, kleine Runde (ca. 4,2 km, ca. 1 Std.)

Mitten im Naturpark Solling-Vogler im Weserbergland befindet sich die Holzmindener Ortschaft Silberborn. Die ist vor allem bekannt für das (!) Mecklenbruch, ein großes Hochmoor und Naturschutzgebiet. Dass es sich hier im Hochsolling auch gut wandern lässt, versteht sich von selbst. Kleine Wanderwege, die die speziellen Eigenarten des Moores in das Blickfeld rücken, sind die Lebensraumrouten Mecklenbruch, von denen es eine kleine und eine große Runde gibt – hier wird die kleine beschrieben.

GPSies - JH Silberborn, Lebensraumroute Mecklenbruch, kleine RundeWir starten am Wanderparkplatz JH Silberborn, der sich an der Kreuzung Holzmindener Straße und Schießhäuser Straße befindet, also zwischen der Jugendherberge im Norden und dem nach vielen Übernachtungen hochgeschätzten Jugendfreizeitheim Silberborn (unfassbar, dass diese Institution des Kreises Northeim, in der tausende von Kindern und Jugendliche über die Jahre den Hochsolling, die Natur und die Gemeinschaft schätzen lernten, Ende 2018 geschlossen werden soll).

Vom Wanderparkplatz geht es über die kleine Schießhäuser Straße nach Norden, also zu Jugendherberge und Kletterpark. Vor dem TreeRock-Abenteuerpark geht es rechts in den Wald und der Weg teilt sich. Wir nehmen die linke Variante und gehen noch etwas durch den Wald, der allerdings schnell lichter wird, um so mehr wir uns dem Hochmoor nähern.

Im Mecklenbruch am  Aussichtsturms

Zunächst geht es über einige Brückchen und dann über einen richtigen Holzsteg. Hier ist nicht der Platz, die Besonderheiten dieses gefährdeten Lebensraums herauszuarbeiten. Informationstafeln unterwegs lehren die Leser, das Moor zu schätzen. Schließlich erreicht man an einem kleinen Moorsee einen Aussichtsturm, mit dessen Hilfe man die urtümliche Landschaft richtig genießen kann.

Am Ende des Stegs erreicht man nach Überquerung der kleinen Holzminde wieder einen Schotterweg, auf den wir nach Süden einbiegen. Am nächsten Abzweig biegen wir aber wieder rechts ab und gehen in einer schönen, kleinen Allee zurück zur Holzminde und dann hinauf zum Kletterpark. Dabei haben wir den Campingplatz Silberborn zu unserer Rechten. Vorbei an den großzügigen Sportanlagen der JH erreichen wir wieder die Schießhäuser Straße und so den Wanderparkplatz JH Silberborn. Man kann hier bequem nach einer Stunde wieder ankommen, man kann sich im Moor aber auch viel mehr Zeit lassen.

Die große Runde der Lebensraumroute Mecklenbruch führt auch auf dem Holzsteg am Aussichtsturm vorbei, dreht dann aber noch eine Runde um den nördlichen Teil des Moors.

Die Lebensraumrouten Mecklenbruch sind wie viele andere Wanderwege auch in dieser Karte eingezeichnet.

 

Und auch in diesem Bruckmann-Wanderführer gibt es eine (deutlich längere) Tour durch das „Hochmoor im Solling“.

Bahnhof Leopoldstal, Leopoldstal – Bad Lippspringe

Wanderparkplatz Bahnhof Leopoldstal (fürs Navi: Horn-Bad Meinberg, Leopoldstaler Str.)

Streckenweg Leopoldstal – Bad Lippspringe (ca. 21,5 km, ca. 6 Std. inkl. Pausen)

Dieser Wanderweg von Leopoldstal nach Bad Lippspringe führt unbegründeterweise ein Schattendasein neben all den neuen und alten Touren, die in den Hochglanzbroschüren der Tourismusinstitute beworben werden. Die Route führt durch eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft, nämlich durch Wald und Flur, über Berg und Tal, durch Stadt und Natur. Man muss dem Eggegebirgsverein dankbar sein, dass er sich noch um den Weg kümmert, ihn z. B. mit einem senkrechten Strich kennzeichnet, weswegen die Tour auch als I-Weg bekannt ist.

GPSies - Bahnhof Leopoldstal, Leopoldstal - Bad LippspringeDer Wanderweg beginnt am Bahnhof Leopoldstal, wo der Hermannsweg normalerweise endet. So geht man die ersten Meter auch auf dem H-Weg zum Wanderparkplatz Leopoldstal am oberen Rand des Ortes, der zu Horn-Bad Meinberg gehört. Auf einem schmalen Pfad geht es in den Wald hinein und beständig bergauf. Schon an der ersten Kreuzung im Wald trennt man sich vom „Hermann„. Während der bekannte Fernwanderweg den südlichen Bogen zum Lippischen Velmerstot nimmt, führt unsere Strecke vom Norden auf den Berg. Der Aufstieg hat es in sich, aber oben wird man von der bekannt schönen Aussicht belohnt. Da man hier auch den Kamm des Eggegebirges überquert, geht es von nun an kontinuierlich bergab.

Auf dem Velmerstot 20181022_095403
Urige Landschaft auf dem Lippischen Velmerstot

Auf dem Schnatweg, der auf die hier verlaufende Grenze zwischen dem Fürstentum Lippe und dem später an Preußen gefallene Hochstift Paderborn hinweist, geht es durch den Wald des Eggegebirges hinunter in das kleine Örtchen Feldrom. Am Wanderparkplatz Feldrom überquert man die L828 und durchwandert nun das schöne Feldromer Tal mit seinen welligen Wiesen zu beiden Seiten des Talwegs und des Zollstockwegs.

Östlich der freien Flur geht es wieder in den Wald hinein und man erreicht den Messerkerl. Das ist eine große Wegespinne, an der ein Gedenkstein an das Schicksal des „ALbet MEIJER VON VOLTLAGEN“, so steht es noch gut lesbar auf dem Stein, erinnert, der „ALLHIER ERBÖRMLIG UM SEIN LEbEN GEKAMEN“ ist, und zwar „1752 DEM 28 SEBTEMbR“. Bei den sogenannten Messerkerlen handelte es sich um Wanderhändler, Tödden, die über Land zogen und dabei in der Regel eben auch Messer anboten. Albert Meyer war hier also der Messerkerl, der hier ermordet wurde. Was machte der Händler hier im finsteren Wald? Hier führte der Handelsweg von Paderborn nach Horn entlang.

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Sandsteintafel Messerkerl

Vom Messerkerl geht es hinunter in den Römergrund, einem der schönsten Abschnitte unseres Wanderwegs von Leopoldstal nach Lippspringe. Der Wald wird immer prächtiger. Gewaltige Buchen begleiten den Wanderer über die komplette Strecke. In den Anhöhen links und rechts des Weges findet man Überbleibsel vieler kleiner und größerer Steinbrüche. Auch in dieser Einsamkeit haben die Menschen versucht, dem Boden Gewinn abzutrotzen. Schließlich erreicht man eine Schutzhütte an der Römerbrunnen genannten Kreuzung und die Römergrundbrücke über die Steinbeke. Einen Brunnen gibt es hier wohl tatsächlich, der von der Steinbeke gespeist wird, aber ob der etwas mit den Römern zu tun hatte?

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Zur Erinnerung an Noaks Pumpe

An der Steinbeke entlang, die wegen des karstigen Untergrundes nur sehr selten Wasser führt, geht es wieder nördlich zu Noaks Pumpe. Eine Info-Tafel erinnert an das alte Forsthaus, das hier einmal gestanden hat. Über den Hauptweg geht es nun westlich zum Forstgut Heimat, an dem man den Wald endgültig verlässt. Knicks und Wiesen bestimmen nun die Landschaft, durch die man zur L937 wandert. Man sieht schon das Gut Dedinghausen, an dem man auf dem Dedinghauser Weg vorbeigeht. So erreicht man schließlich das Stadtgebiet von Bad Lippspringe.

Hier verliert sich die I-Markierung ab und zu. Man erreicht die Detmolder Straße, die man aber über den Heideweg schnell wieder verlässt. Auf der Schützenstraße geht man zwischen Häusern und Wald zur Westfalentherme und an der vorbei durch den „Waldpark“ zum Haustenberger Weg. Der wird zur Waldstraße, über die man die Innenstadt von Bad Lippspringe erreicht.

In dem Kurort gibt es natürlich viel zu sehen – von der Lippequelle bis zu den Anlagen der Landesgartenschau – und diverse Einkehrmöglichkeiten (die es unterwegs nicht gab). Nach ca. 6 Stunden bis hierhin hat man sich auch eine Stärkung verdient.

Für den Rückweg nimmt man am besten den Bus R32 von Lippspringe (mehrere Haltestellen im Innenstadtbereich) nach Altenbeken. Von dort geht es mit dem Zug zum Bahnhof Leopoldstal. Es gibt auch eine Busverbindung von Bad Lippspringe nach Horn, die R51. Von dort kann man mit dem Bus 783 nach Leopoldstal fahren.


Lienen, Am Hallenfreibad, A4

Wanderparkplatz Am Hallenfreibad (fürs Navi: Lienen, Holperdorper Str. 37)

Rundwanderweg A4 (ca. 4,7 km, ca. 1 Std.)

Dieser Wanderweg dreht eine kurze Runde am südlichen Rand des Teutoburger Waldes, dort wo die Wege noch relativ eben verlaufen. Man kann in Lienen einsteigen oder, wie ich es hier getan habe, auf dem großen Wanderparkplatz Am Hallenfreibad.

GPSies - Lienen, Am Hallenfreibad, A4Der Weg A4 führt hinter dem Schwimmbad durch den schönen Laubwald zum Wanderparkplatz Am Wasserfall. Vorn hier aus geht es hinunter zum Städtchen und zwar zunächst über die kleine Straße Zum Wasserfall, zur Rechten die Wiesen des Aldruper Esch. Man überquert die Gleise der Teutoburger-Wald-Eisenbahn und erreicht den großen Kreisel, wo Lengericher und Holperdorper Straße zusammenkommen. Man nimmt aber keine dieser Hauptstraßen, sondern den ungepflasterten Fußweg, der dazwischen nach Osten führt. Hier trifft man auf das Ende des Barfuß-Pfades, für den Lienen ja auch bekannt ist. Über die Bergstraße und die Diekesbreede geht es durch die Siedlung mit dem ev. Kindergarten Regenbogen zum Barfuß-Park.

Am Barfuß-Park 20181019_114431
Der Teich am Barfuß-Park in Lienen

Der Barfuß-Weg beginnt hinter dem Teich, gegenüber ist das Haus des Gastes. Man sieht nun schon die schöne, alte, evangelische Kirche Lienen. Über den baumbestandenen Kirchplatz erreicht man die Holperdorper Straße. Ihr folgt man nun wieder nach Norden, bis es nach rechts in den Malepartusweg geht.

Der Malepartusweg führt uns aus dem Ort hinaus, zwischen Wiesen und Industriegebiet hindurch geht es auf den Teuto zu. Hat man den Waldrand erreicht, verlässt man den Weg, geht also nicht zur Gaststätte Malepartus –  und wandert am Waldrand entlang zurück nach Westen. Dabei hat man – während man auf einem Stück des Premiumwanderwegs Holperdorper wandert – sehr schöne Ausblicke auf die Gemeinde und die dahinterliegende Münsterländische Parklandschaft.

Bald erreicht man wieder die Holperdorper Straße und den Ausgangspunkt. Hier befindet sich als Einkehrmöglichkeit das Hotel Restaurant Waldschlößchen. Auch unten in Lienen hat man schon einige Gaststätten passiert, etwa die Pizzeria Cavallino oder Opa Joe’s Roadhouse.