Weimar, Steinbrückenweg, Stadtwanderung „Ilmpark und klassisches Weimar“

Startpunkt Weimar, Steinbrückenweg (fürs Navi: Steinbrückenweg 5)

Stadtwanderung „Ilmpark und klassisches Weimar“ (ca. 8,1 km)

Es ist eher ungewöhnlich, dass auf diesem Blog auch einmal eine Stadtwanderung erscheint, aber erstens ist diese Tour schon länger als ein kleiner Spaziergang und zweitens haben wir die Idee dazu aus dem Rother Jubiläumsführer Deutschland. Und wenn schon die Profis vom Rother-Verlag dies als Wanderung einordnen, dann soll das hier wohl auch passen.

Die thüringische Stadt Weimar ist ja auch für die Bauhaus-Tradition bekannt und leider auch für das KZ Buchenwald, aber diese Tour „kümmert“ sich nur um die Stätten des klassischen Weimar, das ja auch den Rang eines UNESCO-Welterbes erreicht hat. Sie könnte als Einstimmung für einen Weimar-Aufenthalt dienen, aber ebenso zur Auffrischung.

Auch der Park an der Ilm gehört zu den Welterbestätten, ist er doch seit seiner Errichtung im 18. Jahrhundert unter Beteiligung von Johann Wolfgang von Goethe kaum verändert worden und zählt damit zu den am besten erhaltenen Parkanlagen des Klassizismus und der Romantik. Der Park  ist voller Denkmale, Gebäude und anderer Besonderheiten, sodass hier nur einige wenige angesprochen werden können. Um den Park im Ganzen durchwandern zu können, starten wir ganz im Süden im Ortsteil Oberweimar. Am Steinbrückenweg ist es auch einfach, einen kostenlosen Parkplatz auf dem Seitenstreifen zu bekommen.

Blick vom Römischen Haus zu Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm. Die Sichtachsen werden auch heute noch freigehalten.

Vom Steinbrückenweg führt ein Fußweg östlich des Universitätssportzentrums mit Sportplatz- und Halle zum Südende des Ilm-Parks. Wir nehmen den Zugang nahe der Belvederer Allee und spazieren zum Römischen Haus am Westhang über der Ilm. Es ist das älteste der klassizistischen Gebäude in Weimar und wurde unter Mitarbeit Goethes als Garten- oder Sommerhaus für Herzog Carl August errichtet. Die Anleihen an römische Bauten sind nicht zu übersehen.

Das nächste größere und auffallendere Bauwerk ist die künstliche Ruine am Shakespeare-Denkmal. Ihr gegenüber liegt die Ruine des Tempelherrenhauses. Das ist aber keine künstliche Ruine, sondern wirklich nur der Überrest eines Veranstaltungshauses für den herzöglichen Hof, übriggeblieben nach den Bombenangriffen von 1945. Der Name kommt von vier lebensgroßen Figuren, die Tempelherren darstellten.

Über eine große Wiese erreicht man dann den Rand der Altstadt, das Herz der deutschen Klassik. Hinter dem Haus der Frau von Stein biegt man in die Puschkinstraße. Durch die schöne Seifengasse gelangt man zum Frauenplan mit dem Goethe-Nationalmuseum.

Goethes Haus am Frauenplan

In der Altstadt liegen noch viele weitere „Berühmtheiten“ am Wegevorschlag, so das Schillerhaus, das Weimarhaus, das Goethe-Schiller-Denkmal, das Wittumspalais, das Nationaltheater, das Haus der Weimarer Republik usw.

Hinter dem Kasseturm biegen wir rechts in den Graben, um einen Abstecher zur schönen Jakobskirche zu machen. Über Herderplatz und -kirche geht es anschließend zurück zum Markt und zum Platz der Demokratie. Im sogenannten Grünen Schloss, an dem nichts Grünes ist, befindet sich die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, die nach dem großen Brand wieder hergerichtet ist. Am Stadtschloss folgt man der Sternbrücke schließlich auf die andere Seite der Ilm und ist so wieder im Goethe-Park.

Über den Corona-Schröter-Weg kommt man zu Goethes berühmtem Gartenhaus, wie das gegenüber liegende Römische Haus ein wichtiger Akzent im Park. Dasselbe gilt für die etwas weiter südlich gelegene Villa Haar. Sichtachsen verbinden die Bauwerke mit dem Römischen Haus auf der anderen Seite des Tals.

Villa Haar

Schließlich erreicht man das Südende der Parkanlage, wechselt noch einmal über die Ilm und spaziert an den Sportanlagen vorbei zum Startpunkt Weimar, Steinbrückenweg zurück.

Die Dauer des Weg richtet sich weniger nach der Gehgeschwindigkeit als nach der Inanspruchnahme der zahlreichen Besichtigungs- und Einkehrmöglichkeiten. Deswegen ist eine Zeitangabe hier nicht sinnvoll. Eine schöne Einstimmung gibt auch dieses Filmchen vom SWR: Weimar.

Weidenbach, Premiumweg P16 Asbach-Sickenberg

Wanderparkplatz Weidenbach (fürs Navi: oberhalb von Mackenrode, Dorfstr. 2)

Premiumweg P16 Asbach-Sickenberg (ca. 15,9 km; ca. 4½ Std. plus Pausen und Einkehr)

Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land (ehem. Meißner-Kaufunger Wald) im östlichsten hessischen Landkreis, dem Werra-Meißner-Kreis, betreibt 25 zertifizierte Premiumwanderwege. Einer davon, nämlich der Premiumweg 16 (für viele weitere Informationen den Link anklicken!) liegt zum allergrößten Teil sogar schon hinter der hessischen Grenze im thüringischen Eichsfeld, verläuft also hauptsächlich im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal.

Der Wanderweg dreht eine Runde um den thüringischen Teil des Allendorfer Stadtwaldes bzw. um die Erhebung Auf dem Stein, einem nördlichen Ausläufer der Gobert. Die Gegend wird „tourismuswirksam“ auch Eichsfelder Schweiz genannt. Neben den natürlichen Besonderheiten dieses Muschelkalk-Plateaus bietet der Weg am heutigen Grünen Band auch viel Historisches, z. B. zur innerdeutsches Grenze.

Wir beginnen unsere Wanderung in Weidenbach, einem Ortsteil der Gemeinde Mackenrode, damit wir ungefähr zur Halbzeit der Tour die Einkehrmöglichkeit in Asbach nutzen können. Dadurch wird der Weg länger, denn zur eigentlichen „Premiumrunde“ kommen am Anfang und am Ende noch je ca. 800 Meter Zuweg dazu.

Wanderwegweiser am Premiumweg P16

Vom Wanderparkplatz Weidenbach geht es also durch einen alten Hohlweg hinauf zum Waldrand und im Wald weiter zur sogenannten Alten Landstraße. Dieser heutige Forstweg verbindet seit dem Mittelalter Weidenbach mit Asbach und Sickenberg und der Burg Altenstein, von wo aus die Herrschaft über die Dörfer ausgeübt wurde. Ich vermute deswegen, dass auch unser Zuweg Teil dieser Alten Landstraße ist, konnte aber keinen Nachweis dafür finden.

Wir biegen links ab in einen schmalen Waldweg und beginnen mit dem Aufstieg auf den Rachelsberg. Schon bald sehen wir im Wald historische Grenzsteine von 1837 mit den Aufschriften KH (Kurhessen) und KP (Königreich Preußen) und fragen uns, was die hier oben machen, wo die Grenze zwischen Hessen und Thüringen doch weiter südlich liegt. Andererseits bietet sich diese obere Grenzlinie an, denn sie verläuft entlang einer Felswand aus Muschelkalk.

Der Rachelsberg ist komplett bewaldet und der Waldboden ist im April zugedeckt mit diversen Frühblühern, allen voran den schönen Buschwindröschen. Am Gipfel angekommen kann man die Rastgelegenheiten nutzen und die hervorragende Fernsicht genießen. Dann geht es sehr steil hinunter in die Hessellücke. An der großen Wegespinne auf diesem kleinen Pass befindet sich auch eine Wanderkarte. Wir gehen von hier zurück nach Norden, zumindest vorerst, denn der Weg biegt bald wieder nach Westen ab zur Burgruine Altenstein.

Burgruine Altenstein

Die Höhenburg aus dem 13./14. Jahrhundert, die ehedem die ganze Gegend beherrschte, liegt heute als Ruine in der Waldeinsamkeit. Dabei hat sie nicht der Lauf der Jahrhunderte zerstört, sondern das DDR-Grenzregime sprengte sie im Jahr 1973, da sie sich im Nahbereich des Eisernen Vorhangs befand. Auf dem Burgareal befinden sich heute eine Schutzhütte und andere Rastmöglichkeiten.

Versteckt im Wald trifft man auf den Kolonnenweg

Von der Ruine geht es dann hinunter zum Kolonnenweg der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Heute verläuft hier die Grenze zwischen den Bundesländern Thüringen und Hessen. Denn im Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kam es hier zu einem Gebietstausch zwischen den sowjetischen und den US-amerikanischen Besatzungsmächten, um die Bahnlinie Bebra-Göttingen, die zuvor auf wenigen Kilometern durch die SBZ verlief und auf denen es häufiger zu Störungen kam, komplett unter westliche Kontrolle zu bringen. Während die thüringischen Dörfer, durch die die Bahntrasse verlief, zu Hessen kamen, wurden fünf hessische Dörfer, unter anderem Weidenbach, Asbach und Sickenberg – also grob der ehemalige Machtbereich der Burg Altenstein – Thüringen zugeschlagen. Eine Katastrophe für die Bewohner, die dadurch über Nacht nicht nur in die sowjetisch-besetzte Zone gelangten, sondern in der Folge auch in das Grenzsperrgebiet. Allerdings gelang einigen Familien auch die Flucht in den Westen. Deswegen gibt es also die historischen Grenzsteine auf dem Rachelsberg und die neuere Grenze etwas weiter südlich, die heute noch zwischen Hessen und Thüringen ihr Gültigkeit hat – zum Glück mittlerweile ohne die fast undurchdringlichen Grenzbauwerke der DDR.

Wir folgen dem Kolonnenweg der Grenzsicherungstruppen, also dem heutigen Naturschutzprojekt „Grünes Band Deutschland“ bis nach Asbach. Streckenweise verläuft der Weg genau auf der Grenze am Alten Hainsbach. Schließlich verlassen wir den Premiumweg P16 kurz, um in das schmucke Dorf Asbach zu wandern. Über die Dorfstraße erreichen wir das Restaurant-Café Schmiede, wo wir uns bei leckerem Mittagessen eine verdiente Pause gönnen.

Nur noch ein paar Schritte bis Asbach

Über die Dorfstraße geht es dann auch wieder hinauf zum Wanderparkplatz Asbach, auch WP Alter Steinbruch genannt, an dem die meisten Wanderer in den Premiumweg einsteigen werden. Am Waldrand des Lindenbergs geht es weiter zum kleinen Dorf Sickenberg, wo es noch einmal eine Einkehrmöglickkeit gibt, das Hofcafé Sickenberg.

Dahinter führt unsere Tour über den Pfarrweg durch das Tal nördlich des Lindenberges. Man sieht zum ersten Mal die Felswand des Dietzenröder Steins und fragt sich, ob man dort wohl hinauf müsse. Die Antwort lautet ja und der Aufstieg beginnt gleich hinter Sickenberg. Er führt durch den dichten Wald und wird immer steiler, bis zum Schluss nur noch Treppen helfen, die Höhenmeter zu schaffen.

Blick hinauf zum Dietzenröder Stein

Oben angekommen entschädigt ein fantastischer AusBblick über die felsige Abbruchkante für die Anstrengungen. Hat man genug geruht, geht es im Wald weiter zum Vatteröder Stein, einem weiteren Aussichtspunkt. Von hier geht der Blick eher nach Norden, z. B. nach Vatterode im Walsetal.

Oben angekommen. Aussichtspunkt auf dem Dietzenröder Stein

Unser Premiumwanderweg P16 erreicht nun eine besser ausgebaute Forststraße, aber für eine gewisse Strecke gibt es noch einen schönen, schmalen, parallelen Pfad. Über die Forststraße erreichen wir schließlich den Ausgangspunkt unserer herrlichen Runde und den Zuweg, welcher uns hinunter zum Wanderparkplatz Weidenbach führt.

Fischbeker Heide, Heidschnuckenweg, Fischbek – Büsenbachtal

Wanderparkplatz Fischbecker Heide (füs Navi: Hamburg, Scharlbarg 41)

Zweitägige Streckenwanderung auf dem Heidschnuckenweg von Fischbek zum Büsenbachtal (ca. 40,2 km; ca. 10 Std. plus Übernachtung und Pausen)

Der Heidschnuckenweg ist ein Fernwanderweg, der die Lüneburger Heide von Nord nach Süd durchquert. Er startet noch auf Hamburger Gebiet und endet in Celle. Insgesamt ist der Weg ca. 223 Kilometer lang, besonders reizvoll natürlich zur Zeit der Heideblüte im August und im September. Benannt ist er nach der ortstypischen Schafrasse, deren Herden man tatsächlich auf dem Weg begegnen kann.

Am Wanderparkplatz Fischbeker Heide liegt ein kleiner Findling und hier startet der Weg für die Wanderer, die nicht schon an einem der S-Bahnhöfe im Stadtteil Neugraben-Fischbek gestartet sind. Wir starten hier einen zweitägigen Wochenendtrip in der Nordheide.

Und der Heidschnuckenweg beginnt gleich mit einem landschaftlichen Höhepunkt, der Fischbeker Heide. Die große, offene und wunderschöne Heidefläche ist bergiger, als man denkt. Auf Sandboden geht es beständig in Schlangenlinien auf und ab, schließlich liegt hier auch Hamburgs höchste Erhebung, der Hasselbrack. So hat man auch häufig weite Ausblicke in die verschiedenen Richtungen, z. B. am Segelflugplatz Fischbek.

Auf dem Heidschnuckenweg durch die Fischbeker Heide

Hinter dem Fluggelände überquert man im dichten Wald die Landesgrenze nach Niedersachsen und erreicht die Siedlung Tempelberg , die schon zu Neu Wulmstorf gehört. An einer Lichtung im Waldstück Doppelheide etwas weiter südlich kann man gut rasten. Danach geht es wieder in den Wald, bis man zum Karlstein kommt, benannt nach Kaiser Karl d. Großen, der hier gegen die Sachsen gekämpft haben soll. Der gewaltige Granitfindling liegt auf einer kleinen Anhöhe im Staatsforst Rosengarten.

Nach Überquerung der Rosengartenstraße erreicht man den Wanderparkplatz Langenrehm mit einer kleinen Rastgelegenheit. Dahinter kommt man schließlich aus dem Buchenwald heraus und man erblickt voraus den Fernmeldeturm Rosengarten. Das Dorf Langenrehm ist aber in erster Linie für seine Museumsstellmacherei bekannt, in der sich auch das Café Peters befindet, benannt nach der Stellmacherfamilie. Achtung: nur sonntags geöffnet!

Im Dreieck der Ortschaften Emsen, Nenndorf und Dibbersen überquert man dann die Autobahnen A261 und A1. Hinter der A1 ist man schon in Buchholz-Dibbersen. Hier kann man im Landhotel Frommann den Tag ausklingen lassen und übernachten. Auf dem Weg dorthin sieht man eine schöne alte Windmühle.

Gut ausgeschlafen geht es dann am nächsten Tag erst einmal wieder zum Heidschnuckenweg. Schnell ist man im Buchholzer Ortsteil Steinbeck an der B75. Über die Straßen Eichholz und Heimgartenstraße erreicht man  Stadtwald und Stadtpark mit dem Mausoleum Schmidt, über Parkstraße, Friedhofstraße und Neue Straße erreicht man den zentral gelegenen Bahnhof Buchholz (Nordheide).

Hinter dem Bahnhof geht es erst einmal zum schönen Stadtteich, den man quasi umrundet. An den Bahngleisen entlang verlässt man das Siedlungsgebiet der größten Stadt des Landkreises Harburg. Schließlich entfernt sich das H des Heidschnuckenwegs aber doch von der Bahntrasse und biegt ab in einen richtig malerischen Wald. Der Weg führt auf schmalen Pfaden hinauf zum Höllenberg, einer eher kleinen Anhöhe. Beim Abstieg durchwandert man dann auf einem engen Patt das lauschige Höllental.

Man kommt aus dem Wald heraus und sieht vor sich die große Heidefläche am Brunsberg. Wegen der perfekten Rundumsicht sollte man hier unbedingt eine Pause einlegen. Der 129 Meter hohe Brunsberg ist umgeben von einem Naturschutzgebiet, das von einer großen Heidschnuckenherde beweidet wird.

Da sind sie endlich: die Heidschnucken am Brunsberg

Wenn man vom Brunsberg hinunterkommt, geht es noch einmal in den Wald, den Staatsforst Langeloh. Man überquert die Kreisstraße 72. Schon erreicht man die nächste große Heidefläche am Pferdekopf, auch hier gibt es schöne Aussichten. Dieses Mal sind viele Teiche und Wasserläche in der Heide. Von dem kleinen Hügel geht es dann hinunter ins Büsenbachtal.

Im malerischen Büsenbachtal

Bevor man am Haltepunkt Büsenbachtal in den Zug steigt, sollte man das Café Schafstall aufsuchen, denn eine Stärkung hat man sich jetzt unbedingt verdient. Das restaurierte, reetgedeckte Haus mit seinem großen Garten bietet sich dafür an. Der Bahnhof ist nur ein paar Meter entfernt.

Oberstaufen-Steibis, Zu den Buchenegger Wasserfällen

Wanderparkplatz Steibis (fürs Navi: Oberstaufen, Am Hößl 10)

Rundwanderweg Zu den Buchenegger Wasserfällen (ca. 7,1 km; ca. 2 Std. plus Pausen und Einkehr)

Diese entspannte Wanderrunde startet am großen, zentralen Parkplatz im Ortsteil Steibis in der Oberstaufener Gemarkung Aach im Allgäu. Hier befindet sich auch die Bushaltestelle „Steibis, Parkplatz“. Die Rundtour führt zu den bekanntesten Wasserfällen der Region, zu den schönen Buchenegger Wasserfällen, die von der Weißach gespeist werden. Die Wasserfälle sind nicht nur für die wunderschöne Natur, sondern auch für das „Gumpenjucken“ bekannt, für das gefährliche Springen in die tiefen Wasserlöcher. In erster Linie bleibt die Gegend um die Wasserfälle aber ein schönes Wandergebiet.

Vom Parkplatz Steibis spazieren wir ein paar Meter die Straße Am Hößl hinunter Richtung Dorf, um hinter dem Gasthaus St. Ull’r wieder scharf links einzubiegen und bergauf zu laufen. So erreichen wir den Golfplatz Steibis und überqueren ihn auch teilweise. Dabei folgen wir dem Stegenbach, bis wir auf das Sträßchen Am Giebel treffen. Der Asphalt endet und bald geht es in den Wald hinein.

Es werden immer mehr Spaziergänger und Wanderer, was schon anzeigt, dass es nicht mehr weit ist bis zu den Buchenegger Wasserfällen. Hier kann man sich längere Zeit umsehen. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist natürlich der sogenannte Große Wasserfall. Überall ist reger Betrieb.

Der sogenannte Große Wasserfall

Für den Rückweg sollte man die Variante über die Alpe Neugreuth nehmen. Die bietet sich zum Einkehren wegen der lecken, regionalen Speisen und Getränke an, die man bei schönen Wetter auf der Terrasse einnehmen kann, und auch wegen der idyllischen Lage.

Nach der Einkehr geht es aussichtsreich durch Wiesen und Wald hinunter zum Stegenbach, den wir wieder überqueren. Weiter geht es über den Christl-Cranz-Weg. Die Benennung erinnert an die Skirennfahrerin Christl Cranz, eine der erfolgreichesten Wintersportlerinnen aller Zeiten, wohl auch eine der erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen überhaupt. Sie lebte von 1947 bis zu ihrem Tod 2004 in Steibis.

Nun ist es nicht mehr weit, bis man auf dem Sträßchen Aachrain die ersten Häuser des Pfarrdorfs Steibis erreicht. Schließlich kommt man auch zur Hauptstraße mit der Bergkäserei Steibis und dem Steibinger Dorfladen und kurz darauf zum Wanderparkplatz Steibis.

 

Oberstaufen-Steibis, Bergstation Hochgratbahn, Hochgrat-Panorama-Rundweg und Staufnerhaus

Startpunkt Bergstation Hochgratbahn (fürs Navi: Talstation Hochgratbahn, Oberstaufen, Lanzenbach 5)

Hochgrat-Panorama-Rundweg und Staufnerhaus (ca. 5,6 km; ca. 2¼ Stunden plus Pausen; ca. 400 Höhenmeter ↑↓)

Von der Bergstation Hochgratbahn geht es auf einem schmalen Steig am Grat entlang zum Gipfel des Hochgrat. Zur Linken öffnet sich das herrliche Panorama, dass dem Wanderweg seinen Namen gegeben hat. Der enge Pfad ist stellenweise durch ein Stahlseil zur Kante hin gesichert. Es gibt auch einen breiteren Wanderweg, der etwas tiefer liegt. Auf beiden Wegen ist eine Menge Betrieb.

Über den Farngrat ist es weniger als ein Kilometer bis zum 1833 Meter hohen Gipfel des Hausbergs von Oberstaufen. Der Hochgrat ist der höchste Berg der Nagelfluhkette mit einem beeindruckenden Rundumblick. Hinter dem Gipfel geht es weiter am Grat entlang hinunter in die Brunnenauscharte. Dabei gibt es immer wieder tolle Ausblicke bis weit ins Westallgäu – wenn nicht Wolken über die Nordwand heraufziehen.

Jeder genießt die Aussicht zwischen Hochgrat-Gipfel und Brunnenau-Scharte.

In der Brunnenauscharte geht es rechts ab, also in südlicher Richtung hinunter. Nahe der Gütlealpe erreichen wir den tiefsten Punkt der Tour. Das heißt, dass danach wieder ein kräftiger Anstieg folgt. Über die Alpe Obergelchenwang und durch die Weidegründe erreicht man den oben angesprochenen unteren Weg zum Hochgratgipfel und darüber dann die Bergstation Hochgratbahn. Hier kann man im Bergrestaurant einkehren.

Empfehlenswert ist es aber auch, weiter zum urgemütlichen Staufner-Haus zu gehen, das schon 1907 bis 1909 hier oben erbaut wurde. Die Aussicht von der Terrasse ist fantastisch und dazu noch die gute Hüttenkost … Es sind nur ein paar hundert Meter, die man hinunter und dann wieder hinauf läuft.

Ausblick vom Staufnerhaus ins Allgäu

Weitere aktuelle Informationen gibt es hier: Hochgrat.de

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