Tscheppaschlucht Ferlach, Durch die Tscheppaschlucht

Startpunkt Tscheppaschlucht Ferlach (fürs Navi: Ferlach, Unterloibl 65)

Streckenwanderung Durch die Tscheppaschlucht (ca. 4,5 km, ca 1¾ Std.)

GPSies - Tscheppaschlucht Ferlach, Durch die TscheppaschluchtDie Tscheppaschlucht ist ein Highlight in jedem Kärnten-Urlaub. Der Loiblbach, der vom Karawanken-Hauptkamm zur Drau hinunterfließt, hat ungefähr auf halber Strecke eine imposante Klamm in den Fels gefressen. Und diese enge und tiefe Schlucht ist heute durch einen interessanten Weg für Wanderer erschlossen. Es macht großen Spaß über die Stege, Brücken, Leitern und Galerien und durch die Gischt des tosenden Wildbachs zu klettern und mit dem Tschaukofall wartet gegen Ende noch eine echte Naturschönheit.

Etwas südlich von der Ferlacher Ortschaft Unterloibl befindet sich an der B91 der Parkplatz Tscheppaschlucht Ferlach. Von hier aus geht man zunächst über die Brücke am Waldseilpark vorbei hinunter zum Loiblbach und dann an dem entlang bachaufwärts. Bald muss man den Eintritt für den Weg durch die Tscheppaschlucht bezahlen. Das Geld ist es wert, denn mit viel Aufwand wurden Bach und Schlucht für den Tourismus erschlossen. Treppen und diverse Sicherungen, Brücken und Steige machen den Weg und die Natur zu einem echten Erlebnis. Noch besser wird es ab der Mündung des Bodenbachs in den Loiblbach. In der Nähe der Querung der Loiblpassstraße führt die Teufelsbrücke zum Tschaukofall. Der Wasserfall ist nach dem einheimischen Entdecker und Erschließer der Schlucht, Dr. Tschauko, benannt.

Brücken, Treppen und Fotopoints in der Tscheppaschlucht

Nach dem Wasserfall wir es etwas ruhigher und man wandert zum Gasthaus Deutscher Peter an der wunderschönen Märchenwiese im Loibltal. Von hier gibt es einen Bustransfair zurück zum Startpunkt Tscheppaschlucht Ferlach.

Die Tscheppaschlucht hat einen eigenen Internetauftritt. Und bei YouTube gibt es mehrere Videos, die Appetit auf einen Besuch der Naturschönheit machen.

Dieser Wanderführer bietet u. a. weitere, professionellere Informationen zum Wandern in der Tscheppaschlucht.

Auch sehr zu empfehlen, natürlich auch mit Infos zur Tscheppa-Schlucht:

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Belfeld, Maalbeekerhöhe, Wasser.Wander.Welt 2: Premium-Wanderweg Galgenvenn

Wanderparkplatz Maalbeekerhöhe (fürs Navi: Venlo, Maalbekerweg 26)

Wasser.Wander.Welt 2: Premium-Rundwanderweg „Galgenvenn“ (ca. 11,5 km, ca. 2¾ Std. plus Pausen)

Im deutsch-niederländischen Naturpark Maas-Schwalm-Nette hat man ein Netzwerk von Wanderwegen und -regionen geschaffen. Die neun bedeutendsten Touren werden unter dem Namen Wasser.Wander.Welt beworben und die zweite dieser Touren ist die Runde durch den Kaldenkirchener Grenzwald bei Nettetal. Der schönste Teil davon ist vielleicht das Galgenvenn, das dem Premiumwanderweg (71 Pt.) den Namen gab. Üblicherweise beginnt die Tour auch am Wanderparkplatz Haus Galgenvenn. Dieses Mal beginnt unsere Tour aber auf der niederländischen Seite beim Café Maalbeekerhöhe.

GPSies - Belfeld, Maalbeekerhöhe, Wasser.Wander.Welt 2: Premium-Wanderweg GalgenvennDie Tour startet nach Süden und verlässt schon bald den Hauptweg nach Westen. Ein naturbelassener Pfad führt verschlungen und auf und ab und an verschiedenen Tümpeln vorbei durch das niederländische Naturschutzgebiet Holtmühle. Bald erreicht man eine Schutzhütte und den Aussichtspunkt Schlucht am sogenannten Maas-Abhang, der Kante zum Tal der Maas. Der Blick geht nach Westen über die Maas-Ebene südlich vom Venloer Stadtbezirk Belfeld.

Bald hat man den südlichsten Punkt des Wanderwegs Galgenvenn erreicht. Hier durchquert man zum ersten Mal am Rande einer Kies- oder Sandgrube eine größere Heidefläche. Schon bald erreicht man dann die Venngebiete im NSG Heidemoore: Langes Venn, Sonsbeck-Venn und schließlich das berühmte Galgenvenn. Wasserundurchlässige bodennahe Schichten sorgen hier für vernässte Flächen, die einfach eine ökologische und optische Freude sind.

NSG Heidemoore 20180525_142534
Im Naturschutzgebiet Heidemoore

Im Galgenvenn liegt auch das gleichnamige und sehr zu empfehlende Waldgasthaus, für eine Einkehr jetzt genau das Richtige. Nach Pause und Stärkung kann man die letzten Kilometer in Angriff nehmen, wie auch auf dem Rest der Tour immer auf naturbelassenen Wegen – sehr schön! Nah am Wanderparkplatz Galgenvenn wurde auch ein Steg in das Moor errichtet, der hilft, die die Feuchtigkeit liebenden Pflanzen und Tiere genauer in Augenschein zu nehmen. Vielleicht begegnet Ihnen auch die Schafherde, die die Verbuschung des Gebietes verhindern soll. Über eine Eichenallee und an echten Mammutbäumen vorbei erreicht man die große, schöne Lichtung des Naturschutzgebietes Hühnerkamp. Kurz dahinter trifft man wieder auf die Grenze nach Limburg und das Café Maalbeekerhöhe in der Waldeinsamkeit.

Eine sehr ähnliche Tour, professionell aufbereitet, findet sich in diesem Wanderführer:

 

 

Es gibt auch den offiziellen Naturpark-Freizeitführer, der den Weg enthält:

Weismes, Route du Bayehon, Genusstour 4: Longfaye. Über Stock und Stein

Wanderparkplatz Route du Bayehon (fürs Navi: Malmedy, Route du Bayehon 64)

Rundweg Genusstour 4: Longfaye. Über Stock und Stein (ca. 9,8 km, ca. 2½ Std.)

GPSies - Weismes, Route du Bayehon, Genusstour 4: Longfaye. Über Stock und SteinDieser klassische Wanderweg in Wallonien dreht eine Runde um den Ortsteil Longfaye, der zu Malmedy gehört. Er wird unter verschiedenen Namen im Internet vorgestellt und aktuell von der Tourismusagentur Ostbelgien in ihrer Reihe von Genusstouren als Nummer 4 vermarktet. Deswegen kann ich hier auf eine detaillierte Beschreibung verzichten und nur Werbung machen: Das Hohe Venn ist ein wunderbares Wandergebiet mit sehr urtümlicher Natur, schöner Landschaft und einem gut ausgebauten Wanderwegenetz. Die Tour 4 „Longfaye. Über Stock und Stein“ ist sehr gut mit einem grünen Rechteck ausgeschildert.

Der Startpunkt für die Runde befindet sich an der Route du Bayehon, die von Longfaye nach Fischvenn (fr. Ovifat) führt. Direkt an der Brücke über den Bayehon, der hier die Grenze zwischen den genannten Dörfern bildet, so auch zwischen den Gemeinden Malmedy und Weismes (fr. Waimes), befindet sich der Wanderparkplatz.

Man startet, indem man nach Norden wandert, immer am Flüsschen entlang. Mithilfe von mehreren kleinen Brückchen und Stegen kann man die feuchten Stellen gut passieren und die Bachseite wechseln. Es geht immer weiter und steiler bergauf und der Pfad wird immer schmaler und führt tatsächlich über „Stock und Stein“. Schon bald erreicht man den Wasserfall des Bayehon, wo eine Bank zum Verschnaufen und Genießen der Landschaft einlädt. Man kann aber auch gut noch etwas weiter an dem Vennbach entlanggehen und dann hinter einer Schutzhütte direkt am Flüsschen eine Pause machen – mit den Füßen im kalten, klaren Wasser des Bayehon.

Über Stock und Stein 20180524_110116
Über Stock und Stein geht es hinauf zur …
Wasserfall am Bayehon 20180524_110454
… Cascade du Bayehon

Schließlich erreicht die Genusstour 4 das Hochmoor oder Venn von Tirifaye, nachdem man vorher noch die berühmte alte, hohle, moosüberwachsene Eiche (vieux chêne) bestaunen konnte.

Auch hier an der Moorfläche Tirifaye lohnt es sich besonders, den Schritt zu verlangsamen und die Natur zu bestaunen. Hier verlässt unser Wanderweg mit dem grünen Rechteck auch den Ruisseau de Bayehon. Von nun an geht es bergab, zunächst durch wirtschaftlich intensiv genutzten Nadelwald. Am Wanderparkplatz Route de Hargister überquert man die Straße, auf der man wahrscheinlich von Longfaye gekommen ist. Auch das Flüsschen Puohon quert hier die Straße und in dessen Tal führt uns nun auch der Wanderweg. Das Tal zwischen den Dörfern Longfaye und Xhoffraix wird immer tiefer eingeschnitten, so dass man schon von einer Schlucht reden kann. Die moosbewachsenen Wände zeigen an, wie selten die Sonne hier hineinscheint.

Von der Mündung des Pouhon in den Bayehon, wo man noch einmal schön Rast machen kann, geht es wieder sacht aufwärts und nördlich. Schon bald hat man die Moulin du Bayehon erreicht, heute eine gemütliche Einkehrmöglichkeit, hervorragend geeignet, die Wanderung ausklingen zu lassen. Bei den 80 Biersorten sollte für jeden etwas dabei sein. Von der Mühle sind es nur noch ein paar Meter zum Wanderparkplatz an der Route du Bayehon.

Professionellere Informationen zu der Tour findet man in diesem Wanderführer:


Andere schöne Touren und Bilder in derselben Gegend:

Latsch, St. Martin im Kofel, Rundwanderung Dolomitenblick

Startpunkt St. Martin im Kofel (Bergstation der St. Martin-Seilbahn ab Latsch, Seilbahnweg 47)

Rundwanderung Dolomitenblick (ca. 5,1 km, ca. 222 Höhenmeter ↑↓)

Das auf ca. 1700 Meter Höhe gelegene Dorf St. Martin im Kofel gehört zur Marktgemeinde Latsch, die über 1000 Meter tiefer auf dem Talboden des Vinschgaus liegt. So ist man dankbar, dass es die St.-Martin-Seilbahn gibt. St. Martin im Kofel ist bei Bergwanderern bekannt als Ausgangspunkt für die Tour zur Vermoisspitze (2929 m). Denjenigen, die es nicht so anstrengend mögen, empfehle ich die kurze Rundtour zum Aussichtspunkt Dolomitenblick.

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Das Wallfahrtskirchlein St. Martin

Nachdem man sich in St. Martin etwas umgesehen hat, sich z. B. die alte Wallfahrtskapelle angesehen oder den Blick nach Süden über das Etschtal genossen hat, beginnt man, an Kirchlein und Dorschule vorbei aufzusteigen. Es geht links zwischen den wenigen Häusern  – die Bergbauernhöfe liegen weit verstreut – hindurch bis zu einem Viehgatter. Der Weg ist mit der Nummer 1 und dem Ziel Dolomitenblick ausgeschildert. Direkt am Waldrand teilt er sich und wir nehmen die rechte Variante (1A) nach Osten.

Der Weg steigt weiter leicht an und führt nun in den schönen, abwechslungsreichen Bergwald hinein. Über federnde Waldwege erreicht man schließlich den Aussichtspunkt. Im Osten erkennt man bei guter Sicht tatsächlich einige beeindruckende Gipfel der Dolomiten. Am Aussichtspunkt gibt es auch gute Rastmöglichkeiten inmitten frischer Wiesen.

Dolomitenblick 20170803_155101
Diesiger Ausblick am „Dolomitenblick“

Nun gehen wir zunächst ein Stück auf demselben Weg Nr. 1 zurück, aber an der nächsten Gabelung nehmen wir die Variante 1B. Wir halten uns also rechts und somit etwas oberhalb des Hinwegs. Der Weg kreuzt einige Lichtungen, die Rossböden, die den Weg nach Süden in die Ortler-Alpen freigeben. Auf einer großen Lichtung erreichen wir dann St. Martin-Alpl. Hier gibt es ein paar Almhütten und eine größere Einzäunung, denn hier werden im Herbst die Tier für den Almabtrieb zusammengetrieben.

Aus unserem Wanderweg ist mittlerweile ein geschotterter Fahrweg geworden, der uns schnell hinabführt nach S. Martino al Monte, wie St. Martin im Kofel auf Italienisch heißt. Auch wenn es nur eine kurze Tour von vielleicht zwei Stunden ist, macht sie Appetit. Gut, dass es hier oben auch Einkehrmöglichkeiten gibt, z. B. die Jausenstation Oberkaser.

GPSies - St. Martin im Kofel, Rundwanderung DolomitenblickHinter diesem Symbol verbergen sich die GPS-Daten.

Die Idee zu dieser Wanderung habe ich aus diesem Wanderführer, der selbstredend noch viele andere bereithält:

Und es gibt noch viele andere:

Martell (Südtirol), Hintermartell, Erlebnis Plimaschlucht

Wanderparkplatz Hintermartell (fürs Navi: Martell, Hintermartell 200)

Rundwanderweg „Erlebnis Plimaschlucht“ (ca. 5,6 km, 270 Höhenmeter ↑↓)

Im Sommer 2017 wurde der Rundwanderweg an der Plima neu eröffnet. Vier neu erreichtete Aussichtspunkte ermöglichen einen guten Zugang zu den Naturschönheiten in der Schlucht. Der Weg führt dann noch weiter zu dem alten Staudamm oberhalb des Martelltals und über die Zufallhütte wieder hinunter.

Wir beginnen am Wanderparkplatz Hintermartell bei den Gasthöfen Enzian und Schönblick. Ein kleiner Teich stimmt schon bald auf die Schönheit der Landschaft ein. Etwas weiter talaufwärts erreicht man schon den ersten „Erlebnispunkt“, genannt Kelle in der Klamm. Eine Stahlkonstruktion hängt über dem Fluss, so dass man vom Aussichtspunkt in die Schlucht hinunterschauen kann. Als Nächstes erreicht man dann die sogenannte Panoramasichel. Die Namen der Aussichtsbauwerke sind tatsächlich sehr kreativ. Das nächste Bauwerk wird Aussichtskanzel genannt. Mit etwas Fantasie erkennt man auch eine Kelle, eine Sichel und eine Kanzel. Es geht aber immer um die Aussicht in die Schlucht und die durch sie talwärts schießende Plima. Auch das ehemalige Luxus-Hotel Paradiso, heute eine Ruine, prägt den Blick über die Landschaft wie der dahinter liegende Zufritt-Stausee.

Die Plima in ihrer Schlucht an der Hängebrücke

Das vierte und letzte der neuen Bauwerke ist eine Hängebrücke. In deren Nähe kann man die Gischt des Gebirgsflusses am besten spüren. Ein YouTube-Video informiert über die Herstellung der einzelnen Bauwerke. Über die Brücke kommt man zur Zufallhütte, wo man schon mal eine kleine Pause machen kann, denn einige Höhenmeter hat man schon in den Beinen.

Die Zufallhütte über der Plimaschlucht

Der schönere Teil des Wanderwegs (wenn auch ohne künstliche, neue, spektakuläre Aussichtspunkte) kommt aber jetzt erst noch. Man spaziert zurück und wieder über die Brücke bis zum nächsten Abzweig nach rechts oben. So erreicht man den Wanderweg 40 und über den dann durch eine wunderschöne Landschaft mit immer wieder tollen Aussichten die alte Schutzmauer. Sie wird kurz „der Bau“ genannt. Informationstafeln erklären Geschichte und Funktion des Bauwerks, das das Martelltal vor Überschwemmungen schützen sollte. Zu diesen war es mehrfach gekommen, da das hinter dem Zufallgletscher gestaute Wasser im Sommer plötzlich durchbrach. Die Staumauer erfüllte ihren Zweck seit dem Ende des 19. Jh.

„Der Bau“ dient heute als Wanderweg mit grandioser Aussicht.

Heute hat der Gletscher sich soweit zurückgezogen, dass die Gefahr gebannt ist. Die Große Mauer am Talende dient so heute als Wanderweg von der einen auf die andere Talseite, der auch wir folgen. Das große Unglück im Martelltal aus dem Jahre 1987 spielte sich weiter unten unterhalb des Zufrittsees ab und ist eine ander Geschichte.

Wir gehen nun über einen schönen Weg hinunter und erreichen zum zweiten Mal die Zufallhütte. Natürlich machen wir auch wieder eine Pause. Über den gut ausgebauten Versorgungsweg der Hütte gelangen wir hinunter zu den Parkplätzen in Hintermartell.

Wer lieber die klassische Tour geht, also von der Zufallhütte weiter zur Marteller Hütte und wieder zurück, findet eine Wegbeschreibung in diesem Wanderführer:

 

Hier die GPS-Daten zum Plima-Erlebnis-Pfad: GPSies - Martell (Südtirol), Hintermartell, Erlebnis Plimaschlucht