Mendatica, Zu den Wasserfällen der Arroscia

Wanderparkplatz Mendatica (fürs Navi: Strada Provinziale 74, nahe Hausnr. 15)

Zu den Wasserfällen der Arroscia (ca. 4 km inkl. Rückweg)

Es wäre viel zu schade, einen Ligurienurlaub nur an der Küste zu verbringen, denn auch im Hinterland liegen so viele wunderschöne Ecken- wie z. B. das Arroscia-Tal. Diese Tour führt durch eine teilweise unwirklich märchenhaft anmutende Natur zu den pittoresken Wasserfällen der Arroscia.

GPSies - Mendatica, Zu den Wasserfällen der ArrosciaDen Wanderparkplatz findet man gleich am Ortseingang, wenn man von Süden kommt. Er ist an einem mehrere Meter hohen weißen Kreuz zu erkennen. Gegenüber vom Parkplatz Mendatica geht es in ein kleines Sträßchen, das zu dem romanischen Kirchlein Santa Margharita führt. Man erreicht die Kirche, die auf einem Hügel liegt, über eine Treppenanlage. Wenn das Gotteshaus geöffnet ist, sollte man die Chance nutzen und hineinschauen, denn meistens ist es abgeschlossen. Vielleicht hat man auf dem Rückweg mehr Glück.

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Die Chiesa Santa Margharita besitzt einen spätmittelalterlichen Freskenzyklus.

Man wandert jetzt zunächst Richtung Osten und noch ist der Weg relativ eben. Schon bald hinter Santa Margharita befindet sich am Weg eine große hölzerne Aussichtsplattform, die einen weiten Blick über das dicht bewaldete Arroscia-Tal ermöglicht. Die Steigung des Weges nimmt danach langsam zu. Es ist ein alter Maultierpfad, auf dem man sich hier fortbewegt. Häufig fragt man sich unterwegs, was es für eine Quälerei in alten Zeiten gewesen sein muss, diesen Pfad in dem Gestein und Gestrüpp anzulegen.Das gilt auch für die kleine Brücke über einen rauschenden Bach, die man schließlich erreicht und die eins mit der umliegenden Natur geworden zu sein scheint.

Hinter der Brücke steigt der Pfad immer steiler an – da er jetzt ganz im Wald liegt, ist es aber schattig. Schließlich erreichen wir zum ersten Mal das Flussbett der laut rauschenden Arroscia. Wir bleiben auf dieser Seite, die Steigung des alten Pfades nimmt noch einmal zu. Jetzt muss man sich auf die großen Steinbrocken konzentrieren, die im Weg liegen. Aber schon bald wird man für die Mühen belohnt, denn man erreicht die „cascate dell’Arrocia“, die höchsten Wasserfälle Liguriens. Über ca. 70 Meter stürzt das Wasser über Felsvorsprünge hinab und zerstiebt in einem kühlen Gischtnebel. Außer dem Wasserfall gibt es auch eine schöne Aussicht ins Tal.

Man sollte sich auf einem der Felsbrocken ein schönes Picknick machen. So kann man Kraft für den Rückweg tanken. Es geht nämlich über denselben Weg bergab wieder zurück nach Mendatica.

Einkehrmöglichkeiten gibt es am Weg nicht, aber in Mendatica oder Montegrosso Pian Latte.

Genauere Angabe zu dieser Tour, Höhenangaben, Anreisemöglichkeiten, gpx-Punkte, eine gute Karte usw. bekommt man durch diesen sehr praxistauglichen Führer aus der Serie MM-Wandern:
Ein paar Informationen und eine Karte gibt es auch bei Outdooractive, allerdings irrt der eingezeichnete Track ab und zu von der optimalen Wegstrecke ab. Man findet im Netz auch ein privates Youtube-Video, was all die Sachen wiedergibt, die ich oben beschrieben habe, allerdings bei ziemlich schlechtem Wetter.

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Rocchetta Nervina, Zu den Laghetti die Rocchetta Nervina

Startpunkt Rocchetta Nervina (fürs Navi: Viale Rimembranze 8)

Zu den Laghetti di Rocchetta Nervina (ca. 2,5 km)

GPS:https://www.gpsies.com/map.do?fileId=wmukianzsftxejkl

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Rocchetta Nervina

Dieser Trip ist eine Mischung aus kurzem Spaziergang und Baden, deswegen besonders für Familien geeignet. In der traumhaften Landschaft am Fuße der Seealpen kann man das Leben genießen, z. B. wenn es an der ligurischen Küste zu heiß oder zu voll ist. Die Laghetti sind kleine Becken des Gebirgsflüsschens Barbaira.

Schon die Anfahrt in das Bergdorf Rocchetta Nervina ist ein Erlebnis, da die Landschaft im Hinterland der Riviera dei Fiori so schön ist. Man kommt meistens über Dolceacqua mit der berühmten Brücke über die Nervia, die schon Claude Monet gemalt hat. Etwas weiter nördlich beginnt die Sackgasse, die nach Rocchetta führt. Aber auch die anderen Wege von der Küste herauf sind lohnenswert, z. B. über die SP 92.

Auf dem Weg vom Dorfparkplatz zum Ortszentrum stellt man fest, dass es hier auch eine sehr schöne, alte Brücke gibt, die über das Tal der Barbaira führt. Kurz vor der Brücke beginnt auch unser Pfad, der der Barbaira flussaufwärts folgt. Er wird dabei immer schmaler, Sicherungen gibt es natürlich keine. Man kann wirklich alle paar Meter anhalten und im glasklaren Wasser baden oder sich einfach nur auf den Felsen sonnen – oder am besten beides. Manche ziehen es auch vor, direkt durch das Flussbett und über die Felsen zu wandern.

thumb-232d522d88858458a1e308437ca0b60e-7595a86887ae41d057fb837cc5eddbe1Schließlich erreicht man ein altes, schönes, schon etwas löcheriges und deswegen überwachsenes Wehr mit einem der größten Badebecken. Das Weitergehen hinter dem Wehr wird immer mühseliger und ist auch nicht ungefährlich, da der Pfad bald endet. Deswegen sollte man das weitere Erklimmen der Schlucht den Anhängern des Canyoning überlassen, das hier kommerziell und unter Anleitung betrieben wird.

Irgendwann geht man auf demselben Weg wieder zurück, auf dem man gekommen ist. Jetzt kann man sich auch auf die üppige Vegetation konzentrieren. Auf alle Fälle sollte man anschließend noch eine Runde durch das mittelalterliche Dorf Rocchetta Nervina drehen. Man staunt, wie es den Menschen gelungen ist, dem Hang des Monte Terca Wohn- und Lebensraum abzugewinnen.

Wegen der geringen Einwohnerzahl von unter 300 gibt es auch nur wenige Einkehrmöglichkeiten, z. B. das Ristorante Rio Barbaira, wo man draußen an dem zentralen Platz vor der Brücke gutes Essen genießen kann.

Wir haben den Tipp zur kleinen Wanderung zu den Laghetti die Rocchetta Nervina aus diesem kleinen Merian-Live!-Reiseführer: