Mentrup, Kollage, Hagener Rundweg, Etappe 2 „Kollage – Wittenbrink / Grafensundern“ und Rückweg

Wanderparkplatz Kollage (fürs Navi: Hagen, Kollage 2)

Hagener Rundweg, Etappe 2 „Kollage – Wittenbrink / Grafensundern“ plus Rückweg (ca. 8,9 Kilometer)

Eine Etappe des Hagener Rundwegs wurde auf WandererMartin schon beschrieben, und zwar die ab dem Wanderparkplatz Hagen, Rathaus über die Duvensteine zur Kollage. Dort gibt es weitere Informationen zum Hagener Rundweg.

Heute geht es mit der zweiten Etappe weiter bis zum großen Wanderparkplatz Wittenbrink / Grafensundern / Urberg an der L96.

Vom Parkplatz am Goldbach müssen wir zunächst zum Wald gehen und dort dann südwärts, bis wir auf den eigentlichen, mit einem weißen Kreis gekennzeichneten Rundweg kommen. Das ist an den Fischteichen der Fall. Wir biegen von Norden aus gesehen nach links ab und treffen auf das Sträßchen Am Knippel. Vor den Hofgebäuden wenden wir uns wieder nach Süden und kommen so in das Tal des Dillbachs. Unbemerkt überschreiten wir die Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen, gehen immer am südlichen Hang weiter und an der nächsten Kreuzung nach links, so dass wir den Bach überqueren können. Wir kommen wieder auf eine kleine asphaltierte Straße, die so heißt wie die Bauernschaft: Holperdorp. Wir biegen nach links ab, um wieder zurück nach Niedersachsen zu kommen.

Jetzt muss man sich auf den Weg konzentrieren. Direkt nach der Landesgrenze, die aber unsichtbar ist, endet der Wald. Links unten liegt ein Teich. Hier muss man nach rechts abbiegen, am Waldrand entlang oder auch noch im Wald berghoch. Oben findet man den (besser gekennzeichneten) Ahornweg. Ihm folgt man über den Heidhornberg nach Osten bis zum „Dreiländereck Am Urberge“. Hier treffen die Gemeinden Hagen, Bad Iburg und Lienen aufeinander. Man hat eine tolle Aussicht über einen Teil von Lienen-Holperdorp und eine Informationstafel erzählt die Chronologie des Grenzdreiecks.

Ausblick vom Grenzdreieck am Urberg
Ausblick vom Grenzdreieck am Urberg

Das (ehemalige) Restaurant Urberg wird gerade umgebaut. Wir gehen noch ein Stück weiter auf dem Ostenfelder Weg zum Parkplatz Wittenbrink / Grafensundern, der schon zu Bad Iburg gehört.

Nach kurzer Verschnaufpause drehen wir um und gehen zurück, wie wir gekommen sind. Der Ahornweg verläuft als Kammweg auf dem Heidhornberg genau auf der Grenze, und zwar der ehemaligen Grenze zwischen der Grafschaft Tecklenburg und dem Fürstbistum Osnabrück. An der Stelle, wo wir vorhin nach kräftigem Anstieg auf den Ahornweg gestoßen sind, biegen wir jetzt nach rechts ab. Wir lassen den Hof linker Hand liegen und den alten Steinbruch rechts und erreichen die Straße Am Heidhorn und biegen links ab. An der alten Zollstation biegen wir in die Straße zum Schoppenbrink nach rechts ab und gehen durch den tief eingeschnittenen Hohlweg. An der nächsten Wegespinne nehmen wir das Sträßchen Zum Erikasee. Während auf der linken Seite eine Obstwiesenlandschaft auffällt, sieht man rechts eine Plaggeneschkante. So erreichen wir wieder den Wanderparkplatz Kollage unter der gewaltigen Huchtbuche. Besonderheiten wie dieser Baum, die Obstwiesen, der Plaggenesch, der Hohlweg, der Steinbruch, die Grenzstation oder die Fischteiche werden in dem sechsten Heft des Wanderführers „Im Naturpark unterwegs“ von Christian Wiegand beschrieben (siehe meine Seite Literatur). Auch der dazugehörige Wanderweg „Mentrup-Hagen“ wird bei WandererMartin schon beschrieben.

Die Karte für die Etappe auf dem Hagener Rundweg samt Rückweg:

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Hagen, Rathaus, Hagener Rundweg, Etappe 1 „Hagen – Duvensteine – Kollage“

Wanderparkplatz Hagen, Rathaus

Hagener Rundweg, Etappe 1 „Hagen – Duvensteine – Kollage und Rückweg“, ca. 9,2 Kilometer

Hagen am Teutoburger Wald hat wie die meisten Orte in unserer Region einen Wanderweg, der eine große Runde um die gesamte Gemeinde dreht: den Hagener Rundweg. Weitere Beispiele sind etwa der Meller Ringweg oder der Bissendorfer Burgenweg. Selbst auf dörflicher Ebene gibt es so etwas, wie z. B. den Wellingholzhausener Rundweg. Die Schnatwege haben im Osnabrücker Land ja eine lange Tradition. Heute geht es aber nicht so sehr darum, die Grenzen im Gedächtnis zu behalten, sondern mehr um die landschaftlichen Schönheiten.

Der Hagener Rundweg hat eine Gesamtlänge von ca. 42 Kilometern und ist durch einen weißen Kreis markiert. Informationsmaterial kann man beim Heimatverein Hagen herunterladen. Es gibt bei den Gemeinden auch die topografische Wanderkarte „Georgsmarienhütte / Hagen / Hasbergen“.

Man kann am besten am Wanderparkplatz Gellenbeck oder am Wanderparkplatz Hagen, Rathaus einsteigen und den Weg in beliebig viele Einzeltouren unterteilen. Für mich ging die erste Etappe vom Rathaus über die Duvensteine und die Kollage wieder zurück zum Ausgangspunkt, so dass sich eine Runde von 9,2 Kilometern ergab.

Der Weg ist einfach zu finden, denn man kann bis Mentrup in der Regel der hervorragenden Kennzeichnungen des Ahornwegs folgen, und zwar der Route 1 der kleinen Schleife.

Man geht also zunächst vom Rathaus zur ehemaligen Martinikirche, dem Wahrzeichen Hagens, und von dort über die Martinistraße unterhalb der aktuellen Martinikirche entlang. Wer wird wohl Hagens Pfarrpatron sein?

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Im Park hinter der Martinus-Kirche

Man geht in den kleinen Park und biegt auf Höhe des kleinen Teiches nach links ab. So kommt man in die Weidenstraße, auf der man zum ersten Mal den Goldbach überquert. Weiter geradeaus gelangt man in den Brinkweg und zum Freibad. Das lässt man rechter Hand liegen (man kann aber auch vor dem Bad nach rechts abbiegen und über den Beckeroder Platz und dann später links abbiegend und über den Neuen Kamp nach Süden spazieren). Am südlichen Ende des Brinkwegs verlässt man die geschlossene Bebauung und trifft auf die Straße Am Borgberg. Von nun an heißt es nämlich, den Borgberg, den Hagener Hausberg, zu umrunden.

Dazu wandert man auf dem Sträßchen zunächst nach Westen auf die Anlagen des Hofes Kasselmann zu, der für sein Reitsport-Event „Horses & Dreams“ überregional bekannt geworden ist. Die Gaststätte Blüsen links liegen lassend bleibt man auf der Straße (Achtung: eine Ahornweg-Variante zweigt hier vor der Gaststätte links ab, wir nicht), die sich an den Hofanlagen vorbeiwindet. Man trifft auf den Wanderparkplatz Zum Breiten Stein. Ca. 50 Meter danach verlässt man die Straße nach Süden. Durch einen Neubau ist die alte Wegführung nicht mehr möglich und man muss an der Hausnummer 14 links vorbeigehen. So kommt man zur Wassertretstelle.

Kurz danach beginnt der – teilweise kräftige – Aufstieg durch den Wald. Wenn man oben angekommen ist, erreicht man die Almwiese und kann an der vom Heimatverein Hagen 2002 neu errichteten Schutzhütte die schöne Aussicht nach Norden genießen.

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Aussicht von der Almwiese am Borgberg

Im Süden breiten sich schon die Anlagen der Baumschule Schönhoff aus, über die man auf die Südseite des Borgbergs gelangt und somit zu den Duvensteinen. Beim Garten- und Landschaftsbau Schönhoff gibt es nicht nur schöne Gärten, sondern auch ein Gatter mit Damwild und die urigen Schottischen Hochlandrinder zu bestaunen.

Duvensteine 6/11
Duvensteine

Zu den Duvensteinen, diesen eigenartigen Felsen, finden Sie einige Anmerkungen bei der Beschreibung des Hagener Wanderwegs C ab dem Krüßsiek.

Nachdem man die urtümlichen Steine erforscht hat oder zumindest die Informationstafeln gelesen hat, kann man immer auf dem Weg weitergehen. Hier hinter dem Borgberg an der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen liegt eine besonders schöne Ecke und eine besonders abwechslungsreiche Strecke: Wald, Waldrand, Lichtungen und der Goldbach im Hintergund. Östlich vom Borgberg verlässt man den Ahornweg, der weiter auf Bad Iburg zuhält. Schließlich erreicht man die Fischteiche und kommt in die Kollage. Zur Rechten liegt auch der gleichnamige Wanderparkplatz. (Zur Kollage siehe Erläuterungen beim Hagener Wanderweg Nr. 2).

Ich empfehle nun für den Rückweg nach Hagen einen Abzweig nach links: Den Waldweg nach links nehmen, der als erster nach dem Abzweig der asphaltierten Straße abgeht! Über eine Lichtung kommt man so zur Bergstraße.

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Die beiden mögen sich nicht: Auf einer Lichtung an der Bergstraße

Der Bergstraße folgt man hinunter bis zur Hauptstraße, der Iburger Straße. Unterwegs überquert man kurz hinter der Hofstelle Wortmann an einer alten Wassermühle, der Dallmühle, wieder den Goldbach. An der Landesstraße muss man nur ein kurzes Stück gehen, in der scharfen Linkskurve geht man geradaus weiter in die Dorfstraße mit dem Marktauftrommler an der Ecke. Dort befindet sich zur Rechten der Wanderparkplatz Hagen, Ortsmitte, der Informationen zum Ahornweg bereitstellt. Ein paar Meter weiter ist man wieder am (ehemaligen) Kirchplatz und dem Rathaus, der ehemaligen Knaben- und Volksschule von Hagen.

Auf den letzten Metern kommt man an einigen Einkehrmöglichkeiten vorbei, zum Beispiel dem Haus Kriege oder dem Ristorante Da Pino.