Jahnstraße / Grönenbergpark, Hase-Else-Hunte-Ems-Weg, Etappe 3 „Melle – Bad Essen“

Wanderparkplatz Jahnstraße / Grönenbergpark (fürs Navi: Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße)

Hase-Else-Hunte-Ems-Weg, Etappe 3 „Melle – Bad Essen“, ca. 18,5 Kilometer

Der Vier-Flüsse-Weg führt von Dissen, genauer vom Bahnhof Dissen / Bad Rothenfelde, bis zum Rathaus von Lingen im Emsland. Zwei Etappen werden auf diesen Seiten schon beschrieben, nämlich die erste und die zweite. Der Wanderer hat also schon die Hasequelle in Wellingholzhausen und die Bifurkation in Gesmold, an der die Else beginnt, hinter sich. Diese Etappe führt durch das Quellgebiet der Hunte, womit man den dritten der namengebenden Flüsse erreicht hat.

Den Wechselpunkt zwischen den Etappen 2 und 3 habe ich beim Grönenbergpark in Melle festgelegt, weil man hier in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße gut parken kann. Von hier aus folgt man der Markierung, einem weißen Punkt.

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Im Grönenbergpark

Der Grönenbergpark ist mit dem Grönegaumuseum und weiteren schmucken Fachwerkhäusern in den Grünanlagen, die z. B. die Landesturnschule beheimaten, so etwas wie die gute Stube der Stadt Melle. Von hier aus geht man über die Elsebrücke Richtung Bakum. In der Siedlung Alrune, kurz hinter der Bahnquerung, biegt man dann nach Westen ab und wandert in die Meller Berge. Man steigt auf die Eickener Egge und wandert auf dem Kammweg am Aussichtsturm der Ottoshöhe vorbei zum Thomaskreuz, einem zentralen Punkt in diesem Meller Wander- und Waldgebiet. Zur Linken befindet sich der Meller Wildschweinpark. Deswegen kann es sich auch anbieten, nicht am Wildschweinpark vorbei zu gehen, sondern hindurch und eine Pause auf der Dietrichsburg einzulegen. Man gelangt so oder so über den Wanderparkplatz Wildpark / Nordtor zur Landesstraße 92, die man in der Nähe des weiter westlich liegenden Gutes Ostenwalde überquert. Hier lohnt sich auch ein Abstecher.

Der Hase-Else-Hunte-Ems-Weg biegt an der Straße aber östlich ab, um gleich wieder links in die Straße Moselerberg einzubiegen. Von jetzt an geht es bis zum Kamm des Wiehengebirges ständig bergauf. Zunächst einmal lässt man bei der Siedlung Moselerberg den Hesterbrink an der Seite liegen. Das ist mit 234 Metern die höchste Erhebung auf dem Gebiet der Stadt Melle, oben auf dem Gipfel befindet sich gut sichtbar eine Antennenanlage.

Schon kurze Zeit später erreicht man die Huntequelle oder besser das Quellgebiet, denn das Wasser kommt hier an mehreren Stellen aus der Erde. Dieses Gebiet gehört zu Hustädte und damit zum Meller Stadtteil Buer. Die Hunte ist mit 189 Kilometern der zweitlängste Nebenfluss der Weser, die sie bei Elsfleth erreicht. Auf ihrem Weg dorthin durchbricht sie das Wiehengebirge, gibt sie der Bohmter Ortschaft Hunteburg den Namen, durchquert sie den Dümmer und durchfließt Diepholz, Wildeshausen und Oldenburg. Spätestens ab hier ist sie auch schiffbar. Weitere Informationen und Bilder zur Hunte gibt es hier.

Das Grenzgebiet zwischen Melle und Bad Essen ist schön bewaldet. In der Nähe der Gemeindegrenze überquert man die eigenartige, einer Landwehr ähnlichen Wallanlage Wagenhorst, deren ehemalige Funktion und Erbauer bis heute nicht ganz geklärt sind. Schließlich kommt man über die Bauernschaft Rattinghausen immer näher an Bad Essen heran. In der Nähe des Wanderparkplatzes Rattinghausen finden Sie den Bergwirt Pöhler, falls Sie jetzt schon Hunger haben und nicht mehr bis Bad Essen durchhalten. Der Wanderweg führt nun über Essenerberg und den Aussichtsturm Sonnenbrink nach Bad Essen mit seinem schönen, von vielen Fachwerkhäusern geprägten Ortskern hinein. Die Teilstrecke von Rattinghausen bis Essenerberg ist im Vergleich zum Gesamtprogramm etwas „dröge“, denn sie führt nur schnurgerade über gut ausgebaute Forstwege. Dafür bietet der Essener Berg mit der Enzianhütte ein lohnendes Ziel.

Die Etappe hat eine Länge von 18,5 km und ist mit dem weißen Punkt gut gekennzeichnet. Der Hase-Else-Hunte-Ems-Weg wird vom Wiehengebirgsverband Weser-Ems betreut, der hier auch eine Kurzbeschreibung anbietet.

Sie können die untere Karte auf den Ausschnitt, der Sie interessiert, zoomen, ausdrucken usw.

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Wellingholzhausen, Am Beutling, Hase-Else-Hunte-Ems-Weg, Etappe 2 „Wellingholzhausen – Melle“

Wanderparkplatz Am Beutling

Hase-Else-Hunte-Ems-Weg, Etappe 2 „Wellingholzhausen – Melle“

10,5 Kilometer

Der Vier-Flüsse-Weg ist mit einem weißen Punkt, in der Regel auf schwarzem Grund gekennzeichnet. Nachdem die erste Etappe vom Bahnhof Bad Rothenfelde / Dissen über den Teutoburger Wald zum Beutling in Wellingholzhausen führte, geht es jetzt weiter in die Niederung bis nach Melle.

Vom Wanderparkplatz Am Beutling aus geht man über die Hasestraße zur Küingdorfer Straße, dort aber nur ein kurzes Stück, weil man an der ersten Einmündung nach der Hornstraße nach Norden einbiegen soll. Auf dieser Stichstraße geht es hinter der zweiten Häusergruppe rechts durch die Felder zum Wald. Die Kennzeichnung ist hier und im Folgenden, in der Mattheide, nicht besonders deutlich und man muss etwas aufpassen, will man sich auf dem Wanderweg halten. Über einen Quellbach und ein privates Grundstück kommt man auf die Straße, die ebenfalls Mattheide heißt. Hier immer geradeaus, über die Hornstraße und mit einem „Rechts-links-Schwenker“ über die Sondermühlener Straße nach Niederschlochtern, ein alter Drubbel mit großen Hofanlagen. Hinter den Höfen jetzt links-rechts, bis die Asphaltstraße einen scharfen Linksknick macht. An dieser Stelle gehen Sie geradeaus weiter durch die Felder und die Laerbachwiesen, eine sehr schöne Teilstrecke, auf der sich der Blick weitet und man die Ruhe genießen kann – wenn nicht gerade die Kiebitze ihre Spiele treiben, was aber natürlich noch schöner ist. Hier geht es auch teilweise über Weiden mit Rindvieh.

In den Laerbachwiesen (4/11)

Man überquert Lamberbach und Laerbach und trifft schließlich in der Nähe vom Gut Laer auf die Altenmeller Straße. Man überquert die Kreisstraße und wandert westlich an Altenmelle vorbei und zur Autobahn 30. An der muss man ein Stück entlang gehen bis zur Unterführung, durch die man zum Berufsschulzentrum Lindath gelangt. Über das Schulgelände kommt man zur Kosakenallee, der man zum Grönenbergpark folgt. Der Grönenbergpark ist mit seinen schönen Fachwerkhäusern eines der Aushängeschilder der Stadt Melle. Am Parkplatz am Wellenbad kann man sich gut abholen lassen.

In der Stadt Melle gibt es naturgemäß viele Einkehrmöglichkeiten und alle möglichen Verkehrsanbindungen.

Wellingholzhausen, Am Beutling, Hase-Else-Hunte-Ems-Weg, Etappe 1 „Wellingholzhausen – Dissen“

Wanderparkplatz Am Beutling

Hase-Else-Hunte-Ems-Weg, Etappe 1 „Wellingholzhausen – Dissen“

Der Streckenweg taucht unter verschiedenen Bezeichnungen im Internet auf. Wahrscheinlich ist die offizielle Bezeichnung Ems-Hase-Hunte-Else-Weg, wie auf den Seiten des betreuenden Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems zu sehen. Der Weg folgt aber den vier Flüssen in der obigen Reihenfolge. Er ist durch einen weißen Punkt gekennzeichnet.

Diese Etappe wird in der Regel andersherum gelaufen, denn der Mehrtagesweg beginnt am Bahnhof Dissen / Bad Rothenfelde. Ich beginne immer am Beutling Wellingholzhausen. Von dort geht es zur Almaquelle mit Rastmöglichkeit, die auch Schwarze Welle genannt wird. Weiter durch den schönen Mischwald gelangt man zum Blauen See mit Schutzhütte. Der Blaue See schimmert meist eher türkis oder grün und wenn die Sonne richtig steht, glitzert die Wasseroberfläche metallisch, was von den kristallinen Bestandteilen des Wassers kommen soll. Von dort geht es auf die Steinegge mit dem Postturm. Die große Besonderheit hier ist die Aussichtsplattform außen am Turm, die einen weiten Rundblick über den Teutoburger Wald und das Münsterland bietet. Nachdem man sich sattgesehen hat, steigt man ab nach Dissen (offiziell Dissen am Teutoburger Wald) und zum Bahnhof.

10 km; 2¾ Std.

Einkehrmöglichkeiten: Je nachdem, welche Richtung man einschlägt, empfehlen sich entweder das Plitzebramel in Dissen oder das Gasthaus „Zum Beutling“ in Wellingholzhausen.