Barnhausen, Landhaus Uffmann, Meller Ringweg, Etappe 2 „Winkelshütte – Wasserschloss Haus Brinke – Neuenkirchen“

Wanderparkplatz Landhaus Uffmann (Borgholzhausen, Meller Str. 21)

Meller Ringweg, Etappe 2 „Winkelshütte – Wasserschloss Haus Brinke – Neuenkirchen“

Ca. 9 Kilometer, 2 Stunden

Nachdem man von Wellingholzhausen her kommend die erste Etappe des Meller Ringweges hinter sich gebracht hat, macht man nun einen kurzen Ausflug nach Nordrhein-Westfalen. Die Grenze überschreitet man, kurz bevor man den Wanderparkplatz Landhaus Uffmann erreicht.

Von hier aus geht es immer in Kontakt zur Landesgrenze mit den historischen Grenzsteinen zunächst zur Brinker Mühle. Die Wassermühle hat eine interessante Geschichte. Heute ist aus dem Industriedenkmal ein Atelier des Künstlers und Kunsterziehers Johannes Schepp geworden, welches manchmal sogar von innen besichtigt werden kann. Noch immer kann man die einzelnen Entwicklungen der Mühle ganz gut erkennen.

Brinker Mühle
Brinker Mühle

Ein paar Schritte weiter liegt Haus Brinke, ein hübsches ehemaligen Wasserschloss mit neoromanischem Kirchlein. Es befindet sich zwar in Privatbesitz, die Außenanlagen samt Kapelle können aber teilweise besichtigt werden. Weitere Informationen findet man bei der Beschreibung des Wanderweges A8 „Rund um das Wasserschloss Brincke“ ab dem Wanderparkplatz Haus Brinke.

Weiter geht es über Brincker Weg, Barnhauser Straße und Barnhauser Weg. Der Werthersche Ortsteil Theenhausen wird nördlich umgangen. Mit dem Überschreiten der Kreisstraße K27 ist man wieder in Niedersachsen, also in Melle. Über das Sträßchen Im Regensiek gelangt man zur Werther Straße K214, der man ein kurzes Stück folgen muss. Schon nach einigen Metern biegt man nach links in den Talweg ein. Nun geht es nordwärts durch die fast baumlose Dünhöltersheide, bis man mit dem Westring das geschlossene Siedlungsgebiet von Neuenkirchen erreicht. Hinter der Hauptstraße folgt man kurz der Wieboldstraße, lässt die Kantor-Wiebold-Schule aber rechts liegen und den Neuenkirchener Sportplatz links. So kommen wir schließlich zum Wanderparkplatz Neuenkirchen am kleinen Herbketeich, nicht zu verwechseln mit dem größeren Herbkesee, zu dem die nächste Etappe führt.

Hier der Link zu den GPS-Daten: GPSies

Advertisements

Neuenkirchen, Meller Ringweg, Etappe 3 „Neuenkirchen – Riemsloh“

Wanderparkplatz Neuenkirchen

Meller Ringweg, Etappe „Neuenkirchen – Riemsloh“

Allgemeine Informationen zum Meller Ringweg findet man hier bei der Beschreibung der Etappe „Beutling – Landhaus Uffmann“.

Der Wanderparkplatz Neuenkirchen liegt etwas versteckt an der Herbkestraße, direkt an dem kleinen Herbketeich. Von dort aus überquert man die Hauptstraße. Direkt gegenüber gibt es einen kleinen Durchgang durch die Leitplanken, den man nehmen muss, um immer am Hobebach entlang zum größeren Herbkesee zu kommen. Hier ist es so einladend, dass man am liebsten schon die erste Pause machen möchte – man kann prima die Wasservögel oder den Einbruch der Dämmerung beobachten – aber man ist ja gerade erst losspaziert. Also geht man am Südufer des Sees entlang und gelangt zu den Gehölzen Auf dem Elende und zur Faulen Stunde. Der Heimatverein Neuenkirchen sorgt z. B. durch kleine Brücken dafür, dass man auch dieses unwegsame Gelände gut durchqueren kann.

Man überquert den Spilkenweg und biegt an der nächsten Waldecke rechtwinklig nach Süden ab, so dass man durch freies Feld und vorbei am Hof Meyer zu Heringsdorf auf die Lange Straße kommt. Die hat ihren Namen wirklich verdient, denn sie führt in einer für hiesige Verhältnisse sehr langen Geraden aus Neuenkirchen heraus und durch die Sankt Annerheide nach Sankt Annen.

Vorher hat der Wanderer wieder den Hobebach (man findet auch noch die Bezeichnung Howebach, s.u.) überstiegen. Über die Straße Im Hagen und vorbei am Hof Schürmann nähert man sich der Warmenau, die die in diesem Text erwähnten Bäche aufnimmt, und damit der Stadt- bzw. Landesgrenze. Die große Reitanlage, über die man geht, ist der Hof Hagemann-Krystosek.

Am Ende macht das Sträßchen einen Knick nach Norden, heißt jetzt Zur Howe und führt direkt hinein nach Sankt Annen. Hier hat sich ab dem Mittelalter eine kleine Siedlung gebildet, zuerst um die seit 1323 bezeugte St. Annen-Kluse, dann ab 1505 um die Wallfahrtskirche St. Anna, die bis heute das eigentliche Zentrum des Neuenkirchener Ortsteils Schiplage-St. Annen bildet. Die Kirche ist allein wegen der restaurierten Ausmalungen, die kurz nach der Erbauung entstanden, und des frühneuzeitlihen Inventars einen Besuch wert. Sankt Anna gehört sicherlich zu den zu Unrecht kaum wahrgenommenen Kleinodien auf dem Gebiet der Stadt Melle.

Der Meller Ringweg führt uns durch die Häuser und Gärten des Dorfes hindurch zur Wallenbrücker Straße und zur Ratsherrenstraße, die uns zum Groß-Schiplager-Weg führt. Durch die freie Schiplager Flur und über den Krumkebach wandert man bis zur St.-Annener Straße (L 83), der man nur ein kurzes Stück folgen muss. Man verlässt sie wieder nach rechts, um in das Waldstück nördlich der Straße zu kommen. Jetzt ist man schon in der Riemsloher Bauernschaft Döhren. Hier gibt es am Waldrand auch eine Schutzhütte für die Wanderer.

Man überquert die Straße Stöppelheide und spaziert durch den Wald, an der Kläranlage am Maßbach vorbei in die schönen Neubau-Siedlungen südlich von Riemsloh. Über den Lehmweg erreicht man schließlich den Parkplatz Riemsloh Ortsmitte.

Vom Neuenkirchener Herbketeich bis hierhin sind es ca. zehn Kilometer, für die man ungefähr 2¾ Stunden benötigt. Wenn man Hunger bekommen hat, kann man sich direkt hier am Parkplatz beim Tomatillo wieder sättigen, aber natürlich gibt es in Riemsloh oder  Neuenkirchen noch mehr Möglichkeiten.

Wellingholzhausen, Am Beutling, Meller Ringweg, Etappe 1 „Beutling – Landhaus Uffmann“

Wanderparkplatz Am Beutling

Meller Ringweg, Etappe „Beutling – Landhaus Uffmann“

Der Meller Ringweg ist, wie der Name schon sagt, ein Rundweg um die ganze heutige Stadt Melle inklusive aller ihrer Ortsteile. Er wird deswegen auch Grönegauweg genannt und ist mit einem weißen „M“ gekennzeichnet. Insgesamt ist er 92 km lang. Eine Wanderkarte dazu (auch mit anderen Wanderwegen) gibt es im Rathaus am Markt, hier auch online.

Diese Etappe, mit der wir auf dem Ringweg starten, ist ca. 5,7 Kilometer lang und ich habe dafür gemütliche 1½ Stunden benötigt.

Am Beutling geht es in den Wald hinein.
Am Beutling geht es in den Wald hinein.

Vom Wanderparkplatz Am Beutling geht es diesmal nicht hoch zum Aussichtsturm, sondern – nachdem man noch einmal die Aussicht auf das Dorf genossen hat – östlich am Waldrand um den Berg herum. Die Hasestraße überquerend gelangt man in den dunklen Nadelwald und die Wulfterheide. Man muss dann ein Stück an der Küingdorfer Str. entlanggehen (L95, Vorsicht: kein Fußweg). Dabei sieht man den Turm der Kerßenbrocker Mühle auf dem Barenholt, der einzigen Windmühle in Wellingholzhausen.

10/14
Rosemanns Klause in Kerßenbrock

Am Zusammentreffen von Küingdorfer Straße, Brandhorstweg und Krümpelweg steht eine der bekanntesten Klausen von Wellingholzhausen, die Rosemannsche Klause. Sie ist mit einer Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg verbunden, an dessen Ende sich Bauer Rosemann vor dem Tod durch die Landsknechten retten kann und deswegen 1649 eine Kapelle errichtet. Die jetzige Klause stammt laut Inschrift aus dem Jahre 1861.

Wir biegen rechts in den Krümpelweg ein. Auf diesem überquert man erst den Twissel-, dann den Steinbach, den Sandbach hat man schon auf der Küingdorfer Str. überstiegen. Dies ist eine wasserreiche Gegend und die Bäche fließen in den oder werden zum Laerbach. So gelangt man nach Ober-Kerßenbrock und hier verlässt man in einer Linkskurve den asphaltierten Krümpelweg, um zum Wald des Neuenkirchener Bergs zu kommen. Der Weg führt aussichtsreich am Waldrand entlang. Zur Rechten befindet sich ein gewaltiger Erdhügel. Hier vermuten einige die Reste des Stammsitzes der alteingesessenen Adelsfamilie Kerssenbrock, was aber nicht gesichert ist.

Durch den Wald kommt man zur kleinen Siedlung Im Berge und zum Wanderparkplatz Landhaus Uffmann in Winkelshütten. Mit den Gräben, die das Wasser aus dem Gebiet der Vier Fischerquellen nach Norden abtransportieren, überschreitet man die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, bzw. die Gemeindegrenze zwischen Melle und Borgholzhausen – oder auch die Kreisgrenze zwischen dem Landkreis Osnabrück und dem Kreis Gütersloh.

An beiden Enden dieser Etappe kann man gut einkehren: In Wellingholzhausen im Gasthaus Zum Beutling und in Winkelshütte bei Zurmühlen.