Hüde, Naturschutzstation Dümmer, Naturerlebnispfad Dümmer

Wanderparkplatz Naturschutzstation Dümmer (fürs Navi: Hüde, Am Ochsenmoor 52)

Naturerlebnispfad Dümmer (ca. 5,1 km, ca. 1¼ Std. Gehzeit)

Der Naturerlebnispfad Dümmer dreht eine Runde durch das feuchte Wiesen- und Moorgelände südlich des Dümmers. Die Tour lohnt sich für alle Naturliebhaber und ganz besonders für Vogelfreunde, denn es gibt wirklich sehr viel zu entdecken: Wasser-, Wiesen- und Röhrichtvögel verschiedenster Arten, dazu Greifvögel, Kuckucke, Rabenvögel, Schwalben und viele andere mehr. Es würde den Rahmen dieses Wanderblogs sprengen, ginge ich auf all die Arten ein, die hier zu sehen oder zu hören sind, erzählte ich vom Flug der Kiebitze oder vom Ruf des Pirols. Jedenfalls lohnt es sich unbedingt, ein Fernglas und einen guten Fotoapparat einzupacken.

GPSies - Naturschutzstation Dümmer, Naturerlebnispfad DümmerDirekt an der Naturschutzstation Dümmer führt ein Feldweg nach Westen in die wiedervernässten Wiesen des Ochsenmoors hinein. An verschiedenen Wasserstellen versammeln sich besonders viele Tiere. Am Ende des Wegs geht es rechts ab in Richtung Dümmer See. Am Ochsenmoorturm vorbei kommen wir zu einem kleinen Wäldchen. Dort nehmen wir nicht den Weg nach rechts, der uns zum Wanderparkplatz Ochsenmoor führen würde, sondern gehen mehr oder weniger geradeaus durch den Wald zu der dahinter liegenden Straße.

05/2018
Auf dem südlichen Dümmerteich

Hier biegen wir links ab, um zum Vogel-Beobachtungsturm an der Südseite des Dümmers zu gelangen. An diesem Turm können wir auch das Gebüsch durchqueren und kommen auf den Dümmerdeich. Dem folgen wir nun ein gutes Stück nach Osten, also Richtung Hüde und Marl. Vor dem Deich liegt ein breiter Röhrichtgürtel, der auch wieder seine besonderen Bewohner hat, die man eher hört als sieht. Verschiedene Tafeln informieren über einige Besonderheiten, wie das bei Naturerlebnispfaden ja so üblich ist. Natürlich gibt es auch immer wieder Blicke auf den See und die dahinter liegenden Hügel. Man sieht z.B. schon die Häfen von Hüde.

Schließlich führt uns der Rundweg mit einer neuen Brücke über den recht großen Marler Graben. Hier verlassen wir den Deich und spazieren weiter zum Ortsrand von Hüde, wo wir uns gleich wieder nach Süden wenden. So haben wir die Hüder Marsch, die feuchten Wiesen südlich des Dümmers und westlich von Hüde fast umrundet.

Über das Sträßchen Am Ochsenmoor geht es wieder zurück zur Naturschutzstation Dümmer, wo man voller Eindrücke von der Schönheit der Natur ankommt.

Man kann beim Naturschutzring Dümmer einen Flyer herunterladen, der wesentlich genauer auf die ornithologischen Besonderheiten am Weg eingeht. Hier nennt sich der Rundweg „Durch das Ochsenmoor zum See“.


Strand Hüde, Rundwanderweg Hohe Sieben

Wanderparkplatz Strand Hüde (fürs Navi: Rohrdommelweg 35, Hüde)

Rundwanderweg Hohe Sieben, ca. 3,4 Kilometer

Dieses ist der erste Blogeintrag auf WandererMartin, der sich mit dem Dümmer beschäftigt. Der Dümmer ist der zweitgrößte See in Niedersachsen, nach dem Steinhuder Meer, die Wasserfläche beträgt ca. 13,5 km². Am und mit diesem See wird der Spagat versucht, einerseits ein attraktives Freizeit- und Wassersportangebot bereitzustellen, andererseits Flora und Fauna einen Rückzugsraum zu sichern, der wiederum touristisch erschlossen wird. Über die ökologischen Probleme des Sees, aber auch über seine Vorzüge könnte man seitenweise schreiben.

Das Naturschutzgebiet Hohe Sieben gehört in eine ganze Reihe von Naturschutzgebieten am Dümmer. Es ist ein Sumpfgebiet, wie es sie vor der Eindeichung des Sees hier überall gab. Heute wird das Gebiet künstlich feucht gehalten, um den Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten. (Genauere Informationen der Behörde, des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz finden sie hier.) Unser vom Naturpark Dümmer hervorragend ausgeschilderter Rundwanderweg Hohe Sieben umrundet dieses Naturschutzgebiet, genauer gesagt die Teile hinter dem Dümmerdeich.

Der Parkplatz am Rohrdommelweg liegt direkt am Ostufer des Sees, so dass wir mit einigen Schritten auf dem Deich sind, auf dem wir uns nach rechts nach Norden wenden. Aber schon gleich beim nächsten Weg hinter dem Bielefelder Segel-Club biegen wir wieder nach nach Osten ab und verlassen den Deich über die Regattastraße. So kommen wir auf den Hohen Weg. Zur Rechten befinden sich jetzt teils sehr schmucke Feriendomizile, zur Linken hinter dem Hüder Dorfgraben die Feuchtgebiete des Naturschutzgebietes.

Blick über den Dümmer. Die Pfahlreihe im Vordergrund soll den Wellenschlag am Ufer eindämmen und so das Entstehen von Röhricht fördern.
Blick über den Dümmer. Die Pfahlreihe im Vordergrund soll den Wellenschlag am Ufer eindämmen und so das Entstehen von Röhricht fördern.

Nach den Häusern, aber immer noch am Bach entlang treffen wir auf die kleine Straße Zur Hohen Sieben. Ihr folgen wir, überqueren die Bruchkanal genannte Graft, bis sich an einer Kreuzung eine Möglichkeit ergibt, nach links abzubiegen und wieder auf den Dümmerdeich zu kommen. Die gewaltigen „Viecher“ auf der Weide sind Heckrinder, Nachzüchtungen des Ur, des Ahnherrn all unserer Hausrinder.

Auf dem Deich gehen wir dann – zur Rechten den See, zur Linken den Qualmwassergraben und die Hohe Sieben – zurück zum Ausgangspunkt. Der Blick über das Wasser zu den Dammer Bergen ist immer wieder beruhigend. Auch ein Aussichtsturm ist vorhanden. Auf dem Dümmer gibt es immer viel zu sehen, vor allem von der Vogelwelt, nicht nur verschiedene Entenarten, auch Kormorane, Haubentaucher usw., natürlich auch Surfer und Segler. Der gesamte Rundwanderweg Hohe Sieben hält aber auch im Pflanzenbereich die typischen Bewohner der Feuchtigkeit vor: Weiden, wo viel Wasser steht Schwarzerlen, auch die wunderschönen Schwertlilien mit ihren gelben Blüten und natürlich viele anderes mehr.

Am Parkplatz vorbeigehend können wir (im Sommerhalbjahr) noch bei der Bar dü Mar einkehren: Südsee-Feeling in Niedersachsen. Auch wenn man nur eine kurze Runde gedreht hat, die mehr von Naturerfahrungen geprägt war, ein Cockteil am Strand tut immer gut.

Man kann auch am Dümmer-Museum in Lembruch parken, dann kommen noch ein paar hundert Meter „An- und Abmarsch“ auf dem Deich zum Rundwanderweg Hohe Sieben hinzu und der Spaziergang ist insgesamt ca. 5,5 Kilometer lang.

Einen Info-Flyer des Naturparks Dümmer (siehe Organisationen) zum Rundwanderweg Hohe Sieben finden Sie hier.