Kirchplatz Mettingen, Teutoschleifchen Köllbachtal. Waldentspannung am Wasser

Wanderparkplatz Kirchplatz Mettingen (fürs Navi: Kardinal-von-Galen-Str. 1)

Rundwanderweg Teutoschleifchen Köllbachtal. Waldentspannung am Wasser, inkl. Zuweg (ca. 5,2 km; ca. 1½ Std.)

Das Tecklenburger Land ist eine Premumwanderregion, die beständig weiterentwickelt wird. Neben Klassikern wie dem Hermannsweg und dem Töddenweg gibt es auch schon länger die Teutoschleifen, allesamt Premiumwanderwege ab ca. 6 km Länge. Mittlerweile gibt es außerdem eine Teutostadtschleife und die kürzeren Teutoschleifchen. Unsere heutige Rundwanderung durch das Mettinger Köllbachtal gehört dazu und wird vom Tecklenburger Land mit dem Untertitel Waldentspannung am Wasser angepriesen. Und es stimmt: Wald und Wasser sind hier nah beieinander, wobei der Wald eindeutig die Oberhand gewinnt.

Am besten beginnt man den Spaziergang an der Pfarrkirche St. Agatha, denn dort auf dem Kirchplatz Mettingen stehen genügend Parkplätze zu Verfügung. Über einen kurzen Zuweg geht es es dann zum kleineren Wanderparkplatz Schlangenpättken, wo das eigentliche Schleifchen beginnt.

Der Köllbach am Schlangenpättken

Schon nach ein paar Metern sieht man den Köllbach vorbeiplätschern. Über das Schlangenpättken erreicht man eine Kaskade von Fischteichen, die man links liegen lässt. Dann verlässt der Weg den Bach und begibt sich in den Wald. Dabei erklimmt er sanft den westlichen Hang des kleinen Köllbachtals. Am städtischen Friedhof vorbei und durch prächtigen Buchenwald erreicht man eine große Voliere mit diversen Hühnervögeln. Besonders für mitwandernde Kinder sehr interessant!

Gut ausgeschildert führt das Teutoschleifchen Köllbachtal durch den Wald

Das Teutoschleifchen biegt direkt davor nach links ab, wieder hinunter ins Köllbachtal. Unten wird er Köllbachweg überquert, nicht aber der Bach selber, den man hier nicht zu Gesicht bekommt.

Hinter dem Sträßchen geht es wieder auf schönem Waldpfad bergan, bis man die höchste Stelle der Runde erreicht. Hier macht das Teutoschleifchen kurz vor der Straße Am Nordschacht einen scharfen Linksknick und führt weiter durch den Wald. Kaum merklich geht es hinunter zur steilen Abbruchkante des Kirchsteinbruchs und weiter zum Marienbrunnen. Hier gibt es auch Rastgelegenheiten.

Weiter geht es immer noch auf weichem Waldboden, wieder hinunter zum asphaltierten Köllbachweg. Nach einigen Metern nach links erreicht man ein schönes Kneippbecken. Danach geht es an dem Sträßchen entlang zurück in Richtung Mettingen. Dieses Mal erreichen wir auch wieder den Köllbach und passieren die Fischteiche auf der anderen Seite. Schon vom Waldrand hat man einen schönen Blick auf die neoromanische Kirche St. Agatha im Ortsmittelpunkt.

Blich vom Waldrand auf St. Agatha am Markt

Mittels einer kleinen Brücke überquert man den im Frühjahr erstaunlich wasserreichen Köllbach, der hinter Mettingen in die Mettinger Aa mündet. So erreicht man über den Parkplatz am Schlangenpättken auch wieder den Kirchplatz. Man kann nun noch weiter in den ort hineingehen, z. B. zum Schultenhof oder zum Tüöttenmuseum, beides bekannte Institutionen in der Gemeinde. Im Ort findet man auch Verpflegungsmöglichkeiten, die es unserem Teutoschleifchen Köllbachtal nämlich nicht gibt. Die Ausschilderung ist gut, aber zur Sicherheit findet man bei OutdoorActive die GPX-Daten.

Ostercappeln, Windthorstbrücke, Nr. 1

Wanderparkplatz Windthorstbrücke (fürs Navi: nahe Ostercappeln, Bahnhofstraße 11)

Rundwanderweg Nr. 1 (ca. 3,2 km; ca. 1 Std.)

Der Wanderparkplatz Windthorstbrücke liegt auf der Gemeindegrenze zwischen Bohmte und Ostercappeln. Hier startet der Wanderweg Nr. 1, der eine kleine Runde am hier recht steilen Nordhang des Wiehengebirges dreht. So geht es vom Parkplatz aus auch direkt zum bekannten Wittekindsweg, dem Kammweg des Wiehengebirges. Nr. 1 folgt diesem gut ausgebauten Weg genau auf der Gemeindegrenze gut 500 Meter. Auch der DiVa-Walk führt hier entlang.

Dann geht es rechts hinunter. Der Weg tangiert so die äußerste nordöstliche Ecke der Ostercappelner Siedlungsbebauung. Durch schönen Buchenwald erreicht man die kleine Bergstraße oberhalb der B51, auf der man wieder nach links abbiegt. Noch vor der Eisenbahnbrücke (aber schon auf Bohmter Gemeindegebiet) biegt man wieder nach Norden ab, also bergauf in den Wald hinein.

An der Bahnstrecke 20200315_162903
An der Bahnstrecke

Man übersteigt einen kleinen Hügel und steht plötzlich direkt an der vielbefahrenen Bahnstrecke von Osnabrück nach Bremen. Die Trasse folgt hier dem Rand des Wiehengebirges, verläuft also quer zur eigentlichen Nord-Süd-Ausrichtung. Nr. 1 verläuft so nah an den Gleisen, dass es schon ein bisschen unheimlich ist und man sich bemüht, schnell weiter zu kommen. Der Weg steigt wieder etwas an und hinter den Gleisen sieht man in der Niederung den Mittellandkanal.

Blick zum Mittellandkanal 20200315_163458
Hinter den Gleisen der Mittellandkanal

Schließlich erreicht man die Rückseite eines privaten Anwesens, über dessen Hof man zu einer Fußgängerbrücke über die Bahnlinie kommt. Wir gehen aber nicht über die Brücke, sondern links hinter dem Grundstück wieder hinauf auf den Kamm des Wiehengebirges. Dieser Anstieg hat es in sich, aber bis jetzt war auch noch nicht viel Anstrengungsbereitschaft erforderlich. Dieser Weg über den Kamm wird von den Ostercappelnern Affenbahn genannt – so weit ich weiß, zur Erinnerung oder wegen der einberufenen Soldaten, die mit ihren pelzigen (affenartigen) Rucksäcken diesen Weg zum Ostercappelner Bahnhof nahmen.

Oben erreicht man dann wieder den Wittekindsweg und ist dann ruckzuck am Wanderparkplatz Windthorstbrücke.

Da es verschiedene Zugänge zu dem Rundweg gibt, ist es mit der Kennzeichnung – eine weiße 1 – machmal etwas unübersichtlich. Zur Sicherheit gibt es hier die GPS-Daten: Nr. 1

Zum Schluss wundert man sich über die Infotafel zur Schnippenburg am Wanderparkplatz, denn die Schnippenburg liegt / lag ganz auf der anderen Seite von Ostercappeln.

Mentrup, Wittenbrink / Grafensundern / Urberg, Hagener Rundweg, Etappe „Wittenbrink – Achter de Welt“

Wanderparkplatz Wittenbrink / Grafensundern / Urberg (fürs Navi: nahe Hagen, Iburger Str. 45)

Hagener Rundweg, Etappe 3 „Wittenbrink – Achter de Welt“ und Rückweg (ca. 2,8 km; ca. ¾ Std.)

Dieses ist ein kurzer Weg, um sich mal eben im Hagener Ortsteil Mentrup“die Beine zu vertreten“. Er folgt dem Hagener Rundweg, der beginnend am Rathaus auf über 50 Kilometern den Grenzen der Gemeinde Hagen am Teutoburger Wald folgt. Einige (längere) Etappen werden auch schon in diesem Blog beschrieben.

Vom großen Wanderparkplatz Wittenbrink / Grafensundern / Urberg aus überquert man die Iburger Straße und sieht zur Linken eine Marien-Klause. An einem Schlagbaum geht man vorbei und biegt dann in den ersten Weg nach links ein. Schon nach wenigen Metern verlässt der durch einen weißen Kreis gekennzeichnete Weg den Hauptweg leicht nach rechts, denn er führt nordöstlich an dem stimmungsvollen Teich vorbei, den ein Quellbach des Dillbachs hier speist.

Teich im Wald am Hagener Rundweg Anfang März

Hinter dem Teich kommt man wieder auf den Hauptweg, verlässt diesen aber sofort wieder nach rechts. Man kann sich an dem Wegweiser zur Rastanlage Königsbuche orientieren. Aber schon bevor unser Weg die (ehemalige) Königsbuche erreicht, biegen wir in einen kleinen Pfad nach Westen ein. Der führt uns auf das Sträßchen Achter de Welt, dem wir nach Norden bis zum Wanderparkplatz Achter de Welt folgen. Der Hügel westlich hinter dieser abgelegenen Siedlung ist der Nottberg.

Am Wanderparkplatz drehen wir um und gehen wieder zurück. Dabei ersparen wir uns alle Schlenker, bleiben also immer auf dem Hauptweg. Nur einmal biegen wir links ab, verlassen die Straße Achter de Welt und gehen dieses mal südlich am Teich entlang zum Wanderparkplatz an der Iburger Straße.

Der weiße Kreis des Hagener Rundwegs ist unterwegs noch ganz gut erkennbar. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann bei Outdooractive auch GPS- und andere daten herunterladen. Einkehrmöglichkeiten gibt es an dieser kurzen Etappe nicht.


Pente, Rundweg 5 „Am Zweigkanal entlang durch den Schager Sand“

Wanderparkplatz Pente (fürs Navi: nahe Bramsche, Achmerstr. 12)

Rundweg 5 „Am Zweigkanal entlang durch den Schager Sand“ (ca. 2¼ Std.; ca. 10,3 km)

Südlich der Penter Egge erstrecken sich der Schager Sand. Der heißt so, da diese Besitzungen wohl mal zur heute fast vollständig verloren gegangenen Burg der Familie Schagen gehörten. Um vom Wanderparkplatz Pente dorthin zu gelangen, folgt man zunächst dem Stich- oder Zweigkanal in Richtung Osnabrück. Nach ungefähr einem Kilometer zweigt ein Weg nach Osten ab, auf dem auch der noch recht neue Kulturpfad Königstannen von Terra.vita verläuft. Dem Weg folgend umgeht man das Gelände der Familien-Sport-Gemeinschaft, eines Vereins für Freikörperkultur.

Spätestens jetzt bemerkt man den Sand unter den Füßen. Heute steht auf ihm der Penter Wald, dem Boden entsprechend hauptsächlich Kiefern, aber auch viele Birken und Eichen. Versteckte Hügelgräber zeigen an, dass in dieser Gegend schon sehr lange Menschen leben und wirtschaften. Nicht alle Erhebungen sind Gräber. Teilweise handelt es sich auch um Reste von Binnenland-Sanddünen.

Im Penter Wald 20200125_111936
Im Penter Wald

Im Süden des Penter Waldes befinden sich die Königstannen. Dieses schon zu Hollage gehörende Gebiet verlässt man über Niehaus‘ Kirchweg Richtung Penter Straße. Dahinter erreicht man den idyllischen, im Morgennebel auch etwas gruseligen Schwarzen See, heute vor allem ein Fischereigewässer.

Hinter den gewaltigen Windrädern biegen wir vom Pollerweg, der am Schwarzen See entlangführt, wieder nach Norden ab. Da hier weitere Windkraftanlagen gebaut werden, müssen wir etwas durch die sandige Baustelle klettern, erreichen dann über Wiesen und am Waldrand entlang den Moorweg, jetzt wieder auf Bramscher Gebiet.

Der Moorweg führt uns zum kleinen Wallenhorster Bach, dem wir nach Westen folgen, bis er sich vom Moorweg entfernt. Wir folgen dem Moorweg an der Westseite einer großen, länglichen Lichtung entlang nach Norden. Links von uns befindet sich nun wieder der Penter Wald, der ehemals Königliche Forst Bersenbrück. Im Wald sieht man auffallend viel und schönen, immergrünen Ilex.

Schließlich erreicht man die Hollager Straße und über die die Achmerstraße. Anstatt ihr zu folgen, gehen wir aber links zurück über den Horstweg. Das asphaltierte Sträßchen verlassen wir bald wieder nach rechts und folgen einem schmalen Pfad zum Kanal. An dem geht es zurück zum Wanderparkplatz Pente unterhalb der Egge. Dabei überqueren wir wie auf dem Hinweg den Penter Bach, der unter dem Zweigkanal hindurchgeführt wird.

In dieser einsamen Gegend gibt es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit. Die weiße 5 ist in der Regel noch vorhanden. Die Verwendung eines gpx-Tracks beruhigt aber.

Wellingholzhausen, Am Beutling, Baumlehrpfad

Wanderparkplatz Am Beutling (fürs Navi: Melle, Beutlingsallee 41)

Rundwanderweg Baumlehrpfad (ca. 2 km; ca. ½ Std. plus Informationszeit)

GPSies - Wellingholzhausen, Am Beutling, BaumlehrpfadPünktlich zu Melles 850-jährigen Jubiläum 2019 hat der Heimat- und Verschönerungsverein Wellingholzhausen in seiner „guten Stube“ am Beutling einen Waldlehrpfad eingerichtet.

Informationstafeln am Baumlehrpfad

Auf einer Strecke von ca. zwei Kilometern über und um den „Wellinger Hausberg“ kann man sich über 30 wichtige Baumarten informieren. Zu jedem Baum gibt es eine eigene Station. Die Stellen enthalten die wichtigsten Angaben zu der jeweiligen Pflanze in Text und Bild. Über einen QR-Code kann man sich weitere Informationen beschaffen.

Von Station zu Station folgt der Spaziergänger den grünen Pfeilen. So kann man die gut 30 Minuten an der frischen Luft mit interessanten und unterhaltsamen Informationen aus der Biologie verbinden, wodurch die Runde natürlich länger dauert.

Vom Wanderparkplatz Am Beutling (Aussicht siehe Artikelbild oben) geht es direkt in den Wald. Eine Trinkwassergewinnungsanlage lässt man rechts liegen. Kurz dahinter geht man über einen kurzen Pfad hinunter zum eigentlich Hauptweg, der von der Hasestraße aus hinaufkommt. Am östlichen Hang des Beutlings geht es nach Süden. An einer Lichtung kann man weit über die Streusiedlung von Kerßenbrock blicken.

Schließlich beginnt der Baumlehrpfad etwas kräftiger anzusteigen und man erreicht südlich des Beutlings einen Abzweig. Hier geht es rechts ab direkt zum Aussichtsturm und den Rastanlagen auf 220 m Höhe. Unterwegs sind nicht nur eine Menge Informationsschilder des Waldlehrpfads, sondern auch die historisch interessanten Schneitelbuchen. Da sie immer wieder auf den Stock gesetzt wurden, trieben sie vielfältig aus. Bis heute zeigen sie an, dass die Wellinger Bauern hier oben früher Holz geschlagen haben.

Beutlingsturm

Hinter dem Aussichtsturm geht es recht steil hinunter zum Gasthaus Zum Beutling mit seiner tollen Terrasse. Wenn man dort nicht einkehrt, erreicht man – nachdem man das obere Ende der Beutlingsallee passierte – kurze Zeit später den Ausgangspunkt.

Der gesamte Beutling ist ein schon recht altes Naturschutzgebiet (von 1937).

Auch in diesen Büchern taucht der Wellingholzhausener Beutling auf: