Oberstdorf-Tiefenbach, Breitachklamm, Langer Rundwanderweg

Startpunkt Breitachklamm (für Navi: Oberstdorf-Tiefenbach, Klammstr. 47)

Langer Rundwanderweg (ca. 5,7 km, ca. 2¼ Std. Gehzeit, ca. 305 Höhenmeter ↑↓)

WandererMartin mag die tiefen, engen Klammen, in denen das Wasser brodelt, braust und zischt. Deswegen gibt es auf diesem Blog auch schon Beschreibungen von Wegen durch die Almbachklamm, die Gilfenklamm, die Baybachklamm, die Tscheppaschlucht und die Höllentalklamm. Mit der Breitachklamm kommt jetzt ein weiteres Highlight hinzu.

Die Breitachklamm ist eine der ältesten Touristenattraktionen im Allgäu. Schon in den zwanziger Jahren strömten hier 100.000 Menschen pro Jahr durch, heute sind es ca. 300.000 Besucher. Bei unserem Besuch goss es in Strömen, was in der Klamm überhaupt nicht schlimm war, das Wildwasserschauspiel eher noch verstärkte, und vielleicht war es deswegen überhaupt nicht voll.

Anfangs zeigt sich die Breitachklamm noch recht geruhsam

Wir betreten die Klamm kurz hinter dem Kassenhäuschen bei Tiefenbach, dem sogenannten Unteren Eingang. Die Schlucht wird schnell enger und tiefer. Man sagt, dass es die am tiefsten eingeschnittene Klamm Mitteleuropas ist. Die Breitach donnert zwischen über 100 Meter hohen, senkrechten, teilweise sogar überhängenden Felswänden vom Kleinwalsertal ins Allgäu. An der schmalsten Stelle stehen die Wände nur zwei Meter auseinander. Aber Stege und Treppen und in den Fels gehauene Pfade ermöglichen die gefahrlose Durchwanderung, immer leicht bergan.

Dann wird es schnell spektakulär

Kurz vor dem Ende der Felsenschlucht sieht man hoch über sich einen Metallsteg, der die Klamm überquert. Das ist der Zwingsteg, den wir auch bald begehen werden. Denn nach dem Oberen Ausgang gibt es eine Treppe, die hinauf zu diesem Weg und der kleinen Brücke über die Klamm führt. So hat man noch einmal einen schönen Blick hinunter.

Blick vom Zwingsteg in die Breitachklamm

Dann geht es noch ein bisschen durch den Wald, bis man rechts in den Sesselweg einbiegt. Dieses asphaltierte Sträßchen führt uns zur Alpe Dornach. Hier sollte man nicht vorbeigehen, denn Essen und Ambiente sind spitze. Danach geht es über den Sesselweg weiter bergab, schöne Ausblicke in die Allgäuer Berge inklusive, wieder in den Wald und über die Starzlach zur Klammstraße.

Allgäuer Idylle am Sesselweg

So erreicht man wieder den Parkplatz Breitachklamm am gleichnamigen Gasthaus.

Ein paar Impressionen zur Breitachklamm gibt es in diesen beiden schön gestalteten „Eskapaden-Bänden“.

Mittelzell, Um den Westen der Insel Reichenau

WP Mittelzell (fürs Navi: Reichenau, Pirminstr. 141)

Rundwanderweg Um den Westen der Insel Reichenau (ca. 9,4 km; ca. 2½ Std. plus Pausen)

Diese Wanderung dreht eine Runde im Weltkulturerbe Reichenau. Dieser Status würdigt das ehemalige Benediktinerkloster Reichenau und die kulturelle Bedeutung der Insel. Das besonders milde Klima sorgte und sorgt bis heute für eine Sonderstellung des Eilands und noch immer prägen Gemüse und Weinbau die Landschaft. Auf der Insel gibt es die drei Dörfer Nieder-, Ober und Mittelzell. Hier, tatsächlich ziemlich in der geografischen Mitte der Insel, startet unsere Runde.

Vom zentralen Parkplatz geht es zunächst leicht hinauf zum Aussichtspunkt Hochwart. Die Hochwart überragt den Rest der Insel Reichenau um ungefähr 40 Meter. So kann man sich von dort einen guten Überblick verschaffen, auch über die weitere Umgebung.

Wein, Gemüse und der See, so war es immer auf der Insel Reichenau

Hat man genug gesehen, geht es über Markus-, Schloßstraße und Thurgauer Weg zur Schiffsländle. An diesem Landungssteg erreicht man das Ufer und kann einen Blick über den Bodensee werfen. Von nun an folgt man dem Uferweg, wo immer das möglich ist, viele kleine Buchten und schöne Aussichten über das Wasser inklusive.

Unzählige Buchten säumen den Uferweg, jede ist anders.

Man umrundet die Südwestspitze und erreicht bald den Campingplatz Sandseele. Hier gibt es eine schöne Bade- und eine Einkehrmöglichkeit, auch für Nicht-Camper. Ich empfehle aber, noch etwas weiterzuspazieren, dann erreicht man bald die Norwestspitze beim Dorf Niederzell. Man sieht das Schloss Windegg, s’Bürgle genannt, vermutlich ein ehemaliges klösterliches Gästehaus. Und man erreicht die Basilika St. Peter und Paul. Der romanische Bau ist ein wichtiger Bestandteil des UNESCO-Welterbes. Nebenan steht auch ein kleines Museum mit freiem Zutritt.

Kurz hinter der Kirche erreicht man Georgs Fischerhütte, eine lohnenswerte Einkehrmöglichkeit in der Fischergasse. Weiter auf dem Uferweg erreicht man bald das Strandbad Reichenau. Hier kann man auch einkehren, aber vor allem natürlich im See baden.

Dann geht es noch ein paar Meter am Schilfgürtel weiter, bevor man über das Sträßchen Im Weiler den Uferweg verlässt. So erreichen wir das Zentrum der Insel mit dem heutigen Münster St. Maria und Markus, der ehmaligen Klosterkirche. Heute ist in dem Gebäudekomplex auch der Winzerverein Reichenau beheimatet.

Ein paar Meter weiter erreicht man die Inselhauptstraße, die Pirminstraße, und über die den Wanderparkplatz Mittelzell. Wer noch Lust hat, kann das ganz in der Nähe befindliche Museum Reichenau besichtigen.

Wellingholzhausen, Schützenstraße / Lieth, TERRA.track Von Quelle zu Quelle

Wanderparkplatz Schützenstraße / Lieth (fürs Navi: Melle, Schützenstr. 81)

Rundwanderweg: TERRA.track „Von Quelle zu Quelle“ (ca. 6,5 km; ca. 1 ¾ Std.)

Der Wanderweg trägt den Namen „Von Quelle zu Quelle“ zu Recht, denn er bewegt sich zwischen der Großen Rehquelle und der Almaquelle. Beide Quellen speisen die Hase, deren Hauptquelle auch ganz in der Nähe ist.

Der größte Teil des Rundwegs verläuft auf Dissener Gebiet und die meisten Wanderer steigen am großen Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen an der Rechenbergstraße in den Weg ein. Schöner ist es aber, vom WP Schützenstraße / Lieth in Wellingholzhausen hinunter zur Hase zu spazieren. Auf dem Rückweg kann man die Furt gut als Kneipp-Gelegenheit nutzen, zumal es dort jetzt neue Sitzgelegenheiten gibt.

Hinter der Hase biegen wir rechts ab und laufen Richtung Kronensee. Im Sommer ist er aber hinter Bäumen nur zu erahnen. Auf dem Weg dorthin folgen wir dem Haselauf und überqueren einige Bäche, die von der Amtswiede – dem Wald zu Linken – hinunter zur Hase fließen. Es gibt auch immer wieder kleine Trampelpfade, die zum schattigen Wasser hinunterführen.

Kurz vor der Rechenbergstraße erreichen wir den Startpunkt Kronensee Wellingholzhausen und biegen scharf nach links ab. Der Weg führt uns zur eingefassten Großen Rehquelle. Sie liegt unterhalb des Wegs und bietet immer schattige Rastplätze.

Typisches Landschaftsbild im prächtigen Wald der Amtswiede zwischen Dissen und Wellingholzhausen

Hier biegen wir links ab. Auf einer guten Forststraße geht es durch herrlichen Wald zum Blauen See, dem wir uns von Westen, von oben nähern. Auch das Wasser des Blauen Sees fließt in die Hase. Nutzt man die Bänke am Ufer für eine kleine Pause an diesem idyllischen Ort, sieht man bei dem richtigen Sonnenstand, dass das Wasser eher grün als blau schimmert, was an dem hohen Mineralgehalt des Seewassers liegt (siehe Beitragsbild oben).

Wir lassen den kleinen See linker Hand liegen und nehmen den Weg, der hinter ihm links abbiegt und dabei seinen Zufluss überquert. Wir erreichen die nordwestliche Ecke eines Feldes, das sich hier in den Wald „hineinschiebt“, biegen aber gleich wieder links ab, um über einen schmalen Pfad hinunter zur Almaquelle zu gelangen. Sie (auch Schwarze Welle genannt) ist die wohl stärkste Wasserspenderin im Hasequellgebiet.

Direkt hinter der Schutzhütte fließt die junge Hase vorbei und indem wir sie überqueren, betreten wir das Gebiet von Wellingholzhausen, denn die Hase ist hier die Grenze zwischen den Gemeinden Melle und Dissen. Wir folgen dem Flüsschen abwärts, aber schon blad führen uns Weg, Furt und eine kleine Brücke wieder auf die andere Seite. Hier treffen wir wieder auf den Hauptweg im Hasetal und erreichen über ihn bald die Furt am unteren Ende der Schützenstraße.

Auch im dichten Wald immer gut orientiert

Der TERRA.track ist gut gekennzeichnet. Wenn man sich immer mal wieder kleine Pausen an den Quellen gönnt, wir man für die secheinhalb Kilometer ca. 1¾ Stunden einplanen müssen. Man bewegt sich auf diesem Weg komplett innerhalb des Waldes, es gibt weder Bebauung noch Einkehrmöglichkeit.

Eine verlängerte Variante des TERRA.tracks Von Quelle zu Quelle findet man auch in Ingmar Bojes‘ Wanderführer zum Teutoburger Wald.

Kalkriese, Schloss Neu Barenaue, Themenweg Barenaue

Wanderparkplatz Schloss Neu Barenaue (fürs Navi: Bramsche, Venner Str. 67)

Themenweg Barenaue (ca. 6,6 km; ca. 1¾ Std.)

outdooractive indexDieser Rundwanderweg widmet sich mit mehreren Informationtafeln den Schlössern Alt und Neu Barenaue und dem Leben drumherum. Er ist dem Schlösserweg, der schon in diesem Blog beschrieben wird, sehr ähnlich. Bei jener Beschreibung gibt es auch ein paar Informationen zu den Adelssitzen der von Bar.

Vom WP Schloss Neu Barenaue geht es zunächst zu dem neoromanischen Adelssitz. Aber anders als der Schlösserweg biegt unser Themenweg hier rechts ab und führt direkt zum Mittellandkanal, der auf dem Sträßchen Barenaue überquert wird. Hinter dem Kanal geht es in die Alte Heerstraße nach links und dann rechts in den Campemoorweg. Hier im Bereich Alte Heerstraße / Campemoorweg gibt es auch mehrere Infotafeln und Wanderkarten. Der Campemoorweg ist auch berühmt als Allee der schiefen Linden.

Allee der schiefen Linden bei Alt Barenaue

Kurz hinter diesem „Naturphänomen“ erreicht man schon das Wasserschloss Alt Barenaue. Es befindet sich genau wie sein Nachfolgebau in Privatbesitz und sollte nur mit respektvollem Abstand besichtigt werden.

Hat man sich genug umgesehen, geht man denselben Weg zurück, passiert wieder die Häuser im Umfeld der Burg und spaziert wieder über dieselbe Kanalbrücke. Danach geht man nach links ein Stück direkt am Kanal, einer wirklich viel genutzten Wasserstraße.

Der Mittellandkanal bei den Barenauer Schlössern

An der Info-Tafel Brookstraße / Mittellandkanal gibt es eine Möglichkeit, vom Ufer zur Brookstraße hinunterzusteigen. Während man diesem Sträßchen und der Cheruskerstraße nach Süden folgt, sieht man schon den Turm des Varus-Schlacht-Areals. Man erreicht dann auch bald den Haupteingang von Museum und Park Kalkriese. Auch ohne Museumsbesuch kann man das Restaurant besuchen.

Schließlich erreicht man die Bundesstraße, an der man ein Stück entlanggehen muss, um das Museumsgelände zu umgehen. Das ist nicht so schön, aber auch nicht schlimm. Hinter der Varus-Schlacht kommt noch ein kleines Wäldchen und dann kann man dort rechts auf einen Wiesenweg einbiegen. Der führt über das Gelände des Gasthauses Varus-Deele wieder zum Ausgangspunkt zurück.


Tourist Info Bad Rothenfelde / Kurgarten, TERRA.track Lüdenstein

Wanderparkplatz Tourist Info Bad Rothenfelde / Kurgarten (fürs Navi: Am Kurgarten 12)

TERRA.track Lüdenstein (ca. 5,6 km; ca. 1½ Std.)

Viele der alten und neuen Bad Rothenfelder Wanderwege beginnen im Ort und führen dann hinaus in den Höhenzug Kleinen Berg, so auch der TERRA.track Lüdenstein. Am Lüdenstein ist der Name des Aussichtsturm (fast) auf der höchsten Stelle des Kleinen Berg an der Grenze zwischen Bad Rothenfelde und Bad Laer.

Vom Haus des Gastes geht es an der bekannten Augenklinik vorbei berghoch zur Waldstraße. Dort biegen wir einmal rechts ab, um zur Parkstraße zu kommen. Hier geht es weiter sanft berghoch. Es gibt auch eine schöne Aussicht nach Norden zum Hauptkamm des Teutoburger Waldes.

outdooractive indexAn prachtvollen Gebäuden mit reicher Geschichte vorbei erreicht man am Wanderparkplatz Kleiner Stern / Parkstraße / Weidtmanshof den Waldrand. Hier geht es noch einmal etwas kräftiger hinauf zum Pavillon Adelenblick – einen Blick in die Landschaft gibt es allerdings nicht (mehr), denn die Hütte steht heute mitten im Wald.

Über einen guten Forstweg geht es geradewegs zum Aussichtsturm am Lüdenstein. Der gut 23 Meter hohe Betontum aus dem Jahr 1980 ist zwar selber keine Schönheit, ermöglicht aber schöne Ausblicke über den Wald des Kleinen Berges hinaus. Er steht nur fast auf der höchsten Stelle von 208 Metern, denn die war schon von dem benachbarten Sendemast belegt.

Was für ein schlauer Gärtner ist doch die Natur!

Vom Aussichtsturm geht es wieder auf Rothenfelde zu. So gelangt man zur Bismarckhütte, einer schönen Einkehrmöglichkeit mit langer Geschichte. Von dieser Waldschänke aus geht es weiter nach Osten und man erreicht nach einigen Abzweigungen den Großen Stern, eine große Wegespinne im Wald. Kurz dahinter verlässt man an der Waldstraße wieder den Wald und erreicht wieder die Straße Am Kurpark.

Da man noch nicht so viel gewandert ist, bietet es sich – wie immer in Bad Rothenfelde – an, noch bei den Salinen vorbeizuschauen oder einfach den Trubel im Kurgarten zu genießen.