Barkhausen, Saurierfährten Bad Essen, TERRA.track Kellenberg

Wanderparkplatz Saurierfährten Bad Essen (fürs Navi: Bad Essen, Buersche Str. 161)

Rundwanderweg TERRA.track Kellenberg (ca. 8,6 km; ca. 2 Std.)

Dieser TERRA.track dreht eine Runde über den Kellenberg im Wiehengebirge, genauer gesagt den Kleinen und den Großen Kellenberg. Die gesamte Strecke liegt im Melleraner Ortsteil Buer, nur der Wanderparkplatz liegt schon hinter der Grenze auf Bad Essener Gebiet. Der Weg führt fast ausschließlich durch den herrlichen Wald auf dem Kellenberg, nur selten kommt man an den Waldrand und kann dort die Ausblicke in den Grönegau genießen. Der TERRA.track ist eine neue Zusammensetzung aus alten Bueraner Wanderwegen im Kellenberg und dem überregionalen Wittekindsweg.

Vom WP Saurierfährten Bad Essen geht es zunächst leicht hinauf in den Staatsforst am Kleinen Kellenberg. Unterwegs informieren Tafeln eines Waldlehrpfades die interessierten Wanderer. Nachdem man sich gerade eingelaufen hat, nach ca. 20 Minuten, kommt man an eine größere Weggabelung. Man biegt in die aus Betonplatten zusammengesetzte Forststraße nach links ein und folgt ihr für gut zwei Kilometer. Zur Linken sieht man dabei ab und zu den Glanebach. Der Weg führt über eine Lichtung, die den Blick auf einige Häuser der Siedlung Büschermühle freigibt.

Schließlich biegt man rechts ab und der Terra-Track führt hinunter zum Wanderparkplatz Grüner See. Wer möchte, kann einen Abstecher zum See und zur Hütte machen, der einzigen Einkehrmöglichkeit auf dieser Runde. Ansonsten beginnt hier der Rückweg.

Blick vom Thörenwinkel auf das Kirchspiel Buer. Im Hintergrund der Klimaturm auf der Friedenshöhe

Etwas oberhalb der Kellenbergstraße K 203 geht es in südwestlicher Richtung zunächst zur kleinen Streusiedlung Thörenwinkel. Hierzu gehört das Haus Kellenberg, eine Einrichtung der Jugendhilfe im Besitz der ev.-luth. Stiftung Hünenburg. Nördlich des Thörenwinkel „türmt“ sich deutlich der Große Kellenberg (211 m) auf, den es jetzt zu erklimmen gilt – aber die Steigung bleibt doch moderat. Eine kleine Schutzhütte bietet vorher noch einmal die Möglichkeit zu einer bequemen Rast mit sehr schöner Aussicht am Waldrand und Wanderkarte.

Unser TERRA.track Kellenberg folgt nun dem bekannten Wittekindsweg hinauf zum Kamm. Die Wege werden gleichzeitig immer urtümlicher.

Auf dem Kamm des Großen Kellenberg

Dabei geht es eigentlich fast nur noch schnurgeradeaus zurück zum Ausgangspunkt an den Saurierfährten. Man passiert wieder den betonierten Dr.-Steffen-Weg, den wir vom Hinweg kennen, und kommt auf den Grönegauweg. Dem folgt man weiter nach Westen, zur Rechten die höchste Erhebung des Kleinen Kellenberg (161 m).

An einer Stelle weist ein Wegweiser auf einen Aussichtspunkt hin. Die kleinen Abstecher von gut 100 Metern sollte man machen, denn man kann von dort gut Buer mit dem Turm der St.-Martini-Kirche sehen, in Melle Bueraner Bleistift genannt, und die dahinter liegenden Meller Berge. Zurück auf dem Terra-Track hat man den Ausgangspunkt im Huntetal bald erreicht.

Wer jetzt noch Lust und Kraft hat, kann natürlich noch hinüber auf die andere Straßenseite gehen und die berühmten Saurierspuren betrachten. Es ist nicht weit.

Stukenbrock-Senne, Mittweg, Romantisches Furlbachtal und Furlbachpfad

Wanderparkplatz Mittweg (fürs Navi: Schloß Holte-Stukenbrock, Mittweg 34)

Rundwanderwege „Romantisches Furlbachtal und Furlbachpfad“ (ca. 9,3 km; ca. 2¼ Std. plus Pause)

Eigentlich sind es zwei Wanderwege: Der eine heißt „Romantisches Furlbachtal“, der andere ist der „Furlbachpfad“. Da sie sich sowieso berühren, kann man sie auch gut kombinieren. So entsteht eine schöne, abwechslungsreiche Runde von gut neun Kilometern, die sich eng am Furlbach orientiert.

Der Furlbach ist ein typischer Sennebach. Ökologen sprechen von einem sandgeprägten Tieflandbach. Er kommt aus Augustdorf und fließt in südwestlicher Richtung, um nahe des Steinhorster Beckens in die Ems zu münden.

Im NSG „Schluchten und Moore am oberen Furlbach“

Gegenüber dem Wasserwerk am Mittweg geht es in den Wald hinein. Der gut ausgebaute Waldweg führt in das Naturschutzgebiet „Schluchten und Moore am oberen Furlbach“. Es wurde eingerichtet um das naturnahe Bachsystem mit den begleitenden Gehölzen und den alten Baumbestand zu erhalten. Vom Furlbach selber ist hier noch kaum etwas zu sehen, denn der Weg folgt mit etwas Abstand der nördlichen Kante des Kastentals oder seiner Trockentäler. Immer wieder sind kleine Binnendünen zu übersteigen und moorige Bereiche zu entdecken, immer wieder sieht man auch Wassergewinnungseinrichtungen, denn das Gebiet ist die wichtigste Trinkwassergewinnungszone für die Großstadt Bielefeld.

An den Bentteichen

Schließlich erreicht der Rundweg die schönen Bentteiche. Tief im Wald muten sie recht geheimnisvoll an. Sie sind Relikte alten Tonabbaus, aber heute entwickelt sich hier wieder Moor mit den typischen Moosen und Gräsern. Hier an den Bentteichen überquert der Weg auch die Gemeinde- und Kreisgrenze zum lippischen Augustdorf.

Südlich der Teiche geht es hinunter ins Bachtal, aber der erste Graben, den man überquert ist nicht der Furl-, sonder der Furtbach. Doch es sind auch nur noch wenige hundert Meter zum Furlbach. Man trifft auf ihn an der Ruine der ehemaligen Tütgemühle, denn das Wasser des Bachs wurde von 1885 bis 1925 zum Antrieb einer Mehlmühle genutzt. Die oberhalb liegenden Teiche sind dann auch Reste der Mühlteiche. Noch weiter oberhalb schließt sich das Quellmoor des Furlbachs an, was unser Wanderweg aber nicht berührt.

Hier an der ehemaligen Tütgemühle befindet sich auch der „Knoten“ unserer beiden Rundwege. Wir wechseln also auf den Furlbachpfad, der im Endeffekt eine große Runde um das genannte Furlbachquellmoor dreht. Dabei gehen wir zunächst auf dem Ludwig-Altenbernd-Weg bis zum östlichen Waldrand, von wo aus man auf die Häuser an der Haustenbecker Straße sieht. Der Furlbachpfad folgt dann in südlicher Richtung dem Waldrand. Auf den angrenzenden Weiden sieht man machmal die sehr seltenen Senner Pferde. Das Senner Pferd gehört zu den ältesten deutschen Pferderassen.

Urtümliche Bachabschnitte nahe der ehemaligen Tütgemühle

Schließlich führt uns der Wanderweg wieder in den Wald und das Naturschutzgebiet hinein und zurück zur Mühle am Furlbach. Hier treffen wir wieder auf den Weg „Romantisches Furlbachtal“ und jetzt kommt der Teil, der ihm diesen Namen verliehen hat. Von den Mühlenresten folgen wir dem Bach in seinem Schluchttal fast bis zum Ausgangspunkt, mal direkt am Wasser, mal näher an der Talkante.

In engen Passagen verläuft der Wanderweg direkt am Furlbach

An mehreren Stellen kann man auf dem weißen Sand des Bachbetts eine Runde in dem glasklaren Wasser kneippen. An einigen Stellen ist der Furlbach flach und breit, an anderen schmaler und tiefer in den Untergrund eingeschnitten; er sucht sich seinen Weg. Viele Bäume hängen über und in dem Flüsschen und geben dem Tal das bekannte wildromantische Aussehen, die großen Buchen und Eichen an den Ufern tun das Übrige.

Es sind noch einige Steigungen am Rand des Kastentals zu bewältigen. Kurz vor dem Mittweg überqueren wir den Furlbach und erreichen dann über einen Weg auf der Nordseite wieder den Wanderparkplatz am Pumpwerk.


Die beiden Wege sind mit dem Eisvogel-Zeichen gut ausgeschildert. Eine Einkehrmöglichkeit gibt es unterwegs im NSG nicht. In Ingmar Bojes´ Wanderführer gibt es unter dem Titel „Erfrischungstour 19: Flussromantik“ eine Variante der Tour, die auch westlich des Mittwegs eine Runde dreht.

Oberstaufen-Steibis, Zu den Buchenegger Wasserfällen

Wanderparkplatz Steibis (fürs Navi: Oberstaufen, Am Hößl 10)

Rundwanderweg Zu den Buchenegger Wasserfällen (ca. 7,1 km; ca. 2 Std. plus Pausen und Einkehr)

Diese entspannte Wanderrunde startet am großen, zentralen Parkplatz im Ortsteil Steibis in der Oberstaufener Gemarkung Aach im Allgäu. Hier befindet sich auch die Bushaltestelle „Steibis, Parkplatz“. Die Rundtour führt zu den bekanntesten Wasserfällen der Region, zu den schönen Buchenegger Wasserfällen, die von der Weißach gespeist werden. Die Wasserfälle sind nicht nur für die wunderschöne Natur, sondern auch für das „Gumpenjucken“ bekannt, für das gefährliche Springen in die tiefen Wasserlöcher. In erster Linie bleibt die Gegend um die Wasserfälle aber ein schönes Wandergebiet.

Vom Parkplatz Steibis spazieren wir ein paar Meter die Straße Am Hößl hinunter Richtung Dorf, um hinter dem Gasthaus St. Ull’r wieder scharf links einzubiegen und bergauf zu laufen. So erreichen wir den Golfplatz Steibis und überqueren ihn auch teilweise. Dabei folgen wir dem Stegenbach, bis wir auf das Sträßchen Am Giebel treffen. Der Asphalt endet und bald geht es in den Wald hinein.

Es werden immer mehr Spaziergänger und Wanderer, was schon anzeigt, dass es nicht mehr weit ist bis zu den Buchenegger Wasserfällen. Hier kann man sich längere Zeit umsehen. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist natürlich der sogenannte Große Wasserfall. Überall ist reger Betrieb.

Der sogenannte Große Wasserfall

Für den Rückweg sollte man die Variante über die Alpe Neugreuth nehmen. Die bietet sich zum Einkehren wegen der lecken, regionalen Speisen und Getränke an, die man bei schönen Wetter auf der Terrasse einnehmen kann, und auch wegen der idyllischen Lage.

Nach der Einkehr geht es aussichtsreich durch Wiesen und Wald hinunter zum Stegenbach, den wir wieder überqueren. Weiter geht es über den Christl-Cranz-Weg. Die Benennung erinnert an die Skirennfahrerin Christl Cranz, eine der erfolgreichesten Wintersportlerinnen aller Zeiten, wohl auch eine der erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen überhaupt. Sie lebte von 1947 bis zu ihrem Tod 2004 in Steibis.

Nun ist es nicht mehr weit, bis man auf dem Sträßchen Aachrain die ersten Häuser des Pfarrdorfs Steibis erreicht. Schließlich kommt man auch zur Hauptstraße mit der Bergkäserei Steibis und dem Steibinger Dorfladen und kurz darauf zum Wanderparkplatz Steibis.

 

Oberstaufen-Steibis, Bergstation Hochgratbahn, Hochgrat-Panorama-Rundweg und Staufnerhaus

Startpunkt Bergstation Hochgratbahn (fürs Navi: Talstation Hochgratbahn, Oberstaufen, Lanzenbach 5)

Hochgrat-Panorama-Rundweg und Staufnerhaus (ca. 5,6 km; ca. 2¼ Stunden plus Pausen; ca. 400 Höhenmeter ↑↓)

Von der Bergstation Hochgratbahn geht es auf einem schmalen Steig am Grat entlang zum Gipfel des Hochgrat. Zur Linken öffnet sich das herrliche Panorama, dass dem Wanderweg seinen Namen gegeben hat. Der enge Pfad ist stellenweise durch ein Stahlseil zur Kante hin gesichert. Es gibt auch einen breiteren Wanderweg, der etwas tiefer liegt. Auf beiden Wegen ist eine Menge Betrieb.

Über den Farngrat ist es weniger als ein Kilometer bis zum 1833 Meter hohen Gipfel des Hausbergs von Oberstaufen. Der Hochgrat ist der höchste Berg der Nagelfluhkette mit einem beeindruckenden Rundumblick. Hinter dem Gipfel geht es weiter am Grat entlang hinunter in die Brunnenauscharte. Dabei gibt es immer wieder tolle Ausblicke bis weit ins Westallgäu – wenn nicht Wolken über die Nordwand heraufziehen.

Jeder genießt die Aussicht zwischen Hochgrat-Gipfel und Brunnenau-Scharte.

In der Brunnenauscharte geht es rechts ab, also in südlicher Richtung hinunter. Nahe der Gütlealpe erreichen wir den tiefsten Punkt der Tour. Das heißt, dass danach wieder ein kräftiger Anstieg folgt. Über die Alpe Obergelchenwang und durch die Weidegründe erreicht man den oben angesprochenen unteren Weg zum Hochgratgipfel und darüber dann die Bergstation Hochgratbahn. Hier kann man im Bergrestaurant einkehren.

Empfehlenswert ist es aber auch, weiter zum urgemütlichen Staufner-Haus zu gehen, das schon 1907 bis 1909 hier oben erbaut wurde. Die Aussicht von der Terrasse ist fantastisch und dazu noch die gute Hüttenkost … Es sind nur ein paar hundert Meter, die man hinunter und dann wieder hinauf läuft.

Ausblick vom Staufnerhaus ins Allgäu

Weitere aktuelle Informationen gibt es hier: Hochgrat.de

Oberstdorf, Bergstation Höfatsblick der Nebelhornbahn, Zum Seealpsee

Startpunkt Bergstation Höfatsblick der Nebelhornbahn (fürs Navi: Talstation Oberstdorf, Nebelhornstr. 67)

Zum Seealpsee und zurück (ca. 5,8 km; ca. 2¼ Std. Gehzeit; ca. 370 Höhenmeter ↑↓)

Der Seealpsee ist ein wunderschöner Hochgebirgssee über Oberstdorf. Man kann ihn mit der Nebelhornbahn und einer kleinen Wanderung erreichen. Dazu muss man die Nebelhornbahn an der Station Höfatsblick verlassen. Das ist die zweite Station der Bahn, sie liegt auf 1932 Meter Höhe. Die erste Sektion endet an der Station Seealpe auf 1280 Metern.

Direkt an der Seilbahn-Station befindet sich das Edmund-Probst-Haus, eine Übernachtungsmöglichkeit des DAV. An der Bergstation des Skiliftes Sonngehrenbahn und der Gaißalpe vorbei kommt man auf den Wanderweg.

Der Weg 4, auch Höfatsweg genannt, führt zunächst auf den Zeigersattel (ca. 1920 m). Normalerweise hat man hier eine grandiose Aussicht auf den Hauptkamm der Allgäuer Alpen, die Höfats usw., aber das Nebelhorn macht seinem Namen auch oft alle Ehre, so dass die Sicht eingeschränkt ist.

Vom Zeigersattel geht es nun über den Weg 4a hinunter zum faszinierenden Seealpsee, den man des Öfteren im Blick hat. Dabei durchquert man die Weidegründe der Hinteren Seealpe, oft auch im Hochsommer noch mit kleineren Schneefeldern, und passiert schließlich auch diese Alpe. Ein Bilderbuchpanorama mit dem grünschimmernden See ist ständiger Wegbegleiter.

Die Hintere Seealpe vor dem Seealpsee. Über die Seewände zieht der Nebel herauf.

Nun ist es nicht mehr weit, bis man das Seeufer erreicht. Jetzt erst wird deutlich, wie groß der See ist. Nachdem man sich unten am Wasser genug umgesehen hat, geht man auf demselben Weg wieder zurück. Man sollte auch einen Blick für die vielfältige Pflanzenwelt der feuchten Bergwiesen haben.

Alles da!

Wiesen, Blumen, Berge und der Seealpsee

Die Hintere Seealpe bietet sich als Einkehrmöglichkeit beim Aufstieg an. Hinter dem Zeigersattel nehmen wir diesmal nicht den Weg am Edmund-Probst-Haus vorbei, sondern machen noch einen Schlenker am Skilift Koblatbahn vorbei und erreichen die Bergstation Höfatsblick der Nebelhornbahn von Norden. Hier gibt es noch das Nebelhorn Marktrestaurant und die Panoramabar Gemsnest.

Wenn man das entsprechende Ticket hat, kann man auch noch hoch zum Nebelhorn-Gipfel fahren und dort eine Panoramatour drehen, bzw. den bekannten 400-Gipfel-Blick genießen.

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