Müden (Örtze), Am Lönsstein / Wietzer Berg, W4 „Sagenhafte Sicht im Elfenland“. Kurze Tour

Wanderparkplatz Am Lönsstein / Wietzer Berg (fürs Navi: Faßberg, Hermannsburger Str.)

Rundwanderweg W4 „Sagenhafte Sicht im Elfenland“. Kurze Tour (ca. 5,5 km; ca. 1¼ Std.)

GPSies - Müden (Örtze), Am Lönsstein / Wietzer Berg, W4 Sagenhafte Sicht im Elfenland. Kurze TourAm Wanderparkplatz Am Lönsstein / Wietzer Berg beginnen drei Varianten des Rundwanderwegs W4 „Sagenhafte Sicht im Elfenland“: die kurze, die mittlere und die lange Tour. Die kurze Tour mit dem grünen Kreis konzentriert sich auf die Umgebung des Wietzer Bergs mit seiner schönen Heidefläche, hat also mit dem Bonsdorfer Elfenberg gar nicht zu tun, auch wenn das der werbewirksame Name des Wanderwegs 4 vermuten lässt. Aber auch so ist es ein sehr schöner Weg mit toller Fernsicht und genau wie in Arno Schmidts Zitat: „Gebt mir Flachland, mit weiten Horizonten, Kiefernwälder, süß und eintönig, Wacholder und Erica; und an der Seite muß der weiche staubige Sommerweg hinlaufen, damit man weiß, daß man in Norddeutschland ist.“

Dieses und andere Literatenzitate findet man am Rande des bekannten Heidschnuckenwegs, über den es zunächst hinauf auf den Wietzer Berg geht, auf dessen Kuppe sich der Lönsstein befindet. Er ziert auch das Wappen der Gemeinde Faßberg, zu der diese ganze Gegend gerechnet wird. Beim leichten Aufstieg sieht man außerdem mehrere Grabhügel. Am interessantesten ist aber natürlich die wunderschöne Heidefläche und die weite Sicht nach Süden.

Hinauf zum Wietzer Berg 20180801_143954
Hinauf zum Wietzer Berg. Die Heideblüte beginnt langsam.

Hat man sich genug umgeschaut, geht es wieder hinab vom Wietzer Berg und in den nördlich anschließenden Wald. Darin erinnern Lindestein und Fritz-Flebbe-Stein an weitere Heideliebhaber. W4 erreicht nun den Siedlungsrand des Faßberger Ortsteils Müden (Örtze).  Über die Straßen Am Gehäge, Am Sägewerk und Heuweg erreicht man den Tierpark Müden. Hier befinden sich auch gute Parkgelegeheiten, sogar ein Wohnmobilstellplatz, so dass man auch hier sehr gut in den Rundwanderweg einsteigen kann.

Vom Heuweg biegen wir nach rechts, also nach Westen ab. Das Sträßchen Willighausen führt uns auf die gleichnamige Bauernschaft zu. Durch Wietzer und Müdener Feld erreichen wir wieder dem Wanderparkplatz, auf dem sich auch eine kleine Einkehrmöglichkeit befindet, der lüdde Löns.

Die kleine, aber typische Heidetour lohnt sich auch, wenn die Heide nicht blüht. Wer sich darüber informieren will, kann aber sicherheitshalber beim Heide-Barometer nachgucken. Weitere Infos zum W4 und tolle Fotos gibts auf lueneburger-heide.de.


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Steinhagen, Berghotel Quellental, S6

Wanderparkplatz Berghotel Quellental (fürs Navi: Steinhagen, Quellental 10)

Rundwanderweg S6 (ca. 5,1 km; ca. 1 Std.)

Auch dieser Wanderweg gehört in die Reihe „Leider verlorengegangene Wege“. Hinter (!) dem kultigen Berghotel Quellental steht noch eine alte Wandertafel, auf der der Weg S6 eingezeichnet ist. Er ist sehr ähnlich dem neuen A5, der bis vor Kurzem noch A7 hieß und der hier beschrieben wird.

GPSies - Steinhagen, Berghotel Quellental, S6Anders als der A5 nimmt / nahm der S6 den direkten, steilen Aufstieg zum Peter auf’m Berge. Am Pass befinden sich Wanderparkplatz und Einkehrmöglichkeit. Der Weg ist noch gut zu erkennen, wenn er auch zuwächst oder als Holzlagerplatz verwendet wird. Am Peter überquert man dann die L778 und wandert auf dem Hermannsweg nach Westen bzw. Nordwesten. S6 bleibt auch auf dem Kamm, während A5 weiter nördlich und tiefer am Hang entlangführt. Schließlich erreicht man eine große Wegespinne an einer gewaltigen, vielstämmigen Buche und auch A5 kommt von rechts hier an. Wie dieser führt S6 hier nach Süden durch den Hohlweg hinunter zum Schwedenpatt und zum großen Siek bei der Siedlungsstelle Langenberg. So hat man den Palsterkamper Berg quasi südlich umrundet.

Blick vom südl. Waldrand 20180715_104214
Blick vom südlichen Waldrand des Teutoburger Waldes

Man erreicht den südlichen Waldrand des Teutos und spaziert bei einer tollen Weitsicht zurück nach Osten. Man kann bei klarem Himmel nicht nur über Steinhagen und das Ravensberger Land sehen, sondern erblickt sogar die weit entfernte Paderborner Hochfläche mit ihren vielen Windrädern.

Über den Leberblümchenweg erreicht man wieder die zu überquerende Bielefelder Straße und den Ausgangspunkt am Berghotel Quellental.


Börninghausen, Balkenkamp, A9 = Reflexion – Wanderweg Wiehenturm

Wanderparkplatz Balkenkamp (fürs Navi: Preußisch Oldendorf, Auf dem Balkenkamp 1)

Rundwanderweg A9, identisch mit VitalWanderWelt Reflexion – Wanderweg Wiehenturm (ca. 5,8 km, ca. 1¼ Std.)

Schon lange gibt es im Preußisch Oldendorfer Ortsteil Börninghausen am Wiehengebirge den Rundwanderweg A9. Die VitalWanderWelt Teuto hat ihn „aufgepeppt“ zu einem Weg mit dem Namen „Reflexion – Wanderweg Wiehenturm„. Daran kann man schon sehen, das man auch gut am großen Wanderparkplatz Schwarzer Brink / Wiehenturm in den Weg einsteigen kann.

GPSies - Börninghausen, Balkenkamp, A9 = Reflexion - Wanderweg Wiehenturm

Ich beginne aber am kleinen Wanderparkplatz Balkenkamp, wo die Sträßchen Auf dem Balkenkamp, Burgstraße, Sachsenweg und der Wittekindsweg zusammentreffen. Man geht zunächst nach Westen zum Waldrand. Hier beginnt der eigentliche Rundweg A9. Wir nehmen die rechte Wegvariante, so erreichen wir schon bald den ersten „Erlebnispunkt der VitalWanderWelt“, „Versöhnen und Verzeihen“. Dahinter öffnet sich einer schöner Blick nach Norden zum Offelter Berg. Sicherlich lohnt es sich, die Zitate und Gedanken von Ringelnatz zu reflektieren, aber mehr noch locken die stillen und angenehm hügeligen Wälder.

Also geht es bald weiter und man spaziert auf einem gut ausgebauten Weg durch abwechslungsreichen Wald, bis man nach gut zwei Kilometern den Wiehenturm und seine Schutzhütte erreicht. Von der Aussichtsplattform des ca. 23,5 m hohen Turms auf fast 200 Meter Seehöhe hat man natürlich einen tollen Blick ins Eggetal im Süden, aber auch in die Norddeutsche Tiefebene nördlich des Wiehengebirges. Der Wiehenturm steht auf dem westlichen Sporn des Geisbergs, den man also auf Hin- und Rückweg zur Linken hat.

Blick vom Wiehenturm nach Norden 20180708_105636
Blick vom Wiehenturm nach Norden

Wenn man die 116 Stufen wieder hinuntergestiegen ist, kann man sich an der Station „Optimismus“ ein Beispiel an Karl Valentin nehmen.

Bekannte Wanderwege führen hier am Wiehenturm vorbei, z. B. der Limberg-Nonnenstein-Weg oder der Eggetaler-Panorama-Rundwanderweg. Nun führt der Weg, zunächst als nach Förster Max Nowara benannter Weg am Waldrand, dann wieder tiefer im Mischwald zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs passiert man den Erlebnispunkt „Glück“. Dessen Gedanken werden mit einem Voltaire-Zitat eingeleitet. Wer nun noch einkehren möchte, kann am Wanderparkplatz Balkenkamp mit seiner schönen Rastanlage vorbei das kurze Stück zum Forsthaus Limberg gehen. Dann kann man auch gleich die Burgruine nebenan besichtigen.


Bardüttingdorf Schule, A1

Wanderparkplatz Bardüttingdorf Schule (fürs Navi: Spenge, Kreuzfeld 162)

Rundwanderweg A1 (ca. 6,3 km, ca. 1½ Std.)

Im Spenger Ortsteil Bardüttingdorf gibt es die lokalen Wanderweg A1 bis A4, die jetzt alle bei WandererMartin gelistet sind, und die beiden Wanderparkplätze Bardüttingdorf Warmenau und Bardüttingdorf Schule. Eigentlich kann man alle Wege von beiden Startpunkten aus gut erreichen. Dieses Mal starte ich wieder an dem Parkplatz unter der gewaltigen Linde an der Schule.

GPSies - Bardüttingdorf Schule, A1Der Wanderweg A1 führt wie auch A2 und A3 zwischen der kleinen Grundschule und der Feuerwehr hindurch zum Sportplatz auf dem Westerland. Hinter dem „Stadion“ geht es über den Heinrich-Weber-Weg wieder hinunter zum Siedlungsteil Wichlingshauser Höfe. Hier biegen wir auf der Baringdorfer Straße links ab und kommen so zur Hauptstraße, zur Düttingdorfer Straße L922. So gelangen wir in die Siedlung Hengstenberg, wo der Königsbrücker Weg beginnt. Der heißt natürlich so, weil er zu dem gleichnamigen Schloss oder Gut führt.

Sobald man aus dem Wald hinauskommt, überquert man an der Niedermühle den Grenzfluss zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die Warmenau. Man sieht ein schönes Gebäudeensemble und hat auch den ersten Blick auf die Rückseite der Schlossanlage, auch auf das etwas höher gelegene Neuenkirchen mit der Christophoruskirche.

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Das Hauptgebäude des wunderschönen Schlosses Königsbrück

Schloss Königsbrück gehört sicherlich zu den schönsten Schätzen des Grönegaus. Wenn man durch das verschlossene Tor blickt, sieht man die noch übrigen dreigeschossigen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in einer romantischen, von mehreren Gräften und der Warmenau umflossenen Anlage.

Ein paar Meter weiter führt ein Fußweg um das Schloss herum zu einer Fußgängerbrücke über die Warmenau, zurück in den Kreis Herford. Früher war hier die zentrale Zufahrt zum adeligen Wohnkomplex, weswegen der große Giebel auch in diese Richtung, nämlich Richtung Bielefeld und Grafschaft Ravensberg, schaut. Um so bedauerlicher ist es, dass die kleine Brücke jetzt wegen Baufälligkeit auch für Fußgänger gesperrt ist.

Man muss also den Fußweg wieder zurückgehen und links abbiegen und so in einem großen Bogen über den Königsbrücker Weg (Melle) und die Düttingdorfer Straße zurück nach Bardüttingdorf-Hengstenberg wandern. Ginge man verbotenerweise über die Brücke, erreichte man über einen schönen Waldweg den Dicken Kamp und dann die Düttingdorfer Straße.

Man kann nun über die Krullmannstraße zum Königsbrücker Weg (Spenge) gehen, über den man gekommen ist. A1 sieht aber vor – und das ist auch schöner – dass man die Hauptstraße ein paar Meter weiter südlich in der scharfen Kurve am Haus Nr. 355 verlässt und über den Wiesenweg zur kleinen Hengstenberger Straße geht. An deren Ende erreicht man den Heuweg und über den – vor dem Wald nach links abbiegen – kommt man zur Baringdorfer Straße und somit zu dem Weg, über den man gekommen ist. So geht man noch einmal über den Hügel mit dem Sportplatz, genießt die Aussicht und ist schon wieder am Wanderparkplatz an der Schule.


Talstation Seilbahnen Thale, Durch das Bodetal von Thale nach Treseburg

Startpunkt Talstation Seilbahnen Thale (Goetheweg 1, fürs Navi / Parkplatz-Adresse: Parkstr. 1)

Streckenwanderweg „Durch das Bodetal von Thale nach Treseburg“ (ca. 8,6 km, ca. 3 Std.)

Das Bodetal wird werbewirksam auch als Grand Canyon des Harzes vermarktet, noch attraktiver ist vielleicht die Bezeichnung „gewaltigstes Felsental nördlich der Alpen“, die der alte Goethe verwendet haben soll. Jedenfalls ist das Tal eine ganz bekannte Naturschönheit und ein Naturschutzgebiet, speziell der schluchtartige Teil zwischen Treseburg und Thale. Und auch der Bodetalwanderweg in diesem Teil ist ein bekannter, viel begangener Klassiker der Harz-Wanderwege, auch ein Teil des Harzer Hexenstiegs.

In Thale versucht man, diese Schönheit und Bekanntheit zu nutzen und mit den verschiedensten Attraktionen die Touristen anzulocken, deswegen gibt es auch den großen Parkplatz an der Parkstraße. Von hier aus erreicht man in wenigen Gehminuten die Talstationen der Seilbahnen zum Hexentanzplatz oder zur Roßtrappe. Man kann auch gut oben an der Roßtrappe parken, schaut sich dieses Massiv mit dem sagenhaften Hufabdruck und die Schlucht darunter in Ruhe an und fährt dann mit dem Sessellift zur Talsation hinunter und wandert los.

Felslandschaft im „gewaltigsten Felsental nördlich der Alpen“

GPSies - Talstation Seilbahnen Thale, Durch das Bodetal von Thale nach TreseburgAuf der Wanderung durch das Bodetal von Thale nach Treseburg kann man sich nicht verlaufen, man folgt einfach dem Weg am Fluss oder auch dem Kennzeichen des blauen Dreiecks, bis man in Treseburg angekommen ist. Während Thale am Harz liegt, wandert man jetzt buchstäblich in den Harz hinein. Gleich zu Beginn sind die Granitfelsen zu beiden Seiten des Flusses, also Roßtrappe und Hexentanzplatz besonders hoch, bis zu 250 Meter über dem Fluss. Schon bald erreicht man das Gasthaus Königsruhe im Hirschgrund. Hier kann man sich z. B. im Biergarten für die restliche Tour stärken.

Diese restliche Tour führt auf und ab, immer in Kontakt zur teilweise recht wilden Bode. Die Teufelsbrücke und andere Aussichtspunkte ermöglichen faszinierende Einblicke in die Schlucht, in der Wasser, Wald und Felsen harmonieren. Ab und zu kann man auch die Füße im klaren Wasser abkühlen.

In Treseburg angekommen kann man sich in einer der Einkehrmöglichkeiten erholen oder auch den Bus zurück zum Ausgangspunkt nehmen. Mit guter Kondition kann man auch über den Hexentanzplatz zurückwandern.

Da der Weg zwischen Thale und Treseburg nicht einfach zu gehen ist, wird man ca. drei Stunden für die Strecke in eine Richtung benötigen.

Natürlich taucht diese klassische Tour auch in diesen Wanderführer mit weiteren Informationen auf: