Belm, Tieplatz, Richtstätten-Rundweg

Wanderparkplatz Tieplatz (fürs Navi: Belm, Am Tie 2)

Richtstätten-Rundweg, (ca. 7,3 km; ca. 1¾ Std.)

Der Richtstättenweg ist wahrscheinlich der bekannteste der Belmer Wanderwege. Das könnte an der gruseligen Geschichte liegen, die dahintersteht, aber auch an der abwechslungsreichen Landschaft, durch die er führt. Drei kleine Besonderheiten kommen außerhalb des Orts dazu: die Schwedenschanze, die Schneitelbuchen und die ehemalige Richtstätte.

GPSies - Belm, Tieplatz, Richtstätten-RundwegDer Rundweg beginnt am Tieplatz in Belm unter der Waterloo-Eiche und gegenüber der alten Dionysiuskirche. Über die Belmer Straße geht es an der evangelischen Christuskirche vorbei zum Heideweg und zum Friedhof. Sollte es im Ortskern zu voll sein, kann man auch gut an der Friedhofskapelle oder direkt am Startpunkt Friedhof Belm parken, um in den Richstätten-Rundweg einzusteigen.

Auf den ersten Metern immer im Blick: der Osnabrücker Schinkelturm

Durch die freie Flur im Süden Belms geht es dann in Richtung Schinkelberg, den Schinkelturm immer im Blick. Wenn man den Waldrand erreicht, orientiert man sich nach rechts. Man geht ein Stück auf der Bergstraße und kann die schöne Aussicht genießen. An der Wanderkarte geht es dann aber nach Westen in den Wald hinein.

Schon bald erreicht man einen Gedenkstein, der daran erinnert, dass sich hier auf dem Schinkelberg im Dreißigjährigen Krieg die sogenannte Schwedenschanze befand. Tatsächlich ist diese Stelle höher als der Punkt hinter der Autobahn, auf dem der Osnabrücker Fernmeldeturm steht. Von hier aus organisierten die Schweden 1633 erfolgreich die Belagerung und Eroberung der Stadt Osnabrück. Ihr Heerführer, der junge Gustav Gustavson, übernahm dann das gesamte Hochstift Osnabrück und den Platz des bis dahin amtierenden Bischofs Franz Wilhelm von Wartenberg auf der Iburg.

Mit dieser Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krige geht es hinunter in Richtung der neuen A33. Kurz vor der Autobahn(baustelle) entdeckt man ein kleines Wäldchen voller gewaltig großer, aber doch sonderbar aussehender Buchen. Es handelt sich um Schneitelbuchen, die auf ungefähr zwei Meter Höhe zur Holzgewinnung gekappt wurden, zum Teil sogar mehrfach. Nach einiger Zeit haben die Bäumer wieder ausgeschlagen und über die Jahrzehnte bildeten sie teils zwillenartige, teils mehrstämmige Kronen.

Einige der alten Schneitelbuchen stehen noch.

Hier führt wegen der Autobahn-Bauarbeiten ein Pfad den Hügel hinauf auf den nächsthöheren Weg. Man kann auch ein Stück weiter gehen bis an die Autobahn heran und dann da entlang bis zur nächsten Öffnung im Bauzaun. Schöner ist es im Buchenwald. Nach einigen Metern gen Osten macht man einen Links-Rechts-Schwenk, um auf den eigentlichen Hauptweg zu kommen, die Verlängerung des Heidewegs.

An der nächsten Kreuzung zweigt ein Weg nach Norden ab, über den man gut ausgeschildert zu der Richtstätte Belmer Sundern kommt, die dem Rundweg den Namen gab. Ein Gedenkstein und eine Informationstafel erinnern hier an die an diesem Ort Mitte des 19. Jahrhunderts vollstreckten Hinrichtungen. Zwei Männer und eine Frau wurden hier wegen Mordes geköpft, was teilweise in ein wüstes Spektakel ausartete.

Wenn man sich genug über die menschlichen Niederungen gegruselt hat, spaziert man den Weg wieder zurück bis zur oben erwähnten Kreuzung und biegt dort in Richtung Belm ab. An einem Zaun bzw. am Waldrand entlang geht es dann zunächst wieder nach Süden. Wir halten uns immer am Waldrand und erreichen so über die Bergstraße die Schweitzerstraße. Jetzt sind wir wieder im Belmer Siedlungsgebiet angekommen. Immer geradeaus erreichen wir die Straße Zum Sportplatz. Am Schützenhaus vorbei und zwischen den Sport- und Schulanlagen hindurch erreichen wir wieder den Heideweg und über den unseren Ausgangspunkt Am Tie.

Eine richtige Gaststätte gibt es hier im Dorfkern m. W. nicht mehr, aber die Bäckerei Steuwer bietet sich als Einkehrmöglichkeit an.

Gesmold, Bifurkation, Gesmolder Ringweg, Etappe „Bifurkation – Wiedebrocksheide“

Wanderparkplatz Bifurkation (fürs Navi: Melle, Allendorfer Str. 52)

Gesmolder Ringweg, Etappe „Bifurkation – Wiedebrocksheide“, ca. 6,3 km; ca. 1½ Std.

Der Gesmolder Ringweg, also die große Runde um den Meller Stadtteil Gesmold, taucht bei WandererMartin schon einmal auf, nämlich die Etappe vom Dratumer Wald zur Bifurkation. Heute geht es weiter – von der Bifurkation an der Grenze zu Dratum-Ausbergen bis zur Wiedebrocksheide.

GPSies - Gesmold, Bifurkation, Gesmolder Ringweg, Etappe „Bifurkation – Wiedebrocksheide“Man beginnt also an der berühmten „Flussteilung“ in Hase und Else. Die Anlage wird vom Heimatverein Gesmold in hervorragendem Zustand gehalten. Wenn man sich an der Bifurkation und dem dazugehörenden Lernstandort genug umgesehen hat, geht es weiter duch die Feuchtwiesen und über Hase und Else, bis man den Ortsrand von Gesmold erreicht.

Welsh-Black-Rinder helfen bei der naturnahen Beweidung an der Bifurkation

Man überquert die Gesmolder Straße und spaziert dann an der Else entlang, die hier schon erstaunlich groß geworden ist. Auf der anderen Flussseite befinden sich die Anlagen von Viktoria Gesmold mit dem noch relativ neuen Kunstrasenplatz.

An der nächsten Else-Brücke biegt man aber rechts ab und verlässt so das Flüsschen. An der Sporthalle vorbei kommt man zum Bürgerhaus Gesmold. Dies ist der übliche Startpunkt für den Gesmolder Ringweg. Über die Straße An der Else geht es etwas bergauf. So erreicht man die Papenbreede und hier geht es links ab in Richtung der St.-Petrus-Kirche, die noch immer inmitten des Friedhos liegt. Dieses kulturhistorische Kleinod, mit richtigem Namen Sankt Petrus ad Vincula (Sankt Peter in Ketten), eine der seltenen Rundkirchen, tatsächlich ein Zwölfeck, wird im Osnabrücker Land viel zu wenig gewürdigt. Der Architekt Quaet-Faslem orientierte sich hier am römischen Pantheon.

Hinter der Peterkirche erreicht und überquert man über die Straße Zur Femlinde wieder die Gesmolder Straße, die Hauptstraße des Ortes, die auch die Verbindung nach Melle herstellt. Die Femlinde ist ein mittelalterlicher Gerichts- und Versammlungsort, der heute noch das Wappen des Stadtteils ziert. Im Ortskern gibt es auch verschiedene Einkehrmöglichkeiten.

Das kleine Wäldchen auf dem Loh von Süden aus

Oberhalb der Hauptstraße geht es über die Lohstraße durch eine große Siedlung weiter bergan zum Loh, der höchsten Erhebung in Gesmold. Hier oben kann man gut Rast machen. Noch immer ist auf der Hügelkuppe ein Loh, ein kleines Wäldchen. Die Aussicht nach Melle und ins schöne Wellingholzhausen wird durch Infotafeln erklärt.

Hat man sich alles angeschaut, geht es südlich des Lohs hinunter. Die Funkanlage auf dem Bornsbrink, dem ehemaligen Flugplatz des Generals Montgomery zieht den Blick auf sich. Mit einem Links-Rechts-Schwenker kommt man durch die Bauernschaft Wennigsen hinunter zur Allendorfer Straße, der L108.

Der kleine Häuserdrubbel hier unten ist der Kuckuck. Über die kleine Straße Am Kuckuck geht es über den Strothbach und weiter auf Wellingholzhausen zu. Am Rechtsknick des Sträßchens gehen wir aber geradeaus weiter und erreichen so den Parkplatz Wiedebrocksheide. Heute ist die Wiedebrocksheide ein großes Waldgebiet.

Von hier aus führt der Gesmolder Ringweg zurück nach Wennigsen und weiter zum Schloss Gesmold führt.

 

 

 

Werther (Westf.), Teutoburger-Wald-Weg, Ravensberger Lichtlandschaften in Ober-Isingdorf, Nördliche Route

Wanderparkplatz Teutoburger-Wald-Weg (fürs Navi: Teutoburger-Wald-Weg 8)

Rundwanderweg Ravensberger Lichtlandschaften in Ober-Isingdorf, Nördliche Route (ca. 6,4 km; ca. 1½ Std.)

Das Projekt der Ravensberger Lichtlandschaften in Ober Isingdorf hatte oder hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Ravensberger Hügelland artenreiche Grünlandflächen, Säume und Waldränder zu entwickeln. In diesem Zusammenhang entstanden auch zwei Rundwanderwege, ein nördlicher und ein südlicher. Natürlich kann man auch gut beide Routen zusammen abwandern und natürlich bietet es sich an, nicht gerade die Zeit der Vegetationsruhe zu nutzen. Ich habe es aber gemacht, da ich gerade in Werther war, werde aber später im Jahr noch einmal wiederkommen.

GPSies - Werther (Westf.), Teutoburger-Wald-Weg, Ravensberger Lichtlandschaften in Ober-Isingdorf, Nördliche RouteAm Wanderparkplatz Teutoburger-Wald-Weg am Sportplatz in Werther gibt eine Tafel Informationen über die bearbeiteten Flächen am Rundweg. Dieser Weg führt hinter den Häusern zum Schwarzbach und an diesem entlang mit dem Rundwanderweg A4 in südlicher Richtung. Zwischen dem Weg und dem Hof Venghaus befinden sich auch die gewaltigen Hochwasserschutzbecken, um die es in Werther viele Diskussionen gab.

Schöner Januar-Blick über Ober-Isingdorf

An Bach und Waldrand entlang gibt es schöne Ausblicke auf die gegenüberliegende Hügelkette des Teutoburger Waldes. Schließlich erreicht man den Isingdorfer Weg und biegt durch den Geländeeinschnitt nach rechts ab. Es geht aber gleich wieder nach links in die Sackgasse Auf dem Klei. Das Sträßchen verlässt man in dessen Rechtskurve, um auf einem schönen Trampelpfad durch den Wald zum Schulweg zu gehen. Man spaziert durch den Kloster genannten Teil der Isingdorfer Gemarkung. So kommt man wieder auf den Isingdorfer Weg und über den zum Wanderparkplatz Bergfrieden. Hier kann man das Restaurant oder den Biergarten nutzen. Wenn man den Rundweg hier beginnt, ist das natürlich auch eine gute Einkehrmöglichkeit am Ende der Tour.

Vom Restaurant und Hotel Bergfrieden geht es auf dem Waldweg Am Hengeberg wieder zurück in Richtung Werther. Man bleibt dabei immer oben am Waldrand auf der Trasse des noch recht neuen Genießerwegs. Auch der aus Bielefeld kommende Wanderweg ◊ 10 „Ratsgymnasium – Werther“ führt hier entlang. Der Blick über Werther in das dem Teuto vorgelagerte Land mit seinen großen Höfen ist sehr schön. Die großen ins Auge fallenden Hofstellen sind Schierenbeck und Struck. Schließlich verlässt man den Waldrand, spaziert also in den Wald hinein und erreicht die Arminiusquelle. Hier wurde für den Weg für Genießer die Station „Riechen“ angelegt.

Hinter der prächtig eingefassten Quelle geht es rechts hinunter. Man ist jetzt schon auf dem Teutoburger-Wald-Weg und über eine Weihnachtsbaumkultur hinweg kann man das Städtchen Werther erblicken. Der Teutoburger-Wald-Weg führt uns an der alten Fabrik „Jörgens und Voerkel“ und dem Hof Venghaus vorbei zum Ausgangspunkt am Sportplatz zurück. Schließlich stellt man fest, dass die lichtdurchflutete Isingdorfer Hügellandschaft auch in der kalten Jahreszeit eine Tour lohnt.

 

 

Bad Iburg, Am Dörenberg, TERRA.track Kneipp to go

Wanderparkplatz Am Dörenberg (fürs Navi: Osnabrücker Str. 145)

Rundwanderweg TERRA.track „Kneipp to go“ (ca. 9,1 km inkl. Zuweg; ca. 2½ Std.)

Der Dörenberg ist als höchste Erhebung des Osnabrücker Landes und des mittleren Teutoburger Waldes eine besonders geeignete Wanderregion. Folgerichtig befinden sich hier auch mehrere der neuen Terra-Tracks, z. B. der Rundweg Kneipp to go. Er stellt eine Kombination der alten Iburger Rundwanderwege 4 und 5 dar.

GPSies - Bad Iburg, Am Dörenberg, TERRA.track Kneipp to goDie Beschilderung unterwegs ist hervorragend, so dass man auch ohne Karte sicher unterwegs ist. Wer möchte, nutzt trotzdem meine GPS-Daten. Vom großen Parkplatz Am Dörenberg führt uns ein kurzer (blau gekennzeichneter) Zuweg über die alte Heerstraße zum Beginn des eigentlichen (rot gekennzeichneten) Rundwegs.

Durch den Staatsforst Palsterkamp führt der Waldweg immer berghoch. Dabei kann man infolge der Rodungsarbeiten am Dörenberg immer wieder hervorragende Ausblicke auf Bad Iburg, das LaGa-Gelände mit dem Baumwipfelpfad und darüber hinaus genießen (siehe Beitragsbild oben). Wer zurückblickt, sieht Großen und Kleinen Freden.

Hermannsturm auf dem Dörenberg

Am ersten großen Abzweig biegen wir nach rechts ab und steigen weiter auf zum Kamm des Dörenbergs mit dem (zur Zeit gesperrten) Hermannsturm. Der Hermannsturm ist natürlich nach Hermann dem Cherusker benannt, etwas weiter nördlich auf dem Lammersbrink in Georgsmarienhütte steht dann der Varusturm, benannt nach Hermanns römischem Gegenspieler.

Am Fuß des Hermannsturms steht ein trigonometrischer Vermessungsstein der Landesvermessung und Kartographie im Königreich Hannover aus dem Jahre 1830, der sogenannten Gaußschen Landesaufnahme. Für diese Landesaufnahme wurde das Königreich wie schon bei der Kurhannoverschen Landesaufnahme durch das Verfahren der Triangulation in Dreiecke eingeteilt und vermessen.

Einen der Eckpunkte des Hauptnetzes stellt dieser Sandsteinpfeiler auf dem Dörenberg dar. Federführend bei der Vermessung war der geniale Geodät, Mathematiker, Physiker und Astronom Carl Friedrich Gauß. Viele „kennen“ ihn noch vom ehemaligen 10-DM-Schein, auf dem auch eine Skizze zur Triangulation zu sehen war. Hier auf dem Dörenberg arbeitete sein Sohn Joseph Gauß.

Vermessungsstein von 1830

Um den Text hier nicht ausufern zu lassen, empfehle ich den Lesern dieser Zeilen, sich selbst einmal mit Gauß zu beschäftigen, der genauso Genie wie eigenartiger Kauz war. Dazu muss man nicht trockene Fachliteratur lesen, sondern kann sich einen ersten Eindruck in Daniel Kehlmanns Roman „Die Vermessung der Welt“ von 2005 beschaffen. Über das Buch, für mich einer der besten deutschsprachigen Romane der letzten Jahre, könnte ich jetzt auch einige Seiten schreiben, aber nur kurz: Es verknüft literarisch und mit großen fiktiven Teilen die Lebensgeschichten von Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt, die beide die Welt auf ihre eigene Art und Weise „vermessen“. Einfach mal lesen!

Dann erreicht man über einen Weg unterhalb der Funkanlagen den zentralen Karlsplatz am oberen Ende der Karussellstraße. Nach Norden schaut man in das Gebiet von Georgsmarienhütte-Oesede. Wir benutzen aber nicht die asphaltierte Straße, sondern gehen geradeaus weiter und nördlich an der nächsten Antennen-Anlage vorbei. Der Terra.Track Kneipp to go dreht nun eine große Runde um den Gipfel des Grafensundern. Das ist mit ca. 315 Metern der zweithöchste Berg des Iburger Waldes. Nach der Umrundung erreichen wir wieder die Karussellstraße, der wir nun bergab folgen. Unten trifft man auf die Iburger Straße, die man überquert. Hier liegt der Wanderparkplatz Wittenbrink / Grafensundern / Urberg. Unterhalb des Parkplatzes führt ein schöner, gut ausgebauter Waldweg zwischen der Landesstraße und dem Sunderbach hindurch zu dem Wanderparkplatz Am Sunderbach.

Danach muss man wieder die Straße überqueren und oberhalb der Straße auf einem gewundenen, schmalen Pfad entlanggehen und dann geht es wieder berghoch in den Wald. Man überquert den Kolbach und kommt Gasthaus Zum Dörenberg. Man kann noch einen Blick auf die kleine Kapelle der Familie Bäumker werfen. An der Wand befindet sich der Spruch „Wälze die Last deines Weges auf den Herrn, und im Vertrauen zu ihm ruhe, er wird handeln.“ Dieser Vers aus Psalm 37 (auch ein schöner Kanon) bezieht sich wohl kaum auf den hier beschriebenen Rundwanderweg, sondern auf den Lebensweg.

Warum dieser TERRA.Track jetzt „Kneipp to go“ heißt, erschließt sich nur, wenn man die Wegvariante nimmt, die in Bad Iburg startet und ein Wassertretbecken besucht. Die ist dann aber auch fast drei Kilometer länger. Schöne Bilder gibt es auch im Wanderlogbuch von Wandervogel77.


Nolle, Rehquelle / Kalksinterterrassen, TERRA.track Von Quelle zu Quelle

WP Rehquelle / Kalksinterterrassen (fürs Navi: Dissen, Rechenbergstraße)

Rundwanderweg TERRA.track „Von Quelle zu Quelle“ (ca. 6,9 km; ca. 1¾ Std.)

Dieser TERRA.track Von Quelle zu Quelle ist eine Neufassung des alten Dissener Rundwanderwegs R3. Wie dieser dreht er eine (nur etwas längere) schöne Runde durch das abwechslungsreiche Wald- und Quellgebiet zwischen Dissen und Wellingholzhausen. Am Weg liegen mehrere Quellen und Quellbäche der Hase. Wenn man von „Welling“ her kommt, kann man auch gut am den Wanderparkplätzen Puschkental oder Schützenstraße / Lieth einsteigen. Man muss dann nur vom Parkplatz zur Hase hinuntersteigen und trifft dort auf den Terra-Track. Auch der Startpunkt Kronensee Wellingholzhausen liegt direkt am Weg.

GPSies - Nolle, Rehquelle / Kalksinterterrassen, TERRA.track Von Quelle zu QuelleVom großen Wanderparkplatz an der Rechenbergstraße geht man zunächst ein kurzes Stück, vielleicht einhundert Meter, unterhalb der Landesstraße nach Osten, also Richtung Wellingholzhausen. Direkt hinter dem Parkplatz befindet sich die Kleine Rehquelle, eine von mehreren Hasequellen, die wir auf dieser Runde sehen.

Die Kleine Rehquelle an der Rechenbergstraße

Man muss dann die zeitweise recht befahrene Straße überqueren, ungünstigerweise direkt nach einer Kurve. So gelangt man zur Großen Rehquelle. Vom Schilf, dass der Quelle einst den Namen gab, ist nichts mehr zu sehen. Der Name kommt nämlich nicht von dem Tier Reh, sondern von dem Schilfrohr (Reet), was gerne in feuchten Ecken wächst und z. B. zum Dacheindecken verwendet wurde und wird. Statt Schilf gibt es an der Quelle aber heutzutage Tische und Bänke wie übrigens noch recht häufig an diesem Wanderweg. Hinter der Quellen teilt sich der TERRA.track und die eigentliche Runde beginnt.

An der Großen Rehquelle

Wir gehen geradeaus weiter, so dass wir durch den Mischwald des Baumgartens spazieren, bis wir am Naturdenkmal Blauer See ankommen (siehe Beitragsbild oben). Man kann sich streiten, ob der nun blau oder grün ist, das ändert sich auch je nach Lichteinfall. Warum das so ist, lesen Sie meinem Eintrag zum Hase-Else-Hunte-Ems-Weg. Im Spätsommer ist der kleine See in der Regel auch ziemlich trockengefallen. Wenn dann noch die Sonne fehlt, ist er weder blau noch grün, sondern einfach nur braun. Ein schönes Plätzchen ist es allemal.

Man geht nun nach rechts weiter, lässt also den Blauen See und seine Rastanlagen linker Hand liegen. So bewegt man sich auf den Kamm des Teutoburger Waldes zu. Allerdings biegt man schon bei der nächsten Gelegenheit wieder nach links ab, also nach Osten, und überquert einen Hasequellbach, der am Blauen See entlang in den Fluß fließt. Man wandert nun auf den Steinbrink zu, bis man auf einer Höhe von ca. 175 Metern den Waldrand erreicht. Hier spaziert man aber gleich wieder nach links in den Wald hinein und recht steil bergab, bis man die Almaquelle oder Schwarze Welle (zum Namen siehe hier) auf ca. 140 Metern Höhe erreicht. Auch hier gibt es eine schöne Rastmöglichkeit.

Mittels einer kleinen Furt überquert man dann die noch sehr junge Hase, der man nach links in Fließrichtung folgt. Über eine kleine Brücke kommt man bald wieder auf die andere Seite, bleibt aber im Hasetal. Man passiert die Furt, die zur Wellingholzhausener Schützenstraße bzw. zum Alten Wellingholzhausener Weg führt, und gelangt hinter das Ferienhausgebiet am Kronensee. Unser Weg hat mittlerweile die mäandrisch verlaufende Hase verlassen und führt direkt zum Startpunkt Kronensee Wellingholzhausen an der Rechenbergstraße.

Die durch den Winter 2013/14 mäandernde Hase

Hier ist die Gelegenheit nach rechts abzubiegen – ein Pattweg führt oberhalb der Straße durch den Wald – wenn man die Peingdorfer Waldschänke mit ihrer exzellenten Küche und einem Biergarten besuchen möchte. Wenn nicht, nimmt man den Forstweg, der schräg links zurück in den Wald führt. Nach 500 gemütlich ansteigenden Metern biegt der TERRA.track noch einmal nach rechts, nach Westen ab. Wieder 400 Meter weiter gibt es an einer Wegekreuzung noch einmal einen Richtungswechsel. Richtung Süden kommen wir wieder zum Naturdenkmal Große Rehquelle. Von dort aus geht es dann wieder zum Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen.

Es ist empfehlenswert, von hier noch den kurzen Abstecher zu den Kalksinterterrassen zu machen, die etwas versteckt im Wald liegen. Informationstafeln vor Ort erklären das Geschehen.