Bad Iburg, Wassertretstelle Jagdschloss Freudenthal, Barfuß-Wanderweg leicht

SP Wassertretstelle Jagdschloss Freudenthal

Parken am Wanderparkplatz Waldkurpark / Holperdorper Straße (fürs Navi: Philipp-Sigismund-Allee 3)

Rundweg „Barfuß-Wanderweg leicht“ (ca. 2 km inkl. Hin- und Rückweg vom Wanderparkplatz Waldkurpark; ca. ½ Std., barfuß entsprechend länger)

Eigentlich sind die Bad Iburger ja Kneipp-Spezialisten, aber die Gesundheitspfade „barfuß wanderfit“ scheinen aufgegeben worden zu sein oder sind zumindest in sehr schlechtem Zustand. Zuerst waren sie teilweise durch die Einzäunung der LaGa 2018 zerschnitten worden, danach scheinen sie aber nicht reaktiviert worden zu sein. Die leichte bzw. kurze Variante ist kaum noch gekennzeichnet und das, was einen Barfußpfad ausmacht, ein interessanter Untergrund für die Fußsohlen, ist nur sporadisch vorhanden.

GPSies - Wassertretstelle Jagdschloss Freudenthal, Barfuß-Wanderweg leichtDabei ist der Anfang sehr schön: Unterhalb des Jagdschlosses Freudenthal befindet sich ein noch relativ neues Kneipp-Becken, in dem man erst einmal ein paar Runden im Storchengang drehen kann. Gute Sitzgelegenheiten runden den guten Eindruck ab. Im Hintergrund erstrahlen die Hortensien mit ihrer melancholischen Schönheit.

Hortensien säumen den Weg

Aber dann beginnen die asphaltierten und geschotterten Wege, die für die Landesgartenschau sicherlich gut waren, aber nicht für einen Barfuß-Wanderweg taugen. Also zieht man die Schuhe an und nur an den geeigneten Stellen wieder aus.

Man überquert unterhalb des Baumwipfelpfads den Amtsweg und geht dann hinunter zum alten Kneipp-Becken, dass seinen Dienst noch gut erfüllt. Zurück auf dem Hauptweg geht man weiter zu den Teichen an der Holperdorper Straße. Dort biegt man nach links ab, bleibt immer nördlich der Teiche. So kommt man wieder zurück zum ehemaligen Wanderparkplatz Waldkurpark, der jetzt meist Wanderparkplatz Holperdorper Straße genannt wird. Oder man geht noch einmal zur Wassertretstelle unterhalb des Schützenhausen am Jagdschloss Freudenthal.

Wo es nun mit dem Barfußlaufen nicht so geklappt hat, kann man wenigsten einkehren, z. B. zünftig in der Almhüttn Geißbock oder vornehm im Jagdschloss Freudenthal.

 

Bad Iburg, Waldkurpark / Holperdorper Straße, TERRA.track Malepartus

Wanderparkplatz Waldkurpark / Holperdorper Straße (fürs Navi:Philipp-Sigismund-Allee / Holperdorper Str.)

Rundwanderweg TERRA.track Malepartus (ca. 10,1 km, ca. 2¾ Std.)

Einer der ganz bekannten, geradezu klassischen Spaziergänge im südlichen Osnabrücker Land ist die Tour von Bad Iburg zum Malepartus bei Lienen. Daraus wurde jetzt einer der neuen TERRA.tracks des Naturparks TERRA.vita, der TERRA.track Malepartus.

GPSies - Bad Iburg, Waldkurpark, TERRA.track MalepartusMan beginnt am besten im Bereich des Waldkurparks oder des Eingangsbereiches der 2018er Landesgartenschau. Von dort aus geht es zunächst parallel zum viel befahrenen Charlottenburger Ring nach Süden. Es gibt aber auf der dem Charlottensee abgewandten Seite einen Fußweg, der etwas Abstand zu der Bundesstraße hält. Über diesen Weg erreichen wir den großen Parkplatz B51 / Felsenkeller, wo man also auch gut die Malepartus-Wanderung beginnen kann.

01/11
Grenzstein des Klosters Iburg

Am südlichen Ende des Parkplatzes ist das Malepartus auch schon ausgeschildert, denn hier beginnt der eigentliche Wanderweg. Man nimmt diesen gut ausgebauten Waldweg und zunächst nicht den Hermannsweg. Allerdings erreicht man diesen beliebten Kammweg nach ca. einem Kilometer und bleibt auch eine längere Wegstrecke auf ihm. Der Weg erreicht die Landesgrenze und kurz danach Schaipers Pütt, eine kleine artesische Quelle (mit Rastmöglichkeit).

Steinerne Treppe

Ein paar hundert Meter danach führt die Steinerne Treppe, ein alter Hohlweg, hinunter in Richtung Lienen. So verlässt man den „Hermann“ und erreicht den südlichen Waldrand. Dort spaziert man ca. 300 Meter nach Westen und erreicht den Malepartusweg, der von Lienen kommt. Über den geht es nun wieder hianuf zu der beliebten Jausenstation, im Sommer mit Biergarten und herrlichem Ausblick.

Zurück geht es dann direkt über den Hermannsweg zu Schaipers Pütt und auch auf dem H-Weg weiter bis Bad Iburg. So hat man im Schlussteil noch einmal eine Variante zum Hinweg. Auch in Iburg liegen verschiedene Einkehrmöglichkeiten direkt am Weg.

In diesen beiden Wanderführer sind weitere Vorschläge für Touren zwischen Bad Iburg und dem Malepartus und darüber hinaus.

 

 

Bad Iburg, Am Dörenberg, TERRA.track Kneipp to go

Wanderparkplatz Am Dörenberg (fürs Navi: Osnabrücker Str. 145)

Rundwanderweg TERRA.track „Kneipp to go“ (ca. 9,1 km inkl. Zuweg; ca. 2½ Std.)

Der Dörenberg ist als höchste Erhebung des Osnabrücker Landes und des mittleren Teutoburger Waldes eine besonders geeignete Wanderregion. Folgerichtig befinden sich hier auch mehrere der neuen Terra-Tracks, z. B. der Rundweg Kneipp to go. Er stellt eine Kombination der alten Iburger Rundwanderwege 4 und 5 dar.

GPSies - Bad Iburg, Am Dörenberg, TERRA.track Kneipp to goDie Beschilderung unterwegs ist hervorragend, so dass man auch ohne Karte sicher unterwegs ist. Wer möchte, nutzt trotzdem meine GPS-Daten. Vom großen Parkplatz Am Dörenberg führt uns ein kurzer (blau gekennzeichneter) Zuweg über die alte Heerstraße zum Beginn des eigentlichen (rot gekennzeichneten) Rundwegs.

Durch den Staatsforst Palsterkamp führt der Waldweg immer berghoch. Dabei kann man infolge der Rodungsarbeiten am Dörenberg immer wieder hervorragende Ausblicke auf Bad Iburg, das LaGa-Gelände mit dem Baumwipfelpfad und darüber hinaus genießen (siehe Beitragsbild oben). Wer zurückblickt, sieht Großen und Kleinen Freden.

Hermannsturm auf dem Dörenberg

Am ersten großen Abzweig biegen wir nach rechts ab und steigen weiter auf zum Kamm des Dörenbergs mit dem (zur Zeit gesperrten) Hermannsturm. Der Hermannsturm ist natürlich nach Hermann dem Cherusker benannt, etwas weiter nördlich auf dem Lammersbrink in Georgsmarienhütte steht dann der Varusturm, benannt nach Hermanns römischem Gegenspieler.

Am Fuß des Hermannsturms steht ein trigonometrischer Vermessungsstein der Landesvermessung und Kartographie im Königreich Hannover aus dem Jahre 1830, der sogenannten Gaußschen Landesaufnahme. Für diese Landesaufnahme wurde das Königreich wie schon bei der Kurhannoverschen Landesaufnahme durch das Verfahren der Triangulation in Dreiecke eingeteilt und vermessen.

Einen der Eckpunkte des Hauptnetzes stellt dieser Sandsteinpfeiler auf dem Dörenberg dar. Federführend bei der Vermessung war der geniale Geodät, Mathematiker, Physiker und Astronom Carl Friedrich Gauß. Viele „kennen“ ihn noch vom ehemaligen 10-DM-Schein, auf dem auch eine Skizze zur Triangulation zu sehen war. Hier auf dem Dörenberg arbeitete sein Sohn Joseph Gauß.

Vermessungsstein von 1830

Um den Text hier nicht ausufern zu lassen, empfehle ich den Lesern dieser Zeilen, sich selbst einmal mit Gauß zu beschäftigen, der genauso Genie wie eigenartiger Kauz war. Dazu muss man nicht trockene Fachliteratur lesen, sondern kann sich einen ersten Eindruck in Daniel Kehlmanns Roman „Die Vermessung der Welt“ von 2005 beschaffen. Über das Buch, für mich einer der besten deutschsprachigen Romane der letzten Jahre, könnte ich jetzt auch einige Seiten schreiben, aber nur kurz: Es verknüft literarisch und mit großen fiktiven Teilen die Lebensgeschichten von Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt, die beide die Welt auf ihre eigene Art und Weise „vermessen“. Einfach mal lesen!

Dann erreicht man über einen Weg unterhalb der Funkanlagen den zentralen Karlsplatz am oberen Ende der Karussellstraße. Nach Norden schaut man in das Gebiet von Georgsmarienhütte-Oesede. Wir benutzen aber nicht die asphaltierte Straße, sondern gehen geradeaus weiter und nördlich an der nächsten Antennen-Anlage vorbei. Der Terra.Track Kneipp to go dreht nun eine große Runde um den Gipfel des Grafensundern. Das ist mit ca. 315 Metern der zweithöchste Berg des Iburger Waldes. Nach der Umrundung erreichen wir wieder die Karussellstraße, der wir nun bergab folgen. Unten trifft man auf die Iburger Straße, die man überquert. Hier liegt der Wanderparkplatz Wittenbrink / Grafensundern / Urberg. Unterhalb des Parkplatzes führt ein schöner, gut ausgebauter Waldweg zwischen der Landesstraße und dem Sunderbach hindurch zu dem Wanderparkplatz Am Sunderbach.

Danach muss man wieder die Straße überqueren und oberhalb der Straße auf einem gewundenen, schmalen Pfad entlanggehen und dann geht es wieder berghoch in den Wald. Man überquert den Kolbach und kommt Gasthaus Zum Dörenberg. Man kann noch einen Blick auf die kleine Kapelle der Familie Bäumker werfen. An der Wand befindet sich der Spruch „Wälze die Last deines Weges auf den Herrn, und im Vertrauen zu ihm ruhe, er wird handeln.“ Dieser Vers aus Psalm 37 (auch ein schöner Kanon) bezieht sich wohl kaum auf den hier beschriebenen Rundwanderweg, sondern auf den Lebensweg.

Warum dieser TERRA.Track jetzt „Kneipp to go“ heißt, erschließt sich nur, wenn man die Wegvariante nimmt, die in Bad Iburg startet und ein Wassertretbecken besucht. Die ist dann aber auch fast drei Kilometer länger. Schöne Bilder gibt es auch im Wanderlogbuch von Wandervogel77.


Bad Iburg, Am Freeden, Rundwanderweg 6

Wanderparkplatz Am Freeden (ehem. Zum Freden, fürs Navi: Bad Iburg, Zum Freden 50)

Rundwanderweg 6 (ca. 8,1 km; ca. 2¼ Std.)

GPSies - Zum Freden, Rundwanderweg 6Der Wanderweg 6 dreht eine Runde um den Kleinen und den Großen Freeden, eine der beliebtesten Wanderungen im Osnabrücker Land. Eigentlich ist das eine Tour, die man im April machen sollte, wenn „der Freden blüht“, wie man hier sagt, wenn die Hänge durch den Hohlen Lerchensporn mit weißen und violetten Blütenteppichen überzogen werden. Meist ist es Anfang April so weit, die genauen Informationen zeigt das Freedometer von TERRA.vita – eine tolle Sache. Aber auch im Herbst, wenn die beeindruckenden Buchenwälder golden leuchten, ist es hier sehr schön.

Am großen Wanderparkplatz Am Freeden wählt man den südlichen (wenn man von Iburg kommt ganz rechts gelegenen) Ausgang. Über einen gut ausgebauten, geschotterten Waldweg, den Linzitterweg, wendet man sich nach Osten. Prächtiger Buchen-Hochwald begleitet den Wanderer hier im Kleinen Freeden (oder auch Freden – egal).

10/2013
Der Linzitterweg

Der Linzitterweg bleibt südlich des hier besonders schmalen Kamms. Über den führt der Hermannsweg, auf den schließlich auch der Rundwanderweg 6 trifft. Außerdem geht man hier auch auf dem Ahornweg, auch schon ein Indiz für die besondere Schönheit dieser Ecke. Deswegen werden diese Strecken auch schon auf diesem Blog beschrieben, die Etappe des Ahornwegs (Route 4 „Wellingholzhausen – Hankenberge – Bad Iburg“) und die des Hermannswegs (Etappe „Lengerich – Hilter Pass“).

10/2013
Sentruper Hütte (auch Freeden-Hütte)

Nach einer kleinen Einsattelung ist man am Großen Freeden und wendet sich jetzt zum südlichen Waldrand. Hier trifft man bald auf die Sentruper Hütte mit Sitzgelegenheiten draußen.

Mit Hilfe einer Holzbrücke überquert man einen alten Hohlweg. Unterhalb liegt der Sentruper Drubbel In den Höfen. Wer sich stärken will, kann auch zum Restaurant-Café Pfeffer & Minze (im ehemaligen Waldhof Uhrberg) absteigen.

Da man nun direkt am Waldrand geht, hat man immer wieder sehr schöne Ausblicke über Sentrup und Remsede zum Kleinen Berg. Auch Hilter ist gut zu sehen.

10/2013
Blick nach Süden: Sentrup – Remsede – Kleiner Berg

Man erreicht den Höferweg, der nach Norden abbiegt, parallel zum Sentruper Graben. Während der aber gemütlich bergab fließt, müssen wir jetzt – den Bach wieder verlassend – durch einen beeindruckenden Hohlweg recht steil bergauf marschieren, immer der 6 in einem Kreis folgend.

Eigentlich böte es sich hier an, den Rundwanderweg auch mal zu verlassen und in den „Naturwald Großer Freeden“ zu gehen. In diesem besonderen Naturschutzgebiet werden menschliche Eingriffe so gut wie ganz vermieden. Schon seit 1972 werden z. B. keine Bäume mehr gefällt, auch keine Totholz mehr abgeräumt. Dadurch ist mittlerweile ein beeindruckendes Naturreservat entstanden, wenn man auch sicherlich nicht von einem Urwald sprechen kann, wie man das manchmal hört. Der Abstecher wäre eigentlich absolut lohnenswert – eigentlich, denn der Zugang ist zur Zeit verboten.

10/2013
Wanderparadies Bad Iburg

Zurück zum Rundwanderweg 6: Oben angekommen erreicht man den Georgsplatz, eine zentrale Kreuzung mit einer noch recht neuen und großräumigen Schutzhütte. Hier kann man noch einmal verschnaufen, bevor es über die asphaltierte Waldchaussee immer leicht bergab zurück zum Wanderparkplatz Am Freeden geht.

Dort angekommen kann man noch das Kneippbecken testen, bevor man sich auf den Nachhauseweg macht oder zum benachbarten Gasthof Freden weitergeht.

Wer richtig Lust auf Bad Iburg bekommen hat, kann sich noch zu Hause hinsetzen und einen der sehr spannenden und richtig gut geschriebenen Iburg-Krimis von Daniel Calsow lesen, sehr empfehlenswert!

Bad Iburg, Waldkurpark / Holperdorper Straße, Rundwanderweg 2

Wanderparkplatz Waldkurpark / Holperdorper Straße (fürs Navi: Philipp-Sigismund-Allee)

Rundwanderweg 2

Auf ca. drei Kilometern dreht dieser abwechslungsreiche Rundwanderweg eine Runde vom Waldkurpark auf den Kammweg des Teutoburger Waldes und wieder zurück.

Zu einem echten Kurort gehört natürlich ein Kurpark. In Bad Iburg gibt es den Waldkurpark. Hier kann man auf gepflegten Wegen zwischen Teichen und Blumen spazieren gehen. Ein waldähnlicher Charakter ist aufgrund der großen Bäume aber tatsächlich vorhanden.

Der Rundwanderweg 2 führt an kleinen und größeren Teichen entlang durch diesen Park und verlässt ihn beim Wassertretbecken am „hinteren Ende“ mit den Wildgehegen in der Nähe der Gaststätte Jägerhof. Das Wild erinnert daran, dass sich hier der ehemalige fürstliche „Thiergarten“ erstreckte. Von hier aus geht man zur Holperdorper Straße (K 332), die man überqueren muss.

Jetzt geht es recht steil bergauf, denn es gilt über den Nordhang den Kamm des Teutoburger Waldes zu ersteigen. Beim Aufstieg berührt man die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wie auch ein Grenzstein anzeigt. Der Jägersteig, so nennt man den serpentinenförmigen Aufstieg, ist mit Geländern gesichert.

Oben angekommen trifft man natürlich auf den Hermannsweg, und zwar auf die Etappe von Lengerich nach Bad Iburg. Dieser Berg, auf dem man sich jetzt befindet, ist der Lange Berg – und er ist wirklich lang, zumindest im Vergleich zu dem sich westlich anschließenden Kahlen Berg, der aber zum Glück heute nicht mehr kahl ist. Auf dem schmalen Kamm des Langen Bergs geht es jedenfalls nach Osten, also in Richtung Schloss bzw. Charlottensee. Man findet unterwegs weitere, kleinere Grenzsteine, die aufgrund der eingemeißelten Symbole – Krummstab und Clemensanker – als Grenzmarkierungen des Klosters Iburg zu erkennen sind.

01/11
Grenzstein des Klosters Iburg

Am Parkplatz Felsenkeller / B 51 treffen wir auf die Bundesstraße, die wir aber nicht überqueren. Vielmehr biegen wir vorher links ab, so dass wir sehr bald wieder zu dem großen Parkplatz an der Holperdorper Straße und somit zum Wanderparkplatz Waldkurpark / Holperdorper Straße gelangen.

Wie alle Wanderwege in Bad Iburg ist auch der Rundwanderweg 2 gut ausgeschildert. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich bei der Touristeninformation der Stadt Bad Iburg die Wander- und Freizeitkarte kaufen.

Tipps zur Einkehr finden Sie auf der hier verlinkten Seite.