Oldendorfer Schweiz, Am ehemaligen Geologischen Lehrpfad

Wanderparkplatz Oldendorfer Schweiz (fürs Navi: Preußisch Oldendorf, Bergstr. 31)

Rundweg Am ehemaligen Geologischen Lehrpfad (ca. 1,6 km; ca. ½ Std.)

Im Steinbruch im Linkenberg im Süden von Preußisch Oldendorf gab es einmal einen Geologischen Lehrpfad. Der ist auch noch auf einigen öffentlichen Karten eingezeichnet, aber es gibt ihn nicht mehr.

Trotzdem kann man hier im Steinbruch eine schöne, kleine Spazierrunde drehen. Dazu bietet sich der Parkplatz Oldendorfer Schweiz an der Bergstraße an. Man spaziert ein paar Meter die Straße hinunter und biegt dann links in die Ziegeleistraße ein. An der namensgebenden ehemaligen Ziegelei kommt man auch vorbei. Dahinter biegt man nach Süden in die Waldstraße ein.

Im Rechtsknick dieses Sträßchens sieht man einen alten Wegweiser zum Geologischen Lehrpfad, fast das einzige Relikt dieser Einrichtung.

Während man in den Wald des Linkenbergs hinaufsteigt, sieht man schon Abraumhalden der ungefähr 1932 stillgelegten Tongrube. Schließlich biegt man nach links in den Tagebau ein. Früher wurde hier Ton-, Kalk- und Sandstein gewonnen, heute holt sich die Natur ihr Territorium zurück. Schon stehen mächtige Bäume auf dem Grund des Steinbruchs.

Gesteinsbänke in der Westwand des ehemaligen Steinbruchs

Es gibt weder Wege noch Informationstafeln, aber die Außenwände der Grube zeigen wunderschön die unterschiedlichen Gesteinsbänke. Besonders auffällig sind die gut erkennbaren Austernbänke.

Schließlich verlässt man den Steinbruch nach Westen, geht noch ein paar Meter durch einen schönen Buchenwald bis zum Waldrand und dann hinunter zum Wanderparkplatz. Dabei hat man einen schönen Blick über Preußisch Oldendorf und auf den Brümmel, der dem Linkenberg gegenüberliegt.

Wenn es den Geologischen Lehrpfad auch nicht mehr gibt, so kann man bei Touristik Preußisch Oldendorf aber noch ein Informationsblättchen bekommen und darin viel Wissenswertes über die Geschichte des Osnabrücker Berglandes finden.

Roter Berg, Hasberger Rundpättken, Etappe 1 „Roter Berg – Gasthaus Thies“

Wanderparkplatz Roter Berg (füs Navi: Hasbergen, Roter Berg 8)

Hasberger Rundpättken, Etappe 1 „Roter Berg – Gasthaus Thies“ (ca. 10,4 km; ca. 2¼ Std.)

„Dat Hasberger Rundpättken“ dreht eine insgesamt ca. 25 Kilometer lange Runde um die Gemeinde Hasbergen. Der Rundwanderweg wird anscheinend nicht mehr gepflegt, nur sporadisch sieht man unterwegs noch die alten Wegemarkierungen, die an die Bergbautradition der Hüggelgemeinde erinnern. Prinzipiell kann man den Weg in beide Richtungen gehen und überall beginnen.

Wir starten die erste Etappe am WP Roter Berg am Westrand des Hüggels und wollen nach Gaste zum Gasthaus Thies. Zunächst geht es über die Hauptwanderwege X15 und X25 in südwestlicher Richtung hinunter zur Osnabrücker Straße, wo man auf „dat Rundpättken“ trifft.

Westlich der Landesstraße geht es gegenüber von Brörmanns Buffethaus in das kleine Sträßchen mit Namen Haslage, benannt nach der Burg Haslage (vorher Herslage), deren Geschichte eng mit der Geschichte Hasbergens verbunden ist, bzw. war, denn von der Burg ist heute so gut wie nichts mehr zu sehen.

Offene Landschaft am Sträßchen Haslage, südwestlich von Hasbergen

Die bewaldete Erhebung zur Rechten des Sträßchens ist der eigentliche Rote Berg. An der nächsten Kreuzung geht es rechts ab und die Tour in Richtung Norden beginnt. Über die Stüvestraße „ersteigen“ wir den Dickner Berg. Über einen schönen Fußweg geht es durch ein kleines Wäldchen zur Bahnlinie im Westen von Hasbergen, die wir am großen Hof Wortmann überqueren. Beim Weg über den kleinen und recht unbekannten Dickner Berg hat man freie Sicht bis zum Piesberg hinter Osnabrück.

An der Bahnlinie entlang erreichen wir die Tecklenburger Straße, der wir ein kleines Stück nach Westen folgen, aber schon hinter dem nächsten Haus geht es wieder nach Norden, also rechts ab. Ein schöner Weg führt uns über die freie Flur zur Hofstelle Wettkamp. Dahinter erreichen wir den Gaster Berg. Wir durchkämmen das Wäldchen auf dem kleinen Hügel und kommen dahinter zu den Amazonen-Werken. Der Hersteller von Kommunal- und Landmaschinen ist einer der größten Arbeitgeber in Hasbergen und das Aushängeschild des Ortsteils Gaste.

Gegenüber dem Werk geht man in das kleine Sträßchen Am Amazonenwerk. Durch Wald und Weihnachtsbaumplantagen kommt man zu den Höfen Große und Kleine Brömstrup, die man beide links liegen lässt. Hinter den Höfen erreicht man die Straße An der Feldriede und kommt dabei der Autobahn 30 schon recht nahe. Wir gehen ostwärts, verlassen aber vor der nächsten Siedlung Im Knochenort die Straße und biegen links ab zu Heidesee und Goldbach, der hier der Grenzfluss nach Nordrhein-Westfalen ist.

Der Goldbach als Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Mit dem Goldbach geht es unter der A30 hindurch. Hinter einem zweiten Teich erreicht man die kleine Stichstraße Am Heidesee. Sie führt uns direkt zur Rheiner Landstraße mit dem Gasthaus Thies und der gleichnamigen Bushaltestelle. Hier endet unsere heutige Etappe vom Hasberger Rundpättken. Die nächste Teilstrecke führt dann von hier zum Gasthof Schirmbeck-Hunsche.

Oldendorfer Schweiz, A1

Wanderparkplatz Oldendorfer Schweiz (füs Navi: Preußisch Oldendorf, nahe Bergstr. 31)

Rundwanderweg A1 (ca. 2,6 km; ca. ¾ Std.)

Der Preußisch Oldendorfer Rundweg A1 dreht eine kleine Spaziergangsrunde auf der Nordseite des Brümmel, einer Erhebung im Süden der Stadt. Zunächst muss man vom Parkplatz Oldendorfer Schweiz an der Bergstraße über Eininghauser Weg, Am Hang und Brümmelstraße zum Waldrand hinaufgehen. Oben angekommen hat man einen schönen Blick über das vor dem Wiehengebirge liegende Städtchen und die sich dahinter öffnende Norddeutsche Tiefebene.

Abendlicher Blick vom nördlichen Waldrand am Brümmel auf Preußisch Oldendorf

Am Waldrand geht es in östlicher Richtung weiter auf dem Weg Auf’m Brümmel. Aber schon bald biegt A1 tiefer in den Wald ein und führt hinauf zum Kriegerdenkmal von Preußisch Oldendorf. Ungefähr 10 Meter hoch steht der Pylon in der Waldeinsamkeit auf einem kleinen Plateau. Ca. 50 Gefallene des ersten Weltkriegs werden namentlich erwähnt.

A1 biegt vor der Denkmalsanlage über eine kleine Treppe rechts ab und lässt es links liegen. Es gibt auch noch einen alten Weg, der direkt am Denkmal vorbeiführt und dann dahinter weiter zum Hauptweg. Er ist aber fast komplett von Brombeeren überwuchert und deswegen nicht mehr zu empfehlen.

In einer großen Rechtskurve führt der Weg A1 dann wieder nach Norden und erreicht schließliche wieder die Brümmelstraße. Von da ab kann man zurücklaufen, wie man gekommen ist. Am Gästepavillon am Eininghauser Weg findet man mehrere Wanderkarten, die die Preußisch Oldendorfer Wandergegend vorstellen.

Buer-Meesdorf, Huntetal, Waldlehrpfad

Wanderparkplatz Huntetal (fürs Navi: nahe Melle, Huntetalstr. 11)

Rundweg Waldlehrpfad (ca. 3,6 km; ca. ¾ Std.)

Direkt am Wanderparkplatz Huntetal führt ein schmaler Pfad in den Wald des Kleinen Kellenbergs hinein. Dies ist der Waldlehrpfad des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer. Über 100 Informationstafeln vermitteln hier Wissen über den Wald, Forstwirtschaft, Bäume und Tiere usw.

Auf dem Waldlehrpfad durch den Herbstwald

Auf dem kleinen, gewunden Pfad am Anfang erfährt man z. B. sehr viel über die verschiedenen Arten von Nistkästen und Bruthilfen. Man kann aber natürlich auch einfach den Weg entlangspazieren und die schöne Natur genießen.

Nach einigen hundert Metern biegt man rechts in den aus Betonplatten zusammengesetzten Dr.-Steffen-Weg. Nach einem guten Kilometer Gesamtweg erreicht man den Wittekindsweg, den Hauptwanderweg des Wiehengebirges. Hier biegen wir links ein. Der Grönegauweg führt schnurgerade durch den Laubwald nach Nordwesten auf die Saurierspuren zu.

Man erreicht eine Kreuzung, an der ein Wegweiser auf einen links liegenden Aussichtspunkt hinweist. Der Waldlehrpfad biegt an dieser Kreuzung aber rechts ab. An der übernächsten Kreuzung, an einer Jagdhütte, beginnt schon der Rückweg, denn es geht rechts zurück Richtung Betonweg. Über den Dr.-Steffen-Weg erreicht man dann wieder den Wanderparkplatz Huntetal.

Für den Weg braucht man ca. eine Dreiviertelstunde. Das Anhalten und Lesen der Tafeln kommt noch hinzu. Einkehrmöglichkeiten gibt es auf diesem Spaziergang im Wald nicht.


Wellingholzhausen, Am Beutling, Beutlingsturm-Luisenturm-Runde

Wanderparkplatz Am Beutling (fürs Navi: Melle, nahe Beutlingsallee 41)

Beutlingsturm-Luisenturm-Runde (ca. 17 km, ca. 4¾ Std. Gehzeit, ca. 330 Höhenmeter ↑↓)

Dieser Rundweg empfiehlt sich für eine schöne Tageswanderung zwischen Wellingholzhausen und Borgholzhausen, also in einer von dichten Wäldern, Hügeln und Tälern, Quellen und Bächen gekennzeichneten Landschaft.

Vom Wanderparkplatz Am Beutling geht es zunächst am gleichnamigen Gasthaus vorbei, um den Hausberg der Wellinger westlich zu umrunden, bis man die „Rückseite“ erreicht hat. Eine Abzweigung führt uns nach rechts aus dem Wald und Naturschutzgebiet heraus, hinunter zur Hofstelle Altemöller. Dort biegen wir wieder rechts ab und erreichen so das Sträßchen Puschkental. Links unten sieht man schon den Wanderparkplatz Puschkental vor dem Wullbrink liegen.

Kurz hinter dem Parkplatz geht es rechts hinunter zur Schwarzen Welle mit einer Schutzhütte. Der kleine Bach, den man kurz vorher überstiegen hat, ist die hier noch ganz junge Hase, in die auch das Wasser der Schwarzen Welle oder Almaquelle läuft.

Waldrand am Steinbrink

Hinter der Quelle beginnt einer der kräftigeren Anstiege dieser Tour, denn es gilt, den Kamm des Teutoburger Waldes mit dem Hermannsweg zu „erklimmen“. Oben auf der Ascher Egge angekommen, wendet man sich nach links und spaziert auf dem Kammweg zum Hankenüll. Auf dessen höchster Stelle (307 m) erreicht man die Landesgrenze, der der „Hermann“ nun ein Stück nach Osten folgt.

Der Hermannsweg führt uns danach über den Vicarienkopf und den Hollandskopf mit der Windkraftanlage zum Luisenturm auf der Johannisegge (293 m). Hier hat man sich sicherlich eine Pause verdient. Wie gut, dass es unter dem Aussichtsturm auch die Luisenturm-Hütte gibt. Da es hier auch den Wanderparkplatz Luisenturm gibt, kann man die Beutlingsturm-Luisenturm-Runde auch gut hier in Borgholzhausen beginnen.

Dann beginnt der Rückweg nach Niedersachsen, indem man zunächst ein Stück geht, wie man gekommen ist, also vom Luisenturm zum gleichnamigen Wanderparkplatz und dann über die asphaltierte Peter-Eggermont-Straße in Richtung des riesigen Windrads in der ehemaligen Militäranlage. Kurz vor dem Tor führt uns unser Rundweg aber rechts ab, so dass wir die Anlage linker Hand liegen lassen.

Über den Hang des Osbergs geht es hinunter zur Wellingholzhausener Straße in der Borgholzhausener Bauernschaft Holland. Beim Abstieg sollte man einen Abstecher zur Pfaffenkammer machen, einer kleinen Spalthöhle.

Am Eingang zur Pfaffenkammer

Der Name erinnert an die zur Höhle gehörende Sage, nach der hier ein Versteck für die ersten Christen der Gegend war. Unterirdische Gänge sollten bis nach Osnabrück führen.

Ausblick vom Hang des Osbergs hinüber zum Wiehengebirge

Am Wanderparkplatz Wellingholzhausener Straße (eher eine Parkmöglichkeit) trifft man auf die Kreisstraße, die man überquert. Auf der anderen Seite des Tals tritt man wieder in den Wald. Mit dem Überqueren des Steinbaches ist man wieder in Niedersachsen, und zwar im Neuenkirchener Berg. Man erreicht den Fernwanderweg X25, den Schau-ins-Land-Weg. Mit ihm geht es hinüber zum kleinen Kerßenbrocker Berg. Man überquert den Brandhorstweg und wieder die Wellingholzhausener Straße, die jetzt im Grönegau Hasestraße heißt.

Den vor uns liegenden Hof Altemöller kennen wir schon vom Beginn der Tour. Dieses Mal biegen wir hinter den Gebäuden rechts ab und steigen den Beutling hinauf. Das ist der letzte Anstieg, aber die Aussicht vom Beutlingsturm sollte man nicht versäumen. Teutoburger Wald und Grönegau liegen einem zu Füßen. Und zum Abschluss sollte man natürlich im Gasthaus „Zum Beutling“ einkehren, Kuchen oder Brot und die Aussicht auf Wellingholzhausen genießen und die absolvierte Runde Revue passieren lassen.

Die Idee zu dieser Runde stammt aus diesem Wanderführer von TERRA.vita, dort gibt es also weitere Informationen. Der Startpunkt liegt dabei in Borgholzhausen.

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