Brackwede, AquaWede, A1 „Um Bockschatzhof“

Wanderparkplatz AquaWede (fürs Navi: Bielefeld, Duisburger Str. 4)

Rundwanderweg A1 „Um Bockschatzhof“ (ca. 3,1 km; ca. ¾ Std.)

Dieses ist ein Spaziergang im Bielefelder Stadtbezirk Brackwede. Ganz in der Nähe großer Industrieanlagen ist hier ein Stück schöne Natur erhalten geblieben. Neben Wiesen und Wäldern prägt viel Wasser diese kleine Runde.

Man verlässt den großen Parkplatz am Schwimmbad AquaWede über die hintere südwestliche Ecke, also den Zugang zur Oetker-Eisbahn. An einer großen Hundewiese vorbei erreicht man den Bahndamm. Diesem folgt man in südlicher Richtung bis zum Bockschatzteich. Hier sollte man die Aussichtsplattform nutzen und nach den Wasservögeln schauen.

Am Bockschatzteich in Brackwede im März

 

Kanadagänse

Der Weg A1 führt etwas um den Teich, der auch Brackweder See genannt wird, herum und überquert dabei den Grippenbach. Dann verlässt der Rundweg das Gewässer, quert den Trüggelbach und umrundet den großen Bockschatzhof mit seinen Koppeln. Man kann den Weg A1 etwas verlängern, indem man nicht hinter dem Teich links geht, sondern geradeaus über A2 bis zur Autobahn weiterspaziert und erst dort links zurück zum Hof geht.

Hinter dem Hof erreicht man das Sträßchen Bockschatz Hof. Vor dem Feldbach geht es auf einem gepflasterten Spazierweg wieder zum Teich. Man überquert wieder den Grippenbach, kurz bevor der in den Bockschatzteich mündet. Hier biegen wie noch einmal nach rechts ab und spazieren durch den schönen Mischwald fast bis zur Duisburger Straße. Der folgen wir dann in nördlicher Richtung bis zum Ausgangspunkt an Schwimmbad und Eishalle.

Vilsendorf, Erholungslandschaft Obersee / Johannisbachaue, Oberseerundweg

Wanderparkplatz Erholungslandschaft Obersee / Johannisbachaue (fürs Navi: Bielefeld, nahe Engersche Str. 243)

Oberseerundweg (ca. 3,9 km; ca ¾ Std.)

Der Obersee ist das größte Gewässer in Bielefeld. Ursprünglich als Hochwasserschutzmaßnahme geplant und von 1977 bis 1982 als Stausee angelegt, ist der See mit den dazugehörigen Wiesen und Wäldchen am Nordufer heute ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet in den Stadtbezirken Jöllenbeck, Heepen und Schildesche. Man verbindet den Obersee immer mit Schildesche, aber der Johannisbach ist von je her die Nordgrenze dieses Ortsteils, so dass die Gebiete nördlich des Obersees zu Vilsendorf und damit zum Stadtbezirk Jöllenbeck gehören. Es gibt mehrere Parkplätze am Obersee, der größte ist wahrscheinlich der an der Engerschen Straße, nah am Seekrug. Dort ist auch eine Karte der Erholungslandschaft Obersee / Johannisbachaue.

Vom Parkplatz aus geht man am besten direkt am Gasthaus vorbei zum See. Dort kann man links oder rechts abbiegen, um die Seerunde zu beginnen. Geht man in östlicher Richtung, erreicht man bald eine Aussichtsplattform am See, von der aus sich die zahlreichen Wasservögel gut beobachten lassen: Gänse, Enten, Schwäne usw.

Kurz dahinter biegt der Weg nach Norden ab und entfernt sich etwas vom See, denn er umgeht das Mündungsgebiet der Jölle. Der Jöllenbecker Mühlenbach, wie das Flüsschen eigentlich heißt, mündet aber nicht mehr in den Obersee, sondern in den Johannisbach, den man seit 2009 am Nordufer des Sees vorbeiführt, da die Ablagerungen der beiden Bäche den Stausee zu verschlammen drohten.

Blick über den See nach Schildesche. Im Vordergrund verläuft der Johannisbach.

Hinter der Mündung erreicht man dann bald das gewaltige Schildescher Viadukt, das auf 360 Metern das Johannsibachtal überspannt. Vier Gleise führen über dieses Bauwerk der deutschen Eisenbahngeschichte, das nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder neu, aber unter Verwendung der noch intakten Bögen aufgebaut wurde.

Direkt an der Eisenbahnbrücke liegt auch das eigentliche Stauwerk und kurz dahinter werden der Seeabfluss und der Johannisbach zusammengeführt. Während der Johannisbach dann weiter nach Osten durch die Johannisbachaue Richtug Milse fließt, führt der Oberseerundweg wieder unter der Eisenbahnbrücke hindurch und am Südufer des Sees zurück nach Westen. Hier kommt man den kleinen Inseln im See recht nah. Hinter einem Spielplatz erreicht man die Brücke, die wieder auf die andere Seite des Johannisbachs führt. Hier beginnt auch der Damm, der den Bach vom Stausee trennt.

Die Staumauer des Obersees unter dem Schildescher Viadukt

Am Seekrug und der angeschlossenen Strandbar Düne 13 vorbei gelangt man wieder zum Ausgangspunkt. Der Seekrug befindet sich übrigens in einem alten Schildescher Fachwerkhaus, das hier am Ufer neu aufgebaut wurde. Zum Gasthaus gehört auch der größte Biergarten Bielefelds. In den Wiesen fallen noch eigenartige Körbe auf. Dabei handelt es sich um Anlagen für das Discgolfen.


Brackwede, Frölenberg, A2

Startpunkt Frölenberg (fürs Navi: Bielefeld, Kollostr. 40)

Rundwanderweg A2 (ca. 1,7 km; ca. ½ Std.)

A2 ist ein ehemaliger Wanderweg auf dem Brackweder Kamm des Teutoburger Waldes. Er ist nur noch auf alten Stadtplänen und Ähnlichem zu finden. Auch der Parkplatz am Frölenberg wird hauptsächlich von den Besuchern der Minigolfanlage benutzt. Wanderer und Spaziergänger nutzen eher den WP Windfang. A2 ist auch nur eine ganz kurze Runde, um sich einmal schnell die Beine zu vertreten.

Vom Parkplatz aus geht es am Minigolfplatz entlang berghoch, den Frölenberg zur Linken. Mit einem Links-Rechts-Schwenker erreicht man das Stadion Dreesgen, einen Rasenplatz, auf dem die Herren des SV Gadderbaum 08 traditionell ihre Kreisliga-Spiele durchführen.

Hinter dem Sportplatz geht es über den Höhenweg nach Nordwesten. Am Ende der Bebauung biegen wir links ab in den Wald. An der nächsten Wegekreuzung erreicht man dann schon das Sträßchen Auf der Siegenegge, wo man nach links einbiegt, den “ Gipfel“ (246 m) des Frölenbergs jetzt zur Rechten. So erreicht man bald wieder den Hinweg vom Startpunkt Frölenberg. Im Kiosk der Minigolfanlage kann man sich mit Kleinigkeiten verpflegen.

 

 

Freibad Brackwede, Ems-Lutter-Weg

Wanderparkplatz Freibad Brackwede (fürs Navi: Bielefeld, Osnabrücker Str. 55)

Ems-Lutter-Weg inkl. Rückweg (ca. 7,1 km; ca. 1¾ Std.)

Der Ems-Lutter-Weg ist ein Wanderweg mitten in Bielefelds Stadtteil Quelle im Stadtbezirk Brackwede. Er ist als Qualitätsweg des Projektes Wanderbares Deutschland zertifiziert. Die Ems-Lutter wird auch Gütersloher Lutter genannt. Beide Namen verdeutlichen ihre Fließrichtung: Durch mehrere Gütersloher Ortschaften geht es zur Ems. Nach menschlichen Eingriffen im Quellbereich gibt es auch noch die Weser-Lutter, die in die andere Richtung fließt.

Der Ems-Lutter-Weg verläuft vom Naturbad Brackwede zunächst sehr nah am Flüsschen entlang nach Süd-Osten. Man kann schön das sandige Flussbett sehen, außerdem gibt es mehrere große und kleine Teiche, die von vielen Wasservögeln bewohnt sind, auch von Erlen bestandene Bruchwaldflächen findet man am renaturierten Ufer der Lutter.

Blick über einen der vielen Teiche im Luttertal: stadt- und gleichzeitig naturnah

Das Luttertal liegt deutlich tiefer als etwa die Marienfelder Straße am nördlichen Rand. Deswegen unterquert der Wanderweg die Fußgängerbrücke oder auch die Eisenbahnlinie. Hinter der Eisenbahnbrücke des Haller Willems entfernt sich der Ems-Lutter-Weg etwas weiter vom Fluss, führt zwischen der Gesamtschule Quelle und dem privaten Kupferhammer-Park der Möller-Group hindurch. Man kann so einige Blicke auf die schönen Industriellenvillen im Park erhaschen.

Hinter eine großen Wiese erreicht man die Heinemannstraße. Hier geht man ein paar Schritte nach rechts, um dann am nördlichen Rand des kleinen Tals weiterzuspazieren. Der Weg verläuft jetzt im schmalen Streifen des Hammerholzes, knickt dann nach noch einmal rechts ab, um in diesem Wald einer große Runde um Niemöllers Mühle zu drehen, zu der der Weg dann zurück führt. Die restaurierte und funktionstüchtige Wassermühle ist sicherlich einen kleinen Abstecher wert.

Am Mühlteich von Niemöllers Mühle

Der Rückweg beginnt mit dem vielleicht schönsten Abschnitt des Ems-Lutter-Wegs. Hinter der Mühle Niemöller führt der Wanderweg als schmaler Pfad direkt am großen Mühlteich entlang, auf der anderen Wegseite das Wasser der Lutter. Aber schon bald rückt die Bebauung nah an das Flüsschen heran und der Platz für Wasser und Wanderweg wird immer schmaler.

So erreicht man wieder die Heinemannstraße. Hier endet der Ems-Lutter-Weg eigentlich, denn rechts an der Brockhagener Straße befindet sich eine Bushaltestelle (Lienzer Str.). Bis hierhin ist man gut 4,8 Kilometer spaziert. Da kann man den Rest bis zum WP Freibad Brackwede, wo sich auch Bushaltestellen befinden (an der Carl-Severing-Str.), auch noch schaffen. Auf der Heinemannstraße zur Linken befindet sich die große Wiese, die man schon auf dem Hinweg überquert hat. So geht man den Rest des Ems-Lutter-Weges zurück, wie man gekommen ist.

Senne, Am Togdrang / Buschkamp, Naturparktrail Bielefeld 4 „Verborgene Zeitzeichen“ (NaturZeitReise)

Wanderparkplatz Am Togdrang / Buschkamp (fürs Navi: Bielefeld, Osningstr.)

Naturparktrail Bielefeld 4 „Verborgene Zeitzeichen“ (ca. 6,8 km; ca. 1¾ Std.)

bielefeld-4Über den Bielefelder Naturparktrail 4 „Verborgene Zeitzeichen“ des Projektes NaturZeitReise ist eigentlich alles gesagt, und zwar in dem Heft des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge mit dem Titel „Naturparktrails Bielefeld. Ein Wanderbegleiter von Horst Gerbaulet“. Man kann das Heft auf den Seiten des Naturparks herunterladen, aber es ist doch schöner, eine gedruckte Variante mit den Karten in den Händen zu halten. Man bekommt die Broschüre auch oft in den Tourismus-Informationen. Wie man es von Horst Gerbaulet kennt, gelingt es ihm auch hier, interessante Details unserer Kulturlandschaft in eine gut verständliche Sprache zu packen.

GPSies - Senne, Am Togdrang / Buschkamp, Naturparktrail Bielefeld 4 „Verborgene Zeitzeichen“ (NaturZeitReise)Ich kann mich hier also kurz fassen: Direkt hinter dem Wanderparkplatz Am Togdrang / Buschkamp betritt man durch zwei Torpfeiler den Wald, der sich hier auf einem ehemaligen Militärgelände breitmacht. Auf dem Sennesand wandern wir immer westwärts, zur Rechten zunächst die Kettlerschen Berge, dann den Togdrang, den wir im Verlauf des Wanderwegs quasi umrunden. Kurz vor der Stadtbahn-Endstation Senne erreicht man ein Stück Weg, dass an den alten Senne-Hellweg erinnert, eine Art Schnellstraße der vergangenen Jahrhunderte.

Hinter der Haltestelle folgt man zunächst der Waterboerstraße bergan, biegt aber in den Schotterweg hinter dem Fachwerkensemble nach links ein. An der nächsten Kreuzung nimmt man wieder die rechte Variante, so dass man an der Lichtung Hölkebaum vorbei kurz vor den renaturierten Teichen wieder auf die Waterboerstraße trifft. Schon bald erreicht man den Wanderparkplatz Waterboer an dem ehemaligen Berghof.

Über den Spiegelsberger Weg geht es zurück Richtung Osten. Kurz vor der Lichtung mit der Forstverwaltung der Familie Spiegel sieht man rechts im Wald eine gewaltige Douglasie. Sie ist als Naturdenkmal geschützt. Auf der Lichtung biegen wir nach links, also nach Norden ab und spazieren dann unterhalb des Teuto-Kamms in Richtung der Osningstraße.  Wir überqueren den Landwehrbach, der bald nach der Querung für viele Teiche am Hof Gr. Bockemann genutzt wird, und gehen dann parallel zur Osningstraße auf schmalem Pfad zum Ausgangspunkt.

Da es unterwegs so viel zu sehen und auch zu lesen gibt, Zeitfenster und Zeitzeichen, wird man für den Weg ca. 1¾ Stunden benötigen. Wie bei vielen der Bielefelder Wanderwege ist es auch hier faszinierend, wie still und naturnah man sich innerhalb der Großstadt bewegen kann, auch wenn man im südlichen Teil dieses Naturparktrails 4 immer die Geräusche des Straßenverkehrs von der Paderborner Straße hört.

Im Gasthof Waterbör kann man leider zurzeit nicht einkehren, er ist nur noch als „Event-Location“ zu buchen.

Weitere Bielefelder Naturparktrails, die man alle zu einer längeren Wanderung kombibnieren kann, findet man in der Kategorie NaturZeitReise.