Regionales Umweltbildungszentrum Noller Schlucht, R4 „Zum Wehdeberg“

Wanderparkplatz Regionales Umweltbildungszentrum Noller Schlucht (fürs Navi: Dissen, Rechenbergstraße 100)

Rundwanderweg R4 „Zum Wehdeberg“, ca. 5, 2 Kilometer

Nolle ist ein Stadtteil von Dissen. Der ehemalige Gasthof Noller Schlucht ist für die Wanderfreunde am Teutoburger Wald von besonderer Bedeutung, denn hier wurde die Gründung des Teutoburger-Wald-Vereins beschlossen. Heute befindet sich hier neben dem Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) wieder ein Wochenendcafé, so dass Spaziergänger und Wanderer einen Grund mehr haben, hier vorbeizukommen. Der wichtigste Grund ist und bleibt aber die wunderschöne Landschaft in diesem einsamen Gebiet zwischen Dissen, Hilter und Wellingholzhausen.

GPSies - Regionales Umweltbildungszentrum Noller Schlucht, R4 Zum WehdebergDer Rundwanderweg R4 ist eigenartigerweise weder auf der Wanderkarte vor dem Umweltbildungszentrum noch auf der neuen Naturpark-Wandertafel auf der anderen Straßenseite eingetragen, dafür aber auf der Karte, die ein paar Kilometer weiter Richtung Wellingholzhausen am Wanderparkplatz Alte Poststraße / Rechenberg steht. Auf den alten Dissener Wanderkarten, die man zum Glück noch manchmal findet, ist R4 eingezeichnet mit besonderer Hervorhebung des Abschnitts „Zum Wehdeberg“.

Der Wanderweg führt uns zunächst vom Wanderparkplatz am RUZ in die Noller Schlucht. Dabei handelt es sich natürlich mehr um ein Tal als um eine Schlucht, und zwar um das sehr idyllisches Tal des Dissener oder Noller Bachs.  Auf der schmalen Waldstraße geht es idyllisch durch Wälder und Felder leicht bergauf und durch einige Kurven. Der Abzweigung, die der Hermannsweg nach links nimmt, folgen wir nicht. Hier kommen wir nachher wieder aus dem Wald heraus.

Jetzt gehen wir noch ein Stück weiter bis zum zweiten Mal ein Forstweg nach links abzweigt. Dort biegen wir ab und folgen der Kennzeichnung R4, die allerdings manchmal schwer zu erkennen ist. Zunächst über eine Lichtung geht es schnell in den Wald hinein und etwas kräftiger bergauf. Der Forstweg ist gut ausgebaut und geht nach einigen geschwungenen Kurven in eine ca. 400 m lange Gerade über. An deren Ende gibt es eine große Linkskurve, so dass man jetzt südwärts an der östlichen Flanke des Wehdebergs entlangspaziert. Nach der nächsten längeren Gerade findet man zu Rechten in der Kurve ein Naturdenkmal, die recht bekannte Kalksteinklippe am Wehdeberg. Die Wand eines ehemaligen Kalksteinbruch von ca. 10 Metern Höhe zeigt unspektakulär Schichtung und Verwitterung des Gesteins. Eine Informationstafel des Umweltbildungszentrums gibt einige Erläuterungen zur Geologie.

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ND Kalksteinklippe am Wehdeberg

Aufsehenerregender ist die Steinbruchwand südlich des Asberg, aber sie liegt diesmal nicht an unserem Weg. Einige Meter weiter trifft man auf den Hermannsweg, dessen hervorragender H-Kennzeichnung man von nun an folgen kann. So verlässt man den Forstweg und wandert zunächst auf einem schmalen Pfad durch den Wald, bis man wieder auf einen besser ausgebauten Weg trifft. Über den kommt man zur Waldstraße, auf der man zügig zurück zum Wanderparkplatz in der Noller Schlucht gelangt. Da einige kräftige Steigungen vorhanden sind, wird man für den Weg R4 fast eineinhalb Stunden benötigen.


Nolle, Rehquelle / Kalksinterterrassen, R3

Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen (auch WP Rechenberg genannt, fürs Navi: Dissen, Rechenbergstraße)

Rundwanderweg R3 (ca. 6 km)

Der Wanderweg R3 dreht eine sechs Kilometer lange Runde durch das schöne, abwechslungsreiche Waldgebiet zwischen Dissen und Wellingholzhausen. Wenn man von „Welling“ her kommt, kann man auch gut am Wanderparkplatz Puschkental einsteigen. man muss dann nur vom Parkplatz zur Schwarzen Welle hinuntersteigen und trifft dort auf den R3. Am Weg liegen mehrere Quellen und Quellbäche der Hase.

Vom großen Wanderparkplatz an der Rechenbergstraße geht man zunächst ein kurzes Stück, vielleicht einhundert Meter, unterhalb der Landesstraße nach Osten, also Richtung Wellingholzhausen. Direkt hinter dem Parkplatz befindet sich die Kleine Rehquelle.

Man muss dann die zeitweise recht befahrene Straße überqueren, ungünstigerweise direkt nach einer Kurve. So gelangt man zur Großen Rehquelle. Vom Schilf, dass der Quelle einst den Namen gab, ist nichts mehr zu sehen. Der Name kommt nämlich nicht von Capreolus Caproulus, sondern von dem Schilfrohr (Reet), was in gerne in feuchten Ecken wächst und z. B. zum Dacheindecken verwendet wurde und wird. Statt Schilf gibt es an der Quelle aber heutzutage Tische und Bänke wie übrigens noch recht häufig an diesem Wanderweg. Hinter der Quelle teilt sich R3, beginnt die eigentliche Runde.

Wir wenden uns nach Süden, so dass man durch den Mischwald des Baumgartens spaziert, bis man am Naturdenkmal Blauer See ankommt. Man kann sich streiten, ob der nun blau oder grün ist, das ändert sich auch je nach Lichteinfall. Warum das so ist, lesen Sie meinem Eintrag zum Hase-Else-Hunte-Ems-Weg. Im Spätsommer ist der kleine See in der Regel auch ziemlich trockengefallen. Wenn dann noch die Sonne fehlt, ist er weder blau noch grün, sondern einfach nur braun.

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Der fast ausgetrocknete Blaue See bei schlechtem Wetter im Spätsommer

Man geht nun nach rechts weiter, lässt also den Blauen See und seine Rastanlagen linker Hand liegen. So bewegt man sich auf den Kamm des Teutoburger Waldes zu. Allerdings biegt man schon bei der nächsten Gelegenheit wieder nach links ab, also nach Osten, und überquert diesen Hasequellbach, der am Blauen See entlang in den Fluß fließt. Man wandert nun auf den Steinbrink zu, bis man auf einer Höhe von ca. 175 Metern den Waldrand erreicht. Hier spaziert man aber gleich wieder nach links in den Wald hinein und recht steil bergab, bis man die Almaquelle (zum Namen siehe hier) auf ca. 140 Metern Höhe erreicht. Mittels einer kleinen Furt überquert man die noch sehr junge Hase, der man nach links in Fließrichtung folgt. Über eine kleine Brücke kommt man bald wieder auf die andere Seite, bleibt aber im Hasetal. Ungefähr in der Mitte zwischen der Furt, die zur Wellingholzhausener Schützenstraße bzw. zum Alten Wellingholzhausener Weg führt, und dem Ferienhausgebiet am Kronensee führt links ein Waldweg zur besser ausgebauten Forststraße hoch, die den Wanderer dann wieder zur Rechenbergstraße leitet.

Zum Glück muss man nun nicht an der Straße ohne Fuß- und Radweg entlanggehen, denn an der Stelle, wo der Waldweg auf die Straße trifft, führt ein schmaler Fußweg wieder in den Wald hinein und zum Naturdenkmal Große Rehquelle. Von dort aus geht es dann wieder zum Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen.

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An der Großen Rehquelle

Der Rundwanderweg R3 ist gut gekennzeichnet und in rund einer oder eineinhalb Stunden gut zu schaffen, wenn man nicht zu lange auf den zahlreich vorhandenen Rastmöglichkeiten ausruht.

Nolle, Rehquelle / Kalksinterterrassen, A2 „Rundweg Baumgarten“

Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrasse, (fürs Navi: Dissen, Rechenbergstr.)

Rundwanderweg A2 „Rundweg Baumgarten“ (ca. 4,8 km, 1¼ Std.)

Die Rechenbergstraße (L 94) ist heute die Verbindung zwischen Melle-Wellingholzhausen und Dissen-Nolle. An ihr gibt es mehrere Wanderparkplätze mit mehreren schönen, gut gekennzeichneten Wanderwegen durch den Teutoburger Wald. Besonders der große Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen (ehem. WP Rechenberg) hat in den letzten Jahren durch die touristische Aufarbeitung der Kalksinterterrassen bei der Kleinen Rehquelle an Bekanntheit gewonnen.

GPSies - Nolle, Rehquelle / Kalksinterterrassen, A2 „Rundweg Baumgarten“Dieser Eintrag beschreibt aber den alten, ungefähr 4,8 Kilometer langen Wanderweg A2, der auch „Rundweg Baumgarten“ genannt wird, da er durch eben diesen eine Schleife dreht. Baumgarten nennt man hier diesen schönen Mischwald der Niedersächsischen Landesforsten, ehemals Staatsforst Palsterkamp. Der Wanderweg wurde schon vor längerer Zeit „aufgegeben“, wird also nicht mehr gepflegt. Gerade das erste Viertel des Weges ist durch forstwirtschaftliche Arbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass man sich öfters (mit gutem Schuhwerk und Trittsicherheit versehen) seine Passage suchen muss. Deswegen könnte es auch sinnvoll sein, den Weg andersherum zu laufen. Also GPS-Daten auf dem Handy benutzen!

Man geht zunächst ein Stück an der Rechenbergstraße entlang, und zwar in Richtung Dissen. Das ist unproblematisch, der Weg verläuft nicht auf der Landesstraße, sondern etwas daneben.

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An der Rechenbergstraße

Mit Hilfe der GPS-Daten findet man die Stelle, wo man Böschung, Leitplanke und Graben überwinden kann und an der man die Straße überquert und in den Wald geht. Ein großes „Loch in der Erde“, bestimmt ein alter Steinbruch, wird südlich umgangen, so dass man am (ehemaligen?) Wanderparkplatz Alte Poststraße / Rechenberg wieder auf die Rechenbergstraße trifft. Ein kurzer Waldweg kürzt hier die bekannte scharfe Kurve der L 94 ab. Über den kommt man auf den Sahlbrinkweg. An einigen versteckt liegenden Gebäuden (Revierförsterei Nolle) vorbei führt dieser leicht ansteigend südlich um den Sahlbrink mit seinen 244,3 m Höhe herum. Er nutzt dafür die Einsattelung zwischen dem Sahlbrink und der Steinegge, auf der der Dissener Postturm mit der Aussichtsplattform steht. Der „Rundweg Baumgarten“ umrundet also den Sahlbrink bis zu einer scharfen Rechtskurve auf dem Forstweg. Hier trifft man auf den Wanderweg A1, mit dem zusammen es nun bergab geht, hinunter bis zur Rechenbergstraße, die man in der Nähe der beiden Rehquellen erreicht. An der Großen Rehquelle kann man auch noch gut eine Rast einlegen.

Parallel zur Landesstraße spaziert man dann gemütlich zum Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen zurück. Der Wanderweg A2 führt den Spaziergänger durch das geschlossene Waldgebiet des Baumgartens, deswegen gibt es unterwegs nichts, wo man einkehren könnte. Aber kurz hinter der Grenze nach Wellingholzhausen befindet sich ja die exquisite Waldschänke.


 

 

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