Buer-Meesdorf, Huntetal, Waldlehrpfad

Wanderparkplatz Huntetal (fürs Navi: nahe Melle, Huntetalstr. 11)

Rundweg Waldlehrpfad (ca. 3,6 km; ca. ¾ Std.)

Direkt am Wanderparkplatz Huntetal führt ein schmaler Pfad in den Wald des Kleinen Kellenbergs hinein. Dies ist der Waldlehrpfad des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer. Über 100 Informationstafeln vermitteln hier Wissen über den Wald, Forstwirtschaft, Bäume und Tiere usw.

Auf dem Waldlehrpfad durch den Herbstwald

Auf dem kleinen, gewunden Pfad am Anfang erfährt man z. B. sehr viel über die verschiedenen Arten von Nistkästen und Bruthilfen. Man kann aber natürlich auch einfach den Weg entlangspazieren und die schöne Natur genießen.

Nach einigen hundert Metern biegt man rechts in den aus Betonplatten zusammengesetzten Dr.-Steffen-Weg. Nach einem guten Kilometer Gesamtweg erreicht man den Wittekindsweg, den Hauptwanderweg des Wiehengebirges. Hier biegen wir links ein. Der Grönegauweg führt schnurgerade durch den Laubwald nach Nordwesten auf die Saurierspuren zu.

Man erreicht eine Kreuzung, an der ein Wegweiser auf einen links liegenden Aussichtspunkt hinweist. Der Waldlehrpfad biegt an dieser Kreuzung aber rechts ab. An der übernächsten Kreuzung, an einer Jagdhütte, beginnt schon der Rückweg, denn es geht rechts zurück Richtung Betonweg. Über den Dr.-Steffen-Weg erreicht man dann wieder den Wanderparkplatz Huntetal.

Für den Weg braucht man ca. eine Dreiviertelstunde. Das Anhalten und Lesen der Tafeln kommt noch hinzu. Einkehrmöglichkeiten gibt es auf diesem Spaziergang im Wald nicht.


Wellingholzhausen, Am Beutling, Beutlingsturm-Luisenturm-Runde

Wanderparkplatz Am Beutling (fürs Navi: Melle, nahe Beutlingsallee 41)

Beutlingsturm-Luisenturm-Runde (ca. 17 km, ca. 4¾ Std. Gehzeit, ca. 330 Höhenmeter ↑↓)

Dieser Rundweg empfiehlt sich für eine schöne Tageswanderung zwischen Wellingholzhausen und Borgholzhausen, also in einer von dichten Wäldern, Hügeln und Tälern, Quellen und Bächen gekennzeichneten Landschaft.

Vom Wanderparkplatz Am Beutling geht es zunächst am gleichnamigen Gasthaus vorbei, um den Hausberg der Wellinger westlich zu umrunden, bis man die „Rückseite“ erreicht hat. Eine Abzweigung führt uns nach rechts aus dem Wald und Naturschutzgebiet heraus, hinunter zur Hofstelle Altemöller. Dort biegen wir wieder rechts ab und erreichen so das Sträßchen Puschkental. Links unten sieht man schon den Wanderparkplatz Puschkental vor dem Wullbrink liegen.

Kurz hinter dem Parkplatz geht es rechts hinunter zur Schwarzen Welle mit einer Schutzhütte. Der kleine Bach, den man kurz vorher überstiegen hat, ist die hier noch ganz junge Hase, in die auch das Wasser der Schwarzen Welle oder Almaquelle läuft.

Waldrand am Steinbrink

Hinter der Quelle beginnt einer der kräftigeren Anstiege dieser Tour, denn es gilt, den Kamm des Teutoburger Waldes mit dem Hermannsweg zu „erklimmen“. Oben auf der Ascher Egge angekommen, wendet man sich nach links und spaziert auf dem Kammweg zum Hankenüll. Auf dessen höchster Stelle (307 m) erreicht man die Landesgrenze, der der „Hermann“ nun ein Stück nach Osten folgt.

Der Hermannsweg führt uns danach über den Vicarienkopf und den Hollandskopf mit der Windkraftanlage zum Luisenturm auf der Johannisegge (293 m). Hier hat man sich sicherlich eine Pause verdient. Wie gut, dass es unter dem Aussichtsturm auch die Luisenturm-Hütte gibt. Da es hier auch den Wanderparkplatz Luisenturm gibt, kann man die Beutlingsturm-Luisenturm-Runde auch gut hier in Borgholzhausen beginnen.

Dann beginnt der Rückweg nach Niedersachsen, indem man zunächst ein Stück geht, wie man gekommen ist, also vom Luisenturm zum gleichnamigen Wanderparkplatz und dann über die asphaltierte Peter-Eggermont-Straße in Richtung des riesigen Windrads in der ehemaligen Militäranlage. Kurz vor dem Tor führt uns unser Rundweg aber rechts ab, so dass wir die Anlage linker Hand liegen lassen.

Über den Hang des Osbergs geht es hinunter zur Wellingholzhausener Straße in der Borgholzhausener Bauernschaft Holland. Beim Abstieg sollte man einen Abstecher zur Pfaffenkammer machen, einer kleinen Spalthöhle.

Am Eingang zur Pfaffenkammer

Der Name erinnert an die zur Höhle gehörende Sage, nach der hier ein Versteck für die ersten Christen der Gegend war. Unterirdische Gänge sollten bis nach Osnabrück führen.

Ausblick vom Hang des Osbergs hinüber zum Wiehengebirge

Am Wanderparkplatz Wellingholzhausener Straße (eher eine Parkmöglichkeit) trifft man auf die Kreisstraße, die man überquert. Auf der anderen Seite des Tals tritt man wieder in den Wald. Mit dem Überqueren des Steinbaches ist man wieder in Niedersachsen, und zwar im Neuenkirchener Berg. Man erreicht den Fernwanderweg X25, den Schau-ins-Land-Weg. Mit ihm geht es hinüber zum kleinen Kerßenbrocker Berg. Man überquert den Brandhorstweg und wieder die Wellingholzhausener Straße, die jetzt im Grönegau Hasestraße heißt.

Den vor uns liegenden Hof Altemöller kennen wir schon vom Beginn der Tour. Dieses Mal biegen wir hinter den Gebäuden rechts ab und steigen den Beutling hinauf. Das ist der letzte Anstieg, aber die Aussicht vom Beutlingsturm sollte man nicht versäumen. Teutoburger Wald und Grönegau liegen einem zu Füßen. Und zum Abschluss sollte man natürlich im Gasthaus „Zum Beutling“ einkehren, Kuchen oder Brot und die Aussicht auf Wellingholzhausen genießen und die absolvierte Runde Revue passieren lassen.

Die Idee zu dieser Runde stammt aus diesem Wanderführer von TERRA.vita, dort gibt es also weitere Informationen. Der Startpunkt liegt dabei in Borgholzhausen.

Wellingholzhausen, Schützenstraße / Lieth, TERRA.track Von Quelle zu Quelle

Wanderparkplatz Schützenstraße / Lieth (fürs Navi: Melle, Schützenstr. 81)

Rundwanderweg: TERRA.track „Von Quelle zu Quelle“ (ca. 6,5 km; ca. 1 ¾ Std.)

Der Wanderweg trägt den Namen „Von Quelle zu Quelle“ zu Recht, denn er bewegt sich zwischen der Großen Rehquelle und der Almaquelle. Beide Quellen speisen die Hase, deren Hauptquelle auch ganz in der Nähe ist.

Der größte Teil des Rundwegs verläuft auf Dissener Gebiet und die meisten Wanderer steigen am großen Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen an der Rechenbergstraße in den Weg ein. Schöner ist es aber, vom WP Schützenstraße / Lieth in Wellingholzhausen hinunter zur Hase zu spazieren. Auf dem Rückweg kann man die Furt gut als Kneipp-Gelegenheit nutzen, zumal es dort jetzt neue Sitzgelegenheiten gibt.

Hinter der Hase biegen wir rechts ab und laufen Richtung Kronensee. Im Sommer ist er aber hinter Bäumen nur zu erahnen. Auf dem Weg dorthin folgen wir dem Haselauf und überqueren einige Bäche, die von der Amtswiede – dem Wald zu Linken – hinunter zur Hase fließen. Es gibt auch immer wieder kleine Trampelpfade, die zum schattigen Wasser hinunterführen.

Kurz vor der Rechenbergstraße erreichen wir den Startpunkt Kronensee Wellingholzhausen und biegen scharf nach links ab. Der Weg führt uns zur eingefassten Großen Rehquelle. Sie liegt unterhalb des Wegs und bietet immer schattige Rastplätze.

Typisches Landschaftsbild im prächtigen Wald der Amtswiede zwischen Dissen und Wellingholzhausen

Hier biegen wir links ab. Auf einer guten Forststraße geht es durch herrlichen Wald zum Blauen See, dem wir uns von Westen, von oben nähern. Auch das Wasser des Blauen Sees fließt in die Hase. Nutzt man die Bänke am Ufer für eine kleine Pause an diesem idyllischen Ort, sieht man bei dem richtigen Sonnenstand, dass das Wasser eher grün als blau schimmert, was an dem hohen Mineralgehalt des Seewassers liegt (siehe Beitragsbild oben).

Wir lassen den kleinen See linker Hand liegen und nehmen den Weg, der hinter ihm links abbiegt und dabei seinen Zufluss überquert. Wir erreichen die nordwestliche Ecke eines Feldes, das sich hier in den Wald „hineinschiebt“, biegen aber gleich wieder links ab, um über einen schmalen Pfad hinunter zur Almaquelle zu gelangen. Sie (auch Schwarze Welle genannt) ist die wohl stärkste Wasserspenderin im Hasequellgebiet.

Direkt hinter der Schutzhütte fließt die junge Hase vorbei und indem wir sie überqueren, betreten wir das Gebiet von Wellingholzhausen, denn die Hase ist hier die Grenze zwischen den Gemeinden Melle und Dissen. Wir folgen dem Flüsschen abwärts, aber schon blad führen uns Weg, Furt und eine kleine Brücke wieder auf die andere Seite. Hier treffen wir wieder auf den Hauptweg im Hasetal und erreichen über ihn bald die Furt am unteren Ende der Schützenstraße.

Auch im dichten Wald immer gut orientiert

Der TERRA.track ist gut gekennzeichnet. Wenn man sich immer mal wieder kleine Pausen an den Quellen gönnt, wir man für die secheinhalb Kilometer ca. 1¾ Stunden einplanen müssen. Man bewegt sich auf diesem Weg komplett innerhalb des Waldes, es gibt weder Bebauung noch Einkehrmöglichkeit.

Eine verlängerte Variante des TERRA.tracks Von Quelle zu Quelle findet man auch in Ingmar Bojes‘ Wanderführer zum Teutoburger Wald.

Wellingholzhausen, Schützenstraße / Lieth, Zu den Hasequellen

Wanderparkplatz Schützenstraße / Lieth (fürs Navi: Melle, Schützenstraße 81)

Rundwanderweg „Zu den Hasequellen“ (ca. 9,2 km; ca. 2½ Std.)

Dieser Rundweg zieht eine sehr schöne Runde zu den Hasequellen zwischen Wellingholzhausen und Dissen. Dabei macht er drei unterschiedliche große Schleifen. All die hiesigen Besonderheiten des nordwestlichen Teutohangs liegen am Wegesrand.

Vom Parkplatz am oberen Ende der Schützenstraße geht es hinunter zur Hase, die hier die Grenze zwischen Melle und Dissen darstellt. Man kann wählen: Nimmt man Brücke oder die Furt? Hinter dem Flüsschen biegt man nach links ab und spaziert auf einer schönen Forststraße. Zur Rechten befindet sich die Amtswiede, wie dieser Waldteil heißt, links plätschert die junge Hase, die wir bald wieder mittels einer Furt oder einem kleinen Brückchen überqueren. Jetzt sind es nur noch ein paar Meter zur Schwarzen Welle (= Almaquelle) mit den Rastgelegenheiten. Hinter der Quelle biegen wir nach Süden ab und beginnen mit dem Aufsteig, bis wir am oberen Waldrand ankommen. Hier nehmen wir den Weg, der hinunter zum Blauen See führt. Herrlich im Wald gelegen bietet er auch einige Rastgelegenheiten. Hier muss man eigentlich eine kleine Pause machen.

Der erste Blick auf den Blauen See, wenn man von Süden kommt.

Danach nehmen wir den Weg, der gegenüber der Schutzhütte im Wald ansteigt. So gelangen wir zur Großen Rehquelle. Hier befindet sich der Knotenpunkt dieser Tour. Wir biegen links ab und steigen durch die Schwarze Dehne hinauf. Im oberen Bereich dieses Taleinschnitts gibt es einige erdgeschichtliche Informationstafeln, denn hier kommt auch der Lehrpfad Karl Kalktropfen vorbei.

Oben angekommen biegen wir rechts ab. Es geht wieder hinunter und man hört schon bald die Rechenbergstraße L94. Dahinter liegt der große Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen. Wir müssen über diesen Parkplatz gehen, denn am hinteren Ende geht an der „Sitzgruppe“ einen Weg ab zu den Kalksinterterrassen. Die kann man jetzt nicht mit den berühmten in Pamukkale vergleichen, aber das Entstehungsprinzip ist ähnlich. Einige Informationstafeln helfen beim Verstehen und ein Holzpfad mit mehreren Plattformen verhindert, dass man den zerbrechlichen Gebilden zu nahe kommt. Der Pfad dreht die kleinste Schleife unserer Runde und führt wieder zum Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen zurück.

Holzsteg an den Kalksinterterrassen

Jetzt gehen wir noch zur Kleinen Rehquelle. Das Naturdenkmal liegt unterhalb der Landesstraße, die wir im Anschluss überqueren müssen. So kommen wir wieder zu unserem Knotenpunkt an der Großen Rehquelle. All die Quellen und Bäche hier geben ihr Wasser in die Hase ab, weswegen ich diesen Weg „Zu den Hasequellen“ genannt habe.

Wir spazieren über schön geschwungene Forstwege durch das Waldstück Hinterm Rechenberge hinunter zum Startpunkt Kronensee Wellingholzhausen. Hier biegen wir scharf rechts ab und können nun wieder an der mäandernden Hase entlang nach Osten wandern. Hinter dem Flüsschen sieht man die Ferienhäuser am Kronensee. Hinter den Häuschen kann man auch den Weg verlassen und links in einen schmalen Pfad einbiegen, der einem zu einem der besten Restaurants weit und breit führt, der Waldschänke. Ein wunderschöner Biergarten bietet sich auch für eine Wanderpause an. Der Abstecher dauert ca. zehn Minuten.

Ansonsten folgt man weiter der Hase und erreicht bald wieder die Furt vom Anfang der Tour. Knapp oberhalb findet man den Wanderparkplatz Schützenstraße / Lieth.

Der Weg ist nicht ausgeschildert, sondern folgt verschiedenen lokalen und überregionalen Wanderwegen. Man sollte also die GPS-Daten bei sich haben. Wanderkollege Ingmar Bojes beschreibt in seinem schön gemachten Wanderführer zum Teutoburger Wald eine ganz ähnliche Runde vom Parkplatz an der Rechenbergstraße aus (Erfrischungstour 20). Über dieses Buch kommt man auch an genaue GPS-Daten und weitere Informationen:

Wellingholzhausen, Am Beutling, Baumlehrpfad

Wanderparkplatz Am Beutling (fürs Navi: Melle, nahe Beutlingsallee 41)

Rundwanderweg Baumlehrpfad (ca. 2 km; ca. ½ Std. plus Informationszeit)

GPSies - Wellingholzhausen, Am Beutling, BaumlehrpfadPünktlich zu Melles 850-jährigen Jubiläum 2019 hat der Heimat- und Verschönerungsverein Wellingholzhausen in seiner „guten Stube“ am Beutling einen Waldlehrpfad eingerichtet.

Informationstafeln am Baumlehrpfad

Auf einer Strecke von ca. zwei Kilometern über und um den „Wellinger Hausberg“ kann man sich über 30 wichtige Baumarten informieren. Zu jedem Baum gibt es eine eigene Station. Die Stellen enthalten die wichtigsten Angaben zu der jeweiligen Pflanze in Text und Bild. Über einen QR-Code kann man sich weitere Informationen beschaffen.

Von Station zu Station folgt der Spaziergänger den grünen Pfeilen. So kann man die gut 30 Minuten an der frischen Luft mit interessanten und unterhaltsamen Informationen aus der Biologie verbinden, wodurch die Runde natürlich länger dauert.

Vom Wanderparkplatz Am Beutling (Aussicht siehe Artikelbild oben) geht es direkt in den Wald. Eine Trinkwassergewinnungsanlage lässt man rechts liegen. Kurz dahinter geht man über einen kurzen Pfad hinunter zum eigentlich Hauptweg, der von der Hasestraße aus hinaufkommt. Am östlichen Hang des Beutlings geht es nach Süden. An einer Lichtung kann man weit über die Streusiedlung von Kerßenbrock blicken.

Schließlich beginnt der Baumlehrpfad etwas kräftiger anzusteigen und man erreicht südlich des Beutlings einen Abzweig. Hier geht es rechts ab direkt zum Aussichtsturm und den Rastanlagen auf 220 m Höhe. Unterwegs sind nicht nur eine Menge Informationsschilder des Waldlehrpfads, sondern auch die historisch interessanten Schneitelbuchen. Da sie immer wieder auf den Stock gesetzt wurden, trieben sie vielfältig aus. Bis heute zeigen sie an, dass die Wellinger Bauern hier oben früher Holz geschlagen haben.

Beutlingsturm

Hinter dem Aussichtsturm geht es recht steil hinunter zum Gasthaus Zum Beutling mit seiner tollen Terrasse. Wenn man dort nicht einkehrt, erreicht man – nachdem man das obere Ende der Beutlingsallee passierte – kurze Zeit später den Ausgangspunkt.

Der gesamte Beutling ist ein schon recht altes Naturschutzgebiet (von 1937).

Auch in diesen Büchern taucht der Wellingholzhausener Beutling auf:

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