Pye, Abfallwirtschaftszentrum Piesberg, Rundwanderweg Piesberg

Wanderparkplatz Abfallwirtschaftszentrum Piesberg (fürs Navi: Osnabrück, Fürstenauer Weg 152)

Rundwanderweg Piesberg (ca. 8,8 km; ca. 2¼ Std.)

GPSies - Pye, Abfallwirtschaftszentrum Piesberg, Rundwanderweg PiesbergDer Piesberg ist der höchste Punkt in Osnabrück. Schon deswegen bietet es sich für Wanderer und Spaziergänger an, hier mal vorbeizuschauen. In den letzten Jahren ist er aber auch immer attraktiver gestaltet und touristisch aufgewertet worden, so dass es für die Osnabrücker fast ein Muss ist, hier regelmäßig herzukommen. Ein zentrales Element des Naherholungsangebotes ist der Rundwanderweg Piesberg, der zu den meisten wichtigen Stationen des Kultur- und Landschaftsparks führt. Wahrscheinlich ist es mittlerweile der beliebteste Rundwanderweg in Osnabrück.

Es gibt viele Möglichkeiten, in den Rundwanderweg einzusteigen, der nie wirklich weit von einer öffentlichen Straße entfernt ist, siehe die Google Karte unten. Beliebt ist z.B. der Wanderparkplatz Grubenweg, Wallenhorst in Lechtingen. Am nächsten kommt man dem eigentlichen Weg mit dem Pkw aber wahrscheinlich am Abfallwirtschaftszentrum Piesberg. Allerdings ist der Parkplatz nur am Samstag und Sonntag für die Öffentlichkeit geöffnet.

Da der Ausblick auf die Industrieanlagen am Abfallwirtschaftszentrum nicht besonders schön ist, geht man schnell an den Gleisen der Feldbahn entlang nach Westen. Durch ein kleines Wäldchen kommt man hinunter zu den Anlagen am Haseschacht, südlich des Fürstenauer Wegs, den man auf einer Brücke überquert. Hier, am Museum Industriekultur Osnabrück kann man auch gut in den Rundwanderweg Piesberg einsteigen, besonders dann, wenn man den Spaziergang mit einem Besuch der Ausstellung verbinden oder das Café des Museums zur Einkehr nutzen will. Außerdem ist hier auch eine Bushaltestelle.

Interessante Brückenkonstruktion über den Fürstenauer Weg am Museum Industriekultur

Schon gut hundert Meter weiter geht es vorsichtig zurück über den Fürstenauer Weg. Hier beginnt ein besonders schöner Abschnitt des Rundwanderwegs, der sogenannte Waldwanderweg. Er schlängelt sich auf schmalem Pfad oberhalb der Lechtinger Straße zur Ruine des Stüveschacht-Gebäudes. Hier wie an vielen (wirklich vielen) anderen Stellen des Weges stehen Informationstafeln. Unten an der Lechtinger Straße gibt es auch den kleinen Wanderparkplatz Stüveschaft (Ruine).

Kurz hinter dem Stüveschacht kann man den Weg nach rechts nehmen, der führt den Spaziergänger nämlich zu dem Aussichtspunkt Nordblick. Ein Metallbalkon ermöglicht – wie der Name schon sagt – grandiose Ausblicke nach Norden. Über eine Wendeltreppe kommt man wieder auf den Boden und so wieder zurück zum Rundwanderweg.

Einige hundert Meter weiter erreicht man den Abzweig zu den Johannissteinen. Die Felsbrocken sind heute in erster Linie ein schönes Beispiel für Geschichtsklitterung, wie sie zu Zeiten des Nationalsozialismus betrieben wurde. Hinter den Johannissteinen findet man noch eine alte Pinge als Zeugin der frühneuzeitlichen Versuche, dem Berg seine Bodenschätze (hier Kohle) abzuringen.

Teile der Johannissteine

Zurück auf dem Hauptweg kommt man bald am alten Lechtinger Steinbruch und am Knieanbetungsstein vorbei zu den ersten Ausblicken in den Steinbruch hinein. Jeder mag selbst beurteilen, ob er es schön findet, jedenfalls ist es interessant, wie sich der Mensch mit seinem Steinbruch immer tiefer in den Piesberg hineinfrisst – Etage um Etage. Zum Glück bleibt die sogennante Felsrippe erhalten, die die ehemalige Form des Berges zumindest andeutet.

Bevor man die erreicht, sollte man noch einen Abstecher zum Pagenstecher-Arboretum mit seinem Mammutbaum machen. Dort kann man über die urzeitlichen Bäume staunen, aber auch über die Idee des Bergwerkdirektors, hier einen Baumpark anzulegen. Hier ist man ein Stück auf dem Osnabrücker Ringweg unterwegs.

Wenn man die richtigen Tage erwischt, tobt „Ganz oben“, so heißt die Bushaltestelle auf der Felsrippe, das Leben. Am meisten beeindruckt aber immer die Aussicht in alle Richtungen. Aus einem alten Windradstumpf hat man einen sensationellen Aussichtspunkt gebaut.

Der Piesberger Canyon, durch den Rundwanderweg und Feldbahn verlaufen

Über eine gewaltige Treppe, die sogenannte Erdzeitaltertreppe, geht es hinunter. Jetzt ist man froh, dass man den Weg in dieser Richtung begangen hat. Beim Hinabsteigen weiß man gar nicht, ob man mehr auf die Treppe, die Gesteinsschichten oder die Aussicht achten soll. Als abschließendes touristisches Schmankerl geht man an den Feldbahngleisen entlang durch einen kleinen Canyon. So erreicht man schließlich den Ausgangspunkt am Abfallwirtschaftszentrum Piesberg. Mit einigen Schlenkern links und rechts wird man fast neun Kilometer gelaufen sein. Es gibt unterwegs einfach so viel zu sehen.

Neben dem Museumscafé bietet sich das Piesberger Gesellschaftshaus als Einkehrmöglichkeit an, hat allerdings nur am Sonntag geöffnet, und auch das nur zwischen Frühjahr und Herbst. Natürlich kann man am Piesberger Gesellschaftshaus auch gut parken und in den Wanderweg einsteigen.

Viele Informationen zum Piesberg findet man bei Wikipedia. Ein schöner Bericht zu dem Piesberg-Rundwanderweg findet sich auch in diesem Wanderbuch:

 

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Bahnhof Sutthausen, „Literatur und Landschaft in der Düteaue“. Literaturpfad mit Schrifttafeln

Wanderparkplatz Bahnhof Sutthausen (fürs Navi: Osnabrück, Am Sutthauser Bahnhof 5)

Themenrundweg „Literatur und Landschaft in der Düteaue“. Literaturpfad mit Schrifttafeln (ca. 5,6 km)

Am Bahnhof Sutthausen beginnen zwei ungewöhnliche Themenwege, die Kunsterlebnis und Kulturlandschaft miteinander verbinden: der Skulpturenweg und der Literaturpfad. Während der Skulpturenweg „Die Zukunft tragen“ mehr durch die Hügel in Richtung Hasbergen verläuft, führt der Literaturpfad „Literatur und Landschaft in der Düteaue“ durch das flache Land nach Hörne. Beide Themenwege führen aber zunächst über die Riesenallee (Informationen zur Riesenallee beim Skulpturenweg) zum Gut Sutthausen mit seinen sehenswerten Anlagen. Schon an der Riesenallee gibt es die ersten Textzitate, auf die ich hier aber eigentlich nicht näher eingehen will.

Um dem Literaturpfad mit seinen 12 Schrifttafeln zu folgen, gehen wir vom Gut zur Sutthauser Mühle mit der Gaststätte. Hier gibt es eine Informationstafel, die näher über den Pfad informiert. Über das Sträßchen An der Sutthauser Mühle spazieren wir nach Norden. Hier erwartet uns gleich ein echtes Highlight für alle Naturfreunde, nämlich die Weißstörche der Hofstelle Völler. In den feuchten Wiesen und Teichen links und rechts der Düte finden sie genügend Nahrung, um Jungtiere heranzuziehen.

Weißstorch 20170702_101051
Meister Adebar auf Futtersuche in der Düteaue

Gegenüber der nächsten großen Hofanlage auf der linken Seite der Straße (Hörnehof) zweigt ein Feldweg nach rechts Richtung Hörner Bruch ab. Ihn nehmen wir und überqueren dabei vorsichtig an einem unbeschrankten Übergang die Bahngleise. Am Waldrand findet man dann die Schrifttafel 5, die ich hier zitiere, weil es für mich der schönste Text auf diesem Pfad ist:

„Abendstille überall,

nur am Bach die Nachtigall

singt ihre Weise

klagend und leise

durch das Tal.“

„Sing, sing, sing, Frau Nachtigall“ fehlt dann noch. Wie oft ist es so, dass die einfachsten Texte tiefste Emotionen ansprechen und Wirkungen erzielen. So ist es auch bei diesem alten Volkslied. Hier passt auch der einsame, ruhige Ort, und zwar ganz besonders in der schönen Abendatmospäre.

Abendstille überall 20170702_102215
Abendstille überall

Mit der Melodie im Herzen gehen wir den Feldweg nun wieder zurück und spazieren weiter in die ruhige Siedlung Hörne. Über das Sträßchen Zum Dütekolk erreichen wir den kleinen Fluss, den wir hier überqueren können. Die Düte ist hier auch die Grenze zum Osnabrücker Stadtteil Hellern, zu dem auch der allergrößte Teil des Hörner Gebietes gehört. Wie nehmen aber den Hörner Weg, um wieder nach Süden in Richtung Sutthausen zurückzugelangen. Auf dem Weg zur Von-Korff-Allee haben wir immer wieder mal freien Blick auf den Teutoburger Wald in der Ferne, aber auch auf den naturbelassenen Lauf der Düte, die durch die Wiesen mäandriert oder sich auch in mehrere Arme aufteilt. Deswegen braucht es auch noch mehrere Brücken, um das Guts- und Schulgelände (mit dem wunderschönen Bauerngarten)und wieder die Riesenallee zu erreichen.

Schließlich erreicht man den Ausgangspunkt am Café-Restaurant Wilde Triebe.

GPSies - Bahnhof Sutthausen, „Literatur und Landschaft in der Düteaue“. Literaturpfad mit SchrifttafelnLeider habe ich nach der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Sutthausen die Wanderkarte nicht wiedergefunden. Nutzen Sie also am besten die GPS-Daten:


Bahnhof Sutthausen, Die Zukunft tragen. Deutsch-niederländischer Skulpturen-Weg vom Bahnhof Sutthausen zur Gedenkstätte Augustaschacht

Wanderparkplatz Bahnhof Sutthausen (fürs Navi: Osnabrück, Am Sutthauser Bahnhof 5)

Themenrundweg „Die Zukunft tragen. Deutsch-niederländischer Skulpturen-Weg vom Bahnhof Sutthausen zur Gedenkstätte Augustaschacht“ (ca. 8 km)

Dieser Themenweg versucht mithilfe von Kunst, Literatur und Landschaft die Erinnerung an den nationalsozialistischen Terror wachzuhalten und als Grundlage für eine gemeinsame und friedliche Zukunft zu nutzen. Zwischen dem Bahnhof Sutthausen und der Gedenkstätte Augustaschacht stehen an sechs Stationen Zitate von Erich Maria Remarque in Kombination mit Skulpturen der niederländischen Widerstandskämpferin und Künstlerin Truus Menger und des ortsansässigen Künstlers Volker Johannes Trieb.

Eigentlich müsste man hier auf die einzelnen Kunstobjekte und die pädagogische Arbeit an der Gedenkstätte Augustaschacht eingehen. Dafür ist hier aber nicht der richtige Ort. Aber man kann im Netz einen Flyer herunterladen, der erste Informationen gibt und auch eine Karte des Themenwegs „Die Zukunft tragen“ enthält. Deswegen folgen hier nur eine kurze Wegbeschreibung (und die GPS-Daten)GPSies - Die Zukunft tragen. Deutsch-niederländischer Skulpturen-Weg vom Bahnhof Sutthausen zur Gedenstätte Augustaschacht:

Vom Bahnhof Sutthausen aus überquert man die Hermann-Ehlers-Straße und spaziert dann durch die Riesenallee. Zwei metallene Riesen erinnern an die Sandsteinstatuen, die von hier aus in den Osnabrücker Schlossgarten umgezogen sind und der Allee ihren Namen gegeben haben. Heute sind es eher die Baumriesen, die beeindrucken.

Man kommt zum Gut Sutthausen, heute das Marienheim mit der Berufsfachschule. Hier gibt es viel anzuschauen, z. B. die von der Düte gespeisten Gräben und Teiche mit ihren Seerosen, den Bauerngarten, die Schlosskapelle oder im Rahmen dieses Themenweges besonders interessant: der Skulpturengarten.

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Im schönen Bauerngarten hinter der Berufsfachschule im Marienheim (Gut Sutthausen)

Irgendwann nimmt man den (etwas versteckten) Seitenausgang zur Von-Korff-Allee, benannt nach der ehemaligen Besitzerfamilie des Gutes. Über die Straße Westruper Esch gelangt man in die Mühlenstraße, die schon zu Hasbergen gehört und zur Holzhauser Straße führt. Die überquert man mit einem Links-Rechts-Schwenker und geht in das Sträßchen Zur Hüggelschlucht. Der folgt man bis zur Gedenkstätte Augustaschacht. Dazu muss man an der Weggabelung die rechte Variante nehmen. Hat man sich am Augustaschacht satt gesehen, geht man zurück bis zu dieser Weggabelung, biegt rechts ab, überquert den Wilkenbach und steigt dann den Boberg hinauf. Das Sträßchen Am Boberg führt aber nicht über den Gipfel, sondern beibt nördlich davon und vom Friedhof und führt uns wieder zur Holzhauser Straße. Mittlerweile sind wir auch schon im Georgsmarienhütter Stadtteil Holzhausen.

Wir folgen der Hauptstraße bis zum Kreisel, gehen dort kurz nach links in die Sutthauser Straße und gelangen dann über Im Dütetal zurück zum Bahnhof Sutthausen. Nicht alle Skulpturen, die man unterwegs sieht, sind in den Weg „Die Zukunft tragen“ integriert, es gibt weitere zu entdecken. Am Ende des Weges erwarten den Wanderer kurz hinter Volker-Johannes Triebs Atelier das Café-Restaurant Wilde Triebe im ehemaligen Sutthauser Bahnhof.


Nahne / Schölerberg, Zoo, Panoramaweg: Rund um den Zoo und den Schölerberg

Startpunkt Zoo (fürs Navi: Klaus-Strick-Weg 12)

Panoramaweg: Rund um den Zoo und den Schölerberg (ca. 2,7 Kilometer)

Zeichen PanoramawegÜber den Panoramaweg des Osnabrücker Verschönerungs- und Wandervereins findet man im Internet schon einige Informationen und detaillierte Wegbeschreibungen, z. B. auf den Seiten den VWO oder auf der Seite „Wandern in und um Osnabrück“. Außerdem ist der Rundweg unterwegs gut gekennzeichnet, und zwar mit einem P im Strahlenkranz. So kann ich mich hier auf WandererMartin kurzfassen.

Der Panoramaweg bietet trotz seiner Kürze verschiedene Höhepunkte, allerdings kaum Panoramablicke. Abgesehen davon führt er meist durch prächtigen, parkähnlich angelegten Buchenwald. Oft hört man das Grundrauschen der nahen Autobahnen und der Großstadt allgemein.

Üblicherweise parkt man auf dem Zoo-Parkplatz in Nahne am Klaus-Strick-Weg, benannt nach dem ehemaligen Nahner Bürgermeister bzw. Ortsbürgermeister. Wenn der Parkplatz besetzt ist, kann man auf einem der Ausweichparkplätze immer etwas finden.

Der VWO-Weg beginnt dann an den Kassen des Zoos (Startpunkt Zoo) und führt am Museum vorbei zu den NABU-Gärten hinter dem Gebäude des Planetariums. Die „Gärten der Sinne“ sind öffentlich zugänglich und ganz erstaunliche Ruhe-Refugien in dem teilweise sehr hektischen und lauten Treiben am Zoo. Wie der Name schon sagt, sprechen die Gärten alle Sinne an, wenn man sich etwas Zeit nimmt. Außerdem werden verschiedene NABU-Projekte vorangetrieben.

Im
Im „Garten der Sinne“

Weiter geht es zwischen altem und neuem Zoogelände und unter den Zoowegen bzw. -brücken hindurch. So kann man hinter den Zäunen zur Linken manchmal das Osnabrücker Wolfsrudel im Wald sehen, zur Rechten einen Blick auf afrikanische Tiere erhaschen.

Weiter geht es zum „Gipfel“  des Schölerbergs (126,6 m), der dem Stadtteil den Namen gab. Oben befindet sich – noch relativ neu – ein gewaltiger Wasserhochspeicher, den man quasi umrundet. Schön, dass man das alte Jugendstiltor aus dem Jahre 1907 erhalten hat.

Über Treppenanlagen geht es weiter, vorbei an einer Aussichtsstelle, die den Blick über Fledder und Schinkel bis zum Belmer Fernsehturm freigibt, zur Straße Am Waldzoo.

Limks der VW-Turm, rechts Piepenbrock, hinten in der Mitte der Belmer Fernsehturm.
Limks der VW-Turm, rechts Piepenbrock, hinten in der Mitte der Belmer Fernsehturm.

Nachdem man die in der Nähe des alten Zooparkplatzes überquert hat, kommt man zu einem Fußball-Bolzplatz im Wald. Einige Zeit später beginnt mit einem scharfen Linksknick schon der Rückweg. Auf der Rückseite verschiedener Einrichtungen wie der Evangelischen Fachschulen für Sozial- und Heilpädagogik oder der Osnabrücker Jugendherberge gelangt man wieder zum Zooeingang. Eine Tafel macht auf die Katastrophe, die sich hier 1944 im Schölerberger Luftschutzstollen abspielte, aufmerksam. Weitere Informationen gibt es hier: Osnabrücker Untergrund. Das letzte Haus, dessen Rückseite man passiert, bevor man wieder am Zooeingang ankommt, ist die Villa des bekannten Osnabrücker Malers Franz Hecker, der ebenfalls zu den Opfern des Luftangriffs gehörte. Auf dem Weg zum Parkplatz sollte man auch die Vorderseite und den Garten dieses Dornrößchenschlosses betrachten, in dem heute die Bohnenkamp-Stiftung residiert.

Der Zoo ist nun umrundet, man sollte ihn auch besuchen. Allerdings ist diese vortreffliche Osnabrücker Sehenswürdigkeiten auch eine eigene Anreise wert.

Man kann den Panoramrundweg gut in einer Dreiviertelstunde ablaufen. Da es so viel zu schauen gibt, kann die Runde aber auch gut und gerne doppelt so lange dauern. Einkehrmöglichkeiten gibt es nicht direkt am Weg.

Weststadt, Hakenhofholz, A5

Wanderparkplatz Hakenhofholz (Näherungsangabe fürs Navi: Osnabrück, Lotter Kirchweg 114)

Rundwanderweg A5 (ca. 9,3 Kilometer)

A5 ist ein sehr schöner Rundweg, der durch die einsamsten Gegenden in Osnabrücks Westen führt, Osnabrücks Westend sozusagen. Am Rubbenbruchsee gibt es natürlich auch belebtere Passagen.

GPSies - Weststadt, Hakenhofholz, A5Wir gehen vom Wanderparkplatz Hakenhofholz über den Lotter Kirchweg nach Westen, also Richtung Lotte. Es gibt auch einen Pfad, der durch den Wald und über die alte Landwehr führt, aber einfacher ist es wie auf der Wanderkarte eingezeichnet über den breiten Forstweg zu marschieren. Nachdem man den Weg Im Hakenhof gekreuzt hat, biegt man an der nächsten Möglichkeit rechts ab. Jetzt befindet man sich auf dem Hüninger Weg, der uns direkt zum Hof Meyer zu Hüningen führt. Dabei müssen wir die Straße Zum Flugplatz überqueren. Wir spazieren durch die Suttheide, ein feuchtes Wald- und Wiesengebiet. Nur selten begegnen einem hier andere Spaziergänger.

Direkt vor dem Meyerhof können wir nach rechts abbiegen, in Richtung auf die Hausnummer 36. Ein Schild „Privatweg. Durchgang verboten“ zwingt uns links über die Wiese zu gehen, was aber kein Problem ist. Allerdings müssen wir irgendwie über den Graben kommen, der am Waldrand voraus verläuft. Zum Glück führt er nur selten Wasser. So kommen wir wieder auf einen Weg, auf dem wir am Hüninger Esch vorbei zum Flugplatz Atterheide kommen. Der Weg führt direkt am Ende der Startbahn entlang nach Norden. An einem Wochenende mit schönem Wetter wird man sehr wahrscheinlich ein kleines Flugzeug aufsteigen sehen (und hören). Schaut man in die andere Richtung, hat man von dieser Anhöhe einen guten Blick zum Kraftwerk von Ibbenbüren.

Etwas hinter der Landebahn biegen wir in den Weg nach rechts ein, so dass wir den Wald, das Leyer Holz, zur Linken haben. Sofort an der nächsten Möglichkeit müssen wir in den Wald einbiegen. Der Weg ist in manchen Jahreszeiten schwer zu erkennen und zugewachsen. Er beginnt ungefähr auf der Höhe, auf der auf der anderen Seite der Reitplatz beginnt. Es lohnt sich aber, die Augen aufzuhalten und denWeg zu nehmen, denn er führt zu einem vergessenen Treffpunkt im Wald mit einer Stele. An der kugelbekrönten, auf einem kleinen Sockel stehenden Steinsäule (ohne jede Inschrift) kommen mindestestens sechs Wege zusammen, nicht alle sind klar zu erkennen.Wir nehmen den, der unseren bisherigen Weg im 45°-Winkel nach rechts verlässt. Wenn man den erwischt, kann man sich auf ihm direkt zur Kreuzung Leyer Straße / Zum Flugplatz durchkämpfen (gemeint ist der Kampf gegen die Brennesseln). Man kann aber auch einfach geradeaus weitergehen, dann kommt man auch zur Leyer Straße.

Nun betritt man durch das schöne Tor den barocken Komplex von Gut Leye. Schon beim Nähertreten erkennt man die Schönheiten und gelungenen Proportionen des Herrenhauses, das aber nur einen Teil der Anlage darstellt. Es gibt eine katholische Kapelle, zur Pfarrei Eversburg gehörend, Seitenflügel, die einen schönen Innenhof bilden und vieles mehr. Das unbewohnte, aber für repräsentative Veranstaltungen buchbare Herrenhaus ist genauso wenig zu besichtigen wie die anderen Teile der Anlage, ausgenommen die Kapelle und das Leyer Holz mit der sternförmigen Straßenanlage natürlich. Da hier ungefähr die Hälfte der Wegstrecke zurückgelegt ist, bietet sich einen Pause noch mehr an.

Wenn man sich an diesem Schmuckstück des Osnabrücker Stadtgebietes sattgesehen hat, geht man wieder zurück in das Holz, und zwar auf dem Waldweg, der zurück zur Leyer Straße führt, nicht auf der Straße Gut Leye. Wir überqueren den Hollrüskenweg und können zur Linken gut den Piesberg erkennen, dann gelangen wir wieder auf die Leyer Straße. Bis ungefähr zur Eingemeindung Atters hieß sie noch Eichenallee und tatsächlich säumen einige Eichen die Straße. Auf dieser Kreisstraße gehen wir nun in Richtung auf die Stadt zu, keine besonders schöne Passage, aber man kann sich z. B. an der wilden Rosenhecke zur Rechten freuen.

Dann geht es rechts in An der Landwehr. Anders als auf der Wanderkarte am Parkplatz Hakenhofholz, wo der Weg über die Landwehr und dann erst am Barenteich rechts ab führt, biegt die Kennzeichnung A5 schon früher rechts ab, nämlich in den Böhmerskamp. Beide Varianten führen zum Rubbenbruchsee, deswegen ist es ziemlich egal. Über den Böhmerskamp erreicht man die Nordwest-Ecke des Sees, so dass man sich nach links wenden muss, will man das belebtere Ostufer besuchen, weil man z. B. im Restaurant einkehren will o. Ä.

Am Rubbenbruchsee
Am Rubbenbruchsee

Man kann aber natürlich auch am Westufer nach Süden gehen, das ist sogar etwas kürzer.

Im Endeffekt erreicht man die Südspitze des Sees und somit den schnurgeraden Zuweg zum Wanderparkplatz Hakenhofholz am Hintereingang des Heger Friedhofs. Über den Rubbenbruch und den Rubbenbruchsee ist auf diesem Blog schon einiges geschrieben, deswegen entfällt das hier. Nutzen Sie die Suchfunktion!


Der Weg ist häufig schlecht gekennzeichnet, deswegen sollten Sie meine Karte ausdrucken oder oben dem Link zu den GPS-Daten folgen oder beides.