Westerberg, Rubbenbruchsee, A6

Wanderparkplatz Rubbenbruchsee (fürs Navi: Osnabrück, Am Heger Holz 278)

Rundwanderweg A6 (ca. 5 Kilometer; ca. 1¼ Std.)

Der fast völlig ebene Rundweg A6 kreist um das stadtnahe Erholungsgebiet des Heger Holzes. Es ist hier also nicht besonders einsam oder ruhig. Um so näher man dem Rubbenbruchsee kommt, um so bunter wird das Treiben. Für die vielen Besucher gibt es aber natürlich auch Gründe: Die parkähnliche Landschaft ist sehr abwechslungsreich und schön anzusehen und deswegen für Spaziergänger, Jogger u. Ä. wie geschaffen.

Das Heger Holz ergibt mit dem Natruper Holz und dem Hakenhofholz, dem Rubbenbruchsee u. a. eine „grüne Lunge“ im Westen der Stadt Osnabrück. Heger und Natruper Holz gehören größtenteils zur Heger Laischaft, einer frühneuzeitlichen Verwaltungsstruktur der Stadt. Schon vor Jahrhunderten errangen die Forstangelegenheiten hier einen großen Stellenwert, auch wenn ursprünglich die vor den Stadtmauern – in diesem Fall vor dem Heger Tor – gelegenen Weidegründe Mittelpunkt des Interesses waren.

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Pferdelandschaft im Rubbenbruch

Vom Wanderparkplatz Rubbenbruchsee geht man zunächst die Straße Am Heger Holz, an der der Parkplatz liegt, zurück. Hier fallen die vielen Koppeln, Pferde und Reiter auf, denn neben dem Parkplatz befindet sich der Reitverein Osnabrück mit seinen Anlagen. Die nächste Abzweigung nach links (ebenfalls Am Heger Holz) nutzt man und spaziert leicht bergauf bis zum Schütterhausweg.

Dieses kleine Sträßchen führt nach links in das Holz hinein und zum Schütterhaus, das auch heute noch zur Heger Laischaft gehört, denn in ihm wohnt der Schütter. Der Schütter nimmt die im Auftrag der Laischaft die forstwirtschaftlichen Aufgaben im Heger Holz war.

Am Schütterhaus mit der gegenüberliegenden Schutzhütte biegt man nach rechts ab und wandert auf einem kleinen Pfad durch den Wald, bis man wieder auf einen größeren Fortweg kommt. Hier geht es links ab, aber nur kurz, denn man wechselt wieder nach recht auf einen zunächst kleineren Pfad, der aber immer breiter wird und schließlich an den Schrebergartenkolonien des Kleingärtnerverein Natruper Tor vorbei auf die Sedanstraße führt. Bei den Kleingärtnern gibt es auch das Clubhaus mit der Gaststätte Waldesruh.

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Fast schnurgerade Wegführung
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in Natruper und Heger Holz

Die Sedanstraße trennt das Heger Holz vom nördlich gelegenen Natruper Holz. Auf ihr bewegt man sich ein kleines Stück nach rechts, bis man zwischen Krankenhausgelände und Wohnhaus einen Weg in den Wald hinein erreicht. Hier geht man an den Gärten entlang bis zum nächsten größeren und mal wieder schnurgeraden Forstweg, in den man nach links einbiegt, bis man auf den Weg Am Tannenhof kommt. Den Tannenhof, der einstmals die Osnabrücker Jugendherberge beherbergte, gibt es aber schon einige Jahre nicht mehr. Wir biegen an dieser Kreuzung nach links ab und kommen am hinteren Krankenhausgelände vorbei wieder zur Sedanstraße. Unterwegs passiert man noch mehrere vorgeschichtliche Grabhügel, auf die eine Hinweistafel hinweist.

Auf der asphaltierten Straße geht es nach rechts und aus der Sedanstraße wird das Sträßchen Barenteich. An den Anlagen von Ballsport Eversburg vorbei kommt man zur Zufahrt zur Minigolfanlage Barenteich und zum Rubbenbruchsee. Wir verlassen aber die Straße, die nach rechts zum dort gelegenen Café abzweigt, und spazieren geradeaus weiter wieder in den Wald. Der Weg führt nun immer in Nähe des Waldrandes am See entlang. Einige Gräben werden mit kleinen Brücken überquert. Kurz hinter einer großen Schutzhütte macht man an einer Waldecke noch einmal einen kleinen Rechtsknick und dann geht es immer geradeaus durch schöne ufernahe Wiesen zum Ausgangspunkt.

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Hinter dem Waldrand der Rubbenbruchsee

GPSies - Westerberg, Rubbenbruchsee, A6Der Weg A6 ist unterwegs leider gar nicht gekennzeichnet, so dass Sie folgende Karte verwenden sollten, oder aber Sie folgen diesem Link: Rundwanderweg A6 (Karte und GPS-Daten).

Karten und GPS-Daten der Osnabrücker Rundwege A1 – A6 sind auch auf der Homepage „Wandern in und um Osnabrück“ zu finden.

Weststadt, Hakenhofholz, A1

Wanderparkplatz Hakenhofholz (für Navi: Lotter Kirchweg)

Rundwanderweg A1, ca. 2 Kilometer

Südlich des Hakenhofholzes gibt es den Hakenhof. Nach dem ist das Hakenhofholz zwischen Rheiner Landstraße und Rubbenbruch benannt. Aber wie hängt das jetzt mit dem Hakenhof zusammen, der zu den ältesten Gebäuden der Stadt Osnabrück gehörte? Der ehemalige Adelshof der Familie Hake zu Scheventorf in der Neustadt wurde schon im 15. Jahrhundert in eine Armenstiftung umgewandelt wurde. Vielleicht gehörten Hof und Holz einmal dazu? In älteren Karten wird der Wald allerdings noch als Heeger Holz bezeichnet (wer Genaueres weiß, schreibe bitte einen Kommentar!).

Durch dieses Hakenhofholz führen mehrere kürzere und längere Rundwanderwege: ein stadtnahes Erholungsgebiet.

Der Wanderweg A1 bietet sich für einen kleinen Spaziergang an und ist schnell beschrieben. Er führt völlig eben und schnurgerade vom Wanderparkplatz Hakenhofholz durch den parkähnlichen Wald, geprägt durch Eichen und Buchen, bis zur Südspitze des Rubbenbruchsees. Man spaziert dabei immer an Reitweg und Bach an der Ostseite des Gehölzes entlang bzw. zwischen Wald und Bruch hindurch. Hinter dem Rubbenbruch sieht man den gewaltigen Bau der Städtischen Kliniken.

Am Bacheinlauf in den Rubbenbruchsee
Am Bacheinlauf in den Rubbenbruchsee

Sobald man den See durch das Ufergestrüpp sieht, kann man nach links abbiegen und zurückspazieren. Man folgt nun dem Osnabrücker Ringweg. Interessant: Der Weg zurück führt zunächst genau auf der ehemaligen Landwehr entlang, die hier die Außenbesitzungen der mittelalterlichen Stadt Osnabrück schützte. Wenn man genau hinsieht, kann man sogar mehrere Wälle entdecken. Südlich des Lotter Kirchwegs verläuft die Landwehr dann weiter am Heger Friedhof entlang und nördlich des Rubbenbruchsees geht es weiter bis zur Hase, teilweise noch heute auf der Grenze von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (siehe dazu unter Literatur das Buch „Von Wällen und Gräben“).

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Auf der Landwehr

Nach ein paar hundert Metern verlässt man die Landwehr nach rechts. An einer Schutzhütte kommt man wieder auf den Lotter Kirchweg und über den dann schon zurück zum Parkplatz.

Karten und GPS-Daten der Osnabrücker Rundwege A1 – A6 sind auf der Homepage „Wandern in und um Osnabrück“ zu finden.

Haste, Bramheide, A4

Wanderparkplatz Bramheide (Fürs Navi: Osnabrück, Zum Ickerkolk)

Rundwanderweg A4 (ca. 3 Kilometer, ca. 1 Std.)

Ganz im Nordosten des Osnabrücker Stadtteils Haste befindet sich die Bramheide, heute ein sehr schöner und vielseitiger Mischwald. Wie bei einem Naherholungsgebiet in Großstadtnähe zu erwarten ist es hier nicht besonders einsam, schon gar nicht am Wochenende. Dies ist aber natürlich auch ein Zeichen dafür, wie schön die Bramheide ist.

Genügend Parkmöglichkeiten gibt es hier, je nach Jahreszeit kann man sein Auto an der Straße in die Sonne oder im Wald in den Schatten stellen. Von der Wanderkarte aus geht man in den Wald hinein und auf einem gut ausgebauten Waldweg durch diesen hindurch. Am Waldrand wendet man sich nach Norden und spaziert an alten, zumeist mit hohen Buchen bestandenen Doppelwällen entlang. Da hier auch die Grenze zu Belm verläuft, tippe ich, dass es sich hier um eine alte Landwehr handelt, die Feinde ab- und das Vieh zusammenhalten sollte. (Wer mehr weiß, gebe bitte einen Kommentar ab!)

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Eine alte Landwehr?

Nach kurzer Wegstrecke verlässt man das Wallsystem wieder und geht auf dem Power Weg, nicht zu verwechseln mit dem Power Weg in Belm, weiter, bis der Wanderweg A4 zum nördlichen Rand der Bramheide abbiegt. Hier hat man einen schönen Blick zum Hanfelder Hügel, der schon zu Wallenhorst gehört. Am Waldrand immer nach Osten gelangt man zur Straße Bramheide, die man überquert. Parallel zu dieser kleinen Straße geht es dann südwärts bergab. Der Wald wird immer abwechslungsreicher und schöner, der Weg immer kleiner, bis nur noch ein schmaler Patt übrigbleibt. Dieser führt den Spaziergänger nahe des Wanderparkplatzes Bramheide und der Kreuzung Östringer Weg / Zum Ickerkolk wieder aus dem Wald heraus.

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Die Bramheide im Gegenlicht der Februarsonne

Wie kann so ein schöner Wald Heide heißen? Eigentlich versteht man unter einer Heide doch das Gegenteil, eine relativ baumlose Landschaft mit nährstoffarmen Böden. Es könnte z. B. sein, dass hier eine ehemalige Heide aufgeforstet wurde, nachdem man sie nicht mehr als Viehweide benötigte. (Wer Informationen hat … siehe oben)

Hierzu ein Literaturtipp: Hansjörg Küster, Geschichte des Waldes:

Die Karte, die am Parkplatz steht, kann man sich (hier) auch im Internet betrachten, herunterladen und ausdrucken. Die Kennzeichnung des Wanderweges mit einer weißen 4 ist aber tadellos. Allerdings weicht die Wegmarkierung auf der Karte von der realen Kennzeichnung etwas ab.

Ein bisschen beängstigend ist, dass die geplante A 33 ganz in der Nähe vorbeigeführt werden soll, nämlich zwischen Bramheide und Gattberg. Es wird sich zeigen, welche Beeinträchtigungen dieses Naherholungsgebiet dann zu erleiden hat.