Börninghausen, Nonnensteiner Weg, A7

Wanderparkplatz Nonnensteiner Weg (fürs Navi: Preußisch Oldendorf, Nonnensteiner Weg 1)

Rundwanderweg A7 (ca. 5,6 km; ca. 1½ Std.)

Durch das herrliche Waldgebiet am Nordhang des Wiehengebirges zwischen Preußisch Oldendorf-Börninghausen und dem Nonnenstein ziehen sich mehrere Wanderwege. Einige werden auch schon hier auf WandererMartin beschrieben, z. B. A4 und A6 ab dem Wanderparkplatz Haus Sonnenblick. Zu dieser „Serie“ gehört auch der A7, der aber mittlerweile aufgegeben scheint. Er ist nichts anderes als eine bis zum Kammweg ausgedehnte Variante von A6, der wiederum eine Verlängerung von A4 darstellt..

Den A7 beginnen wir am Parkplatz am oberen Ende des Nonnensteiner Wegs. Hier hat man einen schönen Blick über das Eggetal.

outdooractive indexVom Wanderparkplatz geht es hinauf zum Waldrand. Kurz dahinter beginnt der eigentliche Rundweg. Wir biegen nach Westen ab und folgen zunächst u. a. dem Eggetaler Panoramer Weg. Durch schönen, abwechslungsreichen, einsamen, auch durch Lichtungen unterbrochenen Wald geht es dann direkt bergauf nach Süden. In einer Linkskurve verlassen wir die Streckenführung von A6, der auf dem Hauptweg unterhalb des Kamms bleibt. Allerdings ist die Stelle wie auch der folgende Anstieg schwer zu erkennen und schon ziemlich zugewachsen. Obwohl die Trassenführung noch zu erkennen ist, sollte man meine GPS-Daten nutzen. Allerdings bin ich auch nicht sicher, ob ich den richtigen Weg erwischt habe.

Schon ziemlich zugewachsen: der Blick vom Aussichtsturm auf dem Nonnenstein

Schließlich erreicht man jedenfalls den Wittekindsweg bzw. den europäischen Fernwanderweg E11 auf dem Kamm des Wiehengebirges und folgt diesem zum Nonnenstein und zum Bismarckturm (siehe dazu Infos beim Beitrag „Oberschulten Hof, Naturerlebnis Wiehengebirge„).

Schließlich geht es links ab und damit auch bergab. Wieder geht es über einen kaum noch benutzten Weg hinunter bis zum übernächsten größeren Forstweg. Hier geht es kurz rechts und dann links Richtung Ausgangspunkt. Einmal muss man noch eine Rechtskurve am oberen Ende des Dreienortsweg machen, so dass man wieder auf den Zuweg kommt. Dann sieht man hinter den Bäumen schon das Eggetal, an dessen Südrand der Wanderparkplatz Nonnensteiner Weg liegt.

Es gibt unterwegs Wald und Aussichten, aber keine Einkehrmöglichkeit.


Oldendorfer Schweiz, A4

Wanderparkplatz Oldendorfer Schweiz (fürs Navi: Preußisch Oldendorf, Bergstr. 31)

Rundwanderweg A4 (ca. 6,2 km; ca. 1½ Std.)

Der Rundweg A4 besteht aus zwei ungleichen, miteinander verbundenen Schleifen in dem herrlichen Wald des Wiehengebirges in der Oldendorfer Schweiz. Man beginnt am Wanderparkplatz an der Bergstraße, indem man den Wiesenweg berghoch zum Waldrand am Linkenberg geht. Hier gibt es schon mehrere Postkartenmotive, die von Sternmiere umstandene, verfallende Pforte beim Eingang in den Wald voraus oder der Blick auf Preußisch Oldendorf zurück.

Blick vom Waldrand des Linkenbergs über Preußisch Oldendorf

Der Weg führt zunächst an der „Innenseite“ des Waldrandes entlang, bietet aber noch weitere schöne Aussichten über die kleinste Stadt im Kreis Minden-Lübbecke. Dann wird A4 zu einem schönen Pfad durch den prächtigen Buchenwald, trifft auch bald wieder auf eine Forststraße. Dieses ist schon der Weg, der die beiden Runden des Wanderwegs verbindet.

Wir biegen links ab und gehen an der nächsten größeren Gabelung wieder links, um in die zweite Schleife einzusteigen. Diese größere bleibt in abwechslungsreichem Wald und steigt zunächst moderat an. Wenn man durch die Bäume schon die Bergstraße sieht (oder die Motorradfahrer hört), biegt man rechts ab.  An der nächsten Abzweigung steht ein wegweiser zum Wiehenturm, der ein paar hundert Meter weiter südlich liegt. Wer diesen Umweg liegen lässt, biegt wieder rechts ab. Von nun an geht es bergab.

outdooractive indexZunächst folgt man der Grenze nach Niedersachsen, die sich linker Hand an dem Bach in dem kleinen Tal befindet. Man überquert einen Zufluss und muss dann noch einmal etwas ansteigen und rechts abbiegen. So beendet man diese Schleife und kommt wieder auf den Verbindungsweg, den man an den Wegweisern gut erkennt. Wegen der Schleifen und der Verbindung ist A4 hier in drei verschiedene Richtungen ausgeschildert.

Indem man dem Forstweg weiter folgt, erreicht man wieder den Waldrand mit der Waldstraße. Auf der Ziegeleistraße geht es dann durch ein kleines Industriegebiet und eine Wohnsiedlung wieder zur Bergstraße mit dem Wanderparkplatz Oldendorfer Schweiz. Die Waldeinsamkeit steht bei diesem Rundweg im Vordergrund, so dass es direkt am A4 keine Möglichkeit zur Einkehr gibt.


Harlinghausen, Schwarzer Brink, A8

Wanderparkplatz Schwarzer Brink (fürs Navi: Preußisch Oldendorf, nahe Bergstr. 64)

Rundwanderweg A8 (ca. 4,2 km; ca. 1 Std.)

Diese kleine Runde durch den schönen Wald der Egge ist eine Abkürzung oder Variante des Wanderweges A9 („Reflexion“), der in diesem Blog schon beschrieben wird, aber ab dem Balkenkamp in Börninghausen. Der Preußisch Oldendorfer Ortsteil Harlinghausen schließt nördlich an Eininghausen und Börninghausen an und der Schwarze Brink gehört dazu, auch wenn der Harlinghauser Ortskern viel weiter nördlich ist.

GPSies - Harlinghausen, Schwarzer Brink, A8Vom großen Wanderparkplatz Schwarzer Brink auf der Preußisch Oldendorfer (nicht auf der Bad Essener) Seite der Bergstraße geht es zunächst zum Wiehenturm. Da der aber zurzeit geschlossen ist, spazieren wir nur daran vorbei und kommen bald zu der Stelle, wo A8 mit einem schmalen Pfad nach rechts abbiegt. Man kann immer der Nordvariante des Wittekindwegs folgen.

Dieser gewundene Fußweg führt uns durch den Wald des Geisbergs, bis wir wieder einen größeren Fortsweg und damit den südlichen Waldrand der Egge erreichen. Hier gibt es beim Weitergehen nach Osten immer wieder Ausblicke nach Eininghausen und Börninghausen und über das Eggetal zum Wiehengebirge.

Immer wieder schöne Aussichten vom Waldrand der Egge: Blick über Teile von Eininghausen

Nach einer kurzen Strecke muss man aufpassen, denn nun biegt A8 wieder auf einen Pfad nach Norden ab. Der übersteigt fast unmerklich den Kamm und erreicht wieder einen Hauptweg, dem wir nach links, nach Westen folgen. So erreichen wir bequem wieder den Wiehenturm und den Wanderparkplatz mit Grillplatz und der Beermann-Hütte.

Einkehrmöglichkeiten gibt es unterwegs nicht, der Rundwanderweg A8 ist einfach eine kleine, schöne Waldrunde.


Waldschwimmbad Preußisch Oldendorf, Dreiecksweg zum Wittekindsweg und Rückweg

Startpunkt Waldschwimmbad Preußisch Oldendorf (für Navi: Linkenstraße 17)

Δ-Weg zum Wittekindsweg und Rückweg (ca. 10,5 km; ca. 2¾ Std.)

Ein alter Wanderweg führt vom Freibad in Preußisch Oldendorf quer durch das Eggetal auf den Wittekindsweg auf dem Kamm des Wiehengebirges. Die Kennzeichnung mit einem weißen Dreieck ist zum größten Teil noch erkennbar. Südlich von Börninghausen ist der Weg immer schwerer zu finden. Der Weg besticht durch abwechslungsreiche Waldgebiete und tolle Aussichten und hat einige „sportliche Steigungen“.

Vom Parkplatz am Waldschwimmbad Preußisch Oldendorf geht man kurz ein Stück zurück, um „hinter“ dem Freibad über den Börninghauser Weg bergauf zum Waldrand zu wandern. Im Wald geht es immer weiter berghoch. Man kreuzt große und kleine andere Wege, folgt alten Hohlwegen und Bachläufen, geht aber ziemlich strikt nach Süden, bis man die Hügelkuppe der Egge erreicht und überquert. Kurz dahinter kommt man zum Waldrand und kann zum ersten Mal auf dieser Tour den schönen Blick über das Eggetal mit seinen Dörfern genießen. Man sieht aber auch, wo man hinter dem Tal wieder aufsteigen muss.

Blick in südlicher Richtung über den Sportplatz Börninghausen im Eggetal

Unter dem Waldrand muss man durch eine Wiese bergab spazieren und dann links zur Burgstraße abbiegen. Über die geht es weiter hinunter bis zur Hauptstraße im Tal, der Eggetaler Straße. Auf der gehen wir nur ein paar Meter nach Osten und biegen dann wieder in die Straße An der Kirche ein. Wie der Name schon sagt, kommen wir so zu St. Ulricus, der alten evangelischen Kirche im Ortskern von Börninghausen. Die mittelalterliche Kirche besitzt einen romanischen Wehrturm, evtl. schon aus dem 12. Jahrhundert – also wirklich alt! Die Kirche ist in der Regel geöffnet und man sollte sich unbedingt etwas Zeit für eine kleine Besichtigung nehmen. Auf der Homepage der Gemeinde gibt es ein paar Bilder des Kleinods.

GPSies - Waldschwimmbad Preußisch Oldendorf, Dreiecksweg zum Wittekindsweg und RückwegVon dem Kirchlein kommt man über den Osterkampsweg zum Großen Teichweg und über den geht es dann wieder bergauf. Ab dem Waldrand wird die Wegfindung richtig schwierig, machmal weiß man nicht, ob man sich noch auf einem Wanderweg befindet oder nur noch auf einem Wildwechsel. Die GPS-Daten geben nur eine grobe Orientierung. Auf alle Fälle geht es steil bergauf und schließlich erreicht man einem Bachlauf folgend den nächsten größeren Querweg. Hier wendet man sich nach links und an der nächsten, nur ein paar Meter entfernten Wegespinne nach rechts. So erreicht man an der Schutzhütte auf dem Maschberg den Wittekindsweg und damit das Ende des Hinwegs dieser Tour.

Den Rückweg beginnt man, indem man auf dem Kammweg bequem nach Westen wandert. An einem Baum findet man ein weißes Dreieck, das darauf hinweist, das man dem Weg auch noch weiter nach Rödinghausen folgen kann.

Blick in nördlicher Richtung über die Ortsmitte von Börninghausen mit St. Ulricus

Da wir das nicht tun, erreichen wir nach gut 800 Metern eine große Kreuzung im Wald und ab hier geht es wieder hinunter in das Eggetal – grandiose Ausblicke vom Waldrand garantiert.

Über den Stapelweg gelangt man wieder in die Dorfmitte von Börninghausen. Da unser Weg eine Acht beschreibt, biegen wie jetzt am Gemeindehaus am Osterkampsweg rechts ab, gehen dort aber nur kurz, da wie gleich wieder links abbiegen und so zur Hauptstraße kommen. Über den Wittekindsweg (Straßenname, nicht der Wanderweg) steigen wir vom Tal wieder auf zum Wanderparkplatz Balkenkamp. Hier gibt es nicht nur eine Wanderkarte, auf der der Δ-Weg eingezeichnet ist, sondern auch Rastmöglichkeiten. Ab hier ist auch der Weg zum Schwimmbad in Preußisch Oldendorf beschildert. Zunächst folgt man dem alten Wanderweg A9, der jetzt Reflexion heißt. Auf gut ausgebauten Waldwegen kommt man wieder hinunter zum Startpunkt.

Da es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit gibt, wäre es interessant, wenn man den Kiosk des Freibads nutzen könnte, das weiß ich aber nicht.

Börninghausen, Balkenkamp, A9 = Reflexion – Wanderweg Wiehenturm

Wanderparkplatz Balkenkamp (fürs Navi: Preußisch Oldendorf, Auf dem Balkenkamp 1)

Rundwanderweg A9, identisch mit VitalWanderWelt Reflexion – Wanderweg Wiehenturm (ca. 5,8 km, ca. 1¼ Std.)

Schon lange gibt es im Preußisch Oldendorfer Ortsteil Börninghausen am Wiehengebirge den Rundwanderweg A9. Die VitalWanderWelt Teuto hat ihn „aufgepeppt“ zu einem Weg mit dem Namen „Reflexion – Wanderweg Wiehenturm„. Daran kann man schon sehen, das man auch gut am großen Wanderparkplatz Schwarzer Brink in den Weg einsteigen kann.

GPSies - Börninghausen, Balkenkamp, A9 = Reflexion - Wanderweg Wiehenturm

Ich beginne aber am kleinen Wanderparkplatz Balkenkamp, wo die Sträßchen Auf dem Balkenkamp, Burgstraße, Sachsenweg und der Wittekindsweg zusammentreffen. Man geht zunächst nach Westen zum Waldrand. Hier beginnt der eigentliche Rundweg A9. Wir nehmen die rechte Wegvariante, so erreichen wir schon bald den ersten „Erlebnispunkt der VitalWanderWelt“, „Versöhnen und Verzeihen“. Dahinter öffnet sich einer schöner Blick nach Norden zum Offelter Berg. Sicherlich lohnt es sich, die Zitate und Gedanken von Ringelnatz zu reflektieren, aber mehr noch locken die stillen und angenehm hügeligen Wälder.

Also geht es bald weiter und man spaziert auf einem gut ausgebauten Weg durch abwechslungsreichen Wald, bis man nach gut zwei Kilometern den Wiehenturm und seine Schutzhütte erreicht. Von der Aussichtsplattform des ca. 23,5 m hohen Turms auf fast 200 Meter Seehöhe hat man natürlich einen tollen Blick ins Eggetal im Süden, aber auch in die Norddeutsche Tiefebene nördlich des Wiehengebirges. Der Wiehenturm steht auf dem westlichen Sporn des Geisbergs, den man also auf Hin- und Rückweg zur Linken hat.

Blick vom Wiehenturm nach Norden 20180708_105636
Blick vom Wiehenturm nach Norden

Wenn man die 116 Stufen wieder hinuntergestiegen ist, kann man sich an der Station „Optimismus“ ein Beispiel an Karl Valentin nehmen.

Bekannte Wanderwege führen hier am Wiehenturm vorbei, z. B. der Limberg-Nonnenstein-Weg oder der Eggetaler-Panorama-Rundwanderweg. Nun führt der Weg, zunächst als nach Förster Max Nowara benannter Weg am Waldrand, dann wieder tiefer im Mischwald zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs passiert man den Erlebnispunkt „Glück“. Dessen Gedanken werden mit einem Voltaire-Zitat eingeleitet. Wer nun noch einkehren möchte, kann am Wanderparkplatz Balkenkamp mit seiner schönen Rastanlage vorbei das kurze Stück zum Forsthaus Limberg gehen. Dann kann man auch gleich die Burgruine nebenan besichtigen.