Felsen, Torfwerk Hahnenmoor, Rundwandermöglichkeit 1

Startpunkt Torfwerk Hahnenmoor (fürs Navi: Herzlake, Grafelder Str. 44)

Rundwandermöglichkeit 1 (ca. 4 km; ca. 1 Std.)

Das Hahnenmoor zwischen dem emsländischen Herzlake und dem osnabrückischen Berge ist ein wiedervernässtes Hochmoor. Es entstand in den vergangenen Jahrtausenden in einer Senke, nachdem sich die hier durchfließende Hase einen anderen Weg gesucht hatte. Das im stehenden Wasser absterbende Pflanzenmaterial bildete Moortorfe, die die Menschen bis Ende 1988 erst handwerklich und dann industriell abbauten. Danach begann die Renaturierung des zerschundenen Moores.

Heute ist es ein besuchenswertes Naturschutzgebiet, das man am besten vom ehemaligen Torfwerk aus erreicht. Das Torfwerk in der ehemaligen, heute zu Herzlake gehörenden Gemeinde Felsen ist selbst ebenfalls einen Besuch wert, auch starten hier Führungen und Lorenfahrten.

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Im Hahnenmoor

Vom Torfwerk Hahnenmoor gibt es einen Verbindungsweg zum Naturschutzgebiet. Über eine Behelfsbrücke erreicht man den Neulanderweg, der die Grenze darstellt und über den auch der Hünenweg verläuft. Hier halten wir uns links und erreichen so einen Beobachtungsturm mit vielen Informationstafeln zu Natur und Geschichte des Hahnenmoors. Auf dem Weg weiter nach Osten kommt man tiefer ins Moor, das hier von Feucht- und Nassflächen mit skurrilen, absterbenden Bäumen geprägt ist. Im Mai leuchten die weißen Büschel des Scheidigen Wollgrases in großer Menge.

Scheidiges Wollgras im Mai

Auf dem Wettruper Moordamm geht es dann rechts ab und am nächsten Abzweig wieder. So kommt man ins Klein Dohrener Moor, einen Bereich des Hahnenmoors, in dem die Glockenheide besonders ins Auge fällt. Ansonsten fasziniert die Gegend durch die große Stille: Wind rauscht in den Büschen und im Röhricht, Vögel zwitschern und Frösche quaken, mehr nicht.

outdooractive indexAuf der kleinen Birkhahnstraße, der westlichen NSG-Grenze geht es wieder rechts und an der nächsten Kreuzung an einer großen Hofstelle wieder. So kommt man wieder zu der kleinen Brücke, an der der Zubringerweg zum Torfwerk Hahnenmoor beginnt. Hier kann man jetzt noch auf eine Tasse Kaffee oder etwas Buchweizenkuchen einkehren.

Bei TERRA.vita kann man eine Karte mit den Rundwandermöglichkeiten und Informationen herunterladen.

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