Schloß Holte, Holter Schloßkrug, A7 „Durch den Holter Wald zum Mühlengrund“

Wanderparkplatz Holter Schloßkrug (Fürs Navi: Schlossstraße 100)

Rundwanderweg A7 „Durch den Holter Wald zum Mühlengrund“ (ca. 7 km)

wappen_der_stadt_schloss_holte-stukenbrock-svgGanz im Osten des Kreises Gütersloh liegt die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock. Sie ist eine typische Sennegemeinde im Süden des Teutoburger Waldes. Der Stadtteil Schloß Holte, in dem wir heute unterwegs sind, ist nach dem gleichnamigen Jagdschloss im Holter Wald benannt. Ganz in der Nähe befindet sich der Wanderparkplatz Holter Schloßkrug und hier startet der Rundweg A7. Von der Wanderkarte aus gehen wir zunächst ein kurzes Stück auf der stark befahrenen Schlossstraße nach Westen. Nach ca. 200 Metern beginnt auf der rechten Straßenseite die Verler Landstraße, ein Schotterweg, in den wir einbiegen, um aber wiederum nur so ein kurzes Stück zu gehen. Dann kann man nämlich in einen Pfad nach links in das Ölbachtal einbiegen und kommt so zu einem Wahrzeichen von Schloss Holte-Stukenbrock, der 1000-jährigen Eiche. Ob die Stieleiche wirklich so alt ist, ist zu bezweifeln – auch ob sie jemals so alt werden wird, denn sie sieht schon ziemlich ramponiert aus. Für die Bewohner der Stadt hat sie aber eine besondere Bedeutung, da sie in stilisierter Form sogar auf dem Stadtwappen abgebildet ist. (s.o.)

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Die 1000-jährige Eiche im Holter Wald

Wir überqueren auf dem Pfad den Ölbach und erreichen wieder die Schlossstraße, die wir auch kreuzen müssen. Denn auf der anderen Seite beginnt ein Fußweg durch den Holter Wald. Schnurgerade führt er durch das Naturschutzgebiet. Es ist – typisch Senne – hauptsächlich von Kiefern bewachsen, aber es gibt auch immer wieder Buchen und Eichen, die mit den sandigen Böden gut zurechtkommen. Auch Ilexsträucher sieht man immer wieder.

An der Helleforthstraße kommt man aus dem Wald heraus, dessen letzter Teil Westerfeld genannt wird. Wir biegen nach rechts ab und kommen wieder zur Straße mit drei s hintereinander: Schlossstraße. Auf dem Fußweg folgen wir der Landesstraße nach Süden (nach links) bis zur Einmündung der Bergstraße, die etwas weniger befahren ist. Mit Schlossstraße und Bergstraße umrunden wir den Holter Wald südlich, können aber froh sein, dass wir an dem Sträßchen Zum Mühlgrund wieder nach rechts und in ruhigere Gefilde abbiegen können.

Der schon auf Verler Gebiet liegende Mühl- oder Mühlengrund gehört heute zu den Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. Vor der Anlage überqueren wir wieder den Ölbach, der uns jetzt bis zum Ende des Rundwegs begleiten wird. In der ehemaligen Mahlmühle befindet sich heute das Mühlcafé. Das Wasserrad ist noch in Betrieb, aber nicht mehr zum Mehlmahlen, sondern zur Stromerzeugung. Außerdem informiert eine Tafel über Besonderheiten des Ölbachs, z. B. dass er außer dieser noch 13 weitere Mühlen antrieb.

Ein paar Meter weiter befindet sich das Wasserwerk Mühlgrund. Von hier gehen wir annähernd geradeaus auf der Verler Landstraße zum Ausgangspunkt unserer Runde zurück. Der Weg führt durch das Herz des Holter Waldes – immer nahe am Ölbach. Im Gegensatz zu der Schotterstraße windet sich der Bach mit vielen Kurven durch den Sennesand. Kurz hinter dem Abzweig zur 1000-jährigen Eiche trifft die Verler Landstraße wieder auf die Schlossstraße und den Holter Schloßkrug.

Schloss Holte
Schloss Holte

Zum Abschluß der Wanderung empfiehlt sich noch ein Abstecher zum Jagdschloss Holte. Die schöne, dreitürmige Anlage befindet sich in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden, aber das lohnt sich auch schon.