Steinhagen, Berghotel Quellental, S6

Wanderparkplatz Berghotel Quellental (fürs Navi: Steinhagen, Quellental 10)

Rundwanderweg S6 (ca. 5,1 km; ca. 1 Std.)

Auch dieser Wanderweg gehört in die Reihe „Leider verlorengegangene Wege“. Hinter (!) dem kultigen Berghotel Quellental steht noch eine alte Wandertafel, auf der der Weg S6 eingezeichnet ist. Er ist sehr ähnlich dem neuen A5, der bis vor Kurzem noch A7 hieß und der hier beschrieben wird.

GPSies - Steinhagen, Berghotel Quellental, S6Anders als der A5 nimmt / nahm der S6 den direkten, steilen Aufstieg zum Peter auf’m Berge. Am Pass befinden sich Wanderparkplatz und Einkehrmöglichkeit. Der Weg ist noch gut zu erkennen, wenn er auch zuwächst oder als Holzlagerplatz verwendet wird. Am Peter überquert man dann die L778 und wandert auf dem Hermannsweg nach Westen bzw. Nordwesten. S6 bleibt auch auf dem Kamm, während A5 weiter nördlich und tiefer am Hang entlangführt. Schließlich erreicht man eine große Wegespinne an einer gewaltigen, vielstämmigen Buche und auch A5 kommt von rechts hier an. Wie dieser führt S6 hier nach Süden durch den Hohlweg hinunter zum Schwedenpatt und zum großen Siek bei der Siedlungsstelle Langenberg. So hat man den Palsterkamper Berg quasi südlich umrundet.

Blick vom südl. Waldrand 20180715_104214
Blick vom südlichen Waldrand des Teutoburger Waldes

Man erreicht den südlichen Waldrand des Teutos und spaziert bei einer tollen Weitsicht zurück nach Osten. Man kann bei klarem Himmel nicht nur über Steinhagen und das Ravensberger Land sehen, sondern erblickt sogar die weit entfernte Paderborner Hochfläche mit ihren vielen Windrädern.

Über den Leberblümchenweg erreicht man wieder die zu überquerende Bielefelder Straße und den Ausgangspunkt am Berghotel Quellental.


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Steinhagen, Berghotel Quellental, A5

Wanderparkplatz Berghotel Quellental (fürs Navi: Steinhagen, Quellental 10)

Rundwanderweg A5 (ehem. A7 „Teutoburger Wald“) (ca. 5,3 km, ca. 1¼ Std.)

Steinhagen zwischen dem Teutoburger Wald und der vorgelagerten sandigen Ebene ist ein schönes Wandergebiet und taucht in diesem Blog schon mehrfach auf. Schön, dass man dieses Potential wieder neu entdeckt und die Wanderwege in der Gemeinde wieder intensiv betreut, wie das Haller Kreisblatt berichtete. Ob es auch sinnvoll ist, die Bezeichnungen zu verändern, bezweifle ich, denn in Karten und Köpfen wird es noch sehr lange die alten Namen geben, so dass es zu Verwirrungen kommen kann. Jedenfalls ist der ehemalige A7 jetzt als A5 gekennzeichnet. Er hat dabei auch eine optimierte und verkürzte Streckenführung bekommen.

GPSies - Berghotel Quellental, A5Vom großen Parkplatz am Berghotel Quellental wandert man zunächst zur Bielefelder Straße. Es gilt die vielbefahrene Straße vorsichtig zu überqueren und gegenüber in den Leberblümchenweg zu gehen. Der Wanderweg wird vor den Häusern zu einem schmalen Pfad, auf dem man naturnah weiterwandern kann. Im Mai blühen hier die Robinien.

05/2018
Gewöhnliche Robinie am Leberblümchenweg

Man überquert das Sträßchen Am Langenberg. A5 führt weiter nach Nordwesten und bleibt immer in der Nähe des Waldrandes, so dass es einige schöne Ausblicke über Langenbergs Breite und weiter über Steinhagen und Amshausen gibt.

Noch einmal überquert man eine kleine Stichstraße und umgeht eine siekartige Wiese, Langenbergs Egge genannt. Nun beginnt der Aufstieg, zunächst noch sacht über den Schwedenpatt, aber dann kräftig aufwärts zum Kamm des Teutoburger Waldes. Oben erreicht man an einer großen Wegespinne den Hermannsweg, und zwar die schöne Etappe, die vom Grünen Weg kommt. Wir gehen aber nur fünf Schritte nach Osten, A5 führt nämlich auf der Nordseite des Teutos in Richtung Bielefeld. Während auf der Südseite des Kamms schöner Laubwald mit teilweise sehr alten Buchen dominierte, herrscht am nach Norden ausgerichteten Hang zunächst Nadelwald vor, der sich aber bald wieder in Mischwald verändert. An einigen Stellen hat man eine grandiose Aussicht über den verstreut besiedelten Bielefelder Norden.

Blick nach Nordwesten 20180519_160623
Windbruch und Fällungen ermöglichen den Blick nach Nordwesten

Schließlich kommt man wieder auf den Hermann und mit dem zum Wanderparkplatz und Ausflugslokal Peter auf’m Berge. Der H-Weg führt direkt durch den verlockenden Biergarten.

Kurz dahinter verlassen wir aber den Kammweg und biegen rechts ab, hinunter zu einem alten Sandsteinbruch. Auf Höhe der alten Zuwegung biegen wir wieder nach Westen ab, so dass wir die obere Siedlung am Sennberg quasi umrundet haben. Einge zerstörte Gedenksteine am Waldweg geben ein trauriges Bild ab.

Nun sind es nur noch ein paar Meter zum Berghotel Quellental. Die große Wiese im Quellental zu unserer Linken nähern wir uns dem Gasthaus sozusagen von der Rückseite. Das traditionelle Landhotel bewirbt sich selber als „Kulthaus im Stil der 50er Jahre“. Im Biergarten kann man sich stärken.


Patthorst Schlossallee, A13 „Waldgebiet Patthorst“

Wanderparkplatz Patthorst Schlossallee

Rundweg A13 „Waldgebiet Patthorst“, ca. 2,6 Kilometer

Das Steinhagener Wandergebiet beinhaltet so unterschiedliche Gegenden wie den Südhang des Teutoburger Waldes, die Patthorster Waldgebiete oder die Wiesen um Ströhen herum.

Im Hintergrund Gut Patthorst
Im Hintergrund Gut Patthorst

Der Rundwanderweg A13 führt durch den Wald südlich des Gutes Patthorstes, durch die Wolfsheide. Er ist ganz eben und besteht hauptsächlich aus Schotter- und Sandwegen, die allerdings auch als Reitwege benutzt werden und teilweise im dementsprechenden Zustand sind.GPSies - Patthorst Schlossallee, A13 „Waldgebiet Patthorst“

Der Wanderparkplatz liegt nahe der Patthorster Straße an der Schlossallee. Man kann von hier auch gut in die Wege A11 und 12 einsteigen. Eine Tafel informiert über die Besonderheiten des Naturschutzgebietes in der Patthorst um Fodden- und Landbach herum.

Vom Parkplatz aus geht man zunächst südlich in den Wald, der hier fast durchweg mit Kiefern aufgeforstet ist – so wie der größte Teil der Patthorst.

Vereinzelt mischt sich der Laubwald in den Kiefernforst
Vereinzelt mischt sich der Laubwald in den Kiefernforst

Zur Rechten sieht man die Reitsportanlagen des Gutes Patthorst, zur Linken tauchen mehrere Brunnenanlagen auf. Wir befinden uns hier auch in einen Wasserschutzgebiet. Wo der Schotterweg auf das Sträßchen Im Busche trifft, biegen wir nach rechts ab, auf sandigem Weg weiter in den Wald hinein. Der Sandboden hat infolge der mittelalterlichen Rodungen sogar zur Bildung von Binnendünen geführt, die man auch südlich des Wanderweges sehen kann. Seit dem 19. Jahrhundert sind die Flächen und Dünen wieder bepflanzt.

Wiese am Foddenbach
Wiese am Foddenbach

A13 trifft schließlich auf eine große Lichtung. Die Niederungsgebiete des Foddenbachs wurden und werden zur Einrichtung von großen Wiesen und Weiden genutzt. Vor der Wiese biegt man wieder nach Norden ab und kommt so nach einigen hundert Metern zur nächsten Lichtung, vor der wir erneut nach rechts gehen. Hinter der Wiese sieht man das Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes Patthorst. Es befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Unser Weg führt uns zum Forstweg zurück, über den wir gekommen sind und über den wir wieder zum Wanderparkplatz Patthorst Schlossallee gelangen.

Der kurze Spaziergang ist in einer Dreiviertelstunde zu schaffen, auch wenn man langsam und genussvoll geht. Und das sollte man machen, denn wer weiß, wie lange der durch Autobahn- und Stromtrassen bedrohte Wald noch seinen Erholungswert behält.

Nicht überall ist der Weg klar gekennzeichnet. A13 ist eigenartigerweise auch nicht auf dem Stadtplan oder anderen Dokumenten eingezeichnet, deswegen finden Sie eine Google-Karte über folgenden Link:

https://mapsengine.google.com/map/edit?mid=zUF57EqIrqSA.kjQafid0iNb8

Steinhagen, Gaststätte Zur Brake, A8 „Steinhäger Heide“

Wanderparkplatz Gaststätte Zur Brake

Rundwanderweg A8 „Steinhäger Heide“

Ca. 7.7 Kilometer

Dieser Rundwanderweg durch die Steinhäger Heide im Süden der Gemeinde Steinhagen in Westfalen könnte auch mit dem Titel „Pferdeland Obersteinhagen“ oder ähnlich bezeichnet werden. Denn Pferde und Reitsportanlagen begleiten den Weg über die längste Strecke. Man spaziert z. B. am Gestüt Westfalenhof vorbei, aber auch an vielen anderen Pferdesporteinrichtungen.

Der Rundweg ist relativ gut gekennzeichnet, das heißt, dass man manchmal sehr genau hinschschauen muss, um das „A8“ zu finden, es ist aber immer irgendwo an- oder aufgezeichnet. Sicherheitshalber nehmen Sie den Steinhäger Stadtplan mit, den man sich z. B. im Rathaus umsonst abholen kann – dort sind auch die wichtigsten Wanderwege wie dieser A8 eingezeichnet. Den Plan kann man hier auch online einsehen. Die Wandertafeln des Heimatvereins Steinhagen geben nur eine grobe Orientierung.

04/2013
Sehr alte Kopfweiden am Reckbach

Zum Weg: Die Gaststätte Zur Brake (für Navi: Ummelner Str.) gibt es nicht mehr, aber man kann sein Auto noch auf dem Parkplatz abstellen. Nach dem Überqueren der L791 spaziert man über die Straßen An der Brake, Iltisweg und Biberweg in Richtung des westlich gelegenen Waldgebietes. Hinter der Siedlung zeigen die schönen, alten Kopfweiden am Reckbach schon den Wasserreichtum der Gegend an. Man kann sein Fahrzeug auch hier am Wanderparkplatz Biberweg abstellen und hier in den Rundwanderweg A8 einsteigen.

Durch den Wald nähert man sich (sozusagen von hinten) dem Gestüt Westfalenhof, in das auch das ehemalige Gut Friedrichsruh integriert ist. Der Unternehmer Werner Gehring hat hier eine große Anlage für die Sportpferdezucht entstehen lassen. Über die Zufahrt zum Gestüt kommt man auf die Isselhorster Straße K33, der man nach links bis zum Wanderparkplatz Gut Friedrichsruh folgt. Hier an der Einmündung der Wiesenstraße überquert man die Kreisstraße und spaziert links in den Wald. Man gelangt in das ehemalige Naturschutzgebiet Kraalbusch. Landschaftlich ist es hier an den Teichen immer noch sehr schön und idyllisch, aber ein Naturschutzgebiet ist es nicht mehr. Leider gibt es nichts besonders Schützenswertes mehr. Das Teichröhrich ist fast komplett dem übermäßigen Nährstoffeintrag zum Opfer gefallen.

04/2013
Teich im Kraalbusch

Schließlich verlässt man das Waldgebiet und kommt wieder aufs freie Feld. Über die Holtkamper Straße gerät man wieder auf die Isselhorster Straße, die aber zum Glück einen Fußweg besitzt, denn man folgt ihr nun bis kurz vor der Stadtgrenze nach Bielefeld. An der Hofstelle Krullmann überquert man sie noch einmal und biegt links ab. Über einen Feldweg kommt man wieder in den Wald. Da sich der Weg nun eine schöne Strecke durch die Gegend schlängelt kann man gut die für den sandigen Waldboden typische Mischwald-Vegetation betrachten. Zur Rechten liegt die alte Hofanlage Steinhage. Über den Hasenweg erreicht man wieder die Rückseite des Westfalenhofs, so dass man wie auf dem Hinweg über den Biberweg auch bald wieder am Parkplatz an der ehemaligen Gaststätte Zur Brake ankommt.

Amshausen, Naturschutzgebiet Jakobsberg, Kuckucksweg, Leberblümchenweg

Startpunkt Naturschutzgebiet Jakobsberg, Kuckucksweg (fürs Navi: Steinhagen, Kuckucksweg)

Leberblümchenweg,  ca. ein Kilometer

GPSies - Amshausen, Naturschutzgebiet Jakobsberg, Kuckucksweg, LeberblümchenwegDie Leberblümchen (Hepatica nobilis) sind echte Amshauser Berühmtheiten. Im Naturschutzgebiet Jakobsberg findet man sie zu Tausenden. Um dieses Frühblüherphänomen den Interessierten zugänglich zu machen, gibt es den Leberblümchenweg. So kann man die lila Blüten bestaunen, ohne den Weg zu verlassen, was sich im Naturschutzgebiet von selbst versteht und auch verboten ist. Die Leberblümchen blühen normalerweise ab Mitte März, sicherer findet man sie ab Anfang April. Zwei Gründe kommen hier zusammen, die das masssenhafte Vorkommen an dieser nordwesteuropäischen Grenze des Verbreitungsgebietes erklären: Zum einen der Kalkgehalt des Boden, der auf diesem Höhenzug des Teutoburger Waldes für die Vegetation des Kalkbuchenwaldes verantwortlich ist, zum anderen die in den letzten Jahrhunderten betriebene Niederwaldwirtschaft. Sie hat durch das regelmäßige Auf-den-Stock-Setzen dafür gesorgt, dass der Wald lichtdurchflutet und der Waldboden relativ warm bleibt.

04/2013
Leberblümchen am Jakobsberg

Es gibt keinen Parkplatz, der speziell für diesen Weg angelegt wurde. Man kann aber die Wanderparkplätze Hof Schierenbeck oder Gasthaus Friedrichshöhe, beide an der Kaistraße in Steinhagen-Amshausen, anfahren und dann z. B. über den Wanderweg A4 zum Leberblümchenpfad gehen. Ansonsten stellt man sein Fahrzeug am besten an der Kreuzung Kuckucksweg / Am Jakobsberg ab. Man geht dann den Kuckucksweg geradeaus weiter, berghoch zum Waldrand. Der Waldrand ist gleichzeitig die Grenze des Naturschutzgebietes. Direkt hinter dem Schlagbaum beginnt der kleine Pfad, der Leberblümchenweg, übrigens nicht zu verwechseln mit der „offiziellen“ Steinhagener Straße Leberblümchenweg. Unser Leberblümchenweg biegt hinter der Schranke nach rechts vom Rundwanderweg A4 oder vom A2 ab. Er führt auf gewundenen Pfaden zu verschiedenen Stellen, an denen die Blume des Jahres 2013 gehäuft auftritt. Der Weg bleibt dabei immer innerhalb des Waldes, orientiert sich aber am Waldrand. Eine Ausschilderung macht es einfach, dem Pfad zu folgen. Schon bald trifft man an der Haferbrede wieder auf A4, A2 usw. Wenn man sich jetzt unterhalb des freien Feldes nach links wendet und den nächsten Weg wieder nach links in den Wald abbiegt, kommt man schon nach ca. einem Kilometer wieder zum Ausgangspunkt.