Wellingholzhausen, Schützenstraße / Lieth, TERRA.track Von Quelle zu Quelle

Wanderparkplatz Schützenstraße / Lieth (fürs Navi: Melle, Schützenstr. 81)

Rundwanderweg: TERRA.track „Von Quelle zu Quelle“ (ca. 6,5 km; ca. 1 ¾ Std.)

Der Wanderweg trägt den Namen „Von Quelle zu Quelle“ zu Recht, denn er bewegt sich zwischen der Großen Rehquelle und der Almaquelle. Beide Quellen speisen die Hase, deren Hauptquelle auch ganz in der Nähe ist.

Der größte Teil des Rundwegs verläuft auf Dissener Gebiet und die meisten Wanderer steigen am großen Wanderparkplatz Rehquelle / Kalksinterterrassen an der Rechenbergstraße in den Weg ein. Schöner ist es aber, vom WP Schützenstraße / Lieth in Wellingholzhausen hinunter zur Hase zu spazieren. Auf dem Rückweg kann man die Furt gut als Kneipp-Gelegenheit nutzen, zumal es dort jetzt neue Sitzgelegenheiten gibt.

Hinter der Hase biegen wir rechts ab und laufen Richtung Kronensee. Im Sommer ist er aber hinter Bäumen nur zu erahnen. Auf dem Weg dorthin folgen wir dem Haselauf und überqueren einige Bäche, die von der Amtswiede – dem Wald zu Linken – hinunter zur Hase fließen. Es gibt auch immer wieder kleine Trampelpfade, die zum schattigen Wasser hinunterführen.

Kurz vor der Rechenbergstraße erreichen wir den Startpunkt Kronensee Wellingholzhausen und biegen scharf nach links ab. Der Weg führt uns zur eingefassten Großen Rehquelle. Sie liegt unterhalb des Wegs und bietet immer schattige Rastplätze.

Typisches Landschaftsbild im prächtigen Wald der Amtswiede zwischen Dissen und Wellingholzhausen

Hier biegen wir links ab. Auf einer guten Forststraße geht es durch herrlichen Wald zum Blauen See, dem wir uns von Westen, von oben nähern. Auch das Wasser des Blauen Sees fließt in die Hase. Nutzt man die Bänke am Ufer für eine kleine Pause an diesem idyllischen Ort, sieht man bei dem richtigen Sonnenstand, dass das Wasser eher grün als blau schimmert, was an dem hohen Mineralgehalt des Seewassers liegt (siehe Beitragsbild oben).

Wir lassen den kleinen See linker Hand liegen und nehmen den Weg, der hinter ihm links abbiegt und dabei seinen Zufluss überquert. Wir erreichen die nordwestliche Ecke eines Feldes, das sich hier in den Wald „hineinschiebt“, biegen aber gleich wieder links ab, um über einen schmalen Pfad hinunter zur Almaquelle zu gelangen. Sie (auch Schwarze Welle genannt) ist die wohl stärkste Wasserspenderin im Hasequellgebiet.

Direkt hinter der Schutzhütte fließt die junge Hase vorbei und indem wir sie überqueren, betreten wir das Gebiet von Wellingholzhausen, denn die Hase ist hier die Grenze zwischen den Gemeinden Melle und Dissen. Wir folgen dem Flüsschen abwärts, aber schon blad führen uns Weg, Furt und eine kleine Brücke wieder auf die andere Seite. Hier treffen wir wieder auf den Hauptweg im Hasetal und erreichen über ihn bald die Furt am unteren Ende der Schützenstraße.

Auch im dichten Wald immer gut orientiert

Der TERRA.track ist gut gekennzeichnet. Wenn man sich immer mal wieder kleine Pausen an den Quellen gönnt, wir man für die secheinhalb Kilometer ca. 1¾ Stunden einplanen müssen. Man bewegt sich auf diesem Weg komplett innerhalb des Waldes, es gibt weder Bebauung noch Einkehrmöglichkeit.

Eine verlängerte Variante des TERRA.tracks Von Quelle zu Quelle findet man auch in Ingmar Bojes‘ Wanderführer zum Teutoburger Wald.

Kalkriese, Schloss Neu Barenaue, Themenweg Barenaue

Wanderparkplatz Schloss Neu Barenaue (fürs Navi: Bramsche, Venner Str. 67)

Themenweg Barenaue (ca. 6,6 km; ca. 1¾ Std.)

outdooractive indexDieser Rundwanderweg widmet sich mit mehreren Informationtafeln den Schlössern Alt und Neu Barenaue und dem Leben drumherum. Er ist dem Schlösserweg, der schon in diesem Blog beschrieben wird, sehr ähnlich. Bei jener Beschreibung gibt es auch ein paar Informationen zu den Adelssitzen der von Bar.

Vom WP Schloss Neu Barenaue geht es zunächst zu dem neoromanischen Adelssitz. Aber anders als der Schlösserweg biegt unser Themenweg hier rechts ab und führt direkt zum Mittellandkanal, der auf dem Sträßchen Barenaue überquert wird. Hinter dem Kanal geht es in die Alte Heerstraße nach links und dann rechts in den Campemoorweg. Hier im Bereich Alte Heerstraße / Campemoorweg gibt es auch mehrere Infotafeln und Wanderkarten. Der Campemoorweg ist auch berühmt als Allee der schiefen Linden.

Allee der schiefen Linden bei Alt Barenaue

Kurz hinter diesem „Naturphänomen“ erreicht man schon das Wasserschloss Alt Barenaue. Es befindet sich genau wie sein Nachfolgebau in Privatbesitz und sollte nur mit respektvollem Abstand besichtigt werden.

Hat man sich genug umgesehen, geht man denselben Weg zurück, passiert wieder die Häuser im Umfeld der Burg und spaziert wieder über dieselbe Kanalbrücke. Danach geht man nach links ein Stück direkt am Kanal, einer wirklich viel genutzten Wasserstraße.

Der Mittellandkanal bei den Barenauer Schlössern

An der Info-Tafel Brookstraße / Mittellandkanal gibt es eine Möglichkeit, vom Ufer zur Brookstraße hinunterzusteigen. Während man diesem Sträßchen und der Cheruskerstraße nach Süden folgt, sieht man schon den Turm des Varus-Schlacht-Areals. Man erreicht dann auch bald den Haupteingang von Museum und Park Kalkriese. Auch ohne Museumsbesuch kann man das Restaurant besuchen.

Schließlich erreicht man die Bundesstraße, an der man ein Stück entlanggehen muss, um das Museumsgelände zu umgehen. Das ist nicht so schön, aber auch nicht schlimm. Hinter der Varus-Schlacht kommt noch ein kleines Wäldchen und dann kann man dort rechts auf einen Wiesenweg einbiegen. Der führt über das Gelände des Gasthauses Varus-Deele wieder zum Ausgangspunkt zurück.


Stiepel, Kemnader Straße / Zeche St. Barbara, Zwischen Bochum und Hattingen an der Ruhr

Wanderparkplatz Kemnader Straße / Zeche St. Barabara (fürs Navi: Bochum, Kemnader Str. 524)

Rundwanderweg „Zwischen Bochum und Hattingen an der Ruhr“ (ca. 14 km; ca. 3½ Std. Gehzeit)

Dies ist eine sehr abwechslungsreiche Runde im schönen Ruhrtal. Man passiert den flachen Bochumer, aber auch den hügeligen Hattinger Teil. Neben schöner Landschaft gibt es immer wieder Zeugnisse der westfälischen Geschichte zu sehen. So wird direkt am Anfang mit einer Info-Tafel an die Stiepeler Kleinzeche St. Barabara erinnert, denn hier kommt auch der Bergbaubauwanderweg Bochum-Süd vorbei.

Der Rundwanderweg steht ähnlich – startend am Haus Kemnade –  in Uli Auffermanns Rother-Wanderführer zum Ruhrgebiet und hat es auch in Rothers Jubiläums-Wanderführer Deutschland geschafft, siehe unten. Deswegen genügen hier ein paar Kurzinfos.

Vom Parkplatz Kemnader Straße / Zeche St. Barabara geht es auf küzestem Weg hinunter an die Ruhr, denn man will natürlich schnell ans Wasser. Der Weg auf dem alten gepflasterten Leinpfad folgt der Ruhr flussabwärts, also nach Nordwesten. Es herrscht oft reger Betrieb von Wassersportlern und so ist immer viel zu sehen. Gegenüber sieht man auch schon die mächtige Burg Blankenstein.

Blick vom Leinpfad über die Ruhr zur Burg Blankenstein im morgendlichen Dunst

Man passiert das alte Fährhaus von Stiepel, heute Imbiss und Restaurant Andrés alte Fähre.  Der historische Leinpfad folgt nun dem Schleusenkanal, der hinter einem Wasserkraftwerk und der alten Schleuse wieder mit der Ruhr zusammengeführt wird.

Vor der Klosterbrücke verlassen wir den Fluss. Über die Blankensteiner Straße kommen wir auf die Brücke. Vorher passieren wir einen Pferdehof, auf dem es auch ein Restaurant mit Biergarten gibt, das Wirtshaus Stiepel. Eigentlich möchte man die viel befahrene Ruhrbrücke schnell passieren, man wird aber doch über dem Fluss einmal anhalten, denn die Aussicht nach Osten ist wunderschön.

Unter der Brücke durch geht es zum Areal An der Kost. Hier gibt es Gasthaus, Hotel und Campingplatz, den man aber nicht überqueren darf. Deswegen geht es wieder zurück und über das Sträßchen Am Schulknapp hinauf am Welper Friedhof vorbei. Östlich vom Friedhof geht es dann wieder in den Wald. Der Wanderweg führt beständig auf und ab durch die Berge am diesseitigen hohen Ruhrufer. Mehrere Aussichtspunkte ermöglichen Blicke auf den Fluss und die dahintergelegenen Bochumer Ortsteile.

So kommt man schließlich nach Hattingen-Blankenstein. In diesem historischen Städchen mit seinen zwei alten Kirchen und der mächtigen Höhenburg direkt über der Ruhr gibt es viel zu sehen, aber das würde den Umfang dieses Blogs sprengen. Im Burgrestaurant kann man auch einkehren und dabei die Aussicht über das Ruhrtal genießen.

Nachdem man sich in Blankenstein ein bisschen umgesehen hat, geht es unterhalb der Burg wieder in den Wald und weiter auf und ab und links und rechts Richtung Osten. Man überquert dabei die Wittener Straße. Schlussendlich erreicht man über das Sträßchen Im Katzenstein das Hammertal und nördlich davon zwischen den Ruhrarmen die Wasserburg Haus Kemnade. Auch hier gibt es Einkehr- und Besichtigungsmöglichkeiten.

Wasserschloss Haus Kemnade

Auffermanns Vorschlag biegt hinter dem historischen Gemäuer rechts ab und macht noch einen Umweg zum Kemnader See, wo man die Ruhr am Stauwehr überqueren kann. Wir aber gehen auf der Kemnader Straße geradeaus weiter über die Kemnader Brücke und erreichen so bald den Wanderparkplatz Kemnader Straße / Zeche St. Barbara, unserem Startpunkt am Hasenkamper Berg.

Wir haben viele Pausen gemacht und uns besonders lange in Blankenstein aufgehalten. So haben wir uns insgesamt 5½ Stunden genommen, um diese schöne Runde zu genießen.

Tourist Info Bad Rothenfelde / Kurgarten, TERRA.track Lüdenstein

Wanderparkplatz Tourist Info Bad Rothenfelde / Kurgarten (fürs Navi: Am Kurgarten 12)

TERRA.track Lüdenstein (ca. 5,6 km; ca. 1½ Std.)

Viele der alten und neuen Bad Rothenfelder Wanderwege beginnen im Ort und führen dann hinaus in den Höhenzug Kleinen Berg, so auch der TERRA.track Lüdenstein. Am Lüdenstein ist der Name des Aussichtsturm (fast) auf der höchsten Stelle des Kleinen Berg an der Grenze zwischen Bad Rothenfelde und Bad Laer.

Vom Haus des Gastes geht es an der bekannten Augenklinik vorbei berghoch zur Waldstraße. Dort biegen wir einmal rechts ab, um zur Parkstraße zu kommen. Hier geht es weiter sanft berghoch. Es gibt auch eine schöne Aussicht nach Norden zum Hauptkamm des Teutoburger Waldes.

outdooractive indexAn prachtvollen Gebäuden mit reicher Geschichte vorbei erreicht man am Wanderparkplatz Kleiner Stern / Parkstraße / Weidtmanshof den Waldrand. Hier geht es noch einmal etwas kräftiger hinauf zum Pavillon Adelenblick – einen Blick in die Landschaft gibt es allerdings nicht (mehr), denn die Hütte steht heute mitten im Wald.

Über einen guten Forstweg geht es geradewegs zum Aussichtsturm am Lüdenstein. Der gut 23 Meter hohe Betontum aus dem Jahr 1980 ist zwar selber keine Schönheit, ermöglicht aber schöne Ausblicke über den Wald des Kleinen Berges hinaus. Er steht nur fast auf der höchsten Stelle von 208 Metern, denn die war schon von dem benachbarten Sendemast belegt.

Was für ein schlauer Gärtner ist doch die Natur!

Vom Aussichtsturm geht es wieder auf Rothenfelde zu. So gelangt man zur Bismarckhütte, einer schönen Einkehrmöglichkeit mit langer Geschichte. Von dieser Waldschänke aus geht es weiter nach Osten und man erreicht nach einigen Abzweigungen den Großen Stern, eine große Wegespinne im Wald. Kurz dahinter verlässt man an der Waldstraße wieder den Wald und erreicht wieder die Straße Am Kurpark.

Da man noch nicht so viel gewandert ist, bietet es sich – wie immer in Bad Rothenfelde – an, noch bei den Salinen vorbeizuschauen oder einfach den Trubel im Kurgarten zu genießen.

Sportplätze Fischerhude, Durch die Fischerhuder Wümmewiesen

Startpunkt Sportplätze Fischerhude (fürs Navi: Ottersberg, Landstraße)

Rundweg „Durch die Fischerhuder Wümmewiesen“ (ca. 6,8 km; ca. 1½ Std.; inkl. Pause ca. 2 Std.)

Fischerhude ist ein Ortsteil im Flecken Ottersberg im nördlichen Kreis Verden. Es ist bekannt als Künstlerort, geprägt von seinen reetgedeckten Bauernhäusern. Der bekannteste ortsansässige Künster war wohl Otto Modersohn, der 1908 nach dem Tod seiner Frau von Worpswede nach Fischerhude zog.

Unser Rundweg beginnt an den Sportplätzen des TSV Fischerhude-Quelkhorn an der Landstraße im Süden des Ortes. Von hier aus folgt man dem Wümme-Mittelarm und der Klosterwahrlaake auf dem Dietrich-Speckmann-Weg. Der Weg schlängelt sich durch eine wunderschöne, verwunschen wirkende Auenlandschaft in der Flusslaufverzweigung der Wümme.

Eine verwunschene Welt an der Wümme

Schließlich überquert man die genannten Gewässer und erreicht die Straße In der Bredenau. Hier in östlicher Richtung spazierend erreicht man das Café im Rilke-Haus im ehemaligen Wohnhaus der Künstlerin Clara Rilke-Westhoff. Etwas weiter biegt ein Weg nach links ab, an dem sich das Otto-Modersohn-Museum befindet.

Kurz dahinter beginnt schon der Damm, dem wir wieder nach Westen folgen. Auf dem grasbewachsenen Heinrich-Breling-Weg kann man die Weite der Wiesen genießen. Auf einer Bank kann man auch gut eine Pause machen, im Rücken die parkartigen Grundstücke der Bredenau.

Am nächsten Abzweig biegen wir rechts nach Norden ab. Ein schöner Fußweg, der Hinrich-Schloen-Weg  führt durch die Wiesen zum Wümme-Nordarm. Bevor man den Flusslauf überquert, kann man noch einen Abstecher nach rechts machen, wo man eine urtümliche Biotop-Landschaft erreicht.

Die Wümme in den Wümmewiesen

Wieder zurück auf dem Wanderweg überquert man den Wümme-Arm und geht weiter nördlich zum Deich. Auf dem verläuft die Straße An der Weide, der wir nach Westen folgen. So erreichen wir den südlichen Siedlungsrand des Ortsteils Wilhelmshausen.

An der Hauptstraße, der Wilhelmshausener Straße, biegen wir nach links ab, überqueren wieder den Wümme-Nordarm und erreichen wieder das schöne Fischerhude. An der nächsten Abzweigung gehen wir an Bellmanns Gasthof schräg links in die Kirchstraße. So kommen wir richtig ins alte Dorf mit vielen, vielen sehenswerten prächtigen Hofgebäuden, z. B. Buthmanns Hoff, in dem sich der Fischerhuder Kunstverein befindet.

Viel schönes, reetgedecktes Fachwerk in Fischerhude

Wir gehen jetzt schon auf der Straße Im Krummen Ort. Hinter Haus Nr. 19 geht es vorbei an Nr. 17 über einen Fußweg wieder zum Wümme-Mittelarm. Über eine Holzbrücke kommen wir ans andere Ufer und auf den Hinweg. Somit erreichen wir auch bald wieder unseren Ausgangspunkt, die Sportplätze Fischerhude.

Weitere Infos, Bilder usw. findet man in Bernhard Pollmanns Rother-Wanderführer Bremen-Oldenburg. Der Weg hat es unter dem Titel „Von Fischerhude nach Bredenau“ auch in den Jubiläums-Wanderführer Deutschland geschafft.