An der Schelenburg, Bissendorfer Burgenweg, Etappe „Von der Schelenburg zum Café Kröger“

Wanderparkplatz An der Schelenburg

Bissendorfer Burgenweg, Etappe „Von der Schelenburg zum Café Kröger“, ca. 13 Kilometer

Diese Etappe schließt an das hier beschriebene Teilstück an. Da jenes auch schon 14,5 Kilometer lang ist, bietet es sich nur für relativ sportliche Wanderer an, beide Etappen zusammenzulegen, das wären nämlich 27,5 km.

Unsere heutige Etappe führt vom Wanderparkplatz Schelenburg nahe dem gleichnamigen, wunderschönen Renaissance-Wasserschloss zunächst ein Stück durch den Buchen-Hochwald an der Wierau und am Westermoorbach und an der Schelenburger Straße entlang nach Süden. Beim Zusammentreffen mit dem Wierauweg biegen wir nach rechts ab und steigen im Wald bergauf. Der Aufstieg (ca. 50 Höhenmeter) lohnt sich: Oben hat man einen herrlichen Blick nach Süden, z. B. bis nach Wellingholzhausen.

Blick in die Heimat: ganz hinten liegt Wellingholzhausen
Blick in die Heimat: Ganz hinten der Teutoburger Wald

Wenn man sich satt gesehen hat, geht es über Tannenkamp und Föhrenweg wieder hinunter und über den Asbrocker Weg hinter dem Wald in die Bauernschaft Asbrock.

Unten angekommen folgt man dem Niederfeldweg wieder nach Norden, und zwar in Richtung Jeggen. Schon nach einigen Metern sieht man zur Rechten des Sträßchens das Jeggener Großsteingrab. Dieses gewaltige Ganggrab aus dem Neolithikum gehört zu den ältesten Kulturdenkmälern im Osnabrücker Land und ist ein noch recht gut erhaltener Beleg der heisigen Megalithkultur (Bilder und Informationen dazu bei Wikipedia oder den Stonepages).

Gar nicht so einfach aufs Bild zu bekommen: Die Ausmaße des Jeggener Großsteingrabs
Gar nicht so einfach aufs Bild zu bekommen: Die Ausmaße des Jeggener Großsteingrabs

Weiter oben in der Bauerschaft Jeggen überqueren wir die Schledehauser Straße in einem Rechts-Links-Schwenker, so dass wir in den Oberfeldweg kommen. Die Namensbezeichnung und der Unterschied zum Niederfeldweg sind offensichtlich. Während man voraus den Fernsehturm in Belm sieht, hat man von hier oben auch zurück eine sehr schöne Aussicht über die Niederung bis zum Teutoburger Wald. Über den Strotheweg und die Brinkstraße geht es weiter „Auf dem Lechtenbrink“. Immer wieder gibt es schöne Ausblicke, so z. B. hinüber zum schon zu Ostercappeln gehörenden Wellinger Berg und -Hof. Über den Steinkuhlenweg und den Stadtweg gelangt man zum ersten Mal seit Langem wieder in einen Wald. Direkt am Waldrand befindet sich eine Rastgelegenheit.

An der nächsten Kreuzung wird aus dem Stadtweg der Schledehauser Weg, denn man trifft hier genau auf die Gemeindegrenze nach Osnabrück. Wir biegen hier nach Süden ab und wandern auf dem Hadernweg an den wenigen Häusern „Im Hadern“ vorbei und gelangen über die Jeggener Straße in das geschlossene Siedlungsgebiet Jeggen-West. Am Wanderparkplatz Natbergen überquert man die vielbefahrene Mindener Straße und wandert auf das Gut Stockum zu, das auch der kleinen Straße den Namen gegeben hat. Bevor man jedoch das Gut mit der kleinen Kapelle erreicht, das sich gut hinter Bewuchs und verschiedenen von der Alten und Neuen Hase gespeisten Teichen und Gräften versteckt, sieht man zur Rechten den Natberger See. Aus dem ehemaligen Rittergut, einem der ältesten Rittersitze des Osnabrücker Landes, ist heute der Reiterhof Gut Stockum geworden (auf desseh Homepage findet man auch Angaben zur Geschichte). Auch im Vorbeigehen kann man machmal einen Blick auf das zweigeschossige Herrenhaus mit der angebauten gotischen Kapelle erhaschen.

Ein Blick auf Gut Stockum
Ein Blick auf Gut Stockum

Auf dem Sträßchen Am Reitplatz und dem Rosenbruchweg überquert man mehrere Bäche wie den Rosenmühlenbach. Dabei hat man erstmals einen Blick auf Bissendorf. Schließlich erreicht man den Ortsteil Eistrup. Hier, am kleinen Parkplatz des Café Kröger endet unsere heutige Tour.

Die Tour begeht fast ausschließlich asphaltierte Weg, was für die Wanderer nicht so schön ist, was aber andererseits auch bedeutet, dass man die Strecke gut mit dem Fahrrad abfahren kann. Dann schafft man auch bequem beide Etappen zusammen (siehe oben).

 

Hier die GPS-Daten von „Schledi99“: GPSies - Bissendorfer Burgenweg Teil 4 - Wasserschloß Schelenburg - Gut Stockum - Eistrup

Berlebeck, Hermannsweg, Etappe „Berlebeck – Bärenstein“ plus Rückwanderroute

Wanderparkplatz Berlebeck

Hermannsweg, Etappe „Berlebeck – Bärenstein“

ca. 7,2 Kilometer

Der Anfang dieser Route, der Teil auf dem Hermannsweg, wurde schon bei dem Eintrag zur Hermannsweg-Etappe „Berlebeck – Leopoldstal“ beschrieben.

Im Detmolder Ortsteil Berlebeck kann man zentral und kostenfrei sein Auto abstellen, gegenüber vom Hotel Kanne ist der Wanderparkplatz Berlebeck. Man muss dann auf der Hauptstraße (Paderborner Str.) ein Stück nach Süden gehen, bis man in den Kindergartenweg einbiegen kaann, auf dem auch der Hermannsweg verläuft. An der evangelisch-reformierten Kirche vorbei beginnt der Weg gleich kräftig bergan zu steigen. Es gilt, den Stemberg zu ersteigen, der 401 Meter hoch ist. Allerdings führt unser Wanderweg nicht direkt über den Gipfel, sondern bleibt etwas nördlicher und tiefer. Es geht durch Fichten- und auch immer wieder durch Buchenwälder. Auch auffallend viele Vogelbeeren säumen den Weg.

Mit der Geisterschlucht südlich des Hermannswegs beginnt schon bei diesem Aufstieg eine Ansammlung von Sandsteinbrüchen, die uns bis zum Wegende begleiten. Den einen oder anderen kann man sich dabei genauer ansehen. Der Wald holt sich seinen Lebensraum zurück, auch wenn einige der Steinbrüche bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts genutzt wurden. Zusammen mit den teils gewaltigen, herumliegenden oder in den Wänden anstehenden Sandsteinblöcken ergeben sich „dunkelurige“ Stimmungsbilder. Manchmal muss man genau hinsehen, um zu erkennen, ob es ein überwachsener Steinblock oder ein mit Moos besetzter Baumstumpen ist. Im Kontrast dazu stehen die schönen Aussichten nach Norden in die lippische Schweiz, die man ebenfalls hier vom Hang des Stembergs genießen kann.

Heide auf der Vogeltaufe
Heide auf der Vogeltaufe

Ganz plötzlich kommt man aus dem Wald heraus und erreicht die Vogeltaufe, einen südöstlichen Sporn des Stembergs, der nicht bewaldet ist, sondern als Heide offen gehalten wird – garniert mit einigen malerischen Eichen und Birken. Ein Gedenkstein erklärt den Namen und die dazugehörende Sage der Vogeltaufe. An einigen Raststationen kann man Sonne tanken und den Blick über Blaubeer- und Heidesträucher gleiten lassen.

Hinter der Vogeltaufe kommt man zu den ersten Häusern von Holzhausen-Externsteine und zum Wanderparkplatz Vogeltaufe. Holzhausen-Externsteine ist heute ein Ortsteil von Horn-Bad Meinberg. Am Hotel Bärenstein verlässt man den Siedlungsbereich schon wieder. Etwas weiter rechts läge der Wanderparkplatz Bärenstein.

Hier bietet sich eine eine gute Möglichkeit der Rückwanderung nach Berlebeck an. Bis hierhin hat man ca. 3,8 km unter den Füßen, die Rückwanderroute ist etwas kürzer. Anstatt dem Hermannsweg über den Bärenstein zu den Externsteinen zu folgen, wandert man ein Stück auf dem H-Weg zurück. Man trifft sehr schnell auf den Rundwanderweg A3. Da er am unteren Waldrand des Stembergs entlang führt, hat er immer wieder wunderbare Aussichten in die hügelige Gegend zu bieten. Zunächst muss man sich aber erst wieder ein kleines Stück die Vogeltaufe „hocharbeiten“, um dann rechts abzubiegen und die kleine Straße Hirschberg zu erreichen, der man weiter nach Westen folgt. Kurz vor ihrem Ende biegt mnan nach rechts ab und spaziert auf dem Sträßchen Kuckucksburg durch ein Neubaugebiet, bis man auf die Straße Stemberg kommt. Am Wanderparkplatz Stemberg vorbei, erreicht man den Strangweg, der nach rechts abbiegt und die Grenz zwischen Holzhausen-Externsteine und Berlebeck bzw. zwischen Horn-Bad Meinberg und Detmold anzeigt.

Wir gehen hier geradeaus weiter und sind jetzt auf dem Berlebecker Rundweg A1. An der nächsten Möglichkeit halten wir uns links und gelangen so auf die Tannenstraße. Sie führt uns mit einer Rechtskurve in das geschlossene Siedlungsgebiet von Berlebeck. Immer geradeaus weiter kommen wir schließlich auf die Fromhauser Straße, die uns zum Sträßchen An der Pyramideneiche bringt, an der wir A1 verlassen, da sie uns direkt Wanderparkplatz Berlebeck im Dorfmittelpunkt führt.

Der Hinweg, der Hermannsweg ist gut ausgeschildert, führ die Rückwanderroute ist eine Karte nicht schlecht. Unterwegs gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten, wie z. B. das Hotel Bärenstein am „Wendepunkt“ oder das Hotel Kanne am Start- und Zielpunkt.

Lengerich, Lengericher Berg, Rundwanderweg 3

Wanderparkplatz Lengericher Berg (fürs Navi: nahe Bergstr. 106)

Rundwanderweg 3 (ca. 7 Kilometer, ca. 1¾ Std.)

outdooractive indexDer Wanderparkplatz liegt an einer Variante des Hermannswegs. Während man üblicherweise von Tecklenburg über Leeden in den Lengericher Schollbruch geht, von dem aus man dann „hinter“ dem Dyckerhoff-Steinbruch wieder auf den Kamm aufsteigt, kann man auch von Tecklenburg aus direkt auf dem Hauptkamm des Teutoburger Waldes nach Lengerich wandern. Der Hermannsweg durch den Schollbruch wird hier beschrieben. Wo die direkte Variante die Bergstraße überquert, trifft man dann auf den Parkplatz Lengericher Berg.

Der Rundwanderweg 3 beginnt hier und führt zunächst zusammen mit der Hermannsweg-Variante, dem Jakobspilgerweg und dem Tecklenburger-Land-Rundweg schnurgerade nach Nord-Westen. Schon bald kann man die Aussicht nach Norden in die Landschaft und nach Süden über die Stadt Lengerich bewundern. Hier befindet sich auch eine Schutzhütte, die Max-und-Moritz-Hütte des Heimatvereins Lengerich. Immer am Waldrand entlang bieten sich noch viele andere Ausblicke.

10/2012
Baumkreis

Aber auch im Wald gibt es Besonderheiten wie den mit einer Stele markierten Abzweig des Jakobswegs, einen steilen, alten Hohlweg oder einen auffälligen Baumkreis.

Über den Lengericher Berg (167,6 m) und den Kleeberg (174,6 m) mit dem Richtfunkturm gelangt man in die Exterheide. Da die relativ baumlos ist, kann man hinüberblicken bis nach Tecklenburg. Allerdings liegt dazwischen die Autobahn 1, die man schon lange hören kann.

Schließlich überquert man die Autobahn und umrundet quasi den Autobahnrastplatz Exterheide / Bashake. Während links vom Wanderer der Autobahnlärm ertönt, hat man nach rechts den idyllischen Blick hinüber zum Tecklenburger Knoblauchsberg. Hinter dem Autobahnparkplatz geht man unter der A 1 hindurch, leider muss man nun ein Stück auf der viel befahrenen Tecklenburger Straße (L 504) laufen, bis man endlich wieder nach links in Sundermanns Knapp einbiegen kann. Diese kleinere Straße verlässt man aber gleich wieder nach Osten und wandert auf einem schönen schmalen Fußweg, bis man auf Osterkamps Kamp und die Gleise der Tecklenburger-Wald-Eisenbahn trifft. Man biegt aber nicht nach rechts über die Gleise ab, sondern geht nach links die Kleefeldstraße hoch bis zum Waldrand. Wenn man hier angekommen ist, hat man das Naturschutzgebiet Steinbruch im Kleefeld, auch als Lengericher Canyon bekannt, umrundet.

Beim Aufstieg zum Waldrand des Kleebergs hat man schon einen Blick auf die Doppeltürme der LWL-Klinik und die Helios-Klinik werfen können.

10/2012
Herbstlicher Blick nach Lengerich

Jetzt wandert man nach rechts am unteren Waldrand entlang, ca. 500 Meter, bis zum nächsten Abzweig nach links. Zur Rechten sieht man die Friedhofskapelle des alten Friedhofs. Unterhalb der Kapelle befindet sich übrigens der Alva-Skulpturenpark.

Man biegt also wieder berghoch nach Norden ab und trifft oben auf dem Kleeberg wieder auf den Weg, den man schon auf dem Hinweg gekommen ist. Hier wäre man auch angekommen, wenn man nicht nach rechts am Waldrand entlang und dann wieder hoch gegangen wäre. Diesen „Umweg“ kann man sich also auch sparen.

Man kann sich beim Rundwanderweg Nr. 3 sicherlich über die Autobahngeräusche und über das wenig attraktive Stück an der L 504 ärgern, auch darüber, dass man einen großen Teil des Weges zweimal läuft, nämlich vom Kleeberg bis zum Wanderparkplatz zurück. Aber man kann sich auch ein zweites Mal über die schöne Weitsicht freuen.