Gesmold, Dratumer Teiche, Nr. 2

Wanderparkplatz Dratumer Teiche (fürs Navi: nahe Melle, Holter Weg 25)

Nr. 2 (12,1 km)

Der Rundwanderweg Nr. 2 gehört zu den Bissendorfer Wanderwegen, genauer zu denen, die normalerweise in Holte am Friedhof oder unten im Dorf starten. Ich habe es diesmal anders gemacht und bin von den Dratumer Teichen in Melle-Gesmold losgewandert.

Vom Wanderparkplatz aus geht es erst einmal den Asberg hinauf, der sich hinter den Fischteichen auftürmt. Man hält sich zunächst am Waldrand auf, so dass man die wunderschöne Hügelkette des Teutoburger Waldes gut im Blick hat. Südlich des Asbergs führt der Weg Nr. 2 zunächst zwischen dem Wald und einer eingezäunten Weihnachtsbaumschonung entlang. Auf dem Waldweg Klein Dratum geht man schnurgerade unter den mächtigen Buchen auf dem Asberg zum Wanderparkplatz Dratumer Wald.

Blick vom Asberg zum Teutoburger wald
Blick vom Asberg zum Teutoburger Wald mit Winterwolken

Hier erreicht man wieder die asphaltierte Straße, den Holter Weg. Am Waldrand ändert die Straße aber ihren Namen in Am Lärchenhang, denn wir befinden uns jetzt in der Gemeinde Hilter – allerdings nur für ein paar Meter, dann kommen wir nach Bissendorf und das Sträßchen heißt nun Rote Straße. Jetzt muss man aufpassen, um nicht den Abzweig nach rechts zu verpassen. Man findet ihn an einem schmalen Waldstreifen. Das eingekreiste B des Bissendorfer Burgenwegs ist dabei besser zu erkennen als unser Wegzeichen, die weiße 2. Sollte man den Abzweig übersehen, ist dies auch nicht so problematisch. Dann erreicht man die Borgloher Straße, die Hauptstraße nach Holte. Über beide Weg kommt man zur Holter Burg. Hier gibt es auch einen Wanderparkplatz.

Die Ruinen der ehemaligen Höhenburg sind immer einen kurzen Aufenthalt wert, wenn auch aus den Zeiten der Edelherren von Holte nicht mehr viel übrig geblieben ist. Nachdem man etwas in alten Ritterzeiten geschwelgt hat, geht es weiter nach Norden und bergab zur neueren Siedlung des Dorfes Holte. Über die Straße An der Holter Burg kommen wir zum Wahmhofsweg, in den man nach links einbiegt, also Richtung Kirche. So kommt man auf den Kuhweg und von da aus – immer geradeaus weiter – über den Franz-Hecker-Weg hinauf zum Friedhof Holte. Wer schon eine Pause machen möchte, kann in der Nähe des Wanderparkplatzes Dorf Holte bei Klefoth einkehren und sich vielleicht in den Biergarten setzen.

Den Friedhof zur Rechten liegen lassend geht es in den Wald des Holter Berges. Man steigt über den Kamm und etwas bergab in Richtung auf die Autobahn zu. Wenn man aufmerksam auf die 2 achtet, geht man auf schönen Waldwegen durch den Holter Berg und trifft schließlich weiter östlich auf den Nemdener Kirchweg. Über ihn sind früher die Nemdener zu der auch für sie zuständigen St.-Urban-Kirche in Holte gegangen.

Kreuze am Kurrel
Die drei Steinkreuze am Kurrel

Kurz vor der Autobahn passiert man am Wanderparkplatz Kurrel drei Steinkreuze. Die dazugehörige Sage findet man auf einer Informationstafel. Drei Brüder sollen sich aus Habgier gegenseitig umgebracht haben.

Wir gehen nicht über die Autobahn, sondern biegen nach rechts ab. Jetzt spazieren wir durch das Waldgebiet Auf der Heue, dem westlichen Ausläufer des Holter Berges mit dessen höchstem Punkt. Dies ist die einsamste Strecke unseres Rundwanderwegs. Die bunte Bergwald bietet immer wieder neue Bilder an.

Hochwald Auf der Heue
Im Hochwald Auf der Heue

Mit Erreichen des östlichen Waldrandes öffnet sich ein schöner Blick über Gesmold nach Melle. Wir gehen aber über einen naturbelassenen Pfad innerhalb des Waldes weiter nach Süden zum nächsten Waldrand. Ab hier heißt es wieder, genau auf die 2 zu achten, denn der Weg wechselt zwischen Wald, Waldrand und Feld hin und her. Folgen wir ihm, kommen wir langsam aber sicher hinüber und hinuter zum Stelling. Unterhalb dieser kleinen Erhebung finden wir wieder den Holter Weg und den Wanderparkplatz Dratumer Teiche.

Für die gut 12 Kilometer sollte man gut drei Stunden einplanen, eventuell etwas mehr, denn es sind ein paar Steigungen dabei.

Uphausen-Eistrup, Café Kröger, Bissendorfer Burgenweg, Etappe „Vom Café Kröger zur Holter Burg“

Startpunkt Café Kröger (fürs Navi: Bissendorf, Uphausener Str. 8)

Bissendorfer Burgenweg, Etappe „Vom Café Kröger zur Holter Burg“ (ca. 12 Kilometer)

Der Bissendorfer Burgenweg, der eine ca. 75 Kilometer lange Runde um die namengebende Gemeinde im Landkreis Osnabrück dreht, wird in der Regel in fünf Etappen aufgeteilt. Davon werden schon mehrere auf WandererMartin beschrieben. Die heutige Etappe führt durch sehr abwechslungsreiches Gelände und mit vielen Ausblicken von Eistrup nach Holte, aber nicht auf direktem Weg, sondern in einem schönen Bogen. Den Startpunkt am Café Kröger erreicht man z. B. über die Bushaltestelle am Eistruper Almweg (Linie 321).

Vom Café Kröger aus gehen wir zunächst nach Westen durch den Wald des Eistruper Berges. Wenn man den Wald verlässt, wendet man sich nach Süden, kreuzt die Autobahn, durchquert das Industriegebiet, überquert den Sonnenbrink und den Rochusberg und erreicht schließlich am oberen Ende des Zittertals die Gaststätte Vogt mit ihrem herrlichen Garten. Hier gibt es auch den Wanderparkplatz Uphausen – Whs. Vogt.

Wir verlassen die Gaststätte durch den Seitenausgang und gelangen zur L 85, zur Georgsmarienhütter Straße. Nach einigen Metern auf der Hauptstraße biegen wir wieder links ein in das Sträßchen Kronsundern – so heißen auch der höchste Hügel und die gesamte Gegend – und gehen auf den Reiterhof Meyer zu Reckendorf zu. Vor der Anlage biegen wir talswärts ab, bis die kleine Straße einen rechtwinkligen Knick nach rechts macht. In diesem Knick verläuft der mit dem B in einem Kreis gut gekennzeichnete Bissendorfer Burgenweg weiter geradeaus, in den Wald hinein. Den hat man aber schnell passiert, so dass man dann am Waldrand weiter spaziert, das große Feld (Auf den Kämpen) linker Hand liegen lassend. In der südöstlichen Ecke treffen wir auf den Ebbendorfer Weg, was schon verdeutlicht, dass wir in der Nähe zur Gemeinde Hilter sind. Der Weg führt uns durch die freie Flur an verschiedenen Häusern in Streulage vorbei zum Waldgebiet Gravenhorst. Hier verlassen wir wieder das Sträßchen, durchqueren den Wald und kommen so über Rotthagen und Rote Straße bei der großen Hofstelle Sundermeyer zur Borgloher Straße. Ein paar hundert Meter weiter nördlich liegt der Wanderparkplatz Holter Burg, ganz in der Nähe der Ruine.

Vorher trifft man auf die Bushaltestelle Hof Purnhagen, an der verschiedene Buslinien halten.


Der bekannte Kunstführer zur Holter Burg

Dorf Holte, Nr. 1

Wanderparkplatz Dorf Holte (fürs Navi: Bissendorf, An der Holter Kirche)

Rundwanderweg Nr. 1 (6,4 Kilometer ohne Abstecher zur Holter Burg)

GPSies - Dorf Holte, Nr. 1Der Bissendorfer Ortsteil Holte ist bekannt für sein wunderschönes historisches Ortsbild mit der evangelischen Urbankirche, für die Holter Burgruine und natürlich auch für die hügelige Landschaft. Mit dem Wanderweg Nr. 1 kann man diese drei Dinge miteinander verbinden.

Die Wanderkarte Dorf Holte steht unten nahe der Borgloher Straße. Man kann sie sich auch schon am Computer anschauen, nämlich hier auf den Seiten der Gemeinde Bissendorf. Parken kann man am besten hinter der Kirche.

Von der Kirche aus geht es durch den Kuhweg in den neueren Teil des Ortes. Dann geht es weiter über den Wamhofsweg bis zur Straße An der Holter Burg. Hier biegt man nach rechts ab und geht bergrunter. Kurz vor der Kreisstraße 330, der Borgloher Straße, führt uns ein Pfad mit einem Geländer wieder bergauf. Auf schmalem, grasbewachsenem Pfad muss man einige Höhenmeter gewinnen. Schon bald biegt der Weg Nr. 1 wieder rechtwinklig nach links ab. Man erreicht dann den oberen Waldrand.

Von hier kann man einen Abstecher zur recht bekannten Holter Burgruine machen (ca. 200 m). Da die Ausgrabungsstätte einen eigenen Besuch wert ist, gehen wir aber weiter nach Nordosten über die Freifläche auf den Wamhof zu. Eine Informationstafel des Heimatkundlichen Rundweges gibt nähere Erläuterungen, z. B. dass der Wamhof der Ausstattungshof der Kirche war, also für den Lebensunterhalt des Geistlichen zu sorgen hatte.

Typisches Landschaftsbild
Typisches Landschaftsbild

Wir umgehen den großen Hof und biegen hinter den Gebäuden wieder nach links ab, so dass wir über den asphaltierten Wamhofsweg nach Norden gehen, auf den Wald zu. Typisch für das Landschaftsbild sind die großen versteut liegenden Höfe. Außerdem kann der Blick immer wieder in die Ferne gehen, z. B. zu den Hügelketten des Teutoburger Waldes.

Wir gehen nicht in den Wald hinein, sondern wenden uns auf dem Feldweg am Waldrand nach Osten. Schon nach höchstens 200 Metern erreichen wir den nächsten Waldrand. Hier führt uns der Waldweg Zu den Linden zunächst nach Süden und dann wieder Richtung Osten richtig in den abwechslungsreichen Wald hinein. Dieses Waldgebiet wird Auf der Heue genannt. Gut 700 Meter geht es fast geradeaus, bis der Forstweg in eine lange Linkskurve übergeht, die dann in einer größeren Wegekreuzung im Wald mündet. Wir wenden uns hier scharf nach links. Es geht etwas bergab und wir kommen wieder auf eine kleine asphaltierte Straße, wo wir wieder nach links abbiegen.

Jetzt sind wir schon auf dem Nemdener Kirchweg, über den die Nemdener die ca. drei Kilometer zur Holter Kirche gingen. Der Weg führt schnurgerade durch den schönen Wald des Holter Berges, allerdings ist die Autobahn doch recht nahe, so dass sie teilweise eine unschöne Geräuschkulisse hervorbringt.

In der Nähe des Wanderparkplatzes Kurrel stehen drei Kreuze am Wegesrand. Die dazugehörige Sage findet man auf einer Informationstafel. Drei Brüder sollen sich aus Habgier gegenseitig umgebracht haben.

Nach der langen Gerade durch den Wald verlässt man kurz vor dem Wald den Nemdener Kirchweg und biegt leicht nach rechts ab, um an der Holter Schutzhütte vorbei zum Friedhof Holte zu gelangen. Hier kann man auch das Ehrenmal besichtigen. Über die Treppenanlage geht es dann an der Luther-Eiche (Bild siehe oben) vorbei hinunter zum Ausgangspunkt.

Jetzt kann man noch die vielen schönen Ansichten im Dorf genießen oder die Kirche oder auch den Pfarrgarten besichtigen, aber man kann sich auch bei Klefoth in den Biergarten oder in die Gaststube setzen und sich einfach nur erholen.