Strand Hüde, Rundwanderweg Hohe Sieben

Wanderparkplatz Strand Hüde (fürs Navi: Rohrdommelweg 35, Hüde)

Rundwanderweg Hohe Sieben, ca. 3,4 Kilometer

Dieses ist der erste Blogeintrag auf WandererMartin, der sich mit dem Dümmer beschäftigt. Der Dümmer ist der zweitgrößte See in Niedersachsen, nach dem Steinhuder Meer, die Wasserfläche beträgt ca. 13,5 km². Am und mit diesem See wird der Spagat versucht, einerseits ein attraktives Freizeit- und Wassersportangebot bereitzustellen, andererseits Flora und Fauna einen Rückzugsraum zu sichern, der wiederum touristisch erschlossen wird. Über die ökologischen Probleme des Sees, aber auch über seine Vorzüge könnte man seitenweise schreiben.

Das Naturschutzgebiet Hohe Sieben gehört in eine ganze Reihe von Naturschutzgebieten am Dümmer. Es ist ein Sumpfgebiet, wie es sie vor der Eindeichung des Sees hier überall gab. Heute wird das Gebiet künstlich feucht gehalten, um den Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten. (Genauere Informationen der Behörde, des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz finden sie hier.) Unser vom Naturpark Dümmer hervorragend ausgeschilderter Rundwanderweg Hohe Sieben umrundet dieses Naturschutzgebiet, genauer gesagt die Teile hinter dem Dümmerdeich.

Der Parkplatz am Rohrdommelweg liegt direkt am Ostufer des Sees, so dass wir mit einigen Schritten auf dem Deich sind, auf dem wir uns nach rechts nach Norden wenden. Aber schon gleich beim nächsten Weg hinter dem Bielefelder Segel-Club biegen wir wieder nach nach Osten ab und verlassen den Deich über die Regattastraße. So kommen wir auf den Hohen Weg. Zur Rechten befinden sich jetzt teils sehr schmucke Feriendomizile, zur Linken hinter dem Hüder Dorfgraben die Feuchtgebiete des Naturschutzgebietes.

Blick über den Dümmer. Die Pfahlreihe im Vordergrund soll den Wellenschlag am Ufer eindämmen und so das Entstehen von Röhricht fördern.
Blick über den Dümmer. Die Pfahlreihe im Vordergrund soll den Wellenschlag am Ufer eindämmen und so das Entstehen von Röhricht fördern.

Nach den Häusern, aber immer noch am Bach entlang treffen wir auf die kleine Straße Zur Hohen Sieben. Ihr folgen wir, überqueren die Bruchkanal genannte Graft, bis sich an einer Kreuzung eine Möglichkeit ergibt, nach links abzubiegen und wieder auf den Dümmerdeich zu kommen. Die gewaltigen „Viecher“ auf der Weide sind Heckrinder, Nachzüchtungen des Ur, des Ahnherrn all unserer Hausrinder.

Auf dem Deich gehen wir dann – zur Rechten den See, zur Linken den Qualmwassergraben und die Hohe Sieben – zurück zum Ausgangspunkt. Der Blick über das Wasser zu den Dammer Bergen ist immer wieder beruhigend. Auch ein Aussichtsturm ist vorhanden. Auf dem Dümmer gibt es immer viel zu sehen, vor allem von der Vogelwelt, nicht nur verschiedene Entenarten, auch Kormorane, Haubentaucher usw., natürlich auch Surfer und Segler. Der gesamte Rundwanderweg Hohe Sieben hält aber auch im Pflanzenbereich die typischen Bewohner der Feuchtigkeit vor: Weiden, wo viel Wasser steht Schwarzerlen, auch die wunderschönen Schwertlilien mit ihren gelben Blüten und natürlich viele anderes mehr.

Am Parkplatz vorbeigehend können wir (im Sommerhalbjahr) noch bei der Bar dü Mar einkehren: Südsee-Feeling in Niedersachsen. Auch wenn man nur eine kurze Runde gedreht hat, die mehr von Naturerfahrungen geprägt war, ein Cockteil am Strand tut immer gut.

Man kann auch am Dümmer-Museum in Lembruch parken, dann kommen noch ein paar hundert Meter „An- und Abmarsch“ auf dem Deich zum Rundwanderweg Hohe Sieben hinzu und der Spaziergang ist insgesamt ca. 5,5 Kilometer lang.

Einen Info-Flyer des Naturparks Dümmer (siehe Organisationen) zum Rundwanderweg Hohe Sieben finden Sie hier.

 

Amshausen, Hof Schierenbeck, A4

Wanderparkplatz Hof Schierenbeck

Rundwanderweg A4, ca. 3,5 Kilometer

Amshausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Steinhagen (Westfalen), und zwar der Ortsteil, in dem Steinhagen hügelig wird, für hiesige Verhältnisse sogar fast bergig. Dies merkt man auch auf dem Rundweg A4, der auf ca. 3,5 Kilometern eine Runde um den Kleinen und den Großen Berg und über die Hohe Liet dreht.

Kommt man von der B 68 zur Kaistraße, ist der Hof Schierenbeck der erste auf der rechten Seite. Hier steht auch eine Wanderkarte des Heimatvereins Amshausen, auf der der Weg eingezeichnet ist, dazu einige Eräuterungen. Am Hof vorbei kann man links an der Wiese parken.

Und hier beginnt auch der Wanderweg A4. Er führt zunächst am unteren Waldrand entlang. Zur Linken liegt Steinhagen-Amshausen und zur Rechten befindet sich schon der Kleine Berg und das recht bekannte Naturschutzgebiet „Jakobsberg“, und zwar ist es neben der reizvollen Landschaft und der Flora allgemein besonders für die geschützten Leberblümchen bekannt.

Nach ca. 400 Metern zweigt ein Fußweg nach rechts in den Wald hinein kräftig bergauf führend ab. Folgt man ihm – er ist auch mit A4 gekennzeichnet – ersteigt man den Großen Berg und erreicht Emils Höhe. Dies ist ein Aussichtspunkt, den der Heimatverein Amshausen nach Emil Wittler, dem  ehemaligen Vorsitzenden des Vereins, benannt hat, und der, obwohl versteckt im Wald gelegen bei gutem Wetter eine schöne Sicht über den Ort und weiter in die dem Teutoburger Wald vorgelagerte Ebene eröffnet.

Nachdem man genug in die Ferne geblickt hat, geht man über einen anderen Weg wieder hinunter zum Waldrand, an dem man noch einige hundert Meter entlangspaziert, bis der Weg rechtwinklig nach Norden abzweigt. So führt der Weg direkt in das Naturschutzgebiet. Hier trifft man deswegen auch auf den Leberblümchenweg. Bei der Beschreibung dieses kurzen Pfades finden Sie einige Anmerkungen zur Blume des Jahres 2013, dem Leberblümchen.

In der Haferbrede im März 2013
In der Haferbrede im März 2013

Man kommt auf eine große, waldfreie Fläche mit einzelnen, freistehenden Laubbäumen und Hecken, die Haferbrede, von der aus man schön in die Hügelketten des Teutos hineinsehen kann. Ein paar hundert Meter weiter trifft man wieder auf die Kaistraße, und zwar direkt an der Gaststätte Friedrichshöhe. Hier befindet sich an der mindestens 300-jährigen Eiche (Naturdenkmal) auch der Wanderparkplatz Gasthaus Friedrichshöhe, von dem aus man auch gut in den Rundwanderweg A4 einsteigen kann, besonders wenn man sich zum Abschluss des Spaziergangs in der Gaststätte stärken will. Die Erhebung gegenüber der Gaststätte, das ist übrigens der Jakobsberg, nach dem das Naturschutzgebiet (schon 1941) benannt wurde.

A4 führt links an der Anlage vorbei über einen Feldweg auf den Tiefen Weg. Dieser schmalen, asphaltierten Straße folgt man ein kurzes Stück, passt dabei aber auf, dass man den Abzweig nach rechts in den Wald hinein nicht verpasst. Jetzt heißt es berghoch steigen. Man erklimmt die Hohe Liet. Diese kräftige Erhebung hat sich hier zwischen Jakobsberg im Westen und Bußberg im Osten „geschoben“, inklusive der vorgelagerten Längstäler. Oben auf dem Kamm liegt ein besonders schönes, abgelegenes Stück Weg vor einem. Nach einigen hundert Metern muss man aber, diesmal sanfter, durch den Fichtenwald des Sürenbrinks wieder absteigen. Man überquert die kleine Schierenbeeke und gelangt zwischen den Hofstellen Hülsegge und Schierenbeck zurück zur Kaistraße und zum Wanderparkplatz.

Auf der Hohen Liet
Auf der Hohen Liet

Die Verwallungen, die im Bereich des Baches auffallen, sind Reste einer alten Landwehr, die hier den Durchgang verhindern sollte. Dafür gab es ja ca. 300 Meter weiter südlich Vierschlingen.

Der Rundwanderweg ist zwar nicht auf dem Stadtplan der Gemeinde Steinhagen eingezeichnet, weder auf der gedruckten, noch auf der Online-Version, aber auf den Wandertafeln und der Wanderkarte des Heimatvereins Amshausen, die Sie hier finden. Außerdem ist er gut gekennzeichnet.