Clever Schlucht, Hermannshöhen, Clever Schlucht – Hesseltal und Rückweg

Wanderparkplatz Clever Schlucht (fürs Navi: Borgholzhausen, Clever Schlucht 3)

Hermannshöhen, Etappe „Clever Schlucht – Hesseltal“ und Rückweg (6,2 km)

Der langgestreckte Höhenzug des Teutoburger Waldes besitzt viele Quertäler, manche davon deutlich ausgeprägt, andere weniger. Zwei der bekannteren und kräftigeren Einschnitte liegen zwischen Borgholzhausen und Halle, nämlich die Clever Schlucht und das Hesseltal. Beide werden durch den Hermannsweg verbunden – zusammen mit dem Eggeweg auch Hermannshöhen genannt.

Wir beginnen heute am Wanderparkplatz Clever Schlucht. Vom Parkplatz aus geht es leicht bergan durch das gleichnamige Sträßchen, bis man auf den Hermannsweg trifft. Er biegt hier nach links zur Ravensburg ab, wir aber gehen östlich Richtung Barenberg. Die Clever Schlucht trennt also Ravensberg und Barenberg. Die gesamt fünfte Hermannsweg-Etappe von Hankenberge nach Werther wird in diesem Blog HIER beschrieben. Bis zum Hesseltal können wir uns neuerdings auch an den Kennzeichnungen für den Weg für Genießer orientieren, der hier zusammen mit dem Hermann verläuft.

Schon nach einigen Metern sieht man eine Informationstafel mit Erläuterungen zum Naturschutzgebiet Ravensberg / Barenberg. Da die Hermannshöhen hier wie überall hervorragend ausgeschildert sind, kann man sich ganz auf den schönen Wald des Barenbergs konzentrieren, in dem die prächtigen Rotbuchen vorherrschen.

Auch im Winter beeindruckend: der Wald des Barenbergs
Auch im Winter beeindruckend: der Wald des Barenbergs

Nach einem etwas kräftigeren Aufstieg gelangt man zum Mittagsessen-Platz mit einigen Sitzgelegenheiten. Von hier aus sind es noch ca. 600 Meter, bis der Wanderer zur zentral im Waldgebiet des Barenbergs gelegenen Schutzhütte Hesseltal kommt. Hier hängt auch eine Wanderkarte. Nun geht es hinunter in das Tal der Hessel. Dem Sträßchen, das schon zu Halle gehört, folgen wir nach Süden, vorbei am Ev. Freizeitheim Hesseln. Am ehem. Waldgasthaus biegen wir wieder nach rechts zum Wald ab.

Jetzt wird es mit unserem Wanderweg etwas komplizierter. Am Waldrand biegen wir nach rechts ab, aber schon nach ca. 50 Metern geht es links in einen Waldweg. Der ist nicht so leicht zu erkennen, man muss sich etwas durch Brombeer- und Farngestrüpp schlagen, kann dann aber richtig in den schönen Laubwald und das Naturschutzgebiet GT-034 „eintauchen“. Nach gut 500 Metern trifft man wieder auf einen von hinten rechts kommenden Hauptweg, dem man folgen kann, bis man zum südlichen Waldrand kommt. Hier sieht man, was man lange schon gehört hat: die Bundesstraße 68.

An der unteren Waldecke biegen wir nach rechts, also Richtung Cleve ab. Dieser Weg ist nach kräftigen Regenfällen sehr matschig und auch glitschig. Nachdem wir eine Zeit lang am Waldrand gingen, geht es noch einmal in einer großen Rechtskurve leicht bergan, so dass wir wieder auf den Hermannsweg und so zurück zur Clever Schlucht kommen. 1¾ Stunden sollte man einplanen, wenn man gemütlich gehen will. Einkehrmöglichkeiten gibt es an diesem Weg nicht, aber die Ravensburg ist mit einer größeren Schleife zu erreichen.

 

 

Hörste, Bienen-Schmidt, Familienwanderweg

Wanderparkplatz Hörste / Bienen-Schmidt (fürs Navi: Lage, Kalkreute 100)

Familienwanderweg (ca. 12 Kilometer)

Hörste ist seit 1970 der südlichste und flächenmäßig größte Stadtteil der lippischen Stadt Lage. Vorher war es eine eigenständige Gemeinde, zu der außer Hörste noch Stapelage und Hiddentrup gehörten. Unser heutiger Rundweg beginnt im Ortsteil Hörste-Stapelage an dem Gasthof Bienen-Schmidt. Der liegt in der waldigen Einsamkeit zwischen dem Dorfkern von Stapelage und den Stapelager Bergen auf dem Hauptkamm des Teutoburger Waldes.

Der Familienwanderweg ist ein Rundweg um Hörste. Dass er „verschiedene Spielstationen, die am Wege liegen“, verbindet, wie es im entsprechenden Naturpark-Flyer „Wandern in Lage-Hörste“ heißt, sollten Sie Ihren Kindern vorher nicht erzählen, da es nur zu Enttäuschungen führen würde. Spielstationen am Wege sind eher Mangelware. Oder sollte ich da etwas übersehen haben? Jedenfalls kann man bestimmt besser mit einer abschließenden Einkehr im Bienenschmidt locken. Was für die Spielstationen gilt, betrifft auch die Wegmarkierungen, die eher sporadisch vorhanden sind.

Am Wanderparkplatz Hörste / Bienen-Schmidt beginnt der Rundwanderweg auch. Hinter dem Haus kommt man auf den Hermannsweg, dessen Kennzeichnung man zunächst gut folgen kann. Hier betritt man einen der wenigen Abschnitte des Hermannsweges, die über eine längere Strecke relativ eben sind. Bei WandererMartin taucht dieser Abschnitt in der Route von Bielefeld nach Detmold auf. Man sieht aber zur Rechten die beeindruckenden, bewaldeten Höhen des Teutoburger Waldes wie den Stapelager Berg, den Hermanns- oder den Hörster Berg. Vor allem diesen Wäldern ist es zu verdanken, dass Hörste offizieller Luftkurort ist.

Gestalt(en) am Wegesrand
Gestalt(en) am Wegesrand

Dieser Wanderweg am Fuß der Hügelkette wird nicht nur von einem Reitweg begleitet, sondern auch von Teilen des Literarischen Wanderwegs und des Wildkatzenpfads. Beide stellen interessante Verbindungen zwischen Kunst und Natur her.

Wir überqueren die Teutoburger-Wald-Straße. Der Pfad im Senne-Sand wird schmaler, hügeliger und kurviger. Im Bereich der Dörenschlucht zwischen Großem und Kleinem Ehberg trifft man auf die ergiebigen Rethlager Quellen, die den Rethlager Bach speisen. Zur Rechten sieht man den Campingpatz Quellental.

Eine der Rethlager Quellen
Eine der Rethlager Quellen

Hier trennen sich Hermannsweg und Familienwanderweg. Letzterer überquert mithilfe einer kleinen Brücke den schon erstaunlich kräftigen Bach und führt über die Quellenstraße auf das Siedlungsgebiet Hörster Bruch zu. Schnurgerade führt uns der Weg zum Kreisel an der Hauptstraße, an dem auch die Pizzeria Italia liegt. Es geht noch ein kurzes Stück weiter geradeaus, jetzt über die Friedrich-Bayer-Straße. Kurz hinter dem OldtimerWerkLippe verlassen wir die Straße nach rechts, weil der Weg über den kleinen Hügel führt, so dass wir uns von oben dem Fossiliengrund nähern, so genannt wegen der zahlreichen Fossilienfunde in diesem ehemaligen Steinbruch.

Danach erreichen wir den Wanderparkplatz Hiddentrup im Zentrum des kleinen gleichnamigen Dorfkerns. Kurz nach der Überquerung des Hörster Bachs geht es nach rechts hügelaufwärts. Wir gehen auf die langgezogene, bewaldete Hörster Egge und bleiben immer in unmittelbarer Nähe des Kamms. So hat man nicht nur einen schönen Blick auf Hörste und Stapelage vor den Hügeln des Teutoburger Waldes, sondern manchmal auch in die andere Richtung zur Stadt Lage.

Hörste Stapelage.jpgHörste Stapelage“ von Grugerio - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Und wenn man zurückschaut, sieht man das Hermannsdenkmal auf der Grotenburg und den gegenüberliegenden Bielstein mit dem Sendemast. Kurz bevor man den höchsten Punkt der Hörster Egge erreicht, biegt der Familienwanderweg bergrunter nach links ab, und zwar inmitten einer schönen alten Hecke. Vor der Siedlungsstelle Röde geht es rechts ab, an einem Wildgatter mit Damwild vorbei. Dahinter biegen wir links ab, hinunter zum Haus Berkenkamp. Über den Parkplatz kommen wir hinter die Anlage und durch ein kleines Waldstück auf das Sträßchen Im Heßkamp. Auf dem gelangen wir zur Billinghauser Straße, die wir überqueren. Vor uns liegt eine lange Gerade, die über die mit dem Namen Breites Feld passend bezeichnete Flur auf den Iberg zuführt. Wir biegen aber, nachdem wir wieder den Wald erreicht haben, gleich an der ersten Möglichkeit nach links ab und gelangen so – teilweise am Waldrand entlang – zur Währentruper Straße. Hier müssen wir ein paar Meter Richtung Stapelage gehen und können dann auf der anderen Straßenseite wieder in den Wald. Jetzt sind es noch ca. 500 Meter auf gutem Forstweg bis zum Bienen-Schmidt.

Hier die GPS-Daten zum Familienwanderweg: GPSies - Hörste, Bienen-Schmidt, Familienwanderweg

 

Dornberg, Am Tie, A1

Wanderparkplatz Am Tie (fürs Navi: Bielefeld, Dornberger Str. 523)

Rundwanderweg A1 (ca. 4,8 Kilometer)

Der Rundwanderweg A1 ist eigentlich eine Abkürzung des ehemaligen Wanderweges A2 – ehemalig, da A2 auf der neuen Wanderkarte Am Tie gestrichen ist. Im Gegensatz zu A2 dreht A1 nicht die Runde um den Bußberg mit der Schwedenschanze.

Der beiden Wanderwege steigen von Kirchdornberg zum Teutoburger Wald auf und überqueren zweimal den Kammweg. Vor oder nach dem Wandern in der Landschaft sollte man sich das schöne alte Kirchspiel ansehen, vor allem natürlich die Peterskirche, die vom Wanderparkplatz Am Tie nur ein paar Schritte entfernt ist. Die Peterskirche in Kirchdornberg ist die älteste Kirche in Bielefeld und der weiteren Umgebung. Sie geht auf das 8. Jahrhundert zurück, also auf die Phase der Eingliederung der hier ansässigen Sachsen ins karolingische Frankenreich. Die heutige Peterskirche ist eine gotische Saalkirche aus dem 14. Jahrhundert. Teile des Kirchturms, eines ehemaliger Wehrturms, stammen schon aus dem 11. Jahrhundert. St. Peter ist auch die Kirche Bielefelds, in der zuerst die Reformation eingeführt wurde.

Auch die Flur- und Straßenbezeichnung Am Tie deutet auf die germanische Siedlungsgeschichte an diesem Ort hin. Aber jetzt zum Wanderweg A1: Vom Tie aus gehen Sie ein kurzes Stück auf der Hauptstraße, der Dornberger Straße, in Richtung Bielefeld. Dann biegen Sie nach rechts ab und spazieren durch die Siedlung Auf dem Kley, so dass Sie auf die Straße Zur Schwedenschanze kommen. Von diesem Sträßchen aus sieht man oben auf dem Kamm die Kaiser-Friedrich-Hütte; rechts zürck fällt der Blick auf Kirchdornberg.

09/2015
Blick zurück zum idyllisch gelegenen Kirchdornberg

Oben am Waldrand liegt der Wanderparkplatz Schwedenfrieden. Hier biegt A2 nach links ab, wandert also unterhalb des Gasthauses Schwedenfrieden vorbei und schlängelt sich dann im Wald berghoch, bis man an der großen Wegespinne am sogenannten Schwedenwall auf den Hermannsweg trifft.

Wir gehen auf dem Wanderweg A1 geradeaus weiter: Ein kurzer, knackiger Anstieg führt uns durch einen Hohlweg hinauf zum Hermannsweg. Man trifft auf die Etappe Werther Schanze – Peter auf’m Berge. Hier an der Kreuzung auf dem Kamm des Teutoburger Waldes liegt die recht bekannte Wacholderheide am Petersberg.

09/2015
Noch lange nicht reif: die Wacholder-Beeren, die eigentlich Zapfen sind

Man kann hier sehen, wie es früher, als hier oben die Schafe durchzogen, weit und breit aussah. Die hungrigen Tiere fraßen alles Grüne und alle jungen Triebe ab, so dass hauptsächlich Wacholder und Besenheide übrigblieb und sich kein Wald oder auch nur Buschwerk entwickeln konnte. Heute muss der Mensch diese Arbeit mühselig nachahmen, damit der interessierte Wanderer einen Eindruck von der ehemals offenen Landschaft bekommt. Die Heide blüht im Spätsommer. Dass die Wacholderbeeren für den Schnaps verwendet wurden, der hauptsächlich nördlich des Teutos gebrannt wurde, ist allgemein bekannt.

Der Wanderweg A1 geht aber nicht auf dem Hermannsweg weiter, sondern östlich unterhalb der Heide. Diese nördliche Seite des Kamms gehört zur Gemeinde Steinhagen. Wir treffen auf die Straße Petersberg und gehen immer am Waldrand mit teilweise schöner Aussicht, z. B. zum Steinhagener Jakobsberg, entlang.

Schließlich steigt der Weg wieder an und trifft hinter der höchsten Erhebung des Gottesberges (263 m) wieder auf den Hermannsweg und überquert den Kamm.

Wir steigen auf der Bielefelder Seite wieder bergab. Zwischen den Koppeln hindurch und mit Blick auf den Fernsehturm gelangen wir in die Siedlung und dann über die Straße Am Gottesberge zwischen Friedhof und Kindergarten hindurch wieder zum Ausgangspunkt Am Tie. Gegenüber befindet sich das Restaurant Tomatissimo.

 

Regionales Umweltbildungszentrum Noller Schlucht, R4 „Zum Wehdeberg“

Wanderparkplatz Regionales Umweltbildungszentrum Noller Schlucht (fürs Navi: Dissen, Rechenbergstraße 100)

Rundwanderweg R4 „Zum Wehdeberg“, ca. 5, 2 Kilometer

Nolle ist ein Stadtteil von Dissen. Der ehemalige Gasthof Noller Schlucht ist für die Wanderfreunde am Teutoburger Wald von besonderer Bedeutung, denn hier wurde die Gründung des Teutoburger-Wald-Vereins beschlossen. Heute befindet sich hier neben dem Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) wieder ein Wochenendcafé, so dass Spaziergänger und Wanderer einen Grund mehr haben, hier vorbeizukommen. Der wichtigste Grund ist und bleibt aber die wunderschöne Landschaft in diesem einsamen Gebiet zwischen Dissen, Hilter und Wellingholzhausen.

GPSies - Regionales Umweltbildungszentrum Noller Schlucht, R4 Zum WehdebergDer Rundwanderweg R4 ist eigenartigerweise weder auf der Wanderkarte vor dem Umweltbildungszentrum noch auf der neuen Naturpark-Wandertafel auf der anderen Straßenseite eingetragen, dafür aber auf der Karte, die ein paar Kilometer weiter Richtung Wellingholzhausen am Wanderparkplatz Alte Poststraße / Rechenberg steht. Auf den alten Dissener Wanderkarten, die man zum Glück noch manchmal findet, ist R4 eingezeichnet mit besonderer Hervorhebung des Abschnitts „Zum Wehdeberg“.

Der Wanderweg führt uns zunächst vom Wanderparkplatz am RUZ in die Noller Schlucht. Dabei handelt es sich natürlich mehr um ein Tal als um eine Schlucht, und zwar um das sehr idyllisches Tal des Dissener oder Noller Bachs.  Auf der schmalen Waldstraße geht es idyllisch durch Wälder und Felder leicht bergauf und durch einige Kurven. Der Abzweigung, die der Hermannsweg nach links nimmt, folgen wir nicht. Hier kommen wir nachher wieder aus dem Wald heraus.

Jetzt gehen wir noch ein Stück weiter bis zum zweiten Mal ein Forstweg nach links abzweigt. Dort biegen wir ab und folgen der Kennzeichnung R4, die allerdings manchmal schwer zu erkennen ist. Zunächst über eine Lichtung geht es schnell in den Wald hinein und etwas kräftiger bergauf. Der Forstweg ist gut ausgebaut und geht nach einigen geschwungenen Kurven in eine ca. 400 m lange Gerade über. An deren Ende gibt es eine große Linkskurve, so dass man jetzt südwärts an der östlichen Flanke des Wehdebergs entlangspaziert. Nach der nächsten längeren Gerade findet man zu Rechten in der Kurve ein Naturdenkmal, die recht bekannte Kalksteinklippe am Wehdeberg. Die Wand eines ehemaligen Kalksteinbruch von ca. 10 Metern Höhe zeigt unspektakulär Schichtung und Verwitterung des Gesteins. Eine Informationstafel des Umweltbildungszentrums gibt einige Erläuterungen zur Geologie.

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ND Kalksteinklippe am Wehdeberg

Aufsehenerregender ist die Steinbruchwand südlich des Asberg, aber sie liegt diesmal nicht an unserem Weg. Einige Meter weiter trifft man auf den Hermannsweg, dessen hervorragender H-Kennzeichnung man von nun an folgen kann. So verlässt man den Forstweg und wandert zunächst auf einem schmalen Pfad durch den Wald, bis man wieder auf einen besser ausgebauten Weg trifft. Über den kommt man zur Waldstraße, auf der man zügig zurück zum Wanderparkplatz in der Noller Schlucht gelangt. Da einige kräftige Steigungen vorhanden sind, wird man für den Weg R4 fast eineinhalb Stunden benötigen.


Patthorst Schlossallee, A13 „Waldgebiet Patthorst“

Wanderparkplatz Patthorst Schlossallee

Rundweg A13 „Waldgebiet Patthorst“, ca. 2,6 Kilometer

Das Steinhagener Wandergebiet beinhaltet so unterschiedliche Gegenden wie den Südhang des Teutoburger Waldes, die Patthorster Waldgebiete oder die Wiesen um Ströhen herum.

Im Hintergrund Gut Patthorst
Im Hintergrund Gut Patthorst

Der Rundwanderweg A13 führt durch den Wald südlich des Gutes Patthorstes, durch die Wolfsheide. Er ist ganz eben und besteht hauptsächlich aus Schotter- und Sandwegen, die allerdings auch als Reitwege benutzt werden und teilweise im dementsprechenden Zustand sind.GPSies - Patthorst Schlossallee, A13 „Waldgebiet Patthorst“

Der Wanderparkplatz liegt nahe der Patthorster Straße an der Schlossallee. Man kann von hier auch gut in die Wege A11 und 12 einsteigen. Eine Tafel informiert über die Besonderheiten des Naturschutzgebietes in der Patthorst um Fodden- und Landbach herum.

Vom Parkplatz aus geht man zunächst südlich in den Wald, der hier fast durchweg mit Kiefern aufgeforstet ist – so wie der größte Teil der Patthorst.

Vereinzelt mischt sich der Laubwald in den Kiefernforst
Vereinzelt mischt sich der Laubwald in den Kiefernforst

Zur Rechten sieht man die Reitsportanlagen des Gutes Patthorst, zur Linken tauchen mehrere Brunnenanlagen auf. Wir befinden uns hier auch in einen Wasserschutzgebiet. Wo der Schotterweg auf das Sträßchen Im Busche trifft, biegen wir nach rechts ab, auf sandigem Weg weiter in den Wald hinein. Der Sandboden hat infolge der mittelalterlichen Rodungen sogar zur Bildung von Binnendünen geführt, die man auch südlich des Wanderweges sehen kann. Seit dem 19. Jahrhundert sind die Flächen und Dünen wieder bepflanzt.

Wiese am Foddenbach
Wiese am Foddenbach

A13 trifft schließlich auf eine große Lichtung. Die Niederungsgebiete des Foddenbachs wurden und werden zur Einrichtung von großen Wiesen und Weiden genutzt. Vor der Wiese biegt man wieder nach Norden ab und kommt so nach einigen hundert Metern zur nächsten Lichtung, vor der wir erneut nach rechts gehen. Hinter der Wiese sieht man das Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes Patthorst. Es befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Unser Weg führt uns zum Forstweg zurück, über den wir gekommen sind und über den wir wieder zum Wanderparkplatz Patthorst Schlossallee gelangen.

Der kurze Spaziergang ist in einer Dreiviertelstunde zu schaffen, auch wenn man langsam und genussvoll geht. Und das sollte man machen, denn wer weiß, wie lange der durch Autobahn- und Stromtrassen bedrohte Wald noch seinen Erholungswert behält.

Nicht überall ist der Weg klar gekennzeichnet. A13 ist eigenartigerweise auch nicht auf dem Stadtplan oder anderen Dokumenten eingezeichnet, deswegen finden Sie eine Google-Karte über folgenden Link:

https://mapsengine.google.com/map/edit?mid=zUF57EqIrqSA.kjQafid0iNb8