Waldschwimmbad Preußisch Oldendorf, Dreiecksweg zum Wittekindsweg und Rückweg

Startpunkt Waldschwimmbad Preußisch Oldendorf (für Navi: Linkenstraße 17)

Δ-Weg zum Wittekindsweg und Rückweg (ca. 10,5 km; ca. 2¾ Std.)

Ein alter Wanderweg führt vom Freibad in Preußisch Oldendorf quer durch das Eggetal auf den Wittekindsweg auf dem Kamm des Wiehengebirges. Die Kennzeichnung mit einem weißen Dreieck ist zum größten Teil noch erkennbar. Südlich von Börninghausen ist der Weg immer schwerer zu finden. Der Weg besticht durch abwechslungsreiche Waldgebiete und tolle Aussichten und hat einige „sportliche Steigungen“.

Vom Parkplatz am Waldschwimmbad Preußisch Oldendorf geht man kurz ein Stück zurück, um „hinter“ dem Freibad über den Börninghauser Weg bergauf zum Waldrand zu wandern. Im Wald geht es immer weiter berghoch. Man kreuzt große und kleine andere Wege, folgt alten Hohlwegen und Bachläufen, geht aber ziemlich strikt nach Süden, bis man die Hügelkuppe der Egge erreicht und überquert. Kurz dahinter kommt man zum Waldrand und kann zum ersten Mal auf dieser Tour den schönen Blick über das Eggetal mit seinen Dörfern genießen. Man sieht aber auch, wo man hinter dem Tal wieder aufsteigen muss.

Blick in südlicher Richtung über den Sportplatz Börninghausen im Eggetal

Unter dem Waldrand muss man durch eine Wiese bergab spazieren und dann links zur Burgstraße abbiegen. Über die geht es weiter hinunter bis zur Hauptstraße im Tal, der Eggetaler Straße. Auf der gehen wir nur ein paar Meter nach Osten und biegen dann wieder in die Straße An der Kirche ein. Wie der Name schon sagt, kommen wir so zu St. Ulricus, der alten evangelischen Kirche im Ortskern von Börninghausen. Die mittelalterliche Kirche besitzt einen romanischen Wehrturm, evtl. schon aus dem 12. Jahrhundert – also wirklich alt! Die Kirche ist in der Regel geöffnet und man sollte sich unbedingt etwas Zeit für eine kleine Besichtigung nehmen. Auf der Homepage der Gemeinde gibt es ein paar Bilder des Kleinods.

GPSies - Waldschwimmbad Preußisch Oldendorf, Dreiecksweg zum Wittekindsweg und RückwegVon dem Kirchlein kommt man über den Osterkampsweg zum Großen Teichweg und über den geht es dann wieder bergauf. Ab dem Waldrand wird die Wegfindung richtig schwierig, machmal weiß man nicht, ob man sich noch auf einem Wanderweg befindet oder nur noch auf einem Wildwechsel. Die GPS-Daten geben nur eine grobe Orientierung. Auf alle Fälle geht es steil bergauf und schließlich erreicht man einem Bachlauf folgend den nächsten größeren Querweg. Hier wendet man sich nach links und an der nächsten, nur ein paar Meter entfernten Wegespinne nach rechts. So erreicht man an der Schutzhütte auf dem Maschberg den Wittekindsweg und damit das Ende des Hinwegs dieser Tour.

Den Rückweg beginnt man, indem man auf dem Kammweg bequem nach Westen wandert. An einem Baum findet man ein weißes Dreieck, das darauf hinweist, das man dem Weg auch noch weiter nach Rödinghausen folgen kann.

Blick in nördlicher Richtung über die Ortsmitte von Börninghausen mit St. Ulricus

Da wir das nicht tun, erreichen wir nach gut 800 Metern eine große Kreuzung im Wald und ab hier geht es wieder hinunter in das Eggetal – grandiose Ausblicke vom Waldrand garantiert.

Über den Stapelweg gelangt man wieder in die Dorfmitte von Börninghausen. Da unser Weg eine Acht beschreibt, biegen wie jetzt am Gemeindehaus am Osterkampsweg rechts ab, gehen dort aber nur kurz, da wie gleich wieder links abbiegen und so zur Hauptstraße kommen. Über den Wittekindsweg (Straßenname, nicht der Wanderweg) steigen wir vom Tal wieder auf zum Wanderparkplatz Balkenkamp. Hier gibt es nicht nur eine Wanderkarte, auf der der Δ-Weg eingezeichnet ist, sondern auch Rastmöglichkeiten. Ab hier ist auch der Weg zum Schwimmbad in Preußisch Oldendorf beschildert. Zunächst folgt man dem alten Wanderweg A9, der jetzt Reflexion heißt. Auf gut ausgebauten Waldwegen kommt man wieder hinunter zum Startpunkt.

Da es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit gibt, wäre es interessant, wenn man den Kiosk des Freibads nutzen könnte, das weiß ich aber nicht.

Müden (Örtze), Am Lönsstein / Wietzer Berg, W4 „Sagenhafte Sicht im Elfenland“. Mittlere Tour

Wanderparkplatz Am Lönsstein / Wietzer Berg (auch Wanderparkplatz Heide am Lönsstein genannt; fürs Navi: Faßberg, Hermannsburger Str.)

Rundwanderweg W4 „Sagenhafte Sicht im Elfenland“. Mittlere Tour (ca. 11,1 km; ca. 2½ Std.)

Im Naturpark Südheide sind viele sehr schöne Wanderwege ausgewiesen. Von besonders geeigneten Wanderparkplätzen führen i.d.R. je eine kurze, eine mittlere und eine lange Tour zu den Natursehenswürdigkeiten der Umgebung. Dabei ist die Kennzeichnung unterwegs meist tadellos.

Eindeutige Beschilderung für die lange, mittlere und kurze Tour von W4

Auch der große Wanderparkplatz Am Lönsstein / Wietzer Berg an der Hermannsburger Straße im Faßberger Ortsteil Müden (Örtze) bietet neben einem kurzen Spazierweg diese drei Touren. Die kurze Tour wird auf WandererMartin schon beschrieben.

Auch die mittlere Tour führt vom Parkplatz aus zunächst über den Heidschnuckenweg durch die große Heidefläche bergauf zum Lönsstein auf dem Wietzer Berg (102 m). Unterwegs kann man Literaturzitate lesen und Hügelgräber erkennen, aber Heide und Fernsicht ziehen die Blicke in dieser wunderschönen Landschaft ihren Bann. Der Lönsstein ist ein Denkmal zu Ehren von Heimatdichter Hermann Löns, der sich 1900 und 1901 in Müden (Örtze) aufhielt. Über einem Profilbild des Schriftstellers thront ein Findling. Das Denkmal stammt aus dem Jahr 1921, da war Löns schon sieben Jahre tot.

GPSies - Müden (Örtze), Am Lönsstein / Wietzer Berg, W4 „Sagenhafte Sicht im Elfenland“. Mittlere TourVom Lönsstein geht es wieder links zurück, zunächst durch den Wald hinunter in Richtung der Hermannsburger Straße. An den ersten Häusern, noch vor der Hauptstraße, biegt W4 rechts ab und führt wieder etwas den Berg hoch. Vor dem nächsten Heidewäldchen biegen wir links ab, so dass uns der Weg zum Bonstorfer Gräberfeld führt. Auf einem schmalen, bewaldeten Hügelkamm befinden sich noch fünf bis sechs ausgeprägte Grabhügel, es sind aber nur die Reste eines ehemals deutlich größeren Gräberfeldes der älteren Bronzezeit.

Der Weg weiter nach Westen steigt hinter dem Wäldchen wieder leicht an, denn jetzt geht es auf den Elfenberg, der dem Wanderweg W4 seinen werbeträchtigen Namen gab. Es sind hier aber keine Fabelwesen zu sehen, nur sehr, sehr viele Windräder, die die Gegend nördlich von Bonstorf prägen. An der Biogasanlage erreichen wir das Sträßchen Hohenbackeberg, dem wir jetzt wieder nach Osten folgen, und zwar schnurgerade fast drei Kilometer.

Wolkenspiel über dem Weg Richtung Hohenbackeberg

Wir können unterwegs wirklich eine „sagenhafte Sicht“ in alle Richtungen genießen, treffen wieder auf den Heidschnuckenweg und die kurze Tour von W4 und passieren „die Rückseite“ des Wietzer Berges. Dort geht es auch wieder richtig in den Wald bis zum Wietzendorfer Weg. Diesen Forstweg überqueren wir aber und folgen einem schönen Fußweg durch die Waldlandschaft. Da wir auch auf dem Drei-Steine-Weg sind, folgt nach dem Lönsstein nun bald ein weiterer Gedenkstein, der an den „Schilderer der Heide“ Prof. Richard Linde erinnert.

Der Linde-Stein bei Müden (Örze)

Der nach ihm benannte Weg führt an einem Friedhof vorbei, dem gegenüber geht es dann in eine Sackgasse. W4 geht aber natürlich als Fußweg weiter und durch ein Heuwiese genanntes Waldstück um die Siedlung herum. Der dritte Gedenkstein unterwegs erinnert an den Maler und Grafiker Fritz Flebbe.

Wieder in der Siedlung führt uns die Straße Am Sägewerk über die Hermannsburger Straße. Über den Heuweg geht es dann weiter nach Süden. Kurz vor dem Wildpark Müden biegen wir nach Westen ab und folgen dem Asphaltsträßchen Willighausen durch die offene Flur auf die gleichnamige Bauernschaft zu. Man kann über die Hauptstraße schon einen Blick auf die Heidefläche am Wietzer Berg werfen und sieht auch schon den Wanderparkplatz, bis zu dem es jetzt nicht mehr weit ist.

Wenn man Glück hat, hat der Lönskiosk am Parkplatz geöffnet. Weitere Informationen zu den Wanderwegen in der Umgebung und viele schöne Fotos findet man auf den Seiten des Naturparks Südheide.

 

Bad Iburg, Waldkurpark, TERRA.track Malepartus

Wanderparkplatz Waldkurpark (fürs Navi:Philipp-Sigismund-Allee / Holperdorper Str.)

Rundwanderweg TERRA.track Malepartus (ca. 10,1 km, ca. 2¾ Std.)

Einer der ganz bekannten, geradezu klassischen Spaziergänge im südlichen Osnabrücker Land ist die Tour von Bad Iburg zum Malepartus bei Lienen. Daraus wurde jetzt einer der neuen TERRA.tracks des Naturparks TERRA.vita, der TERRA.track Malepartus.

GPSies - Bad Iburg, Waldkurpark, TERRA.track MalepartusMan beginnt am besten im Bereich des Waldkurparks oder des Eingangsbereiches der 2018er Landesgartenschau. Von dort aus geht es zunächst parallel zum viel befahrenen Charlottenburger Ring nach Süden. Es gibt aber auf der dem Charlottensee abgewandten Seite einen Fußweg, der etwas Abstand zu der Bundesstraße hält. Über diesen Weg erreichen wir den großen Parkplatz B51 / Felsenkeller, wo man also auch gut die Malepartus-Wanderung beginnen kann.

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Grenzstein des Klosters Iburg

Am südlichen Ende des Parkplatzes ist das Malepartus auch schon ausgeschildert, denn hier beginnt der eigentliche Wanderweg. Man nimmt diesen gut ausgebauten Waldweg und zunächst nicht den Hermannsweg. Allerdings erreicht man diesen beliebten Kammweg nach ca. einem Kilometer und bleibt auch eine längere Wegstrecke auf ihm. Der Weg erreicht die Landesgrenze und kurz danach Schaipers Pütt, eine kleine artesische Quelle (mit Rastmöglichkeit).

Steinerne Treppe

Ein paar hundert Meter danach führt die Steinerne Treppe, ein alter Hohlweg, hinunter in Richtung Lienen. So verlässt man den „Hermann“ und erreicht den südlichen Waldrand. Dort spaziert man ca. 300 Meter nach Westen und erreicht den Malepartusweg, der von Lienen kommt. Über den geht es nun wieder hianuf zu der beliebten Jausenstation, im Sommer mit Biergarten und herrlichem Ausblick.

Zurück geht es dann direkt über den Hermannsweg zu Schaipers Pütt und auch auf dem H-Weg weiter bis Bad Iburg. So hat man im Schlussteil noch einmal eine Variante zum Hinweg. Auch in Iburg liegen verschiedene Einkehrmöglichkeiten direkt am Weg.

In diesen beiden Wanderführer sind weitere Vorschläge für Touren zwischen Bad Iburg und dem Malepartus und darüber hinaus.

 

 

Belfeld, Maalbeekerhöhe, Wasser.Wander.Welt 2: Premium-Wanderweg Galgenvenn

Wanderparkplatz Maalbeekerhöhe (fürs Navi: Venlo, Maalbekerweg 26)

Wasser.Wander.Welt 2: Premium-Rundwanderweg „Galgenvenn“ (ca. 11,5 km, ca. 2¾ Std. plus Pausen)

Im deutsch-niederländischen Naturpark Maas-Schwalm-Nette hat man ein Netzwerk von Wanderwegen und -regionen geschaffen. Die neun bedeutendsten Touren werden unter dem Namen Wasser.Wander.Welt beworben und die zweite dieser Touren ist die Runde durch den Kaldenkirchener Grenzwald bei Nettetal. Der schönste Teil davon ist vielleicht das Galgenvenn, das dem Premiumwanderweg (71 Pt.) den Namen gab. Üblicherweise beginnt die Tour auch am Wanderparkplatz Haus Galgenvenn. Dieses Mal beginnt unsere Tour aber auf der niederländischen Seite beim Café Maalbeekerhöhe.

GPSies - Belfeld, Maalbeekerhöhe, Wasser.Wander.Welt 2: Premium-Wanderweg GalgenvennDie Tour startet nach Süden und verlässt schon bald den Hauptweg nach Westen. Ein naturbelassener Pfad führt verschlungen und auf und ab und an verschiedenen Tümpeln vorbei durch das niederländische Naturschutzgebiet Holtmühle. Bald erreicht man eine Schutzhütte und den Aussichtspunkt Schlucht am sogenannten Maas-Abhang, der Kante zum Tal der Maas. Der Blick geht nach Westen über die Maas-Ebene südlich vom Venloer Stadtbezirk Belfeld.

Bald hat man den südlichsten Punkt des Wanderwegs Galgenvenn erreicht. Hier durchquert man zum ersten Mal am Rande einer Kies- oder Sandgrube eine größere Heidefläche. Schon bald erreicht man dann die Venngebiete im NSG Heidemoore: Langes Venn, Sonsbeck-Venn und schließlich das berühmte Galgenvenn. Wasserundurchlässige bodennahe Schichten sorgen hier für vernässte Flächen, die einfach eine ökologische und optische Freude sind.

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Im Naturschutzgebiet Heidemoore

Im Galgenvenn liegt auch das gleichnamige und sehr zu empfehlende Waldgasthaus, für eine Einkehr jetzt genau das Richtige. Nach Pause und Stärkung kann man die letzten Kilometer in Angriff nehmen, wie auch auf dem Rest der Tour immer auf naturbelassenen Wegen – sehr schön! Nah am Wanderparkplatz Galgenvenn wurde auch ein Steg in das Moor errichtet, der hilft, die die Feuchtigkeit liebenden Pflanzen und Tiere genauer in Augenschein zu nehmen. Vielleicht begegnet Ihnen auch die Schafherde, die die Verbuschung des Gebietes verhindern soll. Über eine Eichenallee und an echten Mammutbäumen vorbei erreicht man die große, schöne Lichtung des Naturschutzgebietes Hühnerkamp. Kurz dahinter trifft man wieder auf die Grenze nach Limburg und das Café Maalbeekerhöhe in der Waldeinsamkeit.

Eine sehr ähnliche Tour, professionell aufbereitet, findet sich in diesem Wanderführer:

 

 

Es gibt auch den offiziellen Naturpark-Freizeitführer, der den Weg enthält:

Stieghorst, Habichtshöhe, =-Weg „Habichtshöhe – Arends Hof“ und Rückweg über Hermannsweg

Startpunkt Habichtshöhe (fürs Navi: Bielefeld, Bodelschwinghstr. 79)

=-Weg „Habichtshöhe – Arends Hof“ und Rückweg über Hermannsweg (insgesamt ca. 11 km; ca. 2½ Std.)

Wanderwege kommen und gehen, soll heißen: werden neu angelegt und wieder aufgegeben. So ist es auch dem mit einem doppelten horizontalen Strich gekennzeichneten Weg in Bielefelds Süden ergangen. Warum der abgeschafft wurde, weiß ich nicht, aber er ist noch in der Erinnerung. Nur ganz selten findet man noch ein =-Zeichen, das wohl vergessen wurde zu übermalen. Aber man kann den Weg auch ohne Kennzeichnung prima abwandern, denn er ist sehr einfach zu finden, dabei schön gelegen und gut angelegt. Nutzen Sie zu Sicherheit die GPS-Daten:GPSies - Stieghorst, Habichtshöhe, =-Weg Habichtshöhe - Arends Hof und Rückweg über Hermannsweg

Man beginnt am großen Parkplatz der Habichtshöhe. Direkt dahinter liegt rechter Hand das ehemalige Teutoburger-Wald-Heim, erbaut 1906 als Heilanstalt, heute noch ein besonders schönes, vornehmes Haus, das sich aber in Privatbesitz befindet. Ein Blick durch das Tor lohnt sich allemal.

Ein paar Meter folgen wir noch dem Hermannsweg, aber schon an der nächsten Weggabelung hinter dem Wasserbehälter biegen wir links ab. Wir nehmen also den Weg, der nördlich unterhalb des Kammwegs verläuft. Dies ist eine wirklich schön gelegene Alternative, die immer wieder Ausblicke auf Bielefeld eröffnet. Da fast alle Wanderer den Hermannsweg nehmen, ist es hier unten recht einsam. Einige Häuser liegen aber am Wegesrand, die die Bodelschwingh- oder die Osningstraße als Anschrift haben. Da hat man eine Bielefelder Adresse, wohnt aber in tiefer Waldeinsamkeit.

Blick über Bielefeld 20180405_144622
Blick nach Norden über Bielefeld

Nach einer guten halben Stunde erreichen wir den Wanderparkplatz Eiserner Anton am Pass der Osningstraße. Die viel befahrene Landesstraße muss man vorsichtig überqueren. Dann geht es zwischen den Gebäuden der Gaststätte hindurch wieder ein paar Meter mit dem „Hermann“ zusammen bergan. An der nächsten Gabelung nehmen wir diesmal den rechten, südlich unterhalb des Kamms entlanglaufenden Weg. Da der Weg auch Teil der Bielefelder Naturparktrails ist, informieren „Zeitfenster“ über Wissenswertes am Wegesrand, die Eigenheiten des Sandsteinkamms oder die Relikte der Niederwaldwirtschaft. Nach längerem Spazieren durch den Wald eröffnen sich Ausblicke nach Süden auf die nächste Hügelkette des Teutoburger Waldes mit dem Hellegrundsberg und dem davorliegenden Hellegrund. Dann erblickt und erreicht man die große Anlage von Arends Hof in Lämershagen, die die meisten Bielefelder wegen des Tannebaumverkaufs kennen. Hier endet der eigentliche =-Weg.

Wir gehen ein 500 Meter an der Lämershagener Straße entlang nach Westen, um zum Hermannsweg zu gelangen. Das ist unproblematisch, da es neben der Landesstraße 787 einen Fußweg gibt. Beim Einstieg in den „Hermann“ gibt es die gleichnamige Bushaltestelle der Linie 30 und einhundert Meter zur Rechten das Gasthaus Deppe. Da wir ziemlich genau die Hälfte des Weges zurückgelegt haben, sollte man über eine Einkehr nachdenken.

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Grenzstein der Familie von Spiegel von 1890

Der Rückweg zur Habichtshöhe verläuft über den Hermannsweg, der in diesem Blog schon beschrieben wird, wenn auch in der anderen Wegrichtung: Etappe „Habichtshöhe – Hermannsdenkmal“. Also nur kurz: Über die allen Hermannsläufern bekannten Lämershagener Treppen geht es wieder auf den Kamm und weiter nach Nordwesten. Dabei gibt es immer wieder mal Ausblicke auf die Großstadt, z. B. von der Schutzhütte auf dem Ebberg aus. Auf gepflastertem Weg erreichen wir den Aussichtsturm Eiserner Anton und fünfhundert Meter weiter das gleichnamige Gasthaus. Hinter der L788 geht es über die Treppen hinauf und dann am kleinen historischen Grenzstein der Familie von Spiegel vorbei zum Ausgangspunkt. Nach gut elf Kilometern hat man vielleicht Lust bekommen auf eine Rast im mediterranen Ambiente. Dann empfiehlt sich das Restaurant Allegro Habichtshöhe am Parkplatz.