Belfeld, Maalbeekerhöhe, Wasser.Wander.Welt 2: Premium-Wanderweg Galgenvenn

Wanderparkplatz Maalbeekerhöhe (fürs Navi: Venlo, Maalbekerweg 26)

Wasser.Wander.Welt 2: Premium-Rundwanderweg „Galgenvenn“ (ca. 11,5 km, ca. 2¾ Std. plus Pausen)

Im deutsch-niederländischen Naturpark Maas-Schwalm-Nette hat man ein Netzwerk von Wanderwegen und -regionen geschaffen. Die neun bedeutendsten Touren werden unter dem Namen Wasser.Wander.Welt beworben und die zweite dieser Touren ist die Runde durch den Kaldenkirchener Grenzwald bei Nettetal. Der schönste Teil davon ist vielleicht das Galgenvenn, das dem Premiumwanderweg (71 Pt.) den Namen gab. Üblicherweise beginnt die Tour auch am Wanderparkplatz Haus Galgenvenn. Dieses Mal beginnt unsere Tour aber auf der niederländischen Seite beim Café Maalbeekerhöhe.

GPSies - Belfeld, Maalbeekerhöhe, Wasser.Wander.Welt 2: Premium-Wanderweg GalgenvennDie Tour startet nach Süden und verlässt schon bald den Hauptweg nach Westen. Ein naturbelassener Pfad führt verschlungen und auf und ab und an verschiedenen Tümpeln vorbei durch das niederländische Naturschutzgebiet Holtmühle. Bald erreicht man eine Schutzhütte und den Aussichtspunkt Schlucht am sogenannten Maas-Abhang, der Kante zum Tal der Maas. Der Blick geht nach Westen über die Maas-Ebene südlich vom Venloer Stadtbezirk Belfeld.

Bald hat man den südlichsten Punkt des Wanderwegs Galgenvenn erreicht. Hier durchquert man zum ersten Mal am Rande einer Kies- oder Sandgrube eine größere Heidefläche. Schon bald erreicht man dann die Venngebiete im NSG Heidemoore: Langes Venn, Sonsbeck-Venn und schließlich das berühmte Galgenvenn. Wasserundurchlässige bodennahe Schichten sorgen hier für vernässte Flächen, die einfach eine ökologische und optische Freude sind.

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Im Naturschutzgebiet Heidemoore

Im Galgenvenn liegt auch das gleichnamige und sehr zu empfehlende Waldgasthaus, für eine Einkehr jetzt genau das Richtige. Nach Pause und Stärkung kann man die letzten Kilometer in Angriff nehmen, wie auch auf dem Rest der Tour immer auf naturbelassenen Wegen – sehr schön! Nah am Wanderparkplatz Galgenvenn wurde auch ein Steg in das Moor errichtet, der hilft, die die Feuchtigkeit liebenden Pflanzen und Tiere genauer in Augenschein zu nehmen. Vielleicht begegnet Ihnen auch die Schafherde, die die Verbuschung des Gebietes verhindern soll. Über eine Eichenallee und an echten Mammutbäumen vorbei erreicht man die große, schöne Lichtung des Naturschutzgebietes Hühnerkamp. Kurz dahinter trifft man wieder auf die Grenze nach Limburg und das Café Maalbeekerhöhe in der Waldeinsamkeit.

Eine sehr ähnliche Tour, professionell aufbereitet, findet sich in diesem Wanderführer:

 

 

Es gibt auch den offiziellen Naturpark-Freizeitführer, der den Weg enthält:

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Stieghorst, Habichtshöhe, =-Weg „Habichtshöhe – Arends Hof“ und Rückweg über Hermannsweg

Startpunkt Habichtshöhe (fürs Navi: Bielefeld, Bodelschwinghstr. 79)

=-Weg „Habichtshöhe – Arends Hof“ und Rückweg über Hermannsweg (insgesamt ca. 11 km; ca. 2½ Std.)

Wanderwege kommen und gehen, soll heißen: werden neu angelegt und wieder aufgegeben. So ist es auch dem mit einem doppelten horizontalen Strich gekennzeichneten Weg in Bielefelds Süden ergangen. Warum der abgeschafft wurde, weiß ich nicht, aber er ist noch in der Erinnerung. Nur ganz selten findet man noch ein =-Zeichen, das wohl vergessen wurde zu übermalen. Aber man kann den Weg auch ohne Kennzeichnung prima abwandern, denn er ist sehr einfach zu finden, dabei schön gelegen und gut angelegt. Nutzen Sie zu Sicherheit die GPS-Daten:GPSies - Stieghorst, Habichtshöhe, =-Weg Habichtshöhe - Arends Hof und Rückweg über Hermannsweg

Man beginnt am großen Parkplatz der Habichtshöhe. Direkt dahinter liegt rechter Hand das ehemalige Teutoburger-Wald-Heim, erbaut 1906 als Heilanstalt, heute noch ein besonders schönes, vornehmes Haus, das sich aber in Privatbesitz befindet. Ein Blick durch das Tor lohnt sich allemal.

Ein paar Meter folgen wir noch dem Hermannsweg, aber schon an der nächsten Weggabelung hinter dem Wasserbehälter biegen wir links ab. Wir nehmen also den Weg, der nördlich unterhalb des Kammwegs verläuft. Dies ist eine wirklich schön gelegene Alternative, die immer wieder Ausblicke auf Bielefeld eröffnet. Da fast alle Wanderer den Hermannsweg nehmen, ist es hier unten recht einsam. Einige Häuser liegen aber am Wegesrand, die die Bodelschwingh- oder die Osningstraße als Anschrift haben. Da hat man eine Bielefelder Adresse, wohnt aber in tiefer Waldeinsamkeit.

Blick über Bielefeld 20180405_144622
Blick nach Norden über Bielefeld

Nach einer guten halben Stunde erreichen wir den Wanderparkplatz Eiserner Anton am Pass der Osningstraße. Die viel befahrene Landesstraße muss man vorsichtig überqueren. Dann geht es zwischen den Gebäuden der Gaststätte hindurch wieder ein paar Meter mit dem „Hermann“ zusammen bergan. An der nächsten Gabelung nehmen wir diesmal den rechten, südlich unterhalb des Kamms entlanglaufenden Weg. Da der Weg auch Teil der Bielefelder Naturparktrails ist, informieren „Zeitfenster“ über Wissenswertes am Wegesrand, die Eigenheiten des Sandsteinkamms oder die Relikte der Niederwaldwirtschaft. Nach längerem Spazieren durch den Wald eröffnen sich Ausblicke nach Süden auf die nächste Hügelkette des Teutoburger Waldes mit dem Hellegrundsberg und dem davorliegenden Hellegrund. Dann erblickt und erreicht man die große Anlage von Arends Hof in Lämershagen, die die meisten Bielefelder wegen des Tannebaumverkaufs kennen. Hier endet der eigentliche =-Weg.

Wir gehen ein 500 Meter an der Lämershagener Straße entlang nach Westen, um zum Hermannsweg zu gelangen. Das ist unproblematisch, da es neben der Landesstraße 787 einen Fußweg gibt. Beim Einstieg in den „Hermann“ gibt es die gleichnamige Bushaltestelle der Linie 30 und einhundert Meter zur Rechten das Gasthaus Deppe. Da wir ziemlich genau die Hälfte des Weges zurückgelegt haben, sollte man über eine Einkehr nachdenken.

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Grenzstein der Familie von Spiegel von 1890

Der Rückweg zur Habichtshöhe verläuft über den Hermannsweg, der in diesem Blog schon beschrieben wird, wenn auch in der anderen Wegrichtung: Etappe „Habichtshöhe – Hermannsdenkmal“. Also nur kurz: Über die allen Hermannsläufern bekannten Lämershagener Treppen geht es wieder auf den Kamm und weiter nach Nordwesten. Dabei gibt es immer wieder mal Ausblicke auf die Großstadt, z. B. von der Schutzhütte auf dem Ebberg aus. Auf gepflastertem Weg erreichen wir den Aussichtsturm Eiserner Anton und fünfhundert Meter weiter das gleichnamige Gasthaus. Hinter der L788 geht es über die Treppen hinauf und dann am kleinen historischen Grenzstein der Familie von Spiegel vorbei zum Ausgangspunkt. Nach gut elf Kilometern hat man vielleicht Lust bekommen auf eine Rast im mediterranen Ambiente. Dann empfiehlt sich das Restaurant Allegro Habichtshöhe am Parkplatz.


Am Beutling, X25 Schau-ins-Land-Weg, Etappe „Wellingholzhausen – Hilter Pass“

Wanderparkplatz Am Beutling (fürs Navi: nahe Melle, Beutlingsallee 41)

Streckenweg X25 Schau-ins-Land-Weg, Etappe „Wellingholzhausen – Hilter Pass (ca. 11,2 km; ca. 2 ½ Std.)

GPSies - Am Beutling, X25 Schau-ins-Land-Weg, Etappe Wellingholzhausen - Hilter PassDiese Etappe des X25 wird üblicherweise andersherum abgelaufen, da der Gesamtweg ja in Bevergern startet und in südöstlicher Richtung verläuft. Ich aber beginne in Wellingholzhausen und wandere in Richtung Hilter. Der Weg ist trotzdem meist gut mit einem weißen X oder sogar mit einem x25 gekennzeichnet.

Vom Beutling aus geht es zur Schützenstraße, der man ein ganzes Stück folgt. Beim Holzpavillion des Heimat- und Verschönerungsvereins biegt man rechts ab und kommt so hinunter zum Kronensee, den man auf schönem Pfad mit einem Links-Rechts-Schwenk südlich umrundet. Mithilfe einer primitiven Brücke überquert man die Hase und gelangt auf den großen Forstweg im Hasetal. Hier wenden wir uns nach rechts und kommen so zum Startpunkt Kronensee Wellingholzhausen an der Rechenbergstraße.

Die müssen wir vorsichtig überqueren und dann in das kleine Sträßchen Wakebrink einbiegen. Über das geht es hinauf zum Waldrand. Oben angekommen nimmt der X25 nicht die erste Variante nach links, sondern die zweite, den Johannisweg, der nicht am Waldrand, sondern zunächst im Wald verläuft. Es gibt aber immer wieder Lichtungen mit schönen Ausblicken auf den Teutoburger Wald. Dem Johannisweg folgen wir meist schnurgeradeaus nach Westen, und zwar mehr als 3½ Kilometer. Erst an der Johannislaube biegen wir nach rechts ab in das Sauerland genannte Tal.

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Über das Sauerland verlässt man den Wald

Durch die Streusiedlung kommen wir auf die Borgloher Straße. Hier biegen wie links ab, überqueren die Autobahn und erreichen an der ehemaligen B68, der Osnabrücker Straße, den Hilter Pass, ein gutes Ende für die bis hierhin gut 11 Kilometer lange Etappe. Ansonsten läuft der X25 Schau-ins-Land-Weg nordwestlicher Richtung weiter auf den Limberg und Oesede  zu.


Clever Schlucht, Rund um die Burg Ravensberg

Wanderparkplatz Clever Schlucht (fürs Navi: Borgholzhausen, Clever Schlucht 3)

Rundwanderweg „Rund um die Burg Ravensberg“ (ca. 9,5 km)

Die Ravensburg am Hermannsweg kommt in diesem Blog schon mehrfach vor, ist sie doch immer eine kleine Wanderung wert. Für mich ist das so etwas wie ein Standard-Wanderziel. Trotzdem reizte der Vorschlag in dem neuen Wanderführer aus dem Hause NOZ, mal wieder vorbeizuschauen.

Das Buch „Wanderlust zwischen Ems und Weser“ schlägt 25 Touren in unserer Region vor, in der Regel an bekannten Orte, dabei aber teilweise mit ungewöhnlichen Tourenvorschlägen, so auch hier beim Beitrag „Rund um die Burg Ravensberg. Wanderweg durch ein Naturschutzgebiet und vorbei an historischer Stätte“ (S. 112). Die Texte sind für meinen Geschmack teilweise etwas sperrig – wie ja schon der Untertitel dieser Tour zeigt, dabei sehr journalistisch im Zeitungs-Reportage-Stil, lehrbuchmäßig wie Schüler das im Deutschunterricht in Klasse 8 lernen. Gut gefällt mir, dass viel zu dem zentralen Ziel der Tour, hier z.B. der Ravensburg, informiert wird, mehr als zum Weg als solches. Hauptmanko, das bei einer erneuten Auflage unbedingt behoben werden sollte: Oft ist es schwer, aus den abgedruckten Karten die Tour genau zu erschließen. Bei dieser Tour um den Ravensberg stimmen weder Richtung noch abgelaufene Wege. Trotz dieser Schwächen müssen Wanderfreunde der Weser-Ems-Region das Buch natürlich im Schrank haben und zumindest als Ideengeber benutzen. Weiteres auf meiner Seite Literatur unter den Namen der Autoren Jansing / Reinert.

Die Idee, die Tour „Rund um die Burg Ravensberg“ am Wanderparkplatz Clever Schlucht zu beginnen, ist gut, denn so hat man es nach der Rast auf der Burg nicht mehr weit zum Auto. Man geht ein Stück das Sträßchen Clever Schlucht hoch und trifft auf den Hermannsweg und den Weg für Genießer, denen man durch herrlichen Wald nach Osten folgt. An der großen und immer sehr ordentlichen Schutzhütte verlässt man den Hermann und wendet sich nach Norden (also nach links). So umgeht man den Gipfel des Barenbergs (269 m) östlich, was eigentlich schade ist, denn man hat von da oben einen sehr schönen Ausblick. Deswegen lohnt sich ein Abstecher, wie man ihn auf meiner Karte unten erkennt.

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Blick vom Barenberg

Wieder zurück auf dem Hauptweg folgt man den A6-Beschilderungen. Zunächst zieht der Weg einige Schleifen, dann kommt man Richtung Westen auf den Kammweg, hier nicht deckungsgleich mit dem H-Weg. Dies macht dem Wanderer wieder deutlich, dass der Teutoburger Wald mehrere parallele Züge besitzt. An einer Wasserwerk-Anlage verlässt man A6 und geht geradeaus weiter bis zum Waldende. Man umrundet in einer Rechtskurve den Hügelsporn, biegt dann aber hinter der Hofstelle Vormberg gleich wieder links ab und geht so an einer großen Lichtung entlang wieder zurück.

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Blick hinüber zum Bergfried

Den Wald zur Linken hat man bald den ersten Blick auf den Bergfried der Ravenburg. Wir gehen weiter bis zum ehemaligen Forsthaus am oberen Ende der Clever Schlucht, diesem Quertal im Teuto, und biegen dahinter rechts ein, um so wieder westlich dem Barenbergweg folgen zu können. Am ehemaligen Steinbruch, der heutigen Schutt-Deponie vorbei erreichen wir den Wanderparkplatz Unter der Burg. Dort treffen wir auch wieder auf den Hermannsweg, dem wir jetzt nur noch ca. 700 Meter hinauf zur Burg Ravensberg folgen müssen. Dort beim abendlichen Sonnenschein auf der Südterrasse zu sitzen und sich zu erholen, ist ein ganz besonders empfehlenswerter Genuss.


Hier die GPS-Daten: GPSies - Clever Schlucht, Rund um die Burg Ravensberg

Dorfplatz Bippen, Sültemühlen-Weg

Wanderparkplatz Dorfplatz Bippen (fürs Navi: Hauptstraße 5)

Rundwanderweg Sültemühlen-Weg (ca. 16,9 km)

Bippen ist Mitglied der Samtgemeinde Fürstenau im Norden des Osnabrücker Landes. Am Wappen erkennt man, was typisch für diese Gemeinde ist: viel Wald (Eichenlaub, grüner Grund), viel Wasser (blauer Grund) und viele Großsteingräber. Der Sültemühlenweg zeigt genau diese Charakteristika der kleinen Gemeinde. Er dreht eine – mit ein paar Schritten nach rechts und links – gut 17 Kilometer lange Runde um den Bippener Ortsteil Dalum und die Sültemühle, berührt dabei das berühmte Waldgebiet der Maiburg und die leichte Erhebung der Ankumer Höhe.

Für den Sültemühlen-Weg gilt der grüne Pfeil, blau steht für den Queckenberg-Weg und gelb für den Hartlager Weg.

Der Wanderweg beginnt zentral am Dorfplatz in Bippen und führt dann zunächst zur Georgskirche, einer der ältesten Kirchen des Osnabrücker Nordkreises, der man stellenweise noch ihre romanische Vergangenheit ansieht. Nachdem man sich genug umgeschaut hat, geht man unter der Bahn- bzw. Draisinentrasse hindurch durch die Straße Zur Glockenkuhle. Allerdings nehmen wir schon den nächsten Fußweg rechts ab, um zum Parkplatz des Bippener Freibads zu kommen. Der Sültemühlenweg führt dann hinter dem Bad entlang und biegt dann zur Dalumer Straße ab, die wir überqueren.

Damit geht es in den Wald und das bedeutet, dass man gut auf die grünen Pfeile achten muss, die den Sültemühlen-Weg kennzeichnen. Es ist nur ein kleiner, gewundener Pfad, der über den Koopers-Berg genannten Hügel führt. Dahinter trifft man auf den Leikenweg, der zwischen Campingplatz / Ferienpark und Riege-Berg hindurchführt. Bei der nächsten Möglichkeit biegt man links ab, so dass man auf das Forsthaus Maiburg zugeht, das man aber nur von hinten sieht. Hier ist man jetzt im Naturschutzgebiet Maiburg angekommen, in dem man aber auch nur für ein paar Meter bleibt, nämlich bis man mit einer Brücke die Diekbäke überquert. Dieses kleine Flüsschen, das hier die Maiburg begrenzt, verläuft in einer flachen Waldschlucht, die Helle genannt wird. Über eine Treppenanlage kommen wir wieder hinaus.

Wir bleiben auf dem Pfad. Ein Schild weist auf die Möglichkeit hin, einen Abstecher zum Phaolenstein zu machen, ca. 200 Meter. Das ist ein Kult- oder Opferstein, der wie die Hünengräber belegt, dass der Raum Bippen schon einige tausend Jahre vor Christus besiedelt war.

Nun kommen wir wieder auf den schon bekannten, gut ausgebauten, im Vergleich zu den Waldpfaden allerdings langweiligen Leikenweg. Das Interessanteste ist ein Schwarzspecht hoch oben an einem der hölzernen Strommasten. Recht groß und vor allem erstaunlich unbeweglich sitzt er da, so dass dem Wanderer bald dämmert, dass es sich hier nur um eine Specht-Attrappe handelt, die die echten Spechtvögel fernhalten soll.

Eine ganz andere Attraktion wartet im Süden des Weilers Dalum an der gleichnamigen Straße, nämlich das jungsteinzeitliche Großsteingrab Dalum. Natürlich ist es zusammengefallen oder zerstört, aber für ein Grab dieses Alters, ca. 5000 Jahre alt, ist es noch relativ vollständig und gut erhalten. Die Megalithkultur hat noch ungewöhnlich viele weitere Zeugnisse im Umfeld dieses Wanderweges hinterlassen, die Beschreibungen würden hier aber zu weit führen.

Das Dalumer Großsteingrab. Die erhaltenen Decksteine sind gut zu erkennen.

Wir gehen auf dem Sträßchen noch ein Stück nach Süden und biegen dann an der nächsten T-Kreuzung rechts ab, wieder in den einsamen Wald hinein. Man merkt kaum, dass man hier durch den Höhenzug der Ankumer Höhe, manche sprechen auch von den Bippener Bergen, geht, denn die Hügel sind sanft und die Steigungen kaum zu spüren.

Nachdem man die Kreisstraße 117, die Dalumer Straße, überquert hat, kommt man in das Gebiet der Sültemühle. Der Komplex des Sültehofes besteht oder bestand aus mehreren Wasser-Mühlenanlagen, z. B. Ölmühle oder Sägemühle. Das Restaurant Sültemühle an der restaurierten Ölmühle ist leider nicht mehr in Betrieb, denn eine Verschnaufpause würde jetzt eigentlich ganz gut tun. Das denkt vielleicht auch mancher der Draisinenfahrer, der in der Nähe vorbeikommt.

Auch wir Wanderer folgen jetzt der Gleisanlage Richtung Norden, bis wir in die Gemarkung Lulle kommen. Dort überqueren wir wieder die kleine Diekbäke. Nun drehen wir noch eine Runde nördlich um den Habichtsberg, der zwar nur 82 m hoch, aber da von Wiesen umgeben doch gut auszumachen ist. Vom Theilweg biegen wir links in die Sunderhausstraße ein, die uns zum Wanderparkplatz Dalumer Straße führt.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis in die Dorfmitte, denn schon vor der Siedlung biegen wir nach links ein, so dass wir durch den Erlenbruchwald hinter den Häusern wieder zum Freibad kommen. Jetzt sind es nur noch ein paar bekannte Schritte zum Dorfplatz.

Wenn man sich unterwegs ein wenig umschaut, wird man vier Stunden für den Weg benötigen, Pausen nicht mit eingerechnet. Direkt am Weg gibt es aber auch keine Einkehrmöglichkeiten, dazu muss man sich in Bippen umsehen oder auch nach Fürstenau fahren.

Weitere Informationen und einen gpx-Download gibt es beim Heimatverein Bippen.