Lüdinghausen, Burg Vischering, Von Burg Vischering zum Kastanienbaum und über Burg Lüdinghausen zurück

Startpunkt Burg Vischering (fürs Navi: Lüdinghausen, Berenbrock 1)

Rundwanderweg „Von Burg Vischering zum Kastanienbaum und über Burg Lüdinghausen zurück“ (ca. 11,9 km; ca. 3 Std. plus Pausen und Einkehr)

Bei dieser Runde handelt es sich um der Rundwanderweg R31 des Westfälischen Heimatbundes. Der Weg ist nicht gekennzeichnet, sondern eine Zusammensetzung aus verschiedenen schon bestehenden Wanderwegen. Dabei entstand eine wunderschöne, sehr abwechslungsreiche Wanderrunde mit viel Wasser am Wegesrand und den zwei Burgen als besonderen Highlights.

Vom großen Parkplatz aus geht es am Torhaus vorbei natürlich erst einmal zur Burg Vischering. Die alte Wasserburg ist ein Touristenmagnet, soll heißen, dass viel Trubel herrscht, besonders in der trapezförmigen Vorburg. Man kann die Burg besichtigen oder sich auch nur im Umfeld umsehen.

Burg Vischering: Westansicht der Kernburg hinter der inneren Gräfte

Man verlässt das Burg-Areal nach Norden. Zwischen innerer Gräfte und Vischering-Stever führt ein Pfad zu den Steverauen. Die Stever ist ein rechter Zufluss der Lippe, der hier im Bereich der Stadt Lüdinghausen drei Arme ausbildet: die Vischering-Stever, die Mühlenstever und die Ostenstever. Das Wasser der Vischeringschen Stever speist auch die Gräften der Burgen.

Durch die Wiesen kommt man zur Mühlenstever, die man überquert. Durch die Siedlung Im Ried geht es weiter zur Ostenstever, die man auf der B235, der Sendener Straße, passiert. Ein paar Meter folgt man dem künstlichen Flussarm und man kommt hinter einem Wehr zu der Stelle, wo sich die drei Steverarme wieder vereinen. Kurz dahinter geht es wieder auf die andere, auf die westliche Seite des Flusses.

Unser Weg führt über einen schönen Fußweg, ein Pättken mit dem Namen Karnickeldamm, weiter in nördlicher Richtung. Über den Gronenbach und durch ein kleines Wäldchen kommt man zum Dinkelhof. Schon von Weitem sieht man Ziegen und Esel. Außerdem locken an manchen Tagen Hofladen und Einkehrmöglichkeit.

Über das Sträßchen Elvert erreichen wir dann den Landgasthof Kastanienbaum. Sei es im Biergarten oder in den Innenräumen, der Kastanienbaum bietet sich mit seiner guten Küche und seinem schönen Ambiente für eine Einkehr an.

Nach der Pause geht es über denselben Weg wieder zurück bis zum Waldrand. Dort biegen wir nach rechts ein. Durch den Wald kommen wir wieder zum Gronenbach, dem wir dann auf einem schönen Pfad Richtung Süden folgen. Wir überqueren den Erbdrostenweg und nutzen das Sträßchen Berenbrock – so heißt auch die hiesige Bauernschaft. Direkt am Anfang liegt eine schöne Schutzhütte.

Auf dem Philosophenpatt

Wir erreichen eine große Hofstelle und überqueren den nächsten Bach. Hinter dem Bach führt wieder ein schöner Patt, der sogenannte Philosophenweg, nach Süden zum Klutendamm. Das ist ein asphaltiertes Sträßchen, über das wir das Café Indigo erreichen.

Gegenüber beginnt ein Weg, der direkt zum Klutensee führt, einem künstlichen Gewässer, das beim Autobahnbau entstand. Hinter der Liegewiese nehmen wir den Weg am Klutensee-Bad vorbei in Richtung Lüdinghausen. So erreichen wir die Hauptstraße Hinterm Hagen, die wieder an der Vischering-Stever entlang führt. Wir passieren die Galerie des Künstlers Alfred Gockel und biegen dann ein zur Renaissanceburg Lüdinghausen. Auch hier kann man sich ein wenig umsehen.

Burg Lüdinghausen

Durch den Park namens StadtLandschaft erreicht man dann wieder die äußere Gräfte der Burg Vischering hinter der Klosterstraße. Nun sind es nur noch ein paar Schritte bis in die Vorburg. Hier kann man jetzt noch das Café Reitstall nutzen und die vielen Eindrücke des schönen Rundwanderwegs Revue passieren lassen.

Eine ähnliche, aber etwas längere Tour findet sich in dem Rother-Wanderführer zum Münsterland:

Weidenbach, Premiumweg P16 Asbach-Sickenberg

Wanderparkplatz Weidenbach (fürs Navi: oberhalb von Mackenrode, Dorfstr. 2)

Premiumweg P16 Asbach-Sickenberg (ca. 15,9 km; ca. 4½ Std. plus Pausen und Einkehr)

Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land (ehem. Meißner-Kaufunger Wald) im östlichsten hessischen Landkreis, dem Werra-Meißner-Kreis, betreibt 25 zertifizierte Premiumwanderwege. Einer davon, nämlich der Premiumweg 16 (für viele weitere Informationen den Link anklicken!) liegt zum allergrößten Teil sogar schon hinter der hessischen Grenze im thüringischen Eichsfeld, verläuft also hauptsächlich im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal.

Der Wanderweg dreht eine Runde um den thüringischen Teil des Allendorfer Stadtwaldes bzw. um die Erhebung Auf dem Stein, einem nördlichen Ausläufer der Gobert. Die Gegend wird „tourismuswirksam“ auch Eichsfelder Schweiz genannt. Neben den natürlichen Besonderheiten dieses Muschelkalk-Plateaus bietet der Weg am heutigen Grünen Band auch viel Historisches, z. B. zur innerdeutsches Grenze.

Wir beginnen unsere Wanderung in Weidenbach, einem Ortsteil der Gemeinde Mackenrode, damit wir ungefähr zur Halbzeit der Tour die Einkehrmöglichkeit in Asbach nutzen können. Dadurch wird der Weg länger, denn zur eigentlichen „Premiumrunde“ kommen am Anfang und am Ende noch je ca. 800 Meter Zuweg dazu.

Wanderwegweiser am Premiumweg P16

Vom Wanderparkplatz Weidenbach geht es also durch einen alten Hohlweg hinauf zum Waldrand und im Wald weiter zur sogenannten Alten Landstraße. Dieser heutige Forstweg verbindet seit dem Mittelalter Weidenbach mit Asbach und Sickenberg und der Burg Altenstein, von wo aus die Herrschaft über die Dörfer ausgeübt wurde. Ich vermute deswegen, dass auch unser Zuweg Teil dieser Alten Landstraße ist, konnte aber keinen Nachweis dafür finden.

Wir biegen links ab in einen schmalen Waldweg und beginnen mit dem Aufstieg auf den Rachelsberg. Schon bald sehen wir im Wald historische Grenzsteine von 1837 mit den Aufschriften KH (Kurhessen) und KP (Königreich Preußen) und fragen uns, was die hier oben machen, wo die Grenze zwischen Hessen und Thüringen doch weiter südlich liegt. Andererseits bietet sich diese obere Grenzlinie an, denn sie verläuft entlang einer Felswand aus Muschelkalk.

Der Rachelsberg ist komplett bewaldet und der Waldboden ist im April zugedeckt mit diversen Frühblühern, allen voran den schönen Buschwindröschen. Am Gipfel angekommen kann man die Rastgelegenheiten nutzen und die hervorragende Fernsicht genießen. Dann geht es sehr steil hinunter in die Hessellücke. An der großen Wegespinne auf diesem kleinen Pass befindet sich auch eine Wanderkarte. Wir gehen von hier zurück nach Norden, zumindest vorerst, denn der Weg biegt bald wieder nach Westen ab zur Burgruine Altenstein.

Burgruine Altenstein

Die Höhenburg aus dem 13./14. Jahrhundert, die ehedem die ganze Gegend beherrschte, liegt heute als Ruine in der Waldeinsamkeit. Dabei hat sie nicht der Lauf der Jahrhunderte zerstört, sondern das DDR-Grenzregime sprengte sie im Jahr 1973, da sie sich im Nahbereich des Eisernen Vorhangs befand. Auf dem Burgareal befinden sich heute eine Schutzhütte und andere Rastmöglichkeiten.

Versteckt im Wald trifft man auf den Kolonnenweg

Von der Ruine geht es dann hinunter zum Kolonnenweg der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Heute verläuft hier die Grenze zwischen den Bundesländern Thüringen und Hessen. Denn im Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kam es hier zu einem Gebietstausch zwischen den sowjetischen und den US-amerikanischen Besatzungsmächten, um die Bahnlinie Bebra-Göttingen, die zuvor auf wenigen Kilometern durch die SBZ verlief und auf denen es häufiger zu Störungen kam, komplett unter westliche Kontrolle zu bringen. Während die thüringischen Dörfer, durch die die Bahntrasse verlief, zu Hessen kamen, wurden fünf hessische Dörfer, unter anderem Weidenbach, Asbach und Sickenberg – also grob der ehemalige Machtbereich der Burg Altenstein – Thüringen zugeschlagen. Eine Katastrophe für die Bewohner, die dadurch über Nacht nicht nur in die sowjetisch-besetzte Zone gelangten, sondern in der Folge auch in das Grenzsperrgebiet. Allerdings gelang einigen Familien auch die Flucht in den Westen. Deswegen gibt es also die historischen Grenzsteine auf dem Rachelsberg und die neuere Grenze etwas weiter südlich, die heute noch zwischen Hessen und Thüringen ihr Gültigkeit hat – zum Glück mittlerweile ohne die fast undurchdringlichen Grenzbauwerke der DDR.

Wir folgen dem Kolonnenweg der Grenzsicherungstruppen, also dem heutigen Naturschutzprojekt „Grünes Band Deutschland“ bis nach Asbach. Streckenweise verläuft der Weg genau auf der Grenze am Alten Hainsbach. Schließlich verlassen wir den Premiumweg P16 kurz, um in das schmucke Dorf Asbach zu wandern. Über die Dorfstraße erreichen wir das Restaurant-Café Schmiede, wo wir uns bei leckerem Mittagessen eine verdiente Pause gönnen.

Nur noch ein paar Schritte bis Asbach

Über die Dorfstraße geht es dann auch wieder hinauf zum Wanderparkplatz Asbach, auch WP Alter Steinbruch genannt, an dem die meisten Wanderer in den Premiumweg einsteigen werden. Am Waldrand des Lindenbergs geht es weiter zum kleinen Dorf Sickenberg, wo es noch einmal eine Einkehrmöglickkeit gibt, das Hofcafé Sickenberg.

Dahinter führt unsere Tour über den Pfarrweg durch das Tal nördlich des Lindenberges. Man sieht zum ersten Mal die Felswand des Dietzenröder Steins und fragt sich, ob man dort wohl hinauf müsse. Die Antwort lautet ja und der Aufstieg beginnt gleich hinter Sickenberg. Er führt durch den dichten Wald und wird immer steiler, bis zum Schluss nur noch Treppen helfen, die Höhenmeter zu schaffen.

Blick hinauf zum Dietzenröder Stein

Oben angekommen entschädigt ein fantastischer AusBblick über die felsige Abbruchkante für die Anstrengungen. Hat man genug geruht, geht es im Wald weiter zum Vatteröder Stein, einem weiteren Aussichtspunkt. Von hier geht der Blick eher nach Norden, z. B. nach Vatterode im Walsetal.

Oben angekommen. Aussichtspunkt auf dem Dietzenröder Stein

Unser Premiumwanderweg P16 erreicht nun eine besser ausgebaute Forststraße, aber für eine gewisse Strecke gibt es noch einen schönen, schmalen, parallelen Pfad. Über die Forststraße erreichen wir schließlich den Ausgangspunkt unserer herrlichen Runde und den Zuweg, welcher uns hinunter zum Wanderparkplatz Weidenbach führt.

Roter Berg, Hasberger Rundpättken, Etappe 1 „Roter Berg – Gasthaus Thies“

Wanderparkplatz Roter Berg (füs Navi: Hasbergen, Roter Berg 8)

Hasberger Rundpättken, Etappe 1 „Roter Berg – Gasthaus Thies“ (ca. 10,4 km; ca. 2¼ Std.)

„Dat Hasberger Rundpättken“ dreht eine insgesamt ca. 25 Kilometer lange Runde um die Gemeinde Hasbergen. Der Rundwanderweg wird anscheinend nicht mehr gepflegt, nur sporadisch sieht man unterwegs noch die alten Wegemarkierungen, die an die Bergbautradition der Hüggelgemeinde erinnern. Prinzipiell kann man den Weg in beide Richtungen gehen und überall beginnen.

Wir starten die erste Etappe am WP Roter Berg am Westrand des Hüggels und wollen nach Gaste zum Gasthaus Thies. Zunächst geht es über die Hauptwanderwege X15 und X25 in südwestlicher Richtung hinunter zur Osnabrücker Straße, wo man auf „dat Rundpättken“ trifft.

Westlich der Landesstraße geht es gegenüber von Brörmanns Buffethaus in das kleine Sträßchen mit Namen Haslage, benannt nach der Burg Haslage (vorher Herslage), deren Geschichte eng mit der Geschichte Hasbergens verbunden ist, bzw. war, denn von der Burg ist heute so gut wie nichts mehr zu sehen.

Offene Landschaft am Sträßchen Haslage, südwestlich von Hasbergen

Die bewaldete Erhebung zur Rechten des Sträßchens ist der eigentliche Rote Berg. An der nächsten Kreuzung geht es rechts ab und die Tour in Richtung Norden beginnt. Über die Stüvestraße „ersteigen“ wir den Dickner Berg. Über einen schönen Fußweg geht es durch ein kleines Wäldchen zur Bahnlinie im Westen von Hasbergen, die wir am großen Hof Wortmann überqueren. Beim Weg über den kleinen und recht unbekannten Dickner Berg hat man freie Sicht bis zum Piesberg hinter Osnabrück.

An der Bahnlinie entlang erreichen wir die Tecklenburger Straße, der wir ein kleines Stück nach Westen folgen, aber schon hinter dem nächsten Haus geht es wieder nach Norden, also rechts ab. Ein schöner Weg führt uns über die freie Flur zur Hofstelle Wettkamp. Dahinter erreichen wir den Gaster Berg. Wir durchkämmen das Wäldchen auf dem kleinen Hügel und kommen dahinter zu den Amazonen-Werken. Der Hersteller von Kommunal- und Landmaschinen ist einer der größten Arbeitgeber in Hasbergen und das Aushängeschild des Ortsteils Gaste.

Gegenüber dem Werk geht man in das kleine Sträßchen Am Amazonenwerk. Durch Wald und Weihnachtsbaumplantagen kommt man zu den Höfen Große und Kleine Brömstrup, die man beide links liegen lässt. Hinter den Höfen erreicht man die Straße An der Feldriede und kommt dabei der Autobahn 30 schon recht nahe. Wir gehen ostwärts, verlassen aber vor der nächsten Siedlung Im Knochenort die Straße und biegen links ab zu Heidesee und Goldbach, der hier der Grenzfluss nach Nordrhein-Westfalen ist.

Der Goldbach als Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Mit dem Goldbach geht es unter der A30 hindurch. Hinter einem zweiten Teich erreicht man die kleine Stichstraße Am Heidesee. Sie führt uns direkt zur Rheiner Landstraße mit dem Gasthaus Thies und der gleichnamigen Bushaltestelle. Hier endet unsere heutige Etappe vom Hasberger Rundpättken. Die nächste Teilstrecke führt dann von hier zum Gasthof Schirmbeck-Hunsche.

Wellingholzhausen, Am Beutling, Beutlingsturm-Luisenturm-Runde

Wanderparkplatz Am Beutling (fürs Navi: Melle, nahe Beutlingsallee 41)

Beutlingsturm-Luisenturm-Runde (ca. 17 km, ca. 4¾ Std. Gehzeit, ca. 330 Höhenmeter ↑↓)

Dieser Rundweg empfiehlt sich für eine schöne Tageswanderung zwischen Wellingholzhausen und Borgholzhausen, also in einer von dichten Wäldern, Hügeln und Tälern, Quellen und Bächen gekennzeichneten Landschaft.

Vom Wanderparkplatz Am Beutling geht es zunächst am gleichnamigen Gasthaus vorbei, um den Hausberg der Wellinger westlich zu umrunden, bis man die „Rückseite“ erreicht hat. Eine Abzweigung führt uns nach rechts aus dem Wald und Naturschutzgebiet heraus, hinunter zur Hofstelle Altemöller. Dort biegen wir wieder rechts ab und erreichen so das Sträßchen Puschkental. Links unten sieht man schon den Wanderparkplatz Puschkental vor dem Wullbrink liegen.

Kurz hinter dem Parkplatz geht es rechts hinunter zur Schwarzen Welle mit einer Schutzhütte. Der kleine Bach, den man kurz vorher überstiegen hat, ist die hier noch ganz junge Hase, in die auch das Wasser der Schwarzen Welle oder Almaquelle läuft.

Waldrand am Steinbrink

Hinter der Quelle beginnt einer der kräftigeren Anstiege dieser Tour, denn es gilt, den Kamm des Teutoburger Waldes mit dem Hermannsweg zu „erklimmen“. Oben auf der Ascher Egge angekommen, wendet man sich nach links und spaziert auf dem Kammweg zum Hankenüll. Auf dessen höchster Stelle (307 m) erreicht man die Landesgrenze, der der „Hermann“ nun ein Stück nach Osten folgt.

Der Hermannsweg führt uns danach über den Vicarienkopf und den Hollandskopf mit der Windkraftanlage zum Luisenturm auf der Johannisegge (293 m). Hier hat man sich sicherlich eine Pause verdient. Wie gut, dass es unter dem Aussichtsturm auch die Luisenturm-Hütte gibt. Da es hier auch den Wanderparkplatz Luisenturm gibt, kann man die Beutlingsturm-Luisenturm-Runde auch gut hier in Borgholzhausen beginnen.

Dann beginnt der Rückweg nach Niedersachsen, indem man zunächst ein Stück geht, wie man gekommen ist, also vom Luisenturm zum gleichnamigen Wanderparkplatz und dann über die asphaltierte Peter-Eggermont-Straße in Richtung des riesigen Windrads in der ehemaligen Militäranlage. Kurz vor dem Tor führt uns unser Rundweg aber rechts ab, so dass wir die Anlage linker Hand liegen lassen.

Über den Hang des Osbergs geht es hinunter zur Wellingholzhausener Straße in der Borgholzhausener Bauernschaft Holland. Beim Abstieg sollte man einen Abstecher zur Pfaffenkammer machen, einer kleinen Spalthöhle.

Am Eingang zur Pfaffenkammer

Der Name erinnert an die zur Höhle gehörende Sage, nach der hier ein Versteck für die ersten Christen der Gegend war. Unterirdische Gänge sollten bis nach Osnabrück führen.

Ausblick vom Hang des Osbergs hinüber zum Wiehengebirge

Am Wanderparkplatz Wellingholzhausener Straße (eher eine Parkmöglichkeit) trifft man auf die Kreisstraße, die man überquert. Auf der anderen Seite des Tals tritt man wieder in den Wald. Mit dem Überqueren des Steinbaches ist man wieder in Niedersachsen, und zwar im Neuenkirchener Berg. Man erreicht den Fernwanderweg X25, den Schau-ins-Land-Weg. Mit ihm geht es hinüber zum kleinen Kerßenbrocker Berg. Man überquert den Brandhorstweg und wieder die Wellingholzhausener Straße, die jetzt im Grönegau Hasestraße heißt.

Den vor uns liegenden Hof Altemöller kennen wir schon vom Beginn der Tour. Dieses Mal biegen wir hinter den Gebäuden rechts ab und steigen den Beutling hinauf. Das ist der letzte Anstieg, aber die Aussicht vom Beutlingsturm sollte man nicht versäumen. Teutoburger Wald und Grönegau liegen einem zu Füßen. Und zum Abschluss sollte man natürlich im Gasthaus „Zum Beutling“ einkehren, Kuchen oder Brot und die Aussicht auf Wellingholzhausen genießen und die absolvierte Runde Revue passieren lassen.

Die Idee zu dieser Runde stammt aus diesem Wanderführer von TERRA.vita, dort gibt es also weitere Informationen. Der Startpunkt liegt dabei in Borgholzhausen.

Rheinau, Hallenbad, Von Rheinau zum Rheinfall und zurück

Wanderparkplatz Rheinau, Hallenbad (fürs Navi: Rheinau, Ellikonerstr.2)

Rundwanderweg Von Rheinau zum Rheinfall und zurück (ca. 18,5 km; ca. 5 Std. Gehzeit)

Bei dieser Tour handelt es sich um eine klassische Flusswanderung am Hochrhein entlang zu Mitteleuropas größtem Wasserfall, dem Rheinfall bei Schaffhausen. Grob gesagt geht es auf der deutschen Seite hin und auf der schweizerischen zurück. Man sollte einen ganzen Tag einplanen, da es unterwegs so viel zu entdecken gibt.

Das schweizerische Rheinau liegt auf der Anhöhe in einer Rheinschleife und ist an drei Seiten von Deutschland umgeben. Vom Wanderparkplatz Rheinau, Hallenbad am Schwimmbad Aquarina sind es nur ein paar Schritte hinunter zur Wehrbrücke des interessanten Laufwasserkraftwerks Rheinau. Mit dem Überqueren der Brücke wechselt man vom Kanton Zürich in den baden-württembergischen Landkreis Waldshut und kann dabei schon tolle Ausblicke genießen.

Blick von der Wehrbrücke am Kraftwerk bei Rheinau

Man sollte nun meinen, dass der Weg hinter der Brücke einfach dem Strom aufwärts folgt wie der Hochrhein-Höhenweg. Leider ist dieser Weg aber zur Zeit teilweise unpassierbar, und zwar aufgrund vieler umgestürzter Bäume. Schon recht bald muss man also den Fluss verlassen und den Hang hinaufsteigen in den oben gelegenen Wald (Schwaben genannt). Einige Pfade und Wege führen auf die Gemeinde Jestetten-Altenburg zu.

Die günstige Lage der Rheinschleifen führte dazu, dass diese Region seit vielen, vielen Jahrhunderten besiedelt ist. Das zeigt sich zum Beispiel an dem Keltenwall oder Schanz genannten Damm, auf den man trifft und über den man wieder in Richtung des Rheins wandert. Am Ende treffen wir auf einen alten, aber noch heute gültigen Grenzstein mit der Einmeißelung GB 1859 (GB für Großherzogtum Baden) und wenden uns nach links und gehen – genau auf der Grenze – auf das schweizerische Nohl zu.

Durch den Weiler Nohl, der auf einer Terrasse über dem Strom liegt, führt der Weg hinunter zum Rheinuferweg in den Kanton Schaffhausen und zum Rheinfall in Neuhausen. Über den hier viel zu schreiben, würde den Rahmen sprengen. Hier ist verständlicherweise viel Trubel. Man kann die diversen Einkehrmöglichkeiten nutzen, auch eine „spritzige“ Bootsfahrt an den Wasserfall machen usw., die Hauptattraktion bleibt natürlich der Rheinfall.

Bei einer Bootsfahrt zum tosenden Rheinfall kann man sich erholen und erfrischen, man kommt den Naturgewalten sehr nah.

Über die Rheinfallbrücke gelangt man schließlich auf die andere Seite. Hier begrüßt uns das Schloss Laufen. Außerdem gibt es viele Aussichtspunkte, die man eigentlich alle nutzen sollte. Auf Fischnetz und Kanzel kommt man dem wilden Wasser besonders nah.

Dann erreicht man über den Bahnhof Laufen wieder den Uferweg. Mit jedem Meter, den man sich von der Touristenattraktion entfernt, wird es ruhiger. An der Nohlbrücke (mit Kneippmöglichkeit) ist man schon wieder fast alleine. Über den Fähreweg machen wir einen Schlenker durch die Ortschaft Dachsen und folgen dann dem Rhiwanderweg deutlich oberhalb des Stroms.

So kommen wir zur Bachdelle in Dachsen und dem darin liegenden schönen Freibad. Man kann es zum Baden nutzen, aber auch für eine Einkehrpause im Schwimmbadkiosk. Danach folgen wir wieder dem wunderschönen Uferpfad und genießen den Anblick des ruhig dahinströmenden Hochrheins.

Nach einiger Zeit führt der Weg wieder hinauf in die Rheinhalde und verläuft dann bis nach Rheinau in diesem Hang über dem Fluss. Es geht links und rechts und hinauf und hinab, bis man schließlich das Kraftwerkswehr erblickt.

Bevor man den Ausgangspunkt erreicht, kommt man noch an einer Infanteriestellung vorbei, denn noch heute ist die „Halbinsel Rheinau“ wie eine Festung gesichert. Wer noch immer Energie hat oder sich nur erholen will, kann zum Abschluss noch das Schwimmbad in Rheinau nutzen. Es liegt ja direkt am Wanderparkplatz Rheinau, Hallenbad.

Weitere Informationen gibt es im Rother Jubiläumswanderführer Alpen, denn dort gibt es eine ganz ähnliche Tour. Sie stammt aus dem Rother Wanderführer Bodensee Süd von Herbert Mayr.

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