Solefreibad, Ems-Hase-Hunte-Else-Weg, Etappe 4 „Bad Essen – Lemförde“

Wanderparkplatz Solefreibad (fürs Navi: Bad Essen, Platanenallee 14)

Streckenweg: Ems-Hase-Hunte-Else-Weg, Etappe 4 „Bad Essen – Lemförde“ (ca. 30,4 km; 7¼ Std. Gehzeiten plus Pausen)

1463690261 Der abwechslungsreiche Ems-Hase-Hunte-Else-Weg zieht sich auf ca. 170 Kilometern von Dissen nach Lingen. Die ersten drei Etappen werden auf diesem Blog schon beschrieben. Die erste übersteigt zwischen Dissen und Wellingholzhausen den Teutoburger Wald, die zweite führt durch die Niederung zwischen Teuto und Wiehen, führt also von Wellingholzhausen nach Melle und die dritte Etappe klettert dann über das Wiehengebirge nach Bad Essen. Die längste Etappe auf dem gesamten EHHE-Weg ist dann die vierte von Bad Essen nach Lemförde.

GPSies - Solefreibad, Ems-Hase-Hunte-Else-Weg, Etappe 4 Bad Essen – LemfördeIch beginne am Solefreibad, weil ich den dritten Wegabschnitt dort beendete und man dort gut parken kann. Man kann aber natürlich überall in Bad Essen gut ins Wandern einsteigen. Der Bahnhof wird allerdings nicht mehr von Zügen, sondern höchstens von Bussen angefahren.

Es geht durch den Ort hinunter nach Norden. Den berühmten Marktplatz besuchen wir dieses Mal nicht. Mit der Essener Straße geht es über den Mittellandkanal und die B65. Im Ortsteil Harpenfeld folgen wir der Glockenstraße in die Siedlung Himmelreich. Kurz dahinter biegt nach rechts ein Fußweg ab. Durch Wiesen und Wald und vorbei an einem schönen Rastplatz mit Schutzhütte erreicht man das Gelände von Schloss Ippenburg. Bei Wikipedia gibt es auch einige Bilder.

Teich bei der Ippenburg 20191017_082736
Einer von mehreren schönen Teichen im weitläufigen Schlosspark der Ippenburg

Der Adelssitz derer von dem Bussche-Ippenburg ist Privatbesitz und wird nur zu Zeiten der bekannten Gartenfestivals geöffnet. Die Vorderseite des neugotischen Schlossen kann man aus der Distanz bewundern. Aber unser Vier-Flüsse-Weg führt uns über den Außenbereich, der auch schon eine verwunschene Schönheit bietet.

Hinter den Schlossanlagen geht es über kleine Asphaltstraßen durch den Brockhauserbruch, eine großflächige Niederung, in der man die Weite genießen kann. Schließlich biegt man nach links in den Rabber Kirchweg und überquert den Wimmer Bach. Dann erreicht man die Niederheide, ein wirklich wunderschönes Wäldchen, durch das man mitten hindurch geht. Und man merkt, dass das doch viel interessanter und schöner ist als die intensiv landwirtschaftlich genutzten Fläche „draußen“.

In der herbstlichen Niederheide

Hinter dem Wald geht man über den Grenzkanal, dessen Name anzeigt, dass man jetzt in Nordrhein-Westfalen ankommt, und zwar in der Gemeinde Stemwede. Direkt hinter der Grenze erhebt sich der Sunderner Hügel. Man sieht ihn hinter dem Drubbel Schierlage. Auf der kleinen Erhebung wurde früher Kohle geschürft. Der Glockenbrink führt den Hügel hinauf. Oben befindet sich die Glocke an einem schönen Rastplatz des Naturdorfes Sundern, wie es an den Bänken geschrieben steht.

Die Sunderner Glocke samt Rastplatz

Nördlich vom Rastplatz führt eine Brücke über den Einschnitt der L770 (Alter Postweg). Es geht ziemlich genau nach Norden, und zwar über die Gut-Steinbrink-Straße. Vom Hang des Sunderner Hügels sieht man dann zum ersten Mal den Stemweder Berg, den es heute noch zu überqueren gilt.

Erster Blick vom Sunderner Hügel nach Norden zum Stemweder Berg

Man geht lange Zeit auf dem Sträßchen Hinter der Holzhege, bis der Ortsrand vom Stemweder Ortsteil Haldem erreicht wird. An einer Tankstelle mit Supermarkt trifft man auf die Hauptstraße des Dorfes, die Haldemer Straße, und biegt nach links ab. An der nächsten Kreuzung folgen wir der Straße Zur Wilhelmshöhe, denn unser Weg macht eine Schleife über den Höhenzug des Stemweder Berges, zunächst also nach Osten. Unter dem Blätterdach eines beeindruckenden Buchenhochwalds führt die Straße den Stemweder Berg hinauf. Der Ems-Hase-Hunte-Else-Weg verläuft aber eigentlich ein bisschen weiter südlich auf einem Waldweg. Oben erreicht man den vornehmen Berggasthof Wilhelmshöhe.

Hinter dem Gasthaus und Hotel geht es über den Weißen Weg wieder in den Wald. Nahe beim Gipfel des Scharfen Berges passiert man einen WDR-Sendemast, den man schon von weit weg gesehen hatte. Kurz hinter dem Mast geht es an einer Waldkreuzung mit der Wanderkarte Scharfer Berg links ab, also wieder nach Norden. Man wandert jetzt etwas länger über den Rauhen Berg durch den schönen Wald des Höhenzuges, leicht bergab. Ein alter Grenzstein verdeutlicht, dass die Landesgrenze hier nicht neu ist, sondern dass hier früher Preußen und Hannover aufeinander trafen.

Schließlich erreicht man kurz vor dem nördlichen, niedersächsischen Waldrand den Wanderparkplatz Dehnweg. Hier geht es aber links ab, man bleibt also im Wald und umrundet zunächst die große Lichtung zur Rechten. Der Wanderweg folgt nun wieder in westlicher Richtung dem Waldrand des Stemweder Berges. Ist man außerhalb des Waldes, hat man einen schönen Blick auf die vorgelagerten Orte und auch schon auf den Dümmer.

Unter Nebel und Regen sieht man schon den Dümmer

Schließlich erreicht man unterhalb des Lemförder Berges die Obere Bergstraße. Hier geht es hinunter in den Ort Lemförde. Über den Mühlenweg erreicht man dann den Bahnhof. Der nächste Abschnitt des EHHE-Weges führt dann von hier am Westufer des Dümmers entlang nach Dümmerlohausen und weiter nach Damme.

Der Ems-Hase-Hunte-Else-Weg ist in diesem Abschnitt gut gekennzeichnet. Selbst im dichten Wald findet man überall den weißen Punkt. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten des betreuenden Wiehengebirgsverbandes. Außer der noblen Einkehrmöglichkeit in Haldem ist mir unterwegs nichts aufgefallen, wo man sich stärken oder wärmen könnte.

Es ist nicht ganz einfach, mit der Bahn zurück zum Ausgangspunkt in Bad Essen zu kommen. Es gibt eine Bahn-Bus-Verbindung über Osnabrück. Man kann aber auch in Bohmte aussteigen und ab da ein Taxi nach Bad Essen nehmen.

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