Elte Zum Weddenfeld / Zum Hermannsweg, A2

Parkplatz Elte Zum Weddenfeld / Zum Hermannsweg

A2

Elte ist ein wunderschönes Dorf, das heute zur Stadt Rheine gehört. Außerdem besitzt es mit den Emsauen, der Elter Mark und besonders mit dem Wilden Weddenfeld interessante Wandergebiete. Es gibt außer den überregionalen auch viele regionale Wanderwege, wie man auf der alten Wanderkarte am Wanderparkplatz Elte Hinterdingsweg / Zur Saltenwiese sehen kann. Letztere werden aber recht stiefmütterlich behandelt und die Kennzeichnungen sind kaum oder gar nicht vorhanden, so dass man gutes Kartenmaterial, Ortskenntnisse oder – besonders im Weddenfeld – gutes Orientierungsvermögen haben sollte.

Der Wanderweg A2 führt auf gut 4 Kilometern durch eben dieses sogenannte Wilde Weddenfeld. Hier handelt es sich um eine große Fläche mit sandigen Binnendünen, die heute fast ausschließlich mit Kiefernwald bestanden sind. Auf einer Informationstafel am Parkplatz Elte Zum Weddenfeld / Zum Hermannsweg kann man Genaueres erfahren, z. B.  dass das Weddenfeld als Teil der Mark durch Abholzung ab dem Mittelalter zur Heide wurde und auch beim Plaggenhieb Verwendung fand oder dass es erst in den 1960er Jahren endgültig gelungen ist, die Dünen zu befestigen. Heutzutage sind die trockenen Binnendünen in unserer Umgebung eine Rarität, die besonders geschützt werden sollte.

07/2011
Steinerner Bildstock anno 1739

Vom Wanderparkplatz, der ca. einen Kilometer östlich des Dorfkerns von Elte liegt, geht es zunächst noch auf asphaltierter Straße zum Waldrand. Hier kreuzt sich die Straße Zum Weddenfeld, auf der wir aber weiterhin bleiben, mit dem Hinterdingsweg.

Ein alter Bildstock von 1739 (!) markiert diese Kreuzung. Von hier aus geht man übrigens auf dem Hermannsweg, der von Rheine herkommt und durch das Wilde Weddenfeld nach Bevergern führt.

Der Weg führt weiter immer geradeaus. Nach ungefähr einem Kilometer führt zum ersten Mal ein deutlich erkennbarer Weg nach links in den Wald hinein. Man kann durch die Kiefern schon den im Norden dahinter liegenden Waldrand sehen. Hier verlässt man „den Hermann“ und biegt links ein und geht dann ein Stück am Waldrand entlang. Hier findet man auch immer wieder kleinere, offene Sandflächen.

Waldrand am Wilden Weddenfeld (7/11)

A2 führt aber bald wieder in den Wald hinein. Ca. 300 Meter weiter macht der zwar unbefestigte, aber gut erkennbare, befahrbare Waldweg einen fast rechtwinkligen Knick nach rechts. An dieser Stelle müssen wir weiter geradeaus, auch wenn unser Weg jetzt zu einem immer schmaler werdenden Pfad wird. Rechter Hand sehen Sie durch die Kiefern in ungefähr 100 Metern Entfernung eine (zur Zeit) mit Mais bestandene Lichtung mitten im Wald. Daran kann man sich gut orientieren. Wenn man das Feld nicht mehr über die rechte Schulter sieht, muss bald eine Kreuzung mit einem anderen „offiziellen Trampelpfad“ kommen. Hier biegen wir jetzt links ab. In totaler Stille entwickelt sich schnell ein Gefühl der Einsamkeit, aber auch der scheinbaren Unendlichkeit des Waldes. In welche Richtung man auch schaut: Kiefern, Kiefern, Kiefern, ein paar versprengte Birken oder sogar schlechtwüchsige Eichen und immer wieder Sand und die Binnendünen. Ein Ende scheint nicht absehbar. Ab einer gewissen Wärme verbreiten die Kiefern auch ein intensiv würziges Geruchserlebnis.

Im Wilden Weddenfeld: Binnendünen und Kiefern (7/11)

Schließlich, nach ca. 700 Metern, übersteigt man einen letzten Dünenkamm und ist wieder auf dem Hauptweg Zum Weddenfeld. Hierauf geht man dann zurück zum Wanderparkplatz.

Wenn man am Parkplatz vorbeigeht und sich dann im Dorf an der Hauptstraße links hält, gelangt man nach schätzungsweise einem Kilometer zum Gasthaus Zum Splenterkotten im Schatten der St. Ludgeruskirche aus dem 17. Jahrhundert.

Und weil es so schwierig ist, sich zurecht zu finden, hier noch eine vergrößerbare und ausdruckbare Karte des Wanderweges A2.

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